Kategorie:Metaphysik

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Ist die Wahrnehmung der Realität etwas Religiöses?

Die Metaphysik befaßt sich mit der Frage: "Was ist wirklich?" und – neben dieser Fragestellung – "wie kann man es wissen?"

Das, was "wirklich", d.h. was uns wirklich oder als wirklich erscheint, ist oft Gegenstand einer Einbildung, die uns fesselt und von der wir nicht loskommen können. Wir wissen oft nicht, d.h. wir sind uns dessen nicht bewußt, daß unsere Realitätsvorstellung einer Einbildung unterliegt. Ob wir jemals Illusion von Wirklichkeit unterscheiden können, ist fraglich. Ganze Gesellschaften und ganze Teile der Menschheit unterliegen Illusionen und Halluzinationen, ohne sich dessen bewußt zu sein.

Müssen wir eine bestimmte Geisteshaltung einnehmen, um die Realität zu erfahren? Das behaupten viele Menschen – darunter z.B. Buddha. Dieser Gedanken ist Dreh- und Angelpunkt seiner Weltanschauung, die er gleichzeitig zu einer Religion sowie zu einer Religiosität gemacht hat.

Die westlichen Philosophen kommen nie auf die Idee, daß man eine andere Geisteshaltung einnehmen, um die Wirklichkeit besser zu erkennen. Sie gehen vielmehr von der Nichtänderbarkeit der Sinnesorgane sowie der inneren geistigen Befindlichkeit aus, und postulieren dies oder jenes.

Die richtige innere Einstellung fördert die bessere Wahrnehmung der Realität.

Ferner legen sie zu viel Wert auf Argumente sowie auf das argumentative Vorgehen. Der eine Philosoph behauptet dies und wird von einem anderen widersprochen. Jetzt geht es darum, festzustellen, wer Recht behält.

Die Altgriechen setzten ihr Vertrauen eher auf das Denken und meinten sogar, mit dem Denken sowie Gedanken sehen zu können.

Die Katholische Kirche legte keinen Wert auf das Sehen sowie auf den Einsatz der übrigen Sinnesorgane und legte ihren Schwerpunkt auf den Glauben, nämlich auf den "richtigen Glauben", d.h. Orthodoxie, welcher die Kirche dogmatisch und so gut wie eigenmächtig festgesetzt hat. Sie orientierte sich am Spruch Jesu: "Gesegnet sind die, die glauben und nicht sehen." und betrachtete Sehen als Gegenteil von Glauben. Entweder man sieht, oder man glaubt. Wer sehen möchte, hat kein Vertrauen in Gott und muß demzufolge von der Inquisition religions- und weltanschauungspolitisch verfolgt werden. Das kann auch tödlich enden. Denn so ein "Mißtrauen" muß bestraft werden. Darum hält sich die Kirche für "unfehlbar".

... aber lächeln kann man dabei auch ...!!

Sehen und Erkennen[Bearbeiten]

Wir sehen mit den Augen und nehmen mit den Augen und anderen Sinnesorganen wahr. Wir erkennen mit der Wahrnehmung sowie mit dem Verstand. Alles, was wir sehen und erkennen, soll einer Prüfung unterworfen werden.

Nach den buddhistischen religiösen Praktiken müssen sowohl der Geist als auch die unterschiedlichen Sinnesorgane geläutert werden, um sie für die Realitätsforschung optimal einsetzen zu können.

Die westliche Philosophie verlangt eine solche Läuterung nicht – weder in geistiger noch in materieller Hinsicht. Sie fragt sich nicht, ob z.B. die Sinnesorgane durch geeignete Techniken, welche der Mensch auf sich selbst anwenden kann, verbessert werden können oder nicht.

Die einzige "Läuterung", welche die abendländische Kultur kennt, ist die Läuterung des eigenen Glaubens sowie der eigenen Gedanken.

die geistigen Fähigkeiten und die Realität[Bearbeiten]

Die Realität als solche von Menschen zu erkennen ist nicht leicht.

Die geistigen Fähigkeiten sollen einen befähigen, die Realität zu erfassen, aber öfters als man denkt dienen sie dazu, die Realität als solche zu verunstalten und sie demzufolge nicht zu erkennen.

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