Projekt:P2P-Community

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Typologie Theoriewerkzeug Praxis Mitmachen Ressourcen

Projekt
Projekttitel P2P Movement
Ansprechpartner Astroboi
Laufzeit seit Juli 2007
Zusammenarbeit Oekonux-Linkliste
Kurzbeschreibung
tsolife ist ein gutes Beispiel für eine interessante P2P Community

Thematik[Bearbeiten]

Neuartige Medien und Informationsverarbeitungstechniken haben bisher immer zu neuen Subjektkonstellationen geführt. Eine orale Kultur kann eine starke, ausladene Erzählkultur und starkes Gemeinschaftsdenken hervorbringen, aber die Entwicklung von Eigenheiten bestrafen und die grüblerischen und häßlichen Menschen ausschließen. Schweigen wird mißtraut. Ein Mensch soll reden und immer den inneren Zustand sichtbar machen. Eine verschriftliche Kultur ermöglicht seine Gedanken zu verbergen, und sich in Büchern und Schriftstellereien auszuleben. Der Bedeutungszuwachs der Schrift führt zu mehr Einzigartigkeit aber auch zu mehr Einsamkeit.

Was geschieht aber wenn eine neue Informations- und Kommunikationstechnologie auftaucht, wie wir sie im Internet und mobilen Endgeräten besitzen ? Das Zeitalter der Massenkultur geht ihrem Ende entgegen in der westlichen Hemisphäre. Die Menschen könnten mehr Wahlmöglichkeiten erhalten, wer sie sein wollen, Nischenkulturen entwickeln. Früher waren die Jugendkulturen die Trendsetter, in neuester Zeit könnten sich die Immigranten zu den Trendsettern entwickeln. Nur Personen im Widerspruch zum Bestehenden können eine Entwicklung einleiten.

Das Projekt im IZ STS beobachtet interessante P2P-Projekte. Die P2P Projekte werden auf ein gemeinsames Entwicklungsmuster in der sozialen und technischen Organisation untersucht. Eine gute Theorie sollte ein Begriffssystem und Verfahren entwickeln, die man auf ein weites Feld anwenden kann. Wir werden da viele verschiedene Ansätze beobachten können. Ein einheitliches Begriffssystem und Theoriewerkzeug wird es erst nicht geben. Durch die zusätzliche Voraussetzungen kann man aber so etwas erzwingen. Möglich wäre es eine zusätzliche Voraussetzung z.B. Optimierung dazu zu nehmen oder Stabilität. Dann erntet man die Begriffsysteme der Gebiete, die solche Schlüsselbegriffe haben.

Ein weiteres Untersuchungsfeld sind die virtuellen Welten 3D Welten von Second Life, Active Worlds, Entropia Universe, There, Dotsoul Cyberpark und das chinesische hipihi.com.

Vertrauen als Ressource[Bearbeiten]

Vertrauen ist eine wichtige Ressource in der Soziostruktur, sie weist einem Menschen einen Platz in der Gesellschaft zu. Institutionen haben sich entwickelt, um Vertrauen herzustellen. Die Zentralbank ist das beste Beispiel für Vertrauenserzeugung in buntbedrucktes Papier - den Geldscheinen.

Bisher reichten einfache Vertrauensmechanismen. Die Bewertung der letzten Interaktion bei ebay reicht, um die Gegenseitigkeit aufrecht zu erhalten. Die Praxis stimmt auch mit den Simulationen aus evolutionären Spielen im Ergebnis überein. Die Strategie immer mit den Partnern zu kooperieren, die bei der letzten Interaktion erfolgreich war gewinnt gegen zu mißtrauische und zu blauäugige Strategien.

Im Augenblick sind die Web 2.0 Communities ausgerichtet auf das Filesharing von Videos, Fotos und das matching von Usern. Atavare werden eingesetzt, um es bunter zu machen und können verändert werden.

P2P Evolution[Bearbeiten]

Der nächste Evolutionsschritt wäre eine 3D Web Community wie sie Second Life einzuführen und in den unterschiedlichen Bereichen der P2P Bewegung einzusetzen.

Wie kann so etwas aussehen ? Zunächst einmal ist es wichtig Kontrollen für die sichtbare Hülle der User einzuführen, sozusagen eine Art Wasserzeichen auf Atavare. Die Bearbeitung der Atavare kann weiterhin bei den Usern bleiben. Dann müßte ein gemeinsamer Standart entwickelt werden, der das Portieren von Accounts in andere Communities ermöglicht. Die Verbindung zum Reallife ist schon etabliert über besondere virtuelle Währungen. Falls man Log-Files der IP-Adressen aufnimmt kann man ungefähr den geographischen Ort der User feststellen und z.B. regionale Atavar-Kleidung und Slangs für User einführen. Die schwedische time-geography liefert Visualisierungsmethoden für Aktivitätsmuster, falls die User zustimmen ihre geographischen Daten mitzulogen, kann man es so einrichten, dass sich die Teilnehmer einer 3D Community im realen Leben aufeinander aufmerksam werden, wenn sie z.B. etwa 100 Meter voneinander entfernt in der Innenstadt beim flanieren sind. Die Aktivitätsmuster lassen darauf schließen, ob es sich lohnt miteinander bekannt zu werden.

Jeder kann bisher über die Funktion "Freund hinzufügen", Leute in seine Gruppe einladen. Wenn man jemanden in einer Web Community kennt, kann man schnell seinen Bekanntenkreis erschließen. Das Auslesen solcher Daten ist sehr spannend, wenn es automatisiert werden könnte.

Die soziale Netzwerkanalyse hat Formeln und Methoden entwickelt, die Netzwerkstruktur eines Milieus scannen zu können. Dabei werden Begriffe wie Isolation, Betweenness und Closure fallen. Die Nutzung dieser Erkenntnisse in einer Web Community könnte neue Einschließungs- und Ausschließungspraktiken hervorrufen. Denn Vertrauen erreicht man nur durch Einchluß erwünschter Personen und Ausschluß der Leute, denen man nicht vertrauen kann.

Dazu ist auf jeden Fall die technische Architektur der existierenden Systeme aufzuklären, und mit weiteren Sicherheitsapplikationen und Serverkonstruktionen auszustatten, wie sie in der Informatik entwickelt werden.



Das sollte ermöglichen eine ortslose Universität einzurichten, dass sich z.B. an das internationale Bildungsnetzwerk Travelling School of Life anlehnt. Travelling School of Life gibt Menschen die Möglichkeit auf ihren Reisen, anderen Menschen etwas beizubringen, oder selber etwas zu lernen.


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