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Quadratisches Reziprozitätsgesetz/10 mod 13/Beispiel

Aus Wikiversity

Man möchte entscheiden, ob die Gleichung

x2=10mod13

eine Lösung besitzt. Dazu berechnet man

(1013)=(213)(513).

Der erste Faktor

(213)

lässt sich mit Hilfe des zweiten Ergänzungssatzes zu 1 bestimmen, weil  13=5mod8  und dies das Vorzeichen 1 ergibt.

Um den zweiten Faktor zu berechnen, wendet man das Reziprozitätsgesetz an:

(513)=+(135),

weil  5mod4=1  gilt (der Rest 13mod4 braucht gar nicht mehr berechnet zu werden, da es ausreicht, dass hier 5 oder 13 modulo 4 den Rest 1 lässt, damit das Vorzeichen + ist). Jetzt nutzt man aus, dass  13=3mod5  ist. Man schreibt:

(135)=(35).

Wiederum wendet man hier das Quadratische Reziprozitätsgesetz an: Es ist

(35)=(53)=(23)=1,

da  5mod4=1  ist und da  2=1  kein Quadrat modulo 3 ist.

Setzt man nun beide Faktoren zusammen, so ergibt sich folgendes Resultat:

(1013)=(213)(513)=(1)(1)=1.

Damit weiß man, dass die obige Gleichung eine Lösung besitzt (die beiden Lösungen lauten 6 und 7). Auf dieses Ergebnis kommt man leider nur durch Probieren. Hat man aber eine Lösung, z.B. die 6, so berechnet man die zweite Lösung, indem man das additive Inverse im Körper /(13) bestimmt (136=7).