Kurs:Vernetztes Denken/Einflussmatrix

Aus Wikiversity
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Eine Einflussmatrix dient im Vernetzten Denken der graphischen Darstellung eines komplexen Sachverhalts oder Systems durch die Erstellung von Verbindungen von Parametern als Ursache-Wirkungsbeziehungen.

Es wird eine Matrix erstellt, in deren Zeilen die Einflussfaktoren des Sachverhaltes aufgeführt sind und in den Spalten die gleiche Reihenfolge der Faktoren eingehalten wird. In den Zellen der Matrix werden die als plausibel erachteten Impulsstärken der direkten Beziehungen eingetragen mit schwach (1), mittel (2) und stark (3).

Dieses Schema der Einflussmatrix dient der Erleichterung einer ganzheitlichen Betrachtung und der entsprechenden Problemlösung. Die reduzierte Darstellung sämtlicher Wirkungsmechanismen ermöglicht die gezielte Einflussnahme auf bestimmte Faktoren und erlaubt eine genauere Abschätzung der Auswirkungen. Je höher die Komplexität eines zu betrachtenden Sachverhalts oder Systems ist, desto wirkungsvoller kann diese Art der Darstellung von Wirkungsbeziehungen sein, da sie auch die Möglichkeit der rückwirkenden Einflussnahme (Rückkopplung) berücksichtigt. Es entsteht ein vollständiges Modell der Vernetzung von allen das betrachtete System betreffenden Variablen.

Faktoren mit einer hohen Zeilensumme bzw. Aktivsumme haben einen hohen Einfluss auf das gesamte Gefüge, Variablen mit einer hohen Spaltensumme bzw. Passivsumme werden dagegen vom System stark beeinflusst.

Literatur:

  • Vester, F.: Die Kunst vernetzt zu denken, 6. Aufl. Stuttgart 2007
  • Wilms, F.: Systemorientiertes Management, München 2001,