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Es sollen Abbildungen zwischen den beiden Vektorräumen
und
untersucht werden. Eine spezielle Klasse von Abbildungen sind dabei die linearen Abbildungen. Ist eine Abbildung
linear, so muss diese für zwei Vektoren
und
des
und zwei reelle Zahlen
und
stets den Zusammenhang
erfüllen. Es lässt sich dann zeigen, dass sich die Abbildung durch eine Ansammlung von
reellen Zahlen
mit
und
durch
beschreiben. Werden nun die Zahlen entsprechend ihres Auftretens angeordnet, so wird diese Ansammlung in einem
Raster der Form
als Matrix bezeichnet. Die Menge aller reellen Matrizen mit
Zeilen und
Spalten wird als
bezeichnet.
Bei der Anwendung auf einen Vektor können die Komponenten des Ergebnisvektors dann durch
gefunden werden.
Gegeben seien die Matrix
und der Vektor
Berechne
Lösungen
Matrix und Matrixoperationen - Implementation
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In dem folgenden Abschnitt wird die Vorgehensweise bei der Berechnung von Matrizenoperationen behandelt:
Für Funktionen ist bekannt, dass sich diese in der Form
verketten lassen, wenn der Bildbereich von
eine Teilmenge des Definitionsbereich von
ist. (Andernfalls muss der Definitionsbereich von
für die Verkettung eingeschränkt werden). Genauso muss für die Verkettung der durch Matrizen definierten Abbildungen der Ergebnisvektor im Vektorraum liegen, den die zweite Abbildung entgegen nimmt. Ist also
, so muss die Matrix
über
Spalten verfügen, um den Vektor
entgegen nehmen zu können. Die Zahl der Zeilen von
hingegen kann wieder frei gewählt werden. Um die Verkettung
bestimmen zu können, muss
also aus dem
stammen. Das Ergebnis der Verkettung ist daher ein Vektor des
. Somit bildet die Verkettung vom
auf den
ab und ist als Verkettung zweier linearer Funktionen selbst wieder linear. Damit muss sie sich durch eine Matrix
darstellen lassen. Durch das Anwenden der Matrizen auf einen entsprechenden Vektor kann der Zusammenhang
gefunden werden, woraus ersichtlich ist, dass sich die Matrix
gemäß
als ein Produkt zweier Matrizen definieren lässt. Auf diese Weise wird die Matrixmultiplikation definiert.
Als Beispiel können die beiden Matrizen
betrachtet werden. Da es sich um quadratische Matrizen handelt, können die beiden Matrixprodukte
gefunden werden. Sie sind nicht gleich, woran sich bereits zeigt, dass selbst für quadratische Matrizen im Allgemeinen
nicht gilt.
Gegeben seien die beiden Matrizen
und
finde alle Matrixprodukte.
Lösungen
Im
gibt es eine Matrix
mit der Eigenschaft, dass sie jeden beliebigen Vektor
unverändert lässt, also
für beliebige
erfüllt. Diese Matrix wird als Einheitsmatrix bezeichnet. Sie ist dadurch definiert, dass nur auf der Diagonalen die Einträge
und sonst Nullen stehen. Für die Matrixmultiplikation stellt sie das neutrale Element dar.
Ist
und existiert ein
für die
gilt, so wird
als die Inverse Matrix von
bezeichnet. Sie erlaubt es Gleichungen der Art
mit
nach
eindeutig zu lösen.
Anhand der Rechnung
lässt sich sehen, dass beim Invertieren eines Produktes auch die Reihenfolge getauscht werden muss.
Gegeben Sei die Matrix
Bestimme die Inverse Matrix und finde so
und
aus der Gleichung
Lösungen
Vektoren können als Matrizen mit einer Spalte aufgefasst werden. Diese Matrizen müssten demnach aus dem
stammen. Es gibt allerdings auch die Matrizen der Form
, die also über eine Zeile und
Spalten verfügen. Diese werden als transponierte Vektoren bezeichnet. Ist ein Vektor
gegeben, so ist sein transponierter Vektor durch
bestimmt.
Damit lässt sich das Skalarprodukt als Matrixmultiplikation
auffassen. Daneben kann durch
auch eine Matrix mit den Komponenten
konstruiert werden.
Gegeben seien die Vektoren
Bestimme die Ausdrücke
,
,
und
.
Lösungen
Die Matrix
mit den Komponenten
hat auf
von rechts multipliziert die gleiche Wirkung, wie die Matrix
auf
von links multipliziert. Sie wird als Transponierte (Matrix) von
bezeichnet.
Wie auch beim Invertieren, muss beim Transponieren von Produkten die Reihenfolge gemäß
umgekehrt werden.
Damit kann für die Vektorprodukte auch
und
gefunden werden.
Es seien die Matrizen
gegeben. Bestimme
,
,
und
.
Lösungen