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Interview mit einem Spieleautor


Wir befragten Volker Nebel über die Mathematik, die bei der Entwicklung von Spielen benötigt wird.


Zusammenfassung:


Welche Mathematik kommt in ihren Spielen vor?


- Es gibt immer mindestens ein Glückselement. Durch Wahrscheinlichkeitsrechnung und deren Durchschnitt berechne ich, wie viele Aktionen ich durchschnittlich brauche, um eine bestimmte Option zu erhalten.

- Ich muss bedenken, dass das Spiel nicht zu berechnend sein darf, dass ein Spieler nicht ohne Probleme die nächsten Schritte im Voraus planen kann. Wenn ich bei diesen Überlegungen mit Berechnungen nicht mehr weiter komme, muss ich das Spiel testen, also durchspielen.

- Um die Wahrscheinlichkeit bestimmter Optionen zu berechnen, habe ich ein Computerprogramm geschrieben, dass mir mit den Vorgaben, die ich mir überlegt habe, berechnet, wie wahrscheinlich ein Ereignis ist. Stimmen die Verhältnisse noch nicht – was anfangs oft der Fall ist – muss ich Dinge abgleichen, um sie passend zu machen.

- Ich muss das Verhältnis bestimmter Optionen berechnen.

- Um zum Beispiel den Unterschied an Tigern zu Hirschen (proportionales Wachstum) zu berechnen, musste ich ein Differentialgleichungssystem lösen.


Wie viel, bzw. was darf man in einem Zug alles machen? Wird das berechnet?


- Wie viel man während eines Zuges machen darf, muss ausgetestet werden. Einzelne Aktionen dürfen weder zu lang-, noch zu kurzweilig sein.