Zum Inhalt springen

Einheitskreis/Kreislänge/Halbierung/Programm/Aufgabe

Aus Wikiversity

Wir betrachten den Einheitskreis, also

{(xy)x2+y2=1}2.

Wir setzen  P0=(10)  und  P1=(01)  und definieren rekursiv die Folge Pn (in der Ebene) durch

Qn=12(P0+Pn1)

(d.h. Qn ist der Halbierungspunkt der Strecke zwischen P0 und Pn1) und Pn ist der Durchstoßungspunkt der Halbgeraden durch (00) und Qn mit dem Kreisbogen. Wir betrachten die Längen  dn=d(P0,Pn)  als eine Approximation der Länge des Kreisbogens zwischen P0 und Pn und somit

xn=2ndn

als eine Approximation der Länge des halben Kreisbogens (also von π). Da in der Berechnung der Punkte Pn und der Längen dn Quadratwurzeln (Satz des Pythagoras) auftreten, können diese nur mit einem bestimmten Fehler durch rationale Zahlen approximiert werden.

Man entwerfe ein Computer-Programm (Pseudocode), das eine Folge yn von Approximationen (n1) für xn berechnet und ausdruckt. Bei der Berechnung von yn sollen alle Quadratwurzeln, die in die Berechnung von xn irgendwo eingehen, mit n Schritten mit dem Heronverfahren zum Startwert 1 berechnet werden. Das Programm soll also zunehmend bessere Approximationen für die vorhergehenden Hilfspunkte verwenden, die Berechnung von yn erfordert, dass man stets neue, bessere Approximationen für P2,,Pn bestimmt.

    • Der Computer besitzt beliebig viele Speicher, die rationale Zahlen enthalten können.
    • Die natürlichen Zahlen liegen in einer Datenbank bereit (diese müssen also nicht erzeugt werden).
    • Er kann einen Speicherinhalt in einen weiteren Speicher schreiben.
    • Er kann die rationalen Rechenoperationen (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division durch eine Zahl 0) ausführen und das Ergebnis in einen weiteren Speicher schreiben.
    • Er kann Speicherinhalte der Größe nach vergleichen und davon abhängig zu Programmzeilen springen.
    • Er kann Speicherinhalte und vorgegebene Texte ausdrucken.

Das Programm soll unendlich laufen und die Approximationen y1,y2,y3,... ausgeben.