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Quadratisches Reziprozitätsgesetz/Algorithmische Berechnung/Mit Primfaktorzerlegung/Bemerkung

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Es seien p und q ungerade verschiedene Primzahlen, und man möchte (pq) berechnen, also herausfinden, ob p ein quadratischer Rest modulo q ist oder nicht. Ist  p>q,  so berechnet man zuerst den Rest pmodq, und ersetzt p durch den kleineren Rest, der natürlich keine Primzahl sein muss. Ist hingegen  p<q,  so berechnet man die Reste von p und q modulo 4 und kann dann mittels dem quadratischen Reziprozitätsgesetz (pq) auf (qp) zurückführen. In beiden Fällen kommt man also auf eine Situation, wo (kq) zu berechnen ist, wo q eine ungerade Primzahl ist und  k<q  beliebig.

Es sei  k=2αp1α1prαr  die Primfaktorzerlegung von k. Dann ist nach der Multiplikativität des Legendre-Symbols

(kq)=(2αq)(p1α1q)(prαrq)=(2q)α(p1q)α1(prq)αr.

Jetzt kann (2q) nach dem zweiten Ergänzungsgesetz berechnet und die (piq) können für  i=1,,r  nach dem gleichen Verfahren auf die Berechnung von (qpi) zurückgeführt werden (von den Exponenten α,αi kommt es nur auf die Parität an). Bei diesem Verfahren werden natürlich die Nenner (und damit auch die Zähler) in den Legendre-Symbolen kleiner, sodass man schließlich das Resultat erhält.