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Kommutative Ringtheorie/Hilbertscher Basissatz/Fakt/Beweis

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Beweis

Es sei 𝔟 ein Ideal im Polynomring R[X]. Zu  n  definieren wir ein Ideal 𝔞n in R durch

𝔞n={cRes gibt F𝔟 mit F=cXn+cn1Xn1++c1X+c0}.

Die Menge 𝔞n besteht also aus allen Leitkoeffizienten von Polynomen vom Grad n aus 𝔟. Es handelt sich dabei offensichtlich um Ideale in R (wobei wir hier 0 als Leitkoeffizient zulassen). Ferner ist  𝔞n𝔞n+1,  da man ja ein Polynom F vom Grad n mit Leitkoeffizient c mit der Variablen X multiplizieren kann, um ein Polynom vom Grad n+1 zu erhalten, das wieder c als Leitkoeffizienten besitzt. Da R noethersch ist, muss diese aufsteigende Idealkette stationär werden; sei n derart, dass  𝔞n=𝔞n+1=  ist.

Zu jedem  in  sei nun  𝔞i=(ci1,,ciki)  ein endliches Erzeugendensystem, und es seien

Fij=cijXi+ Terme von kleinerem Grad 

zugehörige Polynome aus 𝔟 (die es nach Definition der 𝔞i geben muss).

Wir behaupten, dass 𝔟 von allen {Fij0in,1jki} erzeugt wird. Dazu beweisen wir für jedes  G𝔟  durch Induktion über den Grad von G, dass es als R-Linearkombination mit diesen Fij darstellbar ist. Für G konstant, also  GR,  ist dies klar. Es sei nun der Grad von G gleich d und die Aussage sei für kleineren Grad bewiesen. Wir schreiben

G=cXd+cd1Xd1++c1X+c0.

Es ist  c𝔞d  und damit kann man c als R-Linearkombination der cij, 0in, 1jki, schreiben. Bei  dn  kann man c sogar als R-Linearkombination der cdj, j=1,,kd, schreiben, sagen wir  c=j=1kdrjcdj.  Dann ist  Gj=1kdrjFdj𝔟  und hat einen kleineren Grad, sodass man darauf die Induktionsvoraussetzung anwenden kann. Bei  d>n  ist

c=i=0,,n,j=1,,kirijcij.

Damit gehört

Gi=0,,n,j=1,,kirijXdiFij

ebenfalls zu 𝔟 und hat einen kleineren Grad, sodass man wieder die Induktionsvoraussetzung anwenden kann.