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Kurs:Stadt Land Plus Schulungsmodul

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Schulungsmodul[Bearbeiten]

Hier entsteht die Zusammenfassung des Schulungsmoduls der BMBF-Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus.

Hinweise zum Schulungsmodul Stadt-Land-Plus[Bearbeiten]

Das Schulungsmodul wird vom wissenschaftlichen Begleitvorhaben der BMBF-Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus erarbeitet –
https://www.zukunftsstadt-stadtlandplus.de/

Auf der Stadt-Land-Plus Homepage sind die einzelnen Module im Präsentations-Format (PDF) zum Download abrufbar –
https://zukunftsstadt-stadtlandplus.de/schulungsmodul

Sämtliche personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen. Aus Gründen der Vereinfachung und besseren Lesbarkeit wird die männliche Form verwendet.

Erstellt wird das Schulungsmodul von den Stadt-Land-Plus Projekten unter Koordination der StadtLand GmbH (Dr. Uwe Ferber, Karl Eckert, Christin Fischer, Arne Siemer, Göde Nommensen).

Stand: Mai 2023

Module und Zielgruppen[Bearbeiten]

Das Schulungsangebot befasst sich mit den Herausforderungen, Chancen und Zielen nachhaltiger Stadt-Land-Beziehungen und stellt notwendige Schritte für den Aufbau von Stadt-Land-Kooperationen vor. Folgende Module werden angeboten:

  • Grundlagen
  • Kernmodule
    • Modul 1: (Stadt)Landschaften gewinnen
    • Modul 2: Regional produzieren
    • Modul 3: Baustoffkreisläufe organisieren
    • Modul 4: Siedlungsflächen managen

Das Schulungsangebot richtet sich vorwiegend an Akteure in den Bereichen:

  • Kommunale und regionale Politik
  • Kommunale und regionale Verwaltung
  • Regionalplanung und (Landschafts-) Architektur, Verkehr und Logistik
  • Wirtschaftsförderungen und Regionalmanagement
  • Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Universitäten und Studierende
  • Interkommunale Organisationen
  • Landnutzer (Unternehmen, Landwirte, Immobilienwirtschaft)
  • Bau- und Umweltingenieure
  • Bauindustrie
  • Kreislaufwirtschaft

Grundlagen / Stadt-Land-Partnerschaften[Bearbeiten]

Gliederung des Moduls[Bearbeiten]

  • Herausforderungen
  • Ziele
  • Akteure
  • Basismodell Stadt und Land
  • Räumliche Definition – Funktionale Urbane Gebiete
  • Initiativen für Stadt-Land-Kooperationen
  • Stadt-Land-Kooperationen in Deutschland
  • Schritte zum Aufbau von Stadt-Land-Kooperationen

Herausforderungen[Bearbeiten]

Eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung kann nicht ausschließlich innerhalb der Stadtgrenzen erfolgen. Enge funktionale Verflechtungen und konkurrierende Interessen führen zu Konflikten bei der Nutzung von Ressourcen. Für viele Herausforderungen müssen die Stadt, das städtische Umland und der ländliche Raum gemeinsam betrachtet werden.

Ziele[Bearbeiten]

Das Modul "Grundlagen" beschreibt Ziele, Herausforderungen und Chancen von Stadt-Land-Partnerschaften für eine nachhaltige Stadt-Land-Entwicklung durch sektorübergreifende und interkommunale Zusammenarbeit. Es führt Begriffe und Definitionen ein und beschreibt den aktuellen politischen Kontext sowie die Praxis von Stadt-Land-Partnerschaften in Deutschland. Ein Modell zum Aufbau von Stadt-Land-Partnerschaften wird vorgestellt. Lösungsansätze beziehen sich bspw. auf eine gemeinsam abgestimmte:

  • nachhaltige Flächennutzung und Mobilität
  • nachhaltige Ver- und Entsorgung
  • stadtregionale Wertschöpfungsketten
  • optimierte technische und soziale Infrastrukturen
  • stabile Arbeitsplätze
  • gute Wohnraum und Wohnraumentwicklung
  • attraktive Naherholung


Das Modul bildet die Grundlage für die 4 weiteren Kernmodule:

  • 1.(Stadt)Landschaften gewinnen (Kulturlandschaftsentwicklung durch Stadt-Land-Kooperationen fördern)
  • 2.Regional produzieren (Wertschöpfungsketten für regionale Produkte aufbauen)
  • 3.Baustoffkreisläufe organisieren (Stoffströme regionalisieren)
  • 4.Siedlungsflächen managen (Integriertes Siedlungsmanagement einführen)


Exkurs: Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt ungleichen Lebensverhältnisse entgegenzuwirken. Solche ungleichen Verhätltnisse bestehen bspw. zwischen Ost & West oder zwischen Nord & Süd und beziehen sich auf die kommunale Verschuldung oder kommunale Einahmen. Die Wahrnehmung der Lebensverhältnisse ist individuell, jede Person bewertet Gleichwertigkeit bzw. Ungleichwertigkeit ggf. nach verschiedenen Maßstäben.

Ungleichheit kann sich u.a. auf folgende Aspekte beziehen:

  • Wohnraumversorgung & Mieten
  • Arbeitsplätze & Arbeitsmarkt
  • grüne Infrastruktur & Nahherholung
  • Verkehrsanbindung & Mobilität
  • soziale Infrastruktur & Daseinsvorsorge (Vgl. zentrale Orte nach Christaller)
  • schnelles Internet & Netzabdeckung
  • finanzielle Ausstattung der Kommunen, Schulden & Einnahmen


Quellen:
Unser Plan für Deutschland - Gleichwertige Lebensverhältnisse überall -

Akteure[Bearbeiten]

Stadt-Land-Partnerschaften versprechen großen Nutzen für die Beteiligten sind jedoch alles andere als eine „Routineaufgabe“. Sie sind in jedem regionalen Einzelfall spezifisch zu „konfigurieren und betreffen eine breite Anzahl unterschiedlicher Akteure aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und der Bürgerschaft:

  • Kommunale und regionale Politik / Verwaltung
  • Planung- und (Landschafts-) Architektur
  • Verkehr und Logistik
  • Wirtschaftsförderungen und Regionalmanagement
  • Interkommunale Organisationen
  • Landnutzer (Unternehmen, Landwirte, Immobilienwirtschaft)
  • Bürgerschaftliche Initiativen

Basismodell Stadt und Land[Bearbeiten]

Basismodell

Stadt-Land Basismodell

Das Stadt-Land Basismodell differenziert zwischen folgenden 4 Bereichen:

  • Kernstadt mit politisch-administrativer Grenze
  • Innerer Verflechtungsbereich mit variabler Grenze
  • Äußerer Verflechtungsbereich mit politisch-administrativer Grenze
  • Außenbereich ohne weitere Differenzierung

Die politisch-administrativen Grenzen überlagern sich hierbei mit funktionalen Verflechtungen.

Räumliche Definition – Funktionale Urbane Gebiete[Bearbeiten]

Die Europäische Kommission hat Typologien auf der Grundlage der Bevölkerungsgröße und ­Dichte sowie der Pendlerströme eingeführt. Diese Typologie der einzelnen Metropolregionen bieten neue Einblicke in die Entwicklungen auf lokaler und regionaler Ebene und verbessern die Datenverfügbarkeit durch Verknüpfung und Vereinfachung der Zahl territorialer Definitionen.

„Functional Urban Areas“ (Deutsch: funktionales urbanes Gebiet, kurz FUA): ist ein Ansatz der weltweiten Messung von Urbanität primär durch Pendlerströme. Eine FUA besteht aus (mindestens) einer großen Stadt, mit hoher Bevölkerungsdichte, und einem Umland mit geringer Bevölkerungsdichte. Zwischen der Stadt bzw. Städten und dem Umland bestehen Pendlerbeziehungen. Metropolen bzw. Metropolregionen sind oft auch FUAs. Ca. 8% der Bevölkerung der EU leben in FUAs mit einer Größe von mindestens 5 Mio. Bewohnern.

Beipiele:

  • Berlin & Umland, ca. 5 Mio. Bewohner
  • München & Umland, ca. 2.7 Mio. Bewohner
  • London & Umland, ca. 12 Mio. Bewohner
  • Paris & Umland, ca. 12 Mio. Bewohner
  • Ruhrgebiet, ca. 5 Mio. Bewohner

Quellen:


Initiativen für Stadt-Land-Kooperationen[Bearbeiten]

Stadt-Land-Partnerschaften werden weltweit diskutiert. Beispiele hierzu sind u.a. in folgenden Dokumenten zu finden: Platzhalter Abb.

Initiativen für Stadt-Land-Kooperationen: UN-Habitat[Bearbeiten]

UN-Habitat ist ein Programm der vereinten Nationen für "menschliche" Siedlungen. Das Programm hat die Verbesserung der Lebensbedinungen durch eine nachhaltige Urbanisierung unter Beachtung von Wissenschaft und Forschung und unter Verwendung wissensschaftlicher Daten zum Ziel. Einzelne Etappen sind:


UN_Habitat_Logo_Simple


  • der Abbau räumlicher Disparität
  • der Abbau von Armut im Stadt-Land-Kontinuum
  • die Verbesserung der städtischen Umwelt
  • die Stärkung von Klimamaßnahmen
  • die Verhinderung von städtischen Krisen und der Umgang mit ihnen
    • ...
    • ...


Die Stadt-Land-Initiative 2019 legt hierzu zehn Grundprinzipien fest:

  • Locally Grounded Interventions
  • Integrated Governance
  • Functional And Spatial Systems-based Approaches
  • Financially Inclusive
  • Balanced Partnership
  • Human-rights Based
  • Do Not Harm And Provide Social
  • Protection
  • Environmentally Sensitive
  • Participatory Engagement
  • Data Driven And Evidence-based

Quellen:
UN-Habitat

Initiativen für Stadt-Land-Kooperationen: OECD[Bearbeiten]

Die OECD ist eine internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Ihre Ziele sind:



  • Wohlstand
  • Gerechtigkeit
  • Chancengleichheit
  • gleiche Lebensqualität

für alle Menschen in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht. Deutschland ist eines von derzeit 38 Mitgliedsstaaten und ist 1961 beigetreten.

2013 veröffentlichte die OECD den Bericht Rural-Urban Partnerships - An Integrated Approach to Economic Development. Der Bericht enthält Empfehlungen zur nachhaltigen und effektiven Gestaltung von Stadt-Land-Partnerschaften um eine gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung zu sichern. Die Empfehlungen bauen auf elf Fallstudien in OECD-Ländern auf.

Die fünf benannten Dimensionen einer Stadt-Land-Partnerschaft sind:

  • Demografische Beziehungen
  • Ökonomische Transaktionen & Innovationen
  • Lieferung bzw. Bereitstellung von öffentlichen Leistungen
  • Dienstleistungen
  • ökologische Güter
  • Mehr-Ebene-Governance & Interaktionen

Quellen:
OECD
Rural-Urban Partnerships -An Integrated Approach to Economic Development

Initiativen für Stadt-Land-Kooperationen: Neue Leipzig Charta[Bearbeiten]

Kommunen sollen zusammenarbeiten sowie ihre politischen Strategien und Instrumente mit ihrem Umland und dem ländlichen Raum abstimmen. Die neue Leipzig Charta (2020) ist das Rahmendokument für die nachhaltige Stadtentwicklung und Transformationsprozesse in Europa.


Sie nimmt dabei Bezug auf die Agenda 2030 sowie aktuelle und künftige Herausforderungen welche sich aus dem Klimawandel, dem Verlust der Biodiversität, Ressourcenknappheit, Migration, dem demografische Wandel usw. ergeben. Der Fokus liegt auf der Stadt- und Quartiersebene.

Die erste Leipzig Charta wurde 2007 veröffentlicht und Ende 2020 als "Neue Leipzig Charta" aktualisiert. Hierin bekennen sich die Minster zu verschiedenen Zielen künftiger Stadtentwicklung und Stadtentwicklungspolitik:

  • Förderung einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik
  • gemeinwohlorientiertes Handeln
  • Gleichbehandlung in ökonomischer, ökologischer, sozialer und räumlicher Hinsicht
  • Umsetzung der Transformation durch eine integrierte Stadtentwicklung


Quellen:
Neue Leipzig Charta
Agenda 2030

Initiativen für Stadt-Land-Kooperationen: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2021[Bearbeiten]

Eine gute Versorgung, die Förderung lokaler Initiativen und des zivilgesellschaftlichen Engagements in Stadt und Land sind die Grundvoraussetzung um Deutschland lebenswert zu entwickeln.

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie implementiert die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDG).



Sie fungiert als Grundlage und Rahmen der Umsetzung deutscher Nachhaltigkeitspolitik. Die Bundesregierung hat in ihrem Rahmen zum Kreislaufwirtschaftsaktionsplan und zur Farm-to-Fork-Strategie beigetragen. Maßgebend ist der Anspruch dabei den Bedürfnissen heutiger und künftiger Generationen gerecht zu werden. Hierfür wurden sechs Nachhaltigkeitsprinzipien festgelegt :

  1. Nachhaltige Entwicklung als Leitprinzip
  2. Global Verantwortung
  3. Lebensgrundlagen erhalten
  4. Nachhaltiges Wirtschaften
  5. Sozialen Zusammenhalt wahren und verbessern
  6. Bildung, Wissenschaft und Innovation für nachhaltige Entwicklung nutzen

Bezüge zum Stadt-Land-Kontext finden sich in verschiedenen SDGs:

  • Ressourcen sparsam und effizient nutzen (SDG 8)
  • die durchschnittliche tägliche Flächenneuinanspruchnahme auf unter 30 ha pro Tag bis 2030 senken (11)
  • Freiflächenverluste senken (11)
  • Siedlungsdichte soll nicht sinken (11)
  • Erreichbarkeit und Fahrzeiten von Mittel- und Oberzentren mit der ÖPNV verbessern(SDG 11)


Quellen:
Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie - Weiterentwicklung 2021

Initiativen für Stadt-Land-Kooperationen: Farm-to-Fork-Strategie[Bearbeiten]

Die F2F-Strategie ist Bestandsteil des European Green Deals und soll zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele maßgeblich beitragen.


Organic-vegetable-cultivation


Ziele sind u.a.:
  • Resilienz gegenüber gegenwärtiger und zukünftiger Störungen regionaler und lokaler Nahungssysteme durch kürzere Lieferketten erhöhen (Coronapandemie, Dürre, Starkregen, ...)
  • Die Nachhaltigkeit der Nahrungssysteme erhöhen
  • Abhängigkeit von langen Lieferketten verringern
  • Nachhaltige, faire, gesunde und umweltfreundliche Produktion, Verarbeitung und Vertrieb von Lebensmitteln
  • Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
  • Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit und der Bezahlbarkeit
  • Verringerung des ökologischen Fußabdruckes und des Energieverbrauchs, Effizienzsteigerung

Quellen:
Farm to Fork Strategy - For a fair, healthy and environmentally-friendly food system

Initiativen für Stadt-Land-Kooperationen: Territorial Agenda 2030[Bearbeiten]

Die Territorial Agenda betont die Bedeutung strategischer Raumplanung und möchte Orientierungshilfen für selbige zur Verfügung stellen. Gefordert wird die Stärkung der Raumwirksamkeit sektoraler Regelungen sowie die Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Mit ihrer Hilfe sollen die Nachhaltigkeitsziele (SDG) sowie Nachhaltigkeit im Allgemeinen, ein grünes Europa und gerechtes Europa unterstützt werden. Die Ziele und Arbeitspakete der Agenda sind:

  • eine ausgeglichende räumliche Entwicklung
  • Verbesserung ökologischer Lebensgrundlagen, Klimaneutralität
  • resiliente Siedlungen, Städte und Regionen
  • Angleichung der lokalen und regionalen Entwicklung, Verringerung von Ungleichheit zwischen verschiedenen Orten
  • Stärkung der Kreislaufwirtschaft, insbesondere auf lokaler und regionaler Ebene
  • Bessere grenzüberschreitende Arbeits- und Lebensbedingungen; Entwicklung stabiler grenzüberscheitender Zusammenarbeit
  • Eine nachhaltige physische und digitale Verbindung verschiedener Orte

Zur Umsetzung der Agenda bedarf es folgerichtig der Zusammenarbeit aller Ebenen und aller EU-Staaten sowie von Institutionen wie dem europäischen Parlament oder der Europäische Investitionsbank.


Quellen:
Territorial Agenda 2030
Videolink (eng.) zur territorialen Agenda 2030

Stadt-Land Kooperationen in Deutschland[Bearbeiten]

  • Fortschreitende Urbanisierung der Stadtgebiete (Basis: Pendlerverflechtungen)
  • Intensive Stadt-Land-Verflechtungen
  • Zusammenwachsen vieler Stadtregionen
  • Überschreitung administrativer Grenzen


Von Stadt-Land-Verflechtungen zu Stadt-Land-Kooperationen

Für eine erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land sind folgende Aspekte zu beachten:

  • Kooperationsfelder (konfliktarm => konfliktträchtig)
  • Siedlungsentwicklung (Wohnen und Gewerbe)
  • Verkehr und Mobilität
  • Technische und soziale Infrastruktur
  • Freiraum-/Kulturlandschaftsentwicklung, Landschaftsschutz
  • Energiewende
  • Naherholung und Tourismus
  • Regionale Wirtschaftskreisläufe
  • Standortmarketing und Clusterpolitik
  • Demographischer Wandel


Ausgangslage in Deutschland[Bearbeiten]

  • Stadt-Land Partnerschaften haben viele institutionelle und organisatorische Rahmen
    • von Initiativen in den Metropolregionen bis zu "Grünen Ringen"
    • von Regionalverbänden bis hin zu informellen, freiwilligen Initiativen
Metropolregionen[Bearbeiten]
  • Es gibt insgesamt 11 Metropolregionen in Deutschland
  • Ziel: Eine Strategische Plattform für den Austausch und Projektentwicklungen mit breitem thematischen Spektrum
  • Starke Verknüpfung mit privaten Akteuren
  • Interessensvertretung
  • Organisation:
    • unterschiedlich ( Regionalverband, GmbH, ... )
Regionalverbände[Bearbeiten]
  • Zusammenschluss von Städten und Gemeinden zur Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben
  • Kernaufgaben:
    • Regionalplanung/ Regionalentwicklung
    • Verkehrsplanung
  • informelle Initiativen:
    • Standortentwicklung, Energie, Klimaschutz


Regionalparks und "Grüne Ringe"[Bearbeiten]
  • Netzwerk "Grüne Ringe" in Deutschland
  • Ziel: zukunftsfähige Freiraumstrategien zur Sicherung und Weiterentwicklung von Freiraum und Landschaft
  • unterschiedlicher institutioneller Rahmen
    • Bsp. Leipzig (links) - informelle Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte
    • Bsp. RheinMain (rechts) - Regionalpark RheinMain


Karte_Gruener_Ring_Leipzig
Karte_Gruener_Ring_Leipzig
Regionalpark_RheinMain_Vogelnest_4118
Regionalpark_RheinMain_Vogelnest_4118


Beispiel: Stadt-Land-Kooperationen in Leipzig[Bearbeiten]
  • unterschiedliche räumliche und sektorale Kooperationsfelder in differenzierten Organisationsstrukturen
  • 11 interkommunale Kooperationen in der Region Leipzig (Teilräume, Wirtschaft, Tourismus, Grün, ...)

Schritte zum Aufbau von Stadt-Land-Kooperationen[Bearbeiten]

  • Wechselwirkungen analysieren / Themenfelder vorschlagen
  • Kooperationspartner ansprechen / auf Augenhöhe kommunizieren
  • Themen priorisieren und Teilkonzepte entwickeln
  • Formelle-, institutionelle- oder informelle Rahmen festlegen
  • Implementierung über "Reallabore", Pilotprojekte
  • Strukturreformen anstreben - Stadt-Land-Kooperation wird zur Routine

Schritt 1 – Wechselwirkungen analysieren / Themenfelder vorschlagen[Bearbeiten]

  • Ziele:
    • Qualifizierung und Quantifizierung der Stadt-Umland-Verflechtungen als Diskussionsgrundlage (Leistungen, Vorteile/Lasten)
    • Identifizierung von Kooperationsfeldern- und formen
  • Vorgehensweise:
    • Kurzbeschreibung (Richtung und Stärke) und Verortung der Verflechtungen für einzelne Themenfelder
    • Miterfassung von Organisationen und Strukturen (Governance, Kooperationen)
  • Beispiele aus anderen Stadtregionen:
    • Platzhalter Beispiel 1
    • Platzhalter Beispiel 2

Schritt 2 – Kooperationspartner ansprechen / auf Augenhöhe kommunizieren[Bearbeiten]

Ziel: Von Stadt-Land-Verflechtungen zu Stadt-Land-Kooperationen und ausbalancierten Partnerschaften ("Beziehungen auf Augenhöhe")

  • verfestigte Rollen/ Schuldzuweisungen und bestehende Narrative behindern Dialog und Kooperation
  • Stadt-Land-Verflechtungsmodell (Nexus) kann von Praxisakteuren und Wissenschaftlern als Kommunikations- und Informationsinstrument genutzt werden
  • Leistungen sowie Vorteile und Lasten zwischen Stadt und Umland transparent machen (Weith, 22)
  • offenes Dialogangebot an Beteiligte
  • attraktive Formate anbieten (Zukunftskonferenzen ...)
  • digitale Formate

Schritt 3 – Themen priorisieren und Teilkonzepte entwickeln[Bearbeiten]

Platzhalter Abbildung

Schritt 4 – Formelle-, institutionelle- oder informelle Rahmen festlegenn[Bearbeiten]

  • formeller Rahmen ↔ informelle Struktur
  • Regionalplanung ↔ Metropolregionen ↔ Interkommunale Organisationen
  • gemeinsame Planungen ↔ gemeinsame Konzepte
  • Bewerbung Förderinitiativen (z.B. LEADER, ...)
  • Einzelinitiativen (Vermarktung, Tourismus...)

Schritt 5 – Implementierung über "Reallabore", Pilotprojekte[Bearbeiten]

  • "inkrementalistisch" angelegte Pilotprojekte beginnen und verstetigen
  • Beispiele aus Stadt-Land-Plus:
    • Kulturlandschaft: Im Nordraum Leipzig wird der verohrte Bachlauf der Lober renaturiert und zum Trittstein für den Wiederaufbau der Kulturlandschaft ( Link)
    • Kopos Plattform, REPROLA, OLGA
    • Bauteilkreisel der Region Darmstadt-Dieburg gestartet -- Unter dem Motiv "Wiederverwenden statt verschwenden" können gezielt und vor Ort gebrauchte oder übrig gebliebene Baustoffe, Bauteile und Materialien angeboten und gesucht werden (Link)

Schritt 6 – Strukturreformen anstreben - Stadt-Land-Kooperation wird zur Routine[Bearbeiten]

  • Beispiele:
    • Siedlungsflächenbedarfe abstimmen
    • Wertstoffketten für landwirtschaftliche Regionalprodukte entwickeln
    • Stoffkreisläufe unterstützen
    • Gemeinsames Stadt-Land-Budget (Rendsburg)
    • Agenturen für gemeinsame Aufgaben
    • Task Force für schnelle Interventionen einrichten

Kernmodul 1: (Stadt)Landschaften gewinnen[Bearbeiten]

Gliederung des Moduls[Bearbeiten]

  • Herausforderungen
  • Ziele
  • Akteure
  • Definition Kulturlandschaft
  • Schritte zur Kulturlandschaftsentwicklung
  • Impulse aus der Stadt-Land-Plus Forschung

Herausforderungen[Bearbeiten]

Städte und Gemeinden — in urbanen Regionen wie in ländlich geprägten Räumen — stehen Aufgrund einer Vielzahl von Umständen heute mehr denn je vor großen Herausforderungen. Veränderte ökonomische Rahmenbedingungen, die Auswirkungen des Klimawandels mit entsprechenden kurz- bzw. langfristigen Folgen wie Starkregen- oder Hitzeereignissen, ein erhöhter Flächenbedarf durch neue Nutzungen (Energie, Wohnen, Gewerbe) sowie unterschiedliche Nutzungsansprüchen und Konflikte sind nur einige hier zu nennende Aspekte. Die Herausforderungen sind:


  • Veränderung der prägenden ökonomischen Rahmenbedingungen (Landwirtschaft, Gewerbeansiedlungen…)
  • Auswirkung von Klimawandel: Hitzestress und veränderte Niederschlagsverhältnisse.
  • Flächenbedarf für Siedlungsflächen sowie energetische Nutzungen
  • unterschiedliche Nutzungsansprüche
  • Fragmentierung der Naturräume

Ziele[Bearbeiten]

Für die Umgestaltung von "Stadtlandschaften" zu Kulturlandschaften und zur Erreichung gemeinsamer, regionaler und überregionaler Ziele ist eine funktionierende interkommunale Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung. Durch interkommunale Kooperationen und die Schaffung von partnerschaftlichen Stadt-Land-Beziehungen können Stadtlandschaften nachhaltig gestaltet werden. Der Erhalt bzw. die Gestaltung der Kulturlandschaften im ländlichen Raum, die Förderung der Resilienz (Anpassungsfähigkeit und Robustheit) in Stadt und Land sowie die Schaffung von interkommunalen Synergien aus Kooperationen und multifunktionalen Nutzungen stehen hierbei im Vordergrund. Eine Kulturlandschaft ist eine durch menschliche Einflussnahme veränderte und beeinflusste Landschaft.

  • Sie ist "ein vom Menschen als solches wahrgenommenes Gebiet, dessen Charakter das Ergebnis des Wirkens und Zusammenwirkens natürlicher und/oder anthropogener Faktoren ist" ( Europäische Landschaftskonvention)
  • Eine bewusste Gestaltung betrifft nicht nur die Landschaft im Umfeld der Siedlungen, Ortslagen und Städte, sondern gerade im Besonderen auch den durch intensives menschliches Handeln beeinflussten und hochdynamischen Siedlungsraum.

Akteure[Bearbeiten]

Das Kernmodul 1: "(Stadt)Landschaften gewinnen" soll eine Übersicht zu diesen Themenbereichen bieten und Einblicke in die Umsetzung geben. Es richtet sich insbesondere an:

  • Planungs-, Umweltämter und weitere kommunale Einrichtungen
  • die Regionalplanung und das Regionalmanagement
  • Verbände (z. B. regionale Planungsverbände, Naturschutzverbände und kommunale Spitzenverbände)
  • Vertreter aus Verwaltung und Politik auf Landes- bzw. Bundesebene
  • Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Universitäten und Studierende
  • Landnutzer insb. Landwirtschaft, Gewerbe, Wohnen, Verkehr und Logistik


Definition Kulturlandschaft[Bearbeiten]

  • „ein vom Menschen als solches wahrgenommenes Gebiet, dessen Charakter das Ergebnis des Wirkens und Zusammenwirkens natürlicher und/ oder anthropogener Faktoren ist.“ (Europäische Landschaftskonvention)
  • Kulturlandschaft ist eine durch menschliche Einflussnahme veränderte und beeinflusste Landschaft.
  • Eine bewusste Gestaltung betrifft nicht nur die Landschaft im Umfeld der Siedlungen, Ortslagen und Städte, sondern gerade im Besonderen auch den durch intensives menschliches Handeln beeinflussten und hochdynamischen Siedlungsraum.


Schritte zur Kulturlandschaftsentwicklung[Bearbeiten]

Die Basis einer (Stadt)Landschaft — entsteht aus einem individuellen Prozess und muss für jede Stadtregion neu definiert werden. Grundlegend lässt sich die Methodik jedoch in 4 übergeordnete Schritte einteilen. Zunächst gilt es in den ersten beiden Schritten eine gemeinsame Zielsetzung zu definieren, den Bestand zu analysieren und die vorhandenen Potentiale zu erkennen. Erst im Anschluss lassen sich hieraus in einem dritten Schritt individuelle Landnutzungsszenarien entwickeln um diese dann letztlich im finalen Schritt zu einer Umsetzung zu führen. Der gesamte Prozess ist unter kontinuierlicher Einbindung der Stakeholder und Akteure durchzuführen. Die folgenden Schritte bewegen sich stets im Kontext der Formung von Kulturlandschaften in Stadt-Land-Kooperationen.


Schritt 1 – Ziele und Eckpunkte formulieren, Partizipation starten[Bearbeiten]

Die Formulierung individueller Zielsetzungen ist eine wichtige Voraussetzung von Stadt-Land-Partnerschaften — nur so kann der Anspruch einer Stadt-Land-Partnerschaft definiert- und anschließend auch kontinuierlich überprüft werden. Unter Schritt 1 stellt das Schulungsmodul hierzu einen gestuften Ablauf vor.

Schlüsselfragen an die Stakeholder

  • Welche Herausforderungen sind in Ihrer Region zu bewältigen?
  • Welche Zukunft wollen wir in der Region sehen?
  • Was soll mit Stadt-Land-Partnerschaften erreicht werden?
  • Ist bereits ein Verständnis für das Thema vorhanden oder muss es erarbeitet werden?

Eckpunkte

  • Etablierung eines ressourcenschonenden Landmanagements
  • Nebeneinander von wohnbaulicher Entwicklung und kulturlandschaftlicher Typik
  • Berücksichtigung von Ungewissheiten im Planungsprozess

Partizipation

Effektive Wege zur regionalen Partizipation sind:

  • Gruppendiskussionen
    • Methode zur Thematisierung des Bezuges von Bewohnern mit der umgebenden Kulturlandschaft
    • Durchführung in den Kulturlandschaftsräumen
  • Sommerschulen
    • Thema: Landschaften in Suburbia
    • Ergebnis: z.B. Film
  • Szenarienworkshops

Diskussion der Szenarien wohnbaulicher Entwicklung mit Vertretern von Verwaltungseinheiten und räumlich agierenden Akteuren

Schritt 2 – Bestands- und Potentialanalyse[Bearbeiten]

Für den zweiten Schritt 2 beschreibt die Abbildung die Kernelemente einer Bestands- und Potentialanalyse der Region (Quelle StadtLandNavi). Hierzu werden unterschiedliche Analyse-Methoden in ihrer praktischen Anwendung benannt. Im konkreten Anwendungsfall wird eine kulturlandschaftliche Perspektive in ein Wohnbauflächenentwicklungskonzept für die Planungsregion Leipzig-Westsachsen integriert (siehe Handbuch). Dabei werden sowohl den Besonderheiten der einzelnen landschaftlichen Teilräume der Planungsregion, aber auch den Herausforderungen des Klima- und Landschaftswandels sowie im besonderen planerischen und umweltbezogenen Belangen im Kontext potenzieller neuer Wohnbauflächen Beachtung geschenkt.

Vorstellung geeigneter Methoden einer räumlichen Analyse:

  • GIS Auswertungen
  • Begehungen

Vorstellung geeigneter Methoden einer Potentialanalyse:

  • SWOT - Analyse
  • Befragungen

Schritt 3 – Szenarien entwickeln[Bearbeiten]

Szenarien wohnbaulicher Entwicklung enthalten die jeweils unterschiedliche Bevölkerungsentwicklungen und die künftige Wohnbauflächennachfrage der Region.

Szenarien einer kulturlandschaftlichen Entwicklung lassen sich in Teilgebieten auf Grundlage der Analyse mit Steckbriefen vorbereiten. Die Steckbriefe enthalten Informationen für kulturlandschaftliche Einheiten und deren landschaftliche Resilienz. Darin sind unter anderem die folgenden Informationen enthalten:

  • Größe der Fläche
  • Kartendarstellung mit Luftbild
  • Eigenschaften der Eignungsbewertung (jeweils mit zutreffendem Anteil):
  • zutreffende Kriterien des Raumwiderstandes
  • Erreichbarkeit von SPNV-Haltepunkten und PlusBus-Haltestellen
  • Priorisierung für die szenarienbasierte Wohnbauflächenentwicklung
  • so vorhanden: bestehende bauleitplanerische Sicherung und zutreffende kulturlandschaftliche Entwicklungsoptionen und deren Einstufung
(vgl. Handbuch -S.)

Schritt 4 – Umsetzung[Bearbeiten]

Auf Grundlage des Präferenzszenarios werden:

  • Key-Stakeholder identifiziert (Eigentümer, Unternehmen, Ämter, etc.) und deren Rollen abgestimmmt
  • die Akteure kontinuierlich begleitet
  • Finanzierungsinstrumente z.B. Kompensation gezielt einsetzen (siehe Anhang: RAMONA)
  • Monitoringsysteme etablieren

Schritt 5 – Monitoring[Bearbeiten]

  • Nutzung eines Monitoringtools (siehe Anhang StadtLandNavi)
  • Etablierung von notwendigen Datenflüssen
  • Beobachtung der räumlichen Entwicklung
  • Entscheidungsunterstützung in der Dynamik ungewisser Entwicklungen

Impulse aus der Stadt-Land-Plus Forschung[Bearbeiten]

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PROSPER-RO[Bearbeiten]

Zielsetzungen

Stadt-Umland-Raum Rostock

Ziel von PROSPER-RO ist die Stärkung der regions- und akteursübergreifenden Zusammenarbeit im Stadt-Umland-Raum Rostock durch: die Bereitstellung eines GIS-basierten Expertenunterstützungssystems (GIS-EUS) als gemeinsam genutzte Daten- und Planungsgrundlage,die Erarbeitung eines einheitlichen monetären Bewertungsmaßstabs aller Flächenfunktionen auf Basis des Ökosystemleistungsansatzes und die Nutzung der vorgenannten Produkte zur Entwicklung konkreter synergistischer Lösungen für die Bereiche Flächenentwicklung, Kreislaufwirtschaft und Wasserwirtschaft.


Methodisches Vorgehen

Im ersten Projektabschnitt wurden eine zentrale Geodateninfrastruktur erstellt und die Basidaten der Projektbeteiligten zu den Themen Abfallwirtschaft, Wasserwirtschaft, Boden und Flächennutzung als gemeinsame Datenbasis aufbereitet. Darauf aufbauend wurden GIS- bzw. modellgestützte Bewertungsalgorithmen für Flächennutzungsplanungen entworfen und im GIS- EUS implementiert. Für 17 ausgewählte Ökosystemleistungen wurden Bewertungsmethoden entwickelt, ihre Verfügbarkeit im IST-Zustand erfasst sowie landnutzungsspezifische Ökosystemleistungs-Kennzahlen abgeleitet. Die Grundlagendaten und EUS-Bewertungsroutinen wurden im zweiten Projektabschnitt für regionale Entwicklungskonzepte in den Bereichen „Wohnraum / Gewerbe“, „Wasser“, und „Kreislaufwirtschaft“ genutzt.


Ergebnisse und Empfehlungen

Das GIS-EUS ist als Web-GIS-Anwendung für den Stadt-Umland-Raum der Region Rostock als Prototyp verfügbar. Im GIS-EUS lassen sich Planungsszenarien auf Flächennutzungsplan-Ebene hinsichtlich ihrer Wirkung auf Ökosystemleistungen und Infrastrukturen vorbewerten. Dabei verwendete Daten und Algorithmen liegen als Steckbriefe vor. Für das Erstellen der o.g. Raumentwicklungskonzepte werden die Auswertungsroutinen exemplarisch eingesetzt. Weitere entwickelte Werkzeuge sind QGIS-Plugins sowie ein Leitfaden für die Planung von Recyclinghöfen. Darüber hinaus profitieren die Projektbeteiligten von den im Rahmen des Projekts aufbereiteten Daten (u. a. Gewässerkataster und -modelle, Verfügbarkeit von Ökosystemleistungen, Realnutzungskartierung, digitalisierte Wasserechte und Flächennutzungspläne). Um die erarbeiteten Ergebnisse effektiv zu nutzen, bedarf es der längerfristigen Zusammenarbeit der Projektbeteiligten und weiterer regionaler Akteur:innen.


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RAMONA[Bearbeiten]

Zielsetzungen

Die Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Infrastruktur ist nach wie vor hoch. Insbesondere in Ballungsräumen konkurrieren unterschiedliche Raumnutzungsansprüche um die knapper werdende Fläche. RAMONA hat sich das Ziel gesetzt, diese Konflikte durch ein nachhaltiges und vorausschauendes Flächenmanagement zu entschärfen und fokussierte sich dabei auf die Eingriffsregelung als Instrument zur Kompensation von Beeinträchtigungen des Naturhaushalts sowie des Landschaftsbilds durch bauliche Eingriffe.


Methodisches Vorgehen

RAMONA nutzte inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze. Dies umfasste eine Raumanalyse hinsichtlich der Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen zwischen 1998 und 2018 im Vertiefungsraum Stuttgart und Filderstadt. Parallel dazu wurde eine Analyse der Perspektiven und Rollen der Akteure, die an den Kompensationsprozessen beteiligt sind, durchgeführt. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Landwirtschaft. Eine Abschätzung des Kompensationsbedarfs in der Region Stuttgart bis 2030 wurde durch verschiedene regionalplanerische Szenarien zur Bedarfsdeckung in der Region ergänzt. Vor diesem Hintergrund erfolgte die Ableitung von Governance-Strategien sowie praktischen Leitlinien zur Umsetzung einer Kompensation mit Mehrwert.


Ergebnisse und Empfehlungen

Die Ergebnisse der Raumanalyse haben gezeigt, dass in den vergangenen 20 Jahren etwa 0,6 % der Gesamtfläche im Untersuchungsraum durch planexterne Kompensationsmaßnahmen in Anspruch genommen wurden, ein Großteil davon auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Zudem wurden Defizite bei der Umsetzung und Pflege der Maßnahmen festgestellt. RAMONA hat deshalb Leitlinien erarbeitet, wie eine Kompensation mit Mehrwert umgesetzt werden kann: räumlich, funktional sowie prozessual. Bestehende Instrumente der Eingriffsregelung können dies unterstützen, jedoch existieren auch rechtliche Hürden wie beispielsweise in Bezug auf die produktionsintegrierte Kompensation. Flankierend hat RAMONA diverse Produkte für die Praxis entwickelt, die die Umsetzung der Eingriffsregelung künftig konfliktärmer und effektiver machen können. Diese können auf dem RAMONA Wissenspool eingesehen werden (http://www.fona-ramona.de/wissenspool.html). Die Freiraumplanung der Zukunft muss künftig noch stärker aus integrativer Perspektive erfolgen, d. h. Raumnutzungsansprüche müssen jeweils noch stärker in ihrer Interdependenz betrachtet werden. Dann können auch Synergieeffekte erzielt werden, was langfristig zu einer nachhaltigen Landnutzung beiträgt. Dazu sind auch politische Weichenstellungen notwendig, die im Rahmen eines Politikpapiers konkretisiert wurden.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Wie kann Kompensation mit Mehrwert für Naturschutz und Landwirtschaft gelingen? Sponagel, C., Angenendt, E., Bahrs, E.

Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Politikempfehlungen für eine Kompensation mit Mehrwert Bieling, C., Spranz, L., Clauß, S., Humborg, C., Maier, M.

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Kernmodul 2: Regional produzieren[Bearbeiten]

Gliederung des Moduls[Bearbeiten]

  • Herausforderungen
  • Ziele
  • Akteure
  • Schritte zum Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten
  • Checkliste kurze Wertschöpfungsketten
  • Kommunale und regionale Handlungsmöglichkeiten
  • Impulse aus der Stadt-Land-Plus Forschung

Herausforderungen[Bearbeiten]

Regionale und kleinteilige Landwirtschaft geht vor dem Hintergrund einer zunehmenden landwirtschaftlichen 'Industrialisierung' stetig zurück. Auch der Rückgang verfügbarer Flächen spielt hierbei eine Rolle, denn noch immer werden landwirtschaftliche Flächen als Siedlungsflächen ausgewiesen. Besonders landwirtschaftliche (Neu)betriebe und junge Akteure mit zukunftsfähigen Ideen stehen vor der Herausforderung neue Flächen für ihre Produktion zu gewinnen – für diese Betriebe steht kein Land zur Verfügung. Dem gegenüber stehen große (auch nicht-landwirtschaftliche) Betriebe mit großem Flächeneigentum. Insbesondere in Ostdeutschland kommt zu den genannten Aspekten hinzu, dass die dortigen Landwirtschaftsflächen aufgrund struktureller Besonderheiten der ehemaligen DDR sehr groß sind. Hier werden die gewonnenen Erträge weiterhin überwiegend überregional exportiert, statt diese regional zu vermarkten und zu verarbeiten.

Hinsichtlich der regionalen Nahrungsmittelversorgung kommt eine fehlende- oder nicht ausreichende Resilienz gegenüber externen Schocks hinzu. Die Corona Pandemie sowie Energie- und Rohstoffknappheit durch Konflikte haben dies mehr denn je gezeigt.


Ziele[Bearbeiten]

  • Verbesserung der Umweltbilanz durch kurze Wertschöpfungsketten
  • Identifikation von Potenzialen in Stadt-Land -Beziehungen
  • Produkte mit Mehrwert schaffen – regionale Produktion für Landschaft, Klimaschutz, Wasser- und Naturschutz (WERTvoll „Regional+“)
  • Resilienz gegen Schocks erhöhen
  • Ernährung der städtischen Bevölkerung
  • Erhöhung der Suffizienz
  • Raum schaffen für Dialog und Experimente auf städtischen und ländlichen Flächen für ein gemeinsames regionales Landwirtschafts- und Ernährungssystem
  • regionale Netzwerke stärken
  • regionale Wertschöpfungsketten aufbauen


Akteure[Bearbeiten]

  • Landwirtschaftsbetriebe
  • Verbraucher
  • verarbeitende Betriebe
  • Kommunen und Verwaltung
  • Vereine
  • die Regionalplanung und das Regionalmanagement
  • Verbände (z.B. Landwirtschaftsverbände)


Schritte zum Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten[Bearbeiten]

Schritt 1 – Zielgruppen bestimmen[Bearbeiten]

  • Zielgruppe: kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure z.B.
    • Ernährungsräte
    • Vereine
  • Landwirte und Konsumenten
  • Verwaltungsmitarbeitende (Planung, Klimaschutz)

Schritt 2 – Akteure und Netzwerke analysieren[Bearbeiten]

  • Welche Akteure gibt es in der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft und was tun sie?
  • Bedürfnisanalyse
  • Qualitative Interviews: Was sind die Bedürfnisse der Akteure bzgl. regionaler Ernährung?
  • Wie stehen die Akteure mit der Region und miteinander in Verbindung?

Schritt 3 – Partizipation[Bearbeiten]

  • Akteure miteinander in Kontakt bringen
  • Bsp.: Thematische Workshops zu möglichst konkreten Themen (Wertschöpfungskette Getreide, Regionale Logistik,...)
  • Ziele und Pläne
    • Gemeinsam nächste Schritte gehen: Verbindende Visionen, gemeinsame Ziele und konkrete Pläne entwickeln
    • Regelmäßige Formate entwickeln
    • Bsp.: Zukunftswerkstätten

Schritt 4 – Realisieren[Bearbeiten]

  • Veränderungsimpulse setzen durch Aktionen mit Leuchtturmcharakter, Bsp.: Schotenklump als Aktionsgericht
    • Zeigt auf was aus regionalen Produkten gekocht werden kann
    • Bringt Bio-Regionale Zutaten ganz praktisch in die Küchen und auf die Teller
    • Offenbart zugleich Defizite in Wertschöpfungsketten
    • Birgt Potential für jährliche „Challenge“

Checkliste kurze Wertschöpfungsketten[Bearbeiten]

Notwendige Schritte:

  • Logistik und Lagerung gemeinsam planen
  • Gemeinsame Vermarktungsstrukturen etablieren
  • Kristallisationsorte für Ernährungs- und Agrarwende identifizieren
  • Potenziale der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie ausschöpfen
  • Kooperationsberatung anbieten
  • Kooperationsbörse für Landwirt*innen errichten
  • Regionale Finanzierungsquellen anbieten/identifizieren


Kommunale Handlungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Beispiel aus Leipzig:

Die Umsetzung der genannten Schritte erfordert ein hohes Engagement der beteiligten Stadt-Land-Kommunen. Hierfür hat sich im SLP Projekt WertVoll die Einrichtung einer neu geschaffenen Stabsstelle bewährt. Ihre Aufgaben waren:

  • Stadt-Land- bzw. Stadt-Akteurs-Kooperationen
  • Förderung von und Kooperation mit Ernährungsräten, Forschungsprojekten etc.
  • Einbindung des Themas "regionale Wertschöpfung" in bestehende Prozesse (Sofortmaßnahmenprogramme, Pläne, Positionen)
  • Partizipation in den entsprechenden Netzwerken*

Beispiel aus Leipzig: Konzept für die Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen in Kommunalbesitz

  • Punktesystem um Vergabe über Preiskriterium
  • Strukturelle Bevorzugung von Bio/Regio und Solidarischen Konzepten in der Pachtvergabe


  • Beispiel aus Nürnberg: "Strategisches Konzept zur Sicherung einer zukunftsfähigen und regionalen Land und Ernährungswirtschaft in der Metropolregion Nürnberg"

Das Konzept fokussiert sich auf drei Bereiche, für die gemeinsam mit politischen und fachlichen Stakeholdern im Rahmen eines Leitbildprozesses beispielhafte Maßnahmen entwickelt worden sind. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess wurden die im Konzept hinterlegten Maßnahmen konkretisiert und in einem Aktionsplan festgehalten. Diese umfassten zum Beispiel:

  • Leitfaden Flächennutzungsentwicklung – mehrdimensionales Monitoring
    • Entwicklung eines Leitfadens, der es kleineren Kommunen leicht macht, relevante Indikatoren aus der amtlichen Statistik zu interpretieren und für die Entscheidungsgremien aufzubereiten.
  • Leitfaden zur Flächennutzungsentwicklung in der Metropolregion Nürnberg – Eine Informationsgrundlage für ein nachhaltiges Flächenmanagement von Kommunen

Impulse aus der Stadt-Land-Plus Forschung[Bearbeiten]

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KOPOS[Bearbeiten]

Zielsetzungen

Regionale Nahrungsversorgung war lange ein wichtiger Bestandteil der Beziehungen zwischen Stadt und Land. Durch die Globalisierung der Agrarsysteme werden Städte jedoch kaum noch aus dem Umland ernährt. Eine stärkere Wiederanbindung kann einen Beitrag zur regionalen Nachhaltigkeitstransformation leisten und umweltfreundlichere, resiliente Versorgungsstrukturen aufbauen.


Methodisches Vorgehen

Für die Re-Regionalisierung der Agrar- und Ernährungssysteme untersucht KOPOS die Rolle von Kooperations- und Poolingmodellen. Diese können die gemeinsame Nutzung von Ressourcen erleichtern, wie z. B. von Produktionsmitteln, Dienstleistungen, Flächen, Kapital und Netzwerkstrukturen. Die Projektregion Berlin-Brandenburg befasst sich mit dem Zugang zu Flächen und ihrer Sicherung für eine nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung. In der Region Freiburg arbeiten Projektpartnerinnen und -partner an der Weiterentwicklung kurzer Wertschöpfungsketten.


Ergebnisse und Empfehlungen

Aufbauend auf den Erkenntnissen der Pilotprojekte werden Indikatoren und Strategien entwickelt, um Kooperationsansätze für eine nachhaltige Landnutzung und regionale Nahrungsversorgung vor Ort zu stärken. Zudem werden Handlungsempfehlungen für die Übertragung auf andere Regionen bereitgestellt.


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ReProLa[Bearbeiten]

Zielsetzung

ReProLa setzt Landmanagement in direkte Beziehung zur Wertschöpfung durch die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Produkte. Ziel in ReProLa ist es, in enger Kooperation von Stadt und Land neue Wege zur Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen und deren Gemeinwohlleistungen sowie zur nachhaltigen Versorgung mit Regionalprodukten zu entwickeln und zu erproben.


Methodisches Vorgehen

Die Flächenrelevanz, Umweltwirkungen und die regionale Wertschöpfung von Regionalprodukten wurden systematisch erfasst. Zudem wurden Beschäftigungs- und Wertschöpfungspotenziale von Regionalprodukten ermittelt. Es wurde ein Leitbildprozess in der Region in Gang gesetzt.


Ergebnisse und Empfehlumgen

Im Projekt wurde ein mehrdimensionales Indikatorenset zur Erfassung von Flächennutzungsänderungen und Wertschöpfungsmappings für ausgewählte Regionalprodukte entwickelt. 44 Prozent der Fläche der Metropolregion wird landwirtschaftlich genutzt. Die Region hat ein reiches Angebot an regionalen Lebensmitteln und profiliert sich mit einer großen Vielfalt an kulinarischen Spezialitäten. Die Ernährungswirtschaft in der Metropolregion Nürnberg ist mit über 100.000 Beschäftigten eine ökonomisch relevante Branche. Dieses regionale Ernährungssystem steht unter Druck: metropolregionsweit schrumpfen die landwirtschaftlichen Flächen jährlich um 1.450 Hektar. Parallel wächst die Nachfrage nach regionalen Produkten seit Jahren. Wirtschaftliche Konzentration und Fachkräftemangel in der Ernährungswirtschaft – insbesondere im Ernährungshandwerk - gefährden die ökonomische Tragfähigkeit klassischer Regionalprodukte. Zur Stärkung der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft wurde ein Konzept „Heimat für Regionalprodukte“ mit politischen und fachlichen Stakeholdern entwickelt. Fokussiert werden die Handlungsbereiche Stärkung der Wertschöpfung von Regionalprodukten, Sicherung landwirtschaftlicher Flächen und Ausbau des Ökolandbaus. Mit dem Konzept und dessen Umsetzung wird die Transformation im Bereich der Land- und Ernährungswirtschaft in der Metropolregion Nürnberg eingeleitet. Ziel ist eine resiliente, zukunftsfähige Agrar- und Ernährungswirtschaft und damit die Ernährungssicherheit der Region. Fünf ReProLa-Umsetzungsprojekte zur Aufwertung regionaler Produkte in den Bereichen Vermarktung, Management, Bewusstseinsbildung und Logistik unterstützen den Transformationsprozess konkret.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Regional produzieren und landwirtschaftliche Flächen managen im Stadt-Land-Verbund, Schindhelm, M., Schläger-Zirlik, P.

Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Flächensicherung durch Regionalprodukte - Metropolregion Nürnberg als Vorbild?, Seibert, O.

Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Strategisches Konzept "Metropolregion Nürnberg als Heimat für Regionalprodukte", Belych, A.


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OLGA[Bearbeiten]

Zielsetzungen

Für die nachhaltige Entwicklung von Regionen ist es wichtig, wachsende ökonomische und soziale Unterschiede zwischen Land und Stadt auszugleichen. OLGA initiiert Stadt-Land-Kooperationen in der Region Dresden und trägt zu einer Vernetzung regionaler Akteure, zur Aufwertung von Ökosystemleistungen, zur Stärkung von regionalen Wirtschaftskreisläufen und zu einem gegenseitigen Verständnis in der Bevölkerung bei.


Methodisches Vorgehen

Die Stadt und Land verknüpfenden Fließgewässer und Auen sind wichtige Verbindungen zwischen Dresden und ihrem Umland. OLGA zielt gleichermaßen auf die Verbesserung der ökologischen Funktion dieser Grünelemente und auf die Schaffung von regionalen Wertstoffkreisläufen ab. Der Anbau von Energieholz an Fließgewässern in Verbindung mit landwirtschaftlicher Produktion und regio- nalem Vertrieb der Produkte stehen dabei im Mittelpunkt. Das öffentliche Bewusstsein für regionale Zusammenhänge wird gestärkt. Kommunen, Universität, Gesellschaft sowie Unternehmen der Region wirken dabei gemeinsam.


Ergebnisse und Empfehlungen

OLGA wird eine übertragbare Lösung zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie entwickeln und dabei regionale Wirtschaftsbeziehungen, Interessen der Flächeneigentümer, Hochwasservorsorge und Partizipation der Bevölkerung gleichermaßen berücksichtigen. Die Projektergebnisse intensivieren die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Räume durch Stadt-Land-Kooperation und den sozialen Zusammenhalt in der Region Dresden.


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WERTvoll[Bearbeiten]

Zielsetzungen

Stark wachsende Metropolen benötigen für Wirtschaft, Verkehr und Wohnraum immer mehr Landfläche. Gleichzeitig greifen Metropolen für Lebensmittel, Trinkwasser und Energie auf das Umland zurück. Eine umfassende kooperative Landnutzungsstrategie zwischen Stadt und Umland gibt es in der Regel nicht.


Methodisches Vorgehen

Die interkommunale Gemeinschaft Wurzener Land erarbeitet gemeinsam mit der Stadt Leipzig eine WERTvolle Stadt-Land-Partnerschaft. Ziel ist eine kooperative Landnutzungsstrategie für die Region. Durch den marktorientierten Aufbau von Mehrnutzungskonzepten – mehrere Leistungen werden gezielt auf derselben Fläche verankert, z. B. Nahrungsmittelerzeugung, Trinkwassergewinnung, Biodiversität und Klimaschutz – werden Synergien erschlossen und die regionale Wertschöpfung gesteigert.


Ergebnisse und Empfehlungen

Das Projekt erarbeitet praxisgerechte Lösungen für interkommunale Organisationsstrukturen zwischen Stadt und Land. Es liefert Beiträge zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zur Verbesserung der Qualität des Grundwassers sowie zur Renaturierung von Fließgewässern. Die Anwendung produktionsintegrierter Kompensationsmaßnahmen schützt landwirtschaftliche Nutzflächen und damit die Grundlage gesunder regionaler Lebensmittel sowie klimafreundlicher Bioenergie. Mit dem „neuen Marktplatz Leipzig“ wird die regionale Wertschöpfung für Leipzig und sein Umland gesteigert.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Stadt-Land-Klimapartnerschaften, Schierz, S., Wagener, F., Böhmer, J., Gräven, Schaubt, M., Heck, P.

Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Agrarholzanbau - Mehrnutzungskonzepte für unsere Kulturlandschaften, Wagener, F. et al.

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CoAct[Bearbeiten]

Zielsetzungen

Der Bodensee stellt die Wasserversorgung für vier Millionen Menschen sicher. Die im Einzugsgebiet gelegenen Kommunen tragen eine besondere Verantwortung für die Reinigung ihrer Abwässer, wofür häufig importierte Aktivkohle verwendet wird. In CoAct soll diese Aktivkohle nachhaltig und regional aus bislang nicht genutzten Restbiomassen hergestellt werden. Darüber hinaus werden durch das Verfahren auch speicherbare Energieträger erzeugt, was weitere positive Effekte für die nachhaltige Entwicklung der Region verspricht.


Methodisches Vorgehen

Im Projekt sollen Restbiomassen, etwa Pflegeschnitte von Gehölz- und Naturschutzflächen, in Pflanzen- und Aktivkohle umgewandelt und regional verwertet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die notwendigen technischen, ökonomischen, ökologischen und rechtlichen Wissensgrundlagen entwickelt. Akteure, ihre Beziehungen und Interessen werden einbezogen und Entscheidungs- sowie Umsetzungsprozesse durch Stadt und Landkreis gestaltet.


Ergebnisse und Empfehlungen

Abschluss des Projektes bildet eine Handlungsempfehlung, die der Bodenseeregion ermöglicht, konkrete Entscheidungen zu treffen und damit die positiven Nachhaltigkeits- wirkungen zu realisieren. Darüber hinaus sollen übertragbare Schlussfolgerungen zum CoAct-Verfahren sowie zu Governance-Lösungen eine Nutzung in anderen Regionen ermöglichen.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Regionale Aktivkohle - ökonomische und organisatorische Faktoren für eine erfolgreiche Herstellung, Matthias, C., Schwenson, H., Spengler, B., Wende, V.

Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Restbiomassen zu Aktivkohle aufwerten - lokale Potentiale identifizieren und testen, Ziermann, A., Schwenson, H.


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Kernmodul 3: Baustoffkreisläufe organisieren[Bearbeiten]

Gliederung des Moduls[Bearbeiten]

  • Herausforderungen
  • Ziele
  • Akteure
  • Schritte zum Aufbau eines interkommunalen Stoffstromsystems
  • Impulse aus der Stadt-Land-Plus Forschung

Herausforderungen[Bearbeiten]

Vor allem in wachsenden Städten und Ballungsräumen herrscht großer Bedarf an Baumaterialien. Jedoch erfordert die Produktion von Baumaterialien wie Zement und von Metallen wie Baustahl oder Aluminium große Mengen an Energie und trägt damit maßgeblich zu Treibhausgasemissionen bei. Bisher sind Stoffkreisläufe nur rudimentär ausgebaut-, verteuert knapper Deponieraum die Entsorgung. Es entstehen bei der Rohstoffgewinnung negative Umweltwirkungen und Flächenkonflikte z.B. durch Kiesgruben. Die Anwohner werden durch die Eingriffe in Ökosysteme und den Wasserhauhalt sowie durch Transporte belastet.


Ziele[Bearbeiten]

Ziel ist die Entwicklung neuer Herangehensweisen und Instrumente, um das Stoffstromsystem von Baumaterialien zwischen Stadt und Land zum beiderseitigen ökologischen und ökonomischen Vorteil zu gestalten. Hierdurch soll eine ressourcenschonenderen (Bau)Wirtschaft aufgebaut werden.


Funktionale Verflechtung des Bausektors


  • Verbesserung der Umweltbilanz durch kurzen Wertschöpfungsketten: Identifikation von Potenzialen für zirkuläre Konzepte in Stadt-Land Regionen
  • Produkte mit Mehrwert schaffen – regionale Produktion für Baustoffe
  • Resilienz gegen Schocks erhöhen
  • Beiträge zur Verminderung des Verbrauchs primärer Rohstoffe, zum Klimaschutz, zum Flächenverbrauch und ggf. zu weiteren Umweltkategorien/Ökosystemdienstleistungen
  • Verbesserte Informationsgrundlage zur Entscheidungsunterstützung
  • Standortvorsorge

Akteure[Bearbeiten]

Das Modul 3: "Baustoffkreisläufe" bietet eine Übersicht zu diesem Themenbereich – Es richtet sich insbesondere an:

  • Bau- und Umweltingenieure, Architekten
  • Vetreter der Bauindustrie
  • Planungs-, Umweltämter und weitere kommunale Einrichtungen
  • die Regionalplanung und das Regionalmanagement
  • Vertreter aus Verwaltung und Politik auf Landes- bzw. Bundesebene
  • Akteure der Kreislaufwirtschaft
  • Ver- und Entsorgungsbetriebe
  • Bildungseinrichtungen und Universitäten sowie Studierende

Schritte zum Aufbau eines interkommunalen Stoffstromsystems[Bearbeiten]

  • Aufbau eines Stoffstromsystem
  • Materialkataster aufbauen
  • Standorte suchen und bereit stellen
  • Wiedereinbau: Qualitätsmaßstäbe vereinbaren
  • Wiederverwendung: Baustoffbörse für Bauteile

Schritt 1 – Akteursanalyse[Bearbeiten]

...

...

Schritt 2 – Materialkataster aufbauen[Bearbeiten]

Angesichts der langen Nutzungsdauern von Gebäuden muss das Management stofflicher Ressourcen ganzheitlich im Lebenszyklus erfolgen. Dazu müssen zum einen Informationen über die im bestehenden Gebäudebestand eingelagerten Materialien verfügbar sein, z.B. in Form eines Katasters, um den Anfall von Arten und Mengen zukünftiger Abfälle einzuschätzen. Ein Gebäudematerialkataster ist auf kommunaler ggf. interkommunaler Ebene einzurichten. Die Daten zu den Gebäudebauteilen und -materialien sollten als Listen, Graphiken und Karten schnell und einfach für die räumlichen Ebenen Stadt/Gemeinde, Stadtbezirk/Stadtteil, Statistischer Block/Quartier und Einzelgebäude aufbereitet und dargestellt werden können. Zur detaillierten Betrachtung der Materialinventare einzelner Gebäude und deren Bauteile eignen sich digitale Gebäudemodelle, die das Produkt des Building Information Modellings (BIM) sind.

Ein Kataster beantwortet:

  • Welche Mengen und Arten von Materialien sind verbaut?
  • Wie viel dieses Materials fällt bei Bauabbruch und Bautätigkeit als Abfall an? Wie viel RC-Material würde in Bautätigkeiten benötigt werden?
  • Wie können Mitarbeitende der Kommunalverwaltung selbstständig ein Materialkataster erstellen? (Erarbeitung eines How-To als Anleitung)

Datengrundlage:

  • Frei verfügbare Geodaten zu Gebäuden und Verkehrswegen
  • Materialkennzahlen zu Gebäudetypen aus dem „Informationssystem Gebaute Umwelt“ (http://ioer-bdat.de/)

Schritt 3 – Aufbereitungsstandorte suchen[Bearbeiten]

Identifizieren von Eignungsflächen für Aufbereitungsstandorte: Der Aufbau von Baustoffkreisläufe wird durch nicht vorhandene Standorte für Sammlung und Aufbereitung behindert. In einer Region sollten daher von Kommunen/beteiligten Stakeholdern Flächen ausfindig gemacht werden, die potentiell als Aufbereitungsstandort für mineralische Bauabfälle in Frage kommen. Hierfür hat das MBF Projekt INTEGRAL Eignungskriterien identifiziert und ein Ranking erstellt. (Link SLP,Integral)

Das Tool gibt Auskunft:

  • zum Flächenbedarf für Aufbereitungsanlagen im Untersuchungsraum bei einem verbesserten Recycling mineralischer Baustoffe.
  • wie geeignete Aufbereitungsstandorte identifiziert werden können.

Das Vorgehen erfolgt in drei Schritten:

  • Definition und Wichtung von Ausschluss- und Eignungskriterien über Regelwerke und Normen
  • Identifikation und Ranking potenziell geeigneter Standortflächen für Aufbereitungsanlagen
  • Gegenüberstellung von Flächenangebot- und Flächenbedarf

Schritt 4 – Wiederverwendung und Bauteilbörsen etablieren[Bearbeiten]

Entsorgung vermeiden...

Beim Abbruch oder der Sanierung von Gebäuden fallen häufig viele wertvolle und intakte Materialien wie Fenster, Balken, Türen oder Mauersteine an. In diesen sind Ressourcen in Form von Rohstoffen und Energie gebunden, deren Potential gehoben werden sollte. Schließlich machen Bauabfälle bereits heute ca. 55 Prozent des deutschen Gesamtabfallaufkommens aus. Stadt-Land-Beziehungen sind in diesem Zusammenhang von einer Vielzahl an Stoffströmen gekennzeichnet – diese stehen jedoch häufig in einem ungleichen Verhältnis und werden kaum in Kreisläufen geführt. Während viele Rohstoffe vor allem in Städten bzw. urbanen Regionen Verwendet werden, findet die Entsorgung und Deponierung häufig im Umland/ ländlichen Raum statt. Hier gilt es aus diesen Stoffströmen nachhaltige Kreisläufe zu entwickeln und diese durch eine Stadt-Land-Kooperation zu schließen. Beispielhaft hierfür stehen sog. Bauteilbörsen, die gebrauchte Baustoffe und Bauteile zwischen alten und neuen Nutzern vermitteln können. Viele aktuell für die Entsorgung vorgesehen Bauteile, können häufig noch einmal an anderer Stelle verwendet werden. Neben der Wiederverwendung von Bauteilen, dienen Bauteilbörsen außerdem zur Bewusstseinsbildung für einen sparsamen Umgang mit Baumaterial und stellen die Aspekte der Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Regionale Netzwerke und Kooperationen können hierdurch ausgebaut- und gestärkt werden.


Bauteilkreisel Darmstadt-Dieburg
WieBauin

Beispielhaft ist hier der Bauteilkreisel der Region Darmstadt-Dienburg:


Konzept_des_Bauteilkreisels

Beispiel Beratungshandbuch


  • Der Bauteilkreisel ist das Ergebnis des Forschungsprojektes WieBauin (Wiederverwendung von Baumaterialien innovativ) und wurde als Pilotprojekt gemeinsam von wissenschaftlichen, kommunalen und gewerblichen Partnern erstellt.
    • Schwerpunkt ist eine Internetplattform mit ganzheitlichem Ansatz: Nutzer können hier nicht mehr gebrauchte Bauteile anbieten -- andere können auf der Plattform nach Bauteilen und Baustoffen suchen und diese erwerben
      • Nach Räumen/ Nutzungen / Gewerken kategorisiert
      • Materialertragsrechner zur Berechnung des CO²-Einsparpotentials, Verkaufspreisen und Schafstoffbelastungen
      • Handbücher zu den Themen Öffentlichkeit, Beratung und Wiederverwendung im Bereich Baustofe und Bauteile
      • Lösungsansätze für nachhaltiges Bauen
      • Vermittlung von Architekten und Handwerkern
      • Austausch und Vernetzung

Impulse aus der Stadt-Land-Plus Forschung[Bearbeiten]

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WIEBAUIN[Bearbeiten]

Zielsetzungen

Die Baubranche zählt zu einem der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. Vor allem in den stark wachsenden Städten und Ballungsräumen werden enorme Mengen an Baumaterialien benötigt, deren knapper werdende Rohstoffe nahezu ausschließlich im ländlichen Raum gewonnen werden. Gleichzeitig ist die Bauwirtschaft infolge ständiger Abbruch- und Sanierungsmaßnahmen für 55 % des gesamten deutschen Abfallaufkommens verantwortlich, weltweit gehen ca. 11 % aller CO2-Emissionen auf den Bausektor zurück. Im Forschungsprojekt WieBauin werden neue Herangehensweisen und Instrumente entwickelt, um das Stoffstromsystem zwischen Stadt und Land zum beiderseitigen ökologischen und ökonomischen Vorteil zu gestalten.


Methodisches Vorgehen

Am Beispiel des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt wird eine Wertschöpfungskette von Eigentümern von zum Abbruch stehender Gebäude bis hin zu Nutzenden der beim Abbruch gewonnenen Bauteile entwickelt. Hierfür wird ein Gebäude- und Materialkataster zur Identifizierung wiederverwendbarer Baumaterialien, sowie Ansätze zur Ansprache von Eigentümern strukturell leerstehender Immobilien erstellt. Zur regionalen Vermarktung dieser Bauteile wird ein passendes Geschäftsmodell entwickelt. Um deren Abnahme zu sichern, werden Möglichkeiten ihrer Nutzung identifiziert und typische Fallbeispiele hieraus abgeleitet. Durch Schulungsmaterialien sollen Architekten, Bauherren, Baufirmen und Handwerker bei der Nutzung von wiederverwendbaren Baumaterialien unterstützt werden. Ergänzend hierzu wird ein Stoffstrommodell entwickelt, mit dem die Auswirkungen auf die Umwelt ermittelt werden können.


Ergebnisse und Empfehlungen

Die Wiederverwendung von Bauteilen und Baumaterialien scheitert aktuell aus verschiedensten Gründen. Im Rahmen von WieBauin wurde daher eine aktivierende und sensibilisierende Öffentlichkeitsarbeit verfolgt und ein Geschäftsmodell für die Wiederverwendung von Baumaterialien – die Internetplattform ‚Bauteilkreisel Region Darmstadt-Dieburg‘ – entwickelt, das die Beseitigung der Hemmnisse unterstützen soll. Der Bauteilkreisel verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz und bietet verschiedene Funktionen. Dazu gehören u. a. ein Marktplatz für den Verkauf von Bauteilen, ein Schadstoffverzeichnis und ein Materialertragsrechner, der Informationen über einzusparende CO2-Äquivalente, die erzielbaren Preise oder auch anfallende Schadstoffe von Bauteilen gibt. Außerdem können auf dem Bauteilkreisel diverse Hintergrundinformationen, sowie Unterstützungs- und Beratungsangebote in Anspruch genommen werden.


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INTEGRAL[Bearbeiten]

Zielsetzungen

Bau- und Abbruchabfälle stellen den größten Stoffstrom des Abfallaufkommens in Deutschland dar. Dadurch nehmen sie eine Schlüsselrolle in einer modernen Kreislaufwirtschaft ein. Ländliche Gebiete weisen oft hohe Rückbauraten im Gebäudebestand auf, wohingegen in der Stadt ein erhöhter Bedarf an mineralischen Ressourcen besteht. Beide Trends führen zu einer Nutzung von natürlichen Ressourcen somit zu einer Landinanspruchnahme ohne nachhaltigen Ausgleich.


Methodisches Vorgehen

INTEGRAL stärkt Stadt-Land-Beziehungen durch die Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft für mineralische Bauabfallfraktionen. Durch ein effizientes Stoffstrommanagement auf Basis eines zu entwickelnden Entscheidungshilfetools werden ineffiziente Primärrohstoffentnahmen reduziert. Die Lösungsansätze und Handlungsoptionen besitzen für die Partnerregionen Landeshauptstadt Dresden und Landkreis Meißen dabei beispielhaften Charakter.


Ergebnisse und Empfehlungen

Durch die modellhafte Betrachtung können bestehende regionale Verflechtungen genutzt und Ungleichheiten in der Siedlungsdynamik ausgeglichen werden. Darüber hinaus bietet sich die Chance, den Status Quo der Flächeninanspruchnahme durch eine effizientere infrastrukturelle Verflechtung hin zu einem nachhaltigen Landmanagement zu entwickeln und damit den Schutz von Landökosystemen voranzutreiben.


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Kernmodul 4: Siedlungsflächen managen[Bearbeiten]

Gliederung des Moduls[Bearbeiten]

  • Herausforderungen
  • Ziele
  • Akteure
  • Schritte zum Aufbau einer nachhaltigen Siedlungsflächenentwicklung
  • Impulse aus der Stadt-Land-Plus Forschung

Herausforderungen[Bearbeiten]

  • Mangel an Wohnraum
  • Anhaltend hohe Flächeninanspruchnahme gerade im Umland der Wachstumsregionen
  • Zersiedlung
  • Leerstand und Brachflächen
  • Ineffizient genutzte Infrastruktur


Ziele[Bearbeiten]

  • Reduktion der Neuflächeninanspruchnahme
  • Stärkung der Innenentwicklung
  • Schaffung von bezahlbarem Wohnraum

"Der Trend ist eindeutig: In den letzten Jahren haben Siedlungs- und Verkehrsflächen (SuV-Fläche) konstant zugenommen, während gleichzeitig der Anteil an landwirtschaftlich genutztem Gebiet abnahm. Doch längst nicht überall korrespondiert das Flächenwachstum mit einem Einwohnerzuwachs." https://aktion-flaeche.de/flaechensparen

Gerade im Stadt-Land-Kontext stellt daher das Themenfeld „Siedlungsflächen managen“ eine zentrale Aufgabe dar. Das Modul fokussiert die nachhaltige Siedlungsflächenentwicklung in interkommunaler Zusammenarbeit.


Akteure[Bearbeiten]

  • Kommunale und regionale Politik- und Verwaltung
  • Planung- und (Landschafts-) Architektur
  • Verkehr und Logistik
  • Wirtschaftsförderungen und Regionalmanagement
  • Interkommunale Organisationen
  • Landnutzer (Unternehmen, Immobilienwirtschaft)


Schritte zum Aufbau eines Siedlungsflächenmanagement[Bearbeiten]

Die Umsetzung eines Siedlungsflächenmanagement erfordert eine schrittweise Bearbeitung in der spezifischen Stadt-Land-Akteurskonstellation.

  • Bedarfsermittlung
  • Potenzialanalyse
  • Szenarien
  • gemeinsame Flächenauswahl
  • gemeinsames Siedlungsflächenkonzept


Schritt 1 – Bedarfsermittlung von Wohnbauflächen[Bearbeiten]

Für die Bedarfsentwicklung von Wohnbauflächen hat das SLP-Projekt INTERKO2 ein innovatives Berechnungsmodell entwickelt. Es basiert auf der Festlegung von Prüforten in der Stadt-Land-Region und bezieht systematisch die Innenentwicklungspotenziale mit ein.

  • Eigenentwicklungsbedarf
    • jeder Kommune ist ein Eigenentwicklungsbedarf einzuräumen
    • die Höhe der Eigenentwicklung variiert je nach örtlichen Spezifika
  • Zusatzbedarf
    • für Prüforte mit positivem Wanderungssaldo
    • wird differenziert nach Prüfortstufen in regionalen Gruppen verteilt
  • Entwicklungspotentiale im Bestand (Innenentwicklungspotenziale)
    • z.B. Leerstand

Der Eigenentwicklungs- und Zusatzbedarf, sowie Potentiale im Bestand werden getrennt voneinander betrachtet. Die Bedarfsermittlung setzt sich außerdem noch aus folgenden Bedarfs-Kriterien zusammen:

  • Bedarf Barrierefreiheit
  • Zuschläge für zentralörtliche Funktionen und/ oder Gewerbe
  • Ersatzbedarf
  • Auflockerungsbedarf

Schritt 2 – Gemeinsame Potentialanalyse[Bearbeiten]

In einer partizipativ angelegten Potenzialanalyse werden

  • Potentialflächen durch eine Restriktionsanalyse identifiziert
  • Eignungskriterien zur Bewertung der Potentialflächen abgestimmt, z.B. Erreichbarkeit, Verfügbarkeit oder Nachhaltige Entwicklung
  • Potentialflächen durch ein regional-einheitliches Flächenranking bewertet.

(Quelle Handbuch NEILA)

Schritt 3 – Szenarien entwickeln[Bearbeiten]

Siedlungsflächenszenarien zeigen die Bandbreite der möglichen Siedlungsflächenentwicklung im Planungszeitraum auf. Sie basieren auf den aus Schritt 2 abgeleiteten Prognosen und können unterschiedliche Varianten (Status-Quo, Wachstum) widerspiegeln. Szenarien können Chancen zur Diskussion bezüglich neuer Siedlungsflächenmodelle eröffnen. Das SLP Projekt NACHWUCHS hat beispielsweise Raumbilder zur "Agri-urbanen Landnutzung" entwickelt.

https://www.zukunftsstadt-stadtlandplus.de/nachwuchs.html

Schritt 4 – Gemeinsame Flächenauswahl und Interessensausgleich[Bearbeiten]

  • Flächennutzung basiert auf regionsweiter Bewertung / Abstimmung

Erfolgsfaktoren: Akteursebene:

  • Kooperations- und Abstimmungsgebot („freiwillige Verpflichtung“) bedeutet Vorteile, z.B. größerer Rahmen in der Wohnbauentwicklung
  • gegenseitiger Respekt und Vertrauen, Kompromissbereitschaft, Wille zur Konsensbildung
  • kollektive Lernprozesse – Bewusstsein für Gesamtraumentwicklung
  • Meilensteine im Prozess der interkommunalen Kooperation (Interkommunale Vereinbarungen)

Steuerungsebene:

  • personelle und finanzielle Ressourcen für einen stetigen Abstimmungsprozess (Dialogformate)
  • inhaltlich-fachliche Diskussions- und Entscheidungsgrundlagen (Analysebausteine)
  • neutrale Moderation, Zusammenführung von Interessenunterschieden (Diskurssteuerung)
  • verbindliche und dokumentierte Ergebnisse

Schritt 5 – Gemeinsames Siedlungsflächenkonzept[Bearbeiten]

Ein gemeinsames Siedlungsflächenkonzept ermöglich die

  • frühzeitige Abwägung von Flächennutzungskonflikten durch kommunales Wissen und regionale Datengrundlagen
  • erhöhte Transparenz über die Flächenpotentiale der gesamten Region.

Es kann als zentrales Kommunikationsinstrument für Politik und Bürgerschaft dienen und in informellen Konzepten der Stadt- und Regionalentwicklung sowie Flächennutzungs- und Regionalplänen integriert werden.

Impulse aus der Stadt-Land-Plus Forschung[Bearbeiten]

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Interko2[Bearbeiten]

Zielsetzung

Ziel des Projekts ist, im Rahmen eines kooperativen Beteiligungs- und Aushandlungsprozesses Grundlagen für ein integriertes Wohnbauflächen- Entwicklungskonzept in der Region Leipzig/Halle zu erarbeiten und auf die Region Jena zu übertragen. Das Projekt unterstützt eine nachhaltige und ressourceneffiziente Entwicklung der Umlandkommunen im Zusammenspiel mit den Oberzentren.


Methodisches Vorgehen

Basierend auf statistischen Daten erfolgte zunächst eine tiefgreifende Status- Quo-Analyse, u. a. zu Demografie, Mobilität, Daseinsvorsorge und Bau- tätigkeiten. Ergänzt wurden diese durch einen umfangreichen Beteiligungsprozess (Bürgerbefragungen, Experteninterviews, Workshops, Fokusgruppen). Die Analysen bilden die Grundlage für ein Monitoringsystem, dass in Zusammenarbeit mit dem Stadt-Land-Plus-Projekt StadtLandNavi erarbeitet wurde, sowie für verschiedene Berechnungstools zur Ermittlung von Wohnbauflächenbedarfen und Entwicklungspotenzialen des Bestandes (u. a. Leerstandschätzungen). In verschiedenen Testräumen wurden die Zwischenergebnisse diskutiert und überarbeitet.


Ergebnisse und Empfehlungen

Im Ergebnis konnten die regionalen Akteure für eine flächensparende Siedlungsentwicklung mit Fokus auf die Innenentwicklung sensibilisiert werden. Zudem wurden Instrumente entwickelt, die zur bedarfsorientierten kommunalen und regionalen Wohnbauflächenplanung beitragen. Die Wohnbauflächentools ermöglichen den Gemeinden eine Übersicht über den Eigenentwicklungs- und wanderungsbasierten Zusatzbedarf, zum Bedarf aufgrund überproportionaler gewerblicher Entwicklung, aber auch zu den Potenzialen im Bestand. Die Visualisierung der Daten für die Betrachtungsregion ermöglicht einen anschaulichen Überblick über den Status Quo und die Entwicklungstrends der Region. Für eine nachhaltige Wohnbauflächenentwicklung empfiehlt das Projekt, auf die gut ausgestatteten Versorgungs- und Siedlungskerne (Prüforte) zu fokussieren, den tatsächlichen Wohnbaubedarf datenbasiert zu ermitteln, die Potenziale im Bestand zu berücksichtigen (Excel-gestützte Wohnbauflächentools) und regelmäßig zu überprüfen (Monitoring). Zur Vermeidung eines Überangebots sollten die Planungen innerhalb der Region abgestimmt werden.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Grundlagen eines integrierten Wohnbauflächenkonzepts, Bergfeld, A., Dunkl, A., Lagrange, M.


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NEILA[Bearbeiten]

Zielsetzung

Der Wohnungs- und Gewerbeflächenmarkt ist in vielen Teilen der :rak-Region (Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler) angespannt. Die Bevölkerungsprognosen erwarten ein starkes Wachstum in Großteilen der :rak-Region. Die bevorstehenden Herausforderungen können nur in regionaler Zusammenarbeit bewältigt werden. Um die Attraktivität der :rak-Region langfristig zu sichern und zu entwickeln, war es das Ziel, eine einheitliche Abwägungsgrundlage und Zielsetzung für eine nachhaltige und bedarfsgerechte räumliche Entwicklung bereitzustellen. Diese stellt auch eine Grundlage für die zukünftige interkommunale Zusammenarbeit dar.


Methodisches Vorgehen

Gemeinsam mit den beteiligten Kommunen wurden regionsweit Potenzialflächen für eine Siedlungs- und Freiraumentwicklung identifiziert und nach objek- tiven, regional einheitlichen Kriterien hinsichtlich ihrer Eignung für Wohn-, Gewerbe- und Industrienutzungen bewertet. Dafür wurden unter anderem die Bedeutung der Flächen für die grüne Infrastruktur und mögliche Konfliktpotentiale in der Entwicklung einbezogen. Auf dieser Bewertung beruhend wurden von den Kommunen Nutzungsperspektiven bestimmt, die in einem regionalen Siedlungsentwicklungskonzept festgehalten wurden.


Ergebnisse und Empfehlungen

Das Siedlungsentwicklungskonzept enthält 1.610 Einzelflächen mit einer Gesamtfläche von 3.389 Hektar. Den Flächen sind zahlreiche Informationen, Bewertungen sowie eine von NEILA empfohlene Nutzungsperspektive hinterlegt. Die Kommunen haben in dem gemeinsamen Web-Geoinformationssystem GeoNode Zugriff auf und Einsicht in die Flächen des Siedlungsentwicklungskonzepts. Ebenfalls steht das Siedlungsentwicklungskonzept als Atlas (druckbare PDF) zur Verfügung. Dies schafft eine transparente und regional einheitliche Basis für zukünftige interkommunale Kooperationen. Beruhend auf dem Siedlungsentwicklungskonzept und Bevölkerungsprognosen konnte zudem ein regionales Dichtekonzept entwickelt werden, welches lokal angemessene Bebauungsdichten für jede einzelne Fläche angibt. Die Zuweisung erfolgt mithilfe differenzierter Indikatoren, unabhängig von kommunalen Grenzen. Die Kombination der Flächen des Siedlungskonzeptes und der vorgeschlagenen Dichten ermöglichen eine realistische Einschätzung über die entwickelbaren Wohnungsbau- und Gewerbepotenziale in den nächsten 20 Jahren.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: NEILA Potentialflächenbewertung und -Ranking, Glass, P., Goede, P., Henning, T., Stricker, A.

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StadtLandNavi[Bearbeiten]

Zielsetzung

In der Region Leipzig-Westsachsen haben sich die Rahmenbedingungen für Landnutzungen in den vergangenen 30 Jahren mehrfach grundlegend verändert. So verlor Leipzig bis ins Jahr 1999 kontinuierlich Einwohner. Seit dem Jahr 2011 wächst die Einwohnerzahl dynamisch. Darauf reagieren die formellen Planungen bislang zeitlich verzögert. StadtLandNavi widmet sich der Frage, wie Planungen und Prozesse ausgestaltet werden müssen, um mit veränderten Rahmenbedingungen schneller umgehen zu können.


Methodisches Vorgehen

Das Projektteam erarbeitete auf der Grundlage umfassender raumstruktureller Analysen Konzepte, um Akteure in der Stadtregion Leipzig Orientierung für ihr Handeln auch über die Projektlaufzeit hinaus zu bieten. Diese Konzepte umfassen Kulturlandschaft, Wohnbauflächen und Wassermanagement. Ein wichtiges Element ist ein Monitoringsystem, das auf laufend aktualisierten Datengrundlagen basiert. Damit können die Nutzer veränderte Rahmenbedingungen frühzeitig in ihr Handeln einfließen lassen.


Ergebnisse und Empfehlungen

Zentrales Ergebnis von StadtLandNavi sind Bausteine für ein regionales Wohnbauflächen-Entwicklungskonzept. Diese treffen Aussagen zu Orten, die für den Bau neuer Wohngebäude in besonderem Maße geeignet sind, zum Wohnbauflächenbedarf und den Wohnbaupotenzialflächen, zur Integration kulturlandschaftlicher Aspekte und zu einem Monitoring. Das Ergebnis nahmen die Mitglieder der Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbands Leipzig-Westsachsen zur Kenntnis und beauftragten die Verbandsverwaltung u. a. damit, das Monitoring zu verstetigen. Akteure, die in Stadtregionen Landnutzungen über Gemeindegrenzen hinweg ressourcenschonend managen möchten, müssen angemessen mit fehlendem Wissen umgehen. Neben Rahmenbedingungen für Wohnbauflächenbedarfe und -potenziale zählen dazu Ziele, Handlungen und Strategien von Akteuren aus Politik und Verwaltung betroffener Städte und Gemeinden. Diese gilt es in einen intensiven Kooperationsprozess einzubeziehen. Darüber hinaus sollte ein laufendes Monitoring von Anfang an mitgedacht werden, das für die Nutzer maßgeschneiderte Indikatoren und Informationsangebote bietet.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Wohnbauflächenentwicklung: Unter Ungewissheiten Navigieren, Zimmermann, T.

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NACHWUCHS[Bearbeiten]

Zielsetzung

Prosperierende Großstadtregionen wie die Projektregion Köln/Rhein-Erftkreis stehen vor erheblichen Herausforderungen. Steigende Flächennachfragen für Wohnen, Arbeiten und Infrastruktur zulasten der Landwirtschaft erhöhen den Druck auf die Ressource Land. Es müssen wachsende Ansprüche bewältigt und zugleich die Qualität und Identität der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft erhalten werden.


Methodisches Vorgehen

Zum besseren Verständnis der Prozesse wird ein „Weiter- so-Szenario“ für die Untersuchungsregion entwickelt. Eine akteursorientierte Betrachtung soll dabei die Treiber der Landnutzung und deren spezifischen Interessen aufzeigen. In Kenntnis der Konflikte werden mit den Akteuren innovative Raum- und Siedlungsbilder für eine nachhaltige Stadtregion erarbeitet und in ausgewählten Fokusräumen mit passenden Governance-Ansätzen implementiert.


Ergebnisse und Empfehlungen

Wesentliche Ergebnisse sind innovative, flächensparende Raumstrukturen und zugleich attraktive Siedlungsformen für das 21. Jahrhundert. Im Fokus stehen Konzepte für multifunktionale Freiraumnutzungen, Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und Minimierung der Konflikte zwischen Landwirtschaft und Siedlungsentwicklung sowie strategische Ansätze für die Kooperation in der Region. Die übertragbaren Ansätze lassen Impulse für andere Stadtregionen in Deutschland und Europa erwarten.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Agri-Urbane Siedlungsmodelle, Fischer, A., Bartusch, R., Kötter, T.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Das NACHWUCHS Raumbild - Visionen für eine nachhaltige Raumentwicklung, Morawski, F., Pszola, N., Weiß, D., Lohrberg, F., Kötter, T.


Gartoon_apps_file-manager SLP Online-Handbuch: Das Decision Support System NACHWUCHS Raumbild - Indikatoren und Planungsdatenbank, Grade, J., Lennartz, G.

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Ergänzungsmodul 1: Gerechtigkeitsdimensionen in Plänen und Konzepten[Bearbeiten]

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Ergänzungsmodul 2: Konfliktanalysen[Bearbeiten]

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Literaturverzeichnis[Bearbeiten]

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat [Hrsg.] (2019): Unser Plan für Deutschland - Gleichwertige Lebensverhältnisse überall. Berlin. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/heimat-integration/gleichwertige-lebensverhaeltnisse/unser-plan-fuer-deutschland-langversion-kom-gl.pdf;jsessionid=0911E48F6CE521DAC68F42DCC16E44C8.1_cid287?__blob=publicationFile&v

Bundesministerium des Innern und für Heimat (2020): Territoriale Agenda 2030 (EN). https://www.youtube.com/watch?v=KZwXrwSCuZo aufgerufen am 14.02.2023

Bundesregierung [Hrsg.] (2021): Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie - Weiterentwicklung 2021. https://www.bundesregierung.de/resource/blob/998006/1873516/3d3b15cd92d0261e7a0bcdc8f43b7839/2021-03-10-dns-2021-finale-langfassung-nicht-barrierefrei-data.pdf?download=1%20Deutsche%20Nachhaltigkeitsstrategie%20-%20Weiterentwicklung%202021

Kotzeva, M.; Brandmüller, T.; Iuliana , L.; et al. (2016): Urban Europe - statistics on cities, towns and suburbs - 2016 edition. Europäische Union. Luxemburg. https://ec.europa.eu/eurostat/documents/3217494/7596823/KS-01-16-691-EN-N.pdf/0abf140c-ccc7-4a7f-b236-682effcde10f?t=1472645220000

Europäische Union (2020): Farm to Fork Strategy - For a fair, healthy and environmentally-friendly food system. https://food.ec.europa.eu/system/files/2020-05/f2f_action-plan_2020_strategy-info_en.pdf

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. [Hrsg.] (2023): Informationssystem gebaute Umwelt. Dresden. https://ioer-isbe.de/. aufgerufen am 16.05.2023

Global Policy Forum Europe e.V.; Forum Umwelt und Entwicklung [Hrsg.] (2023): Internetpräsenz zur Agenda 2030. https://www.2030agenda.de/de. aufgerufen am 16.05.2023

Ministerinnen und Minister für Stadtentwicklung und Territoriale Kohäsion (2020): NEUE LEIPZIG CHARTA - Die transformative Kraft der Städte für das Gemeinwohl. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/eu-rp/gemeinsame-erklaerungen/neue-leipzig-charta-2020.pdf;jsessionid=61E093FB782D2F43D13794762F3E3A7D.1_cid364?__blob=publicationFile&v=6

Ministerinnen und Minister für Raumordnung, Raumentwicklung und/oder territorialen Zusammenhalt (2020): Territorial Agenda 2030- A future for all places. https://territorialagenda.eu/wp-content/uploads/TA2030_jun2021_en.pdf

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) (2013): Rural-Urban Partnerships - An Integrated Approach to Economic Development. https://doi.org/10.1787/9789264204812-en. aufgerufen am 14.02.2023

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) (2023): Internetpräsenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. https://www.oecd.org/berlin/. augerufen am 28.02.2023

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Schmidt, C.; Meier, M.; Etterer, F.; Herrmann, P.(2021): Kulturlandschaft im Wandel. Kulturlandschaftstypik, Herausforderungen und strategische Navigation in der Region Leipzig-Westsachsen. TU Dresden (Hrsg.). https://www.stadtlandnavi.de/images/Kulturlandschaftskonzept_Broschuere.pdf

Umweltbundesamt [Hrsg.] (2023): NACHWUCHS - Entwicklung von attraktiven Siedlungsformen für das 21. Jahrhundert. Dessau-Roßlau. https://www.zukunftsstadt-stadtlandplus.de/nachwuchs.html. aufgerufen am 16.05.2023

Umweltbundesamt [Hrsg.] (2023): Aktion Fläche: Portal für kommunales Flächensparen. https://aktion-flaeche.de/flaechensparen. aufgerufen am 16.05.2023

United Nations Human Settlements Programme (UN-Habitat) [Hrsg.] (2023): Internetpräsenz des United Nations Human Settlements Programme (UN-Habitat). https://unhabitat.org/. augerufen am 28.02.2023

Vereinte Nationen - Regional and Metropolitan Planning Unit, Urban Planning and Design Branch United Nations Human Settlements Programme (2019): Urban-Rural Linkages: Guiding Principles - Framework for Action to Advance Integrated Territorial Development. Nairobi. https://unhabitat.org/sites/default/files/2020/03/url-gp-1.pdf