Projekt:Der Zweite Weltkrieg in Augenzeugenberichten: Hamburg

Aus Wikiversity
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Projekt
Projekttitel Der Zweite Weltkrieg in Augenzeugenberichten: Hamburg
Ansprechpartner John N.
Laufzeit noch nicht festgelegt
Zusammenarbeit bislang keine
Kurzbeschreibung
In diesem Oral History-Projekt sollen Zeitzeugen aus Hamburg zu ihren Erlebnissen während des Zweiten Weltkriegs befragt werden. In einem ersten Schritt wird ein Gesprächsleitfaden erarbeitet. Danach werden erste Interviews geführt und dokumentiert. Die dabei gewonnenen Materialien (Sounddateien und Transkriptionen) sollen anschließend in der deutschsprachigen Wikiversity bereitgestellt und diskutiert werden.
Royal Air Force Bomber Command, 1942-1945. CL3400.jpg

Was ist Oral History?[Bearbeiten]

Oral History ist eine spezielle Methode der Geschichtswissenschaft, die auf der Befragung von Zeitzeugen beruht. Der Begriff kam in den 1930er Jahren auf und wird seit den 1960er Jahren auch im deutschen Sprachraum verwendet. Mündliche Befragungen dienen dabei vor allem der Ergänzung "offizieller" Geschichte und der Einschätzung ihrer Bedeutung für den Einzelnen.

Erste Planungen zur Durchführung[Bearbeiten]

Auswahl der Befragten

  • In unserem speziellen Fall bietet sich wahrscheinlich das Schneeball-Verfahren an: Am Ende der Befragung wird der Befragte nach Personen aus seinem Freundeskreis oder seinen damaligen Nachbarn gefragt.
  • Ein Problem bei einer solchen Vorgehensweise ist die Möglichkeit von Absprachen (verabredete Kommunikationssperren)

Technische Vorbereitung

  • [Hier: Welche technische Ausstattung und Software wird benötigt? Was davon ist bereits vorhanden?]

Klärung rechtlicher Fragen

  • Vorbereitung einer schriftlichen Vereinbarung, in der sich die Befragten damit einverstanden erklären, daß ihre Aussagen unter einer freien Lizenz im Web veröffentlicht werden dürfen.

Entwicklung eines Gesprächsleitfadens

  • [Hier: Welche Themen sollen behandelt werden? Welche konkreten Fragen sollen dazu in welcher Reihenfolge gestellt werden?]

Interviewbericht

  • Direkt nach jedem Interview sollte ein kurzer Bericht angefertigt werden. Notizen zu folgenden Punkten sind dabei sinnvoll:
  • Art der Bekanntschaft
  • Dauer, Zahl, Ort der Befragungen
  • Anwesende Dritte, Störungen der Befragungen
  • Vermutungen über Erwartungen und Befürchtungen des Befragten
  • Verhältnis vom Interviewer zum Befragten (Alters- und Geschlechtsrollenbeziehung)

Transkriptionsregeln

  • Bei der Transkription bietet es sich an, bestimmte Regeln für die Notation festzulegen. Beispielsweise:
  • .. = kurze Sprechpause
  • ... = mittlere Sprechpause
  • (Pause) = lange Sprechpause
  • sicher = auffällige Betonung
  • (Lachen) (Schnell) = Notizen zu Sprechweise und Tonfall
  • (…) = unverständlich
  • (kommt es?) = nicht verständlicher, vermuteter Wortlaut

Weitere Materialen

  • Für die Auswertung können als weitere Materialien Tagebücher, Briefe und Fotoalben herangezogen werden.

Teilnehmer[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Fuchs: Biographische Forschung: eine Einführung in Praxis und Methoden, Opladen 1984, ISBN 3-531-22127-2 (inzwischen auch in neueren Auflagen verfügbar)

Beispiele für andere Oral History-Projekte im Web[Bearbeiten]