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Modallogik/Gerichteter Graph/Belegung/1/Beispiel

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Wir arbeiten mit den Aussagenvariablen p,q,r. Im Weltpunkt a gelte

ap,q,¬r

und im Weltpunkt b gelte

bp,¬q,r.

Daraus kann man die Gültigkeit von aussagenlogischen Ausdrücken jeweils erschließen, beispielsweise gilt

ap¬r

oder

b¬qr.

Für modallogische Ausdrücke muss man den gerichteten Graphen berücksichtigen, wobei man induktiv über die Anzahl der Boxen vorgeht. Es geht also zunächst um Ausdrücke der Form α, wobei α ein rein aussagenlogischer Ausdruck ist (also ohne jede Box). Die Gültigkeit von α in einem Weltpunkt bedeutet, dass in jedem von diesem Weltpunkt aus erreichbaren Weltpunkt α gilt. Somit gilt beispielsweise

ap

und

a¬q

und

a(qr),

ferner

bp

und

b¬q.

Damit kann man dann in jedem Punkt aussagenlogisch den Wahrheitswert von jeder modallogischen Aussage bestimmen, in der die Box nur einfach (also ohne Verschachtelungen) auftritt, beispielsweise

ap¬r¬¬r.

Unter Berücksichtigung des gerichteten Graphen kann man dann auch den Wahrheitswert für jeden modallogischen Ausdruck mit modallogischer Verschachtelungstiefe 2 bestimmen, also etwa

ap,

usw.