Interview B

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Interview 2 (männlich, 26 Jahre; weiblich, 26 Jahre)


1. Wie alt bist du? Wo bist du geboren? (Seit wann lebst du in Deutschland?)

M: Ich bin 26, in Deutschland geboren und lebe auch schon immer hier. Meine Eltern sind aus der Türkei eingewandert, bevor ich geboren wurde.

W: […] und ich bin auch 26. Ich bin Deutsche.


2. Wie würdest du deinen Lebensstil bezeichnen? Eher deutsch oder eher …?

M: Ich lebe eigentlich wie ein Deutscher. Ich gehe so gut wie nie in die Moschee, esse Schweinefleisch und trinke Alkohol wie die Deutschen. Meine Familie hat wenige Traditionen aus der Türkei behalten.


3. Welche Rolle spielt der Islam in deinem Leben?

M: Der Islam ist mir nicht so wichtig, wie ich gerade erzählt habe. Ich halte mich nicht an den Koran. Ob ich gläubig bin, kann ich gar nicht genau sagen.


4. Wie lang seid ihr schon zusammen?

M: Seit fast drei Jahren.


5. Wohnt ihr zusammen?

W: Ja, seit etwa einem Monat haben wir eine Wohnung zusammen.


6. Spielt der Islam in eurer Beziehung eine Rolle? Welche? Wie bewertet ihr das?

W: Eigentlich weniger, würde ich sagen. Ich bin ja eigentlich auch katholisch, aber gehe so gut wie nie zur Kirche. Nur an Weihnachten.

M: Genau. Wir reden eigentlich so gut wie nie über Religion, weil uns das nicht so wichtig ist.


7. Haltet ihr Ramadan? Warum?

M: Nein. In meiner Familie wird das schon lange nicht mehr gemacht, bestimmt seit zehn Jahren oder so. Aber das ist mir auch nicht wichtig.


9. Feiert ihr das Fest des Fastenbrechens? Warum? (Wie feiert ihr dieses Fest?)

M: Ramazan Bayramı ist bei uns ein großes Familienfest. Auch wenn wir nicht fasten. Da kommt immer die ganze Familie zusammen. Das ist wie bei euch an Weihnachten.

W: Genau, das sind die einzigen religiösen Feste, die wir, B. und ich, feiern. Aber eigentlich auch nicht wegen der Religion oder dem Glauben, sondern weil das irgendwie Tradition ist.

M: Stimmt. An d[ies]en Tagen sehen wir uns eigentlich auch nicht, sondern sind zu Hause. Wobei ich Weihnachten gern [ein]mal miterleben würde.


10. (an den deutschen Gesprächspartner): Wie bewertest du, dass er dieses Fest feiert?

W: Ach, das ist mir nicht so wichtig, ich kriege ja davon nicht so viel mit. Solange B. (männlicher Gesprächsteilnehmer) mich damit nicht stört, kann er machen, was er mag.