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Tupel, Vektoren, Matrizen/R/Mengen/Einführung/Textabschnitt

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Wichtige Produktmengen sind beispielsweise  2=×  und  3=××.  Bei den Elementen darin kommt es wesentlich auf die Reihenfolge an. Generell schreibt man zu einer Menge M und einem  n  die n-fache Produktmenge von M mit sich selbst als

Mn=M××Mn-mal.

Die Elemente darin haben die Gestalt

(x1,x2,,xn),

wobei alle xi aus M sind. Eine solche geordnete endliche Folge von n Elementen nennt man auch ein n-Tupel über M. Bei  n=2  spricht man von einem Paar, bei  n=3  von einem Tripel. Zu

x=(x1,x2,,xn)

nennt man xi die i-te Komponente oder den i-ten Eintrag des Tupels. Das tiefgestellte i heißt in diesem Zusammenhang der Index des Tupels und {1,,n} die Indexmenge des Tupels.

Generell gibt es auch zu komplizierteren Indexmengen I sogenannte I-Tupel. Bei einem I-Tupel wird jedem  iI  ein mathematisches Objekt zugeordnet, das Tupel wird als xi, iI, geschrieben. Wenn sämtliche xi aus einer gemeinsamen Menge M stammen, spricht man auch von einem I-Tupel aus M. Bei  I=  spricht man von einer Folge in M.

Eine endliche Indexmenge kann man stets durch eine Menge der Form {1,,n} ersetzen (diesen Vorgang kann man eine Nummerierung der Indexmenge nennen), doch ist das nicht immer sinnvoll. Wenn man z.B. mit einer Indexmenge

I={1,,n}

startet und sich dann für gewisse Teilindexmengen  JI  interessiert, so ist es natürlich, die von I ererbten Bezeichnungen beizubehalten, anstatt J mit einer neuen Nummerierung {1,,m} zu versehen. Häufig gibt es für ein bestimmtes Problem „natürliche“ Indexmengen, die (allein schon mnemotechnisch) einen Teil des strukturellen Gehalts des Problems widerspiegeln.

Spezieller nennt man ein n-Tupel über einer Menge M der Form

(a1,,an)

ein Zeilentupel (der Länge n) und eines der Form

(a1an)

ein Spaltentupel. Im Allgemeinen sind das nur zwei unterschiedliche Darstellungsweisen; wenn die Tupel aber zusätzliche Strukturen repräsentieren (beispielsweise Vektoren, auf die eine Matrix (s.u.) angewendet werden soll), so ist der Unterschied bedeutsam.

Wenn I und J zwei Mengen sind und I×J ihre Produktmenge, so kann man ein I×J-Tupel in M als eine „Tabelle“ auffassen, bei der jedem Paar (i,j) ein Element  aijM  zugeordnet wird. Insbesondere bei I={1,,m} und J={1,,n} nennt man ein I×J-Tupel auch eine m×n-Matrix und schreibt sie als

(a11a12a1na21a22a2nam1am2amn).

Das Zeilentupel

(ai1,ai2,,ain)

heißt dann die i-te Zeile der Matrix und entsprechend

(a1ja2jamj)

die j-te Spalte der Matrix.