Zum Inhalt springen

Äquivalenzrelation/Reell projektiver Raum/Beispiel

Aus Wikiversity

Es sei    und  .  Der ist ein reeller Vektorraum, wobei die Skalarmultiplikation von    und    mit bezeichnet wird. Es sei weiter

Zwei Punkte werden also als äquivalent erklärt, wenn sie durch Skalarmultiplikation mit einem Skalar    ineinander überführt werden können. Ebenso könnte man sagen, dass zwei Punkte als äquivalent gelten, wenn sie dieselbe Gerade durch den Nullpunkt definieren.

Dass wirklich eine Äquivalenzrelation vorliegt, sieht man so. Die Reflexivität folgt aus    für jedes  .  Zur Symmetrie sei , d.h. es gibt ein    mit  .  Dann gilt aber auch  ,  da ja ein Inverses besitzt. Zum Nachweis der Transitivität sei und angenommen, d.h. es gibt    mit und . Dann ist insgesamt    mit  .  Die Äquivalenzklassen zu dieser Äquivalenzrelation sind die einzelnen Geraden durch den Nullpunkt (aber ohne den Nullpunkt). Die Quotientenmenge heißt reell-projektiver Raum (der reellen Dimension ) und wird mit bezeichnet.