Projekt:Mosaik/Feste

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Feste feiern! Bekannte und unbekannte Feste der Weltreligionen“[Bearbeiten]

Der Islam[Bearbeiten]

Der Islam ist mit 1,3 Milliarden Anhängern die zweitgrößte Religion der Welt. Man spricht hier von einer monotheistischen Religion, die auf dem Koran gegründet ist. Der Koran ist das unverfälschte Wort Gottes (Allah). Die Grundlagen des Islams bilden die fünf Säulen:

1. Schahada, das Glaubensbekenntnis, das dem neugeborenen Kind ins Ohr geflüstert wird und dem Sterbenden als letzten Gruß gelten soll. "Ich bezeuge: Es gibt keinen Gott außer DEM Gott. Muhammad ist der Gesandte Gottes."
2. Salàt, das Gebet, das fünfmal am Tag gesprochen wir.
3. Die Almosensteuer, Zakat, ist eine religiöse Pflicht und kommt Kranken und Bedürftigen zu Gute.
4. Saum ist das Fasten im Monat Ramadan. Hier wird von Beginn der Morgendämmerung bis zum vollendeten Sonnenuntergang gefastet.
5. Die Pilgerfahrt, Haddsch, soll einmal im Leben eines Muslimen nach Mekka angetreten werden. Dort wird die heilige Kaaba siebenmal umschritten.

Im Islam findet sich keine Trennung von „geistlich“ und „weltlich“, wie beispielsweise im Christentum. Staat und Religion sind Eins.
Der Islam ist in folgenden Regionen verbreitet:

1. Indonesien: 163 Mio., 87%
2. Pakistan: 115 Mio.; 97%; Staatsreligion
3. Bangladesch: 98 Mio., 87%; Staatsreligion
4. Indien: 97 Mio., 11%
5. Iran: 59 Mio., 99%; Staatsreligion
6. Türkei: 59 Mio., 99%
7. Ägypten: 50 Mio., 90%; Staatsreligion
8. Nigeria: 46 Mio., 45%
9. Algerien: 26 Mio., 99%; Staatsreligion
10. Marokko: 26 Mio., 99%; Staatsreligion
11. Afghanistan: 22 Mio., 99%
12. Äthiopien: 22 Mio., 45%
13. China VR: 20 Mio., 0,2%
14. Usbekistan: 20 Mio., 98%
15. Sudan: 20 Mio., 77%; Staatsreligion
16. Irak: 18 Mio., 96%; Staatsreligion
17. Saudi Arabien: 16 Mio., 98%; Staatsreligion

Quelle der Statistik: http://www.payer.de/islam/islam.htm

Miradsch Kandil (Mirac Kandili) 11. August 2007
„Kandil“ (arab.) bedeutet „Öllampe“ und damit werden besonders religiöse Feiertage im Islam bezeichnet. An diesem Tag wird der Himmelsreise des Propheten Muhammad gedacht. Eines Nachts trug das geflügelte Reittier Buraq den Propheten nach Jerusalem. Dort traf er Abraham, Moses und Isa (Jesus), er betete mit ihnen und kehrte mit Buraqs Hilfe wieder nach Medina zurück. Nach dem Gebet in Jerusalem wurde Muhammad eine Leiter gebracht, auf der er zum Himmelstor emporstieg. Im ersten Himmel traf er den Propheten Adam, im zweiten Isa (Jesus) und dessen Vetter Johannes. Nachdem er auch Idris, Aaron und Moses begegnet war, traf er im siebten Himmel schließlich Ibrahim, der vor dem Paradiestor saß. Allah selbst schließlich machte es Muhammad und den Menschen zur Pflicht, fünfmal am Tag zu beten. Jerusalem ist nach Mekka und Medina die dritt heiligste Stadt des Islam. Abraham ist der Prophet, den Juden, Christen und Muslime, gemeinsam haben.
Aschura am 10. Muharram 29.01.2007
Der 10. Muharram hat in der islamischen Welt eine wichtige Bedeutung: An diesem Tag im Jahr 680 wurde Husain, der zweite Enkel des Propheten Muhammad getötet. Dieser Tag ist ein Trauertag, der mit Wallfahrten nach Kerbela und Passionsspielen begangen wird. Es wird Saft verteilt, um daran zu erinnern, welchen Durst die Kämpfer in der Sonne erleiden mussten. Die Trauerzeit beginnt in manchen Regionen schon am 1. Muharram und dauert zehn Tage an. Die Frauen tragen schwarze Gewänder und manche Muslime geißeln sich selbst, um den Schmerz Husains nach zu fühlen. Aschura und Noah Es erinnert an den Tag, an dem Noah die Arche verließ. In der Türkei wird zu diesem Tag eine Süßspeise namens Aschure (Aşure) zubereitet. Über ihre Entstehung wird berichtet, dass bevor Noah mit seiner Arche auf dem Ararat — dem höchsten Berg der Türkei — landete, ließ er alle noch verfügbaren Lebensmittel zusammentragen. Daraus wurde eine Mahlzeit gekocht. "Aschure" muss aus mindestens 7 Zutaten bestehen und an mindestens 7 Freunde verteilt werden.

Das russisch- orthodoxe Christentum[Bearbeiten]

Das Christentum hat 2,1 Milliarden Anhänger und zu der russisch- orthodoxen Kirche zählen sich 100 Millionen Mitglieder. Diese ist eine monotheistische und missionierende Religion. Ihre Wurzeln liegen im Judentum und sie geht zurück auf die Anhänger des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazareth. Jesus wird von den Christen als der Christus (der Gesalbte), also der jüdische Messias, verehrt sowie als der Mensch gewordene Sohn Gottes.

Orthodoxes Weihnachtsfest 6./7. Januar 2007

6.Januar: Orthodoxer Heiliger Abend

Als Symbol für den Stall, den Ort der Geburt Jesu, werden von serbisch-orthodoxen Gläubigen Nüsse und Dörrpflaumen auf einen Tisch gelegt, unter dem sich Heu befindet.


7.Januar: Orthodoxer Christtag
Die russisch-orthodoxen Christen feiern die Geburt Christi jedes Jahr am 7. Januar mit Gottesdienst, Tannenbaum und gutem Essen. Die russisch-orthodoxe Kirche richtet sich nach dem julianischen Kalender, der 13 Tage hinter der gregorianischen Zeitrechnung der katholischen und evangelischen Christen liegt. Es ist ein rein religiöses Fest, an dem ursprünglich keine Geschenke verteilt wurden. Doch immer mehr russische Familien übernehmen den westlichen Brauch des Gabentisches, allerdings in Maßen. Die Kinder bekommen Süßigkeiten und die Erwachsenen schenken sich religiöse Symbole wie Kreuze und Ikonen. Vor Weihnachten fasten die russisch-orthodoxen Gläubigen 40 Tage lang. Sie verzichten dabei vor allem auf tierische Produkte wie Eier, Milch, Butter, Sahne und Fleisch. Besonders Gläubige essen am letzten Fastentag lediglich eine karge Speise aus aufgekochtem Weizen oder Reis mit Rosinen und Nüssen. An Weihnachten werden in den Gemeinden Tafeln aufgebaut mit ausgiebigem Essen von Gans bis Hase und vielem mehr. Serbische Bräuche: Am frühen Morgen besucht ein junger Mann die Familie, nimmt den vor der Tür stehenden Eichenzweig, rührt damit in der Glut des Ofens, wobei jeder Funke die Geburt eines Kindes symbolisiert. Anschließend wird der "Glücksbringer" bewirtet und beschenkt.
Ein weiterer Brauch ist, ein Brot mit einer mit gebackenen Münze zu verzehren, wobei der Finder der Münze im kommenden Jahr mit besonderem Glück rechnen kann.


Hinduismus[Bearbeiten]

Der Hinduismus hat circa 900 Mio. Anhänger und ist somit die drittgrößte Weltreligion. Sie hat ihren Ursprung in Indien und basiert auf den heiligen Schriften, den Veden. Diese Religion ist durch mehrere Untergruppen beeinflusst und besitzt dadurch kein einheitliches Glaubensbekenntnis und keine zentrale Institution. Die meisten Hindus glauben an die Reinkarnation, die Wiedergeburt (Samsara). Es gibt vier Lebensziele im Hinduismus: Artha (Wohlstand), Dharma (Religion, Gesetz), Kama (Lust, Leidenschaft) und Moksha (Erlösung).


Holifest 3.3.2007 Das Frühlingsfest wird auch Farbenfest genannt. Die Hindus begrüßen den Frühling, tanzen um ein Feuer und die Kinder malen sich bunt an mit Farbpulver und werfen mit Wasser- bomben. Sie bespritzen sich und Erwachsene mit Wasserpistolen in denen sich aufgelöstes Farbpulver befindet. Mancher Orts ist es auch Brauch von Tür zu Tür zu gehen, Süßigkeiten einzufordern und die Bewohner des Hauses mit Farbe zu verschönern. Wochenlang wird sich auf diese Fest vorbereitet und in allen Läden kann Farbpuder und –pulver gekauft werden. Die strenge Kastenregel ist an diesem Tag aufgehoben und es wird fröhlich und ausgelassen zelebriert. Touristen sind hier ein beliebtes Opfer, sie werden überall überrascht und vorher wird ihnen angeraten sich billige Kleidung anzuziehen.


Pongalfest 14.-15. Januar 2007 Es ist das Erntedankfest. Pongal ist ein süßes Reisgericht. Die Bauern wollen den Göttern danken, dass sie den Reis wachsen lassen: dem Sonnengott Surjan, dem Regengott Varuna und dem Windgott Vaayu. Die Häuser werden gereinigt und renoviert. Die Familien bekommen neue Kleider.



Quellen[Bearbeiten]


interkult_2007 kalender überblick (siehe Anhang):
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/religion/kalender

Islam:
http://www.kandil.de/ http://www.inforel.ch/index.php?id=i21e12 http://www.fortunecity.de/lindenpark/schiller/34/ru-kirche.html http://islam.de/72.php http://www.muslimehelfen.org/index.php?288&type=98 http://www.payer.de/islam/islam.htm

Orthodox:
http://de.orthodoxlinks.info/heritage/
http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Orthodoxe_Kirche
http://de.wikipedia.org/wiki/Orthodoxe_Christen_in_Westeuropa#Slawisch_Orthodox
http://www.missio.ch/PDF/DEU/cmb-text.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Orthodoxe_Kirchen#Feste_und_Kalender
http://www.lightdev.com/holcal/index.jsp
http://www.religion-online.info/themen/feste.html

Hinduismus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus
http://www.lesa21.de/lehrer/f/feste/infos/feste.html
http://www.nepalboard.de/wwwboard/messages/19242.html
http://d-r-k.lernnetz.de/fliegen14hi.htm
http://www.phillipe.de/thread.php?postid=450888
http://www.dieandere.de/seiten/photo/indien/02.htm
http://www.dunant-grundschule.cidsnet.de/feste/hindusistisches-fest1.htm

Bilder:
http://www.dieandere.de/seiten/photo/indien/02.htm
http://www.phillipe.de/thread.php?postid=450888

Gespräche:
- mit einem Bekannten der Familie aus Indien (Hinduismus)
- mit Freunden, die dem Islam angehören
- mit Kindern der Grund- und Hauptschule am Englischen Garten in Neuburg, die dem Islam, dem russisch- orthodoxen Christentum und dem Hinduismus angehören