Projekt:Mosaik/Anpassung

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Anpassung - wie weit

Wir beschäftigten uns mit Integration und der damit verbundenen Anpassung der Immigranten in Deutschland.

Hierbei wird die Frage gestellt, ob sich die Immigranten in einigen Bereichen an die deutsche Kultur anpassen oder ihr Leben nach den Sitten und Werten ihres Herkunftslandes gestallten. Dabei verwenden wir in unserem Projekt Fotos, die verschiedene Lebenssituationen von Deutschen und Immigranten darstellen.

Die Darstellung der Fotos die später in einer Ausstellung, an einer der Hauptschulen in Ingolstadt zu sehen sein werden, wird in Form einer Art Fotoalbum geschehen. Dieses besagte Fotoalbum zeigt auf der einen Seite einige Faktoren aus dem Leben eines Immigranten, wie z.B. Geburt, erster Schultag, Hochzeit, Einkauf, Kleidung und Tod.

Auf der anderen Seite werden dieselben Situationen eines deutschen Bürgers gegenübergestellt. Hierbei erkennt man den deutlichen Unterschied zwischen den Kulturen, der von Anfang an in so großen Maßen nicht bewusst ist. Hierbei möchten wir die Anpassung, soweit vorhanden bzw. die großen kulturellen Unterschieden aufzeigen. Viele kennen diesen vermutlich nicht oder nehmen ihn in dieser Weise nicht wahr.

Bevorzugt verwenden wir Fotos von Immigranten, die einen russischen Hintergrund haben und somit Russlanddeutsche bzw. Spätaussiedler sind. Ebenfalls sind Fotos von türkischen Mitbürgern zu finden, die uns einen deutlicheren Kontrast zur deutschen Kultur verschaffen. Weitere Fotos haben wir von Familien, Kindern und Einzelpersonen aus dem Piusviertel in Ingolstadt zusammengestellt. Diese sammelten wir bei einer Führung von einigen Hauptschülern der Herschelschule so wie bei einer Art Spaziergang durch besagtes Viertel den wir machten, um uns ein eigenes Bild dieses angeblich verruchten Viertels zu machen.

Die aufgeführten Fotos werden auch beschriftet. Man findet entweder den Namen, das Alter, das Herkunftsland, die Nationalität, den Beruf der jeweiligen Person oder den Aufnahmeort bzw. das Aufnahmedatum des Fotos, die Gegend, die Stadt, als eine Art Überschrift des Bildes vor. Jedoch wird nur Weniges über das entsprechende Foto verraten, denn der Betrachter muss sich selbst im Klaren sein welche Anpassung der Immigrant vornehmen muss, um sich in der deutschen Gesellschaft wohl zu fühlen.

Eine weitere Aufgabe des Betrachters ist es selbstständig die Faktoren, die zur Anpassung notwendig sind, zu erkennen. Dabei kommen Dinge wie Sprache, Kleidung, Werte, Sitten, Bräuche, Religion oder sogar Nahrungsmittel in Frage.

Dadurch wird der Fantasie freien Lauf gelassen und jeder kann sich seine eigene Meinung darüber bilden, wie weit ein Immigrant sich anpassen muss, um in Deutschland zu recht zu kommen. Unserer Meinung nach müssen sich alle Betroffenen dem Entwicklungsprozess unserer Gesellschaft hingeben, um eine angemessen Integration zu gewährleisten.

Damit sind sowohl die Immigranten als auch die deutschen Bürger gemeint. Jedoch sollten die Wurzeln bzw. die Herkunft des Einzelnen nicht vergessen werden. Als weiteres haben wir bei unserer Arbeit während dieses Projektes viel über Menschen mit Migrationshintergrund gelernt. Auch stellten wir fest, dass viele angebliche Tatsachen nur auf bösen Gerüchten basieren. So lernten wir zum Beispiel viele Einwohner des Piusviertels als freundliche, höfliche und sehr zuvorkommende Bürger kennen, die jedoch trotz alle dem den Stolz ihres Herkunftslandes nicht vergessen und aufgeben wollen.

Nach dieser langen aber sehr interessanten Arbeit sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass eigentlich eine bessere Integration gewährleistet wäre, wenn alle Hand in Hand arbeiten würden und sowohl Deutsche als auch Migranten sich um eine bessere Zusammenarbeit bzw. ein besseres Zusammenleben bemühten.