Benutzer:Cakmakra

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Raide Cakmak[Bearbeiten]

Ich heiße Raide Cakmak, bin Kurdin aus der Türkei und studiere im 3. Semester Deutsch als Fremdsprache und Interkulturelle Kommunikation sowie Schulpädagogik an der Universität Augsburg.

Warum haben wir uns für dieses Thema entschieden?[Bearbeiten]

Der Grund warum Tamara und ich uns für dieses Themengebiet entschieden haben, liegt an unserem Interesse die Ehe von verschiedenen Kulturen zu vergleichen. Es bot sich an, durch dieses Projekt die die türkische und deutsche Frauenrolle in der Ehe auf wissenschaftlicher Ebene genauer zu betrachten und durch ein Interview zu ergänzen. Wir sind selber sehr gespannt darauf wie unsere Ergebnisse aussehen.

Inhalte des Projektes[Bearbeiten]

  • These bzw. Thema: Der Wandel der Rolle der Frau in der türkischen bzw. deutschen Ehe
  • Allgemeine Einführung über die Rolle der Frau im Wandel der Zeit in Deutschland bzw. der Türkei im letzten Jahrhundert
  • Interviewleitfragen
  • Interview; Beispiele aus Augsburg und Mardin
  • Fazit bzw. Ergebnisse

Allgemeine Einführung: Die Ehe im Wandel der Zeit in der Türkei[Bearbeiten]

Zunächst ist es wichtig festzustellen dass in der Türkei die Ehe als Institution zwischen zwei Menschen gesehen wird, die möglichst ihr ganzes Leben miteinander verbringen sollen. Durch die mehrheitlich konservative Gesellschaft der Türkei wird die Ehe auch als religiöse Pflicht gesehen. Dies hat sich auch im Wandel der Zeit kaum geändert. Was sich aber definitif geändert hat ist die Vorstellung über das Heiratsalter. Hier ist ein radikaler Umbruch geschehen im letzten Jahrhundert.Generell gibt es eine Reihe von Maßstäben, nach denen bestimmt wird, ob eine Frau oder ein Mann im heiratsfähigen Alter ist. Diese Maßstäbe wurzeln in den Traditionen. In der Türkei wird der Beginn des Pubertätsalters auf 10 bis 14 Jahre angenommen. Die Pubertät verursacht sowohl bei Jungen wie bei Mädchen biologisch-physiologische sowie psychologische Veränderungen. Zusammen mit der Pubertät steigt auch die persönliche Verantwortlichkeit und Jungen wie Mädchen nehmen nunmehr an den wirtschaftlichen, sozialen sowie kulturellen Aktivitäten ihrer Familie teil. Wurde früher zwar das Pubertätsalter mit dem Heiratsalter gleichgesetzt, so ist dies heute, im Zeitalter der Moderne, nicht mehr von Gültigkeit. Nur in manchen ländlichen Regionen, in denen das traditionelle Leben noch andauert, wird diese Regel beachtet. In den Städten hingegen liegt das Heiratsalter weitaus höher, was seine Ursachen darin hat, dass sowohl die Traditionen an Einfluss verloren haben und die ökonomischen Bedingungen schwieriger sind. So wird es in den Städten als falsch angesehen, dass Mädchen und Jungen vor dem Abschluss der Schule heiraten, auch eine Heirat vor dem 18. Lebensjahr wird als unmodern bzw. zurückgeblieben eingestuft. Dennoch wünscht man sich auch heute noch eine Heirat der Kinder. Bei der Schließung von Ehen gibt es traditionell eine Hierarchie der Art, dass in einer Familie zuerst der älteste Bruder beziehungsweise die älteste Schwester heiratet, danach die anderen Geschwister. Doch auch dies hat sich in den letzten Jahren verändert. Bei der Eheschließung sind wirtschaftliche und soziale Kriterien von großer Bedeutung. Wie jedoch die Gesellschaft von geschlechtsspezifischen Rollenzuweisungen geprägt ist, hat dies auch seine Auswirkungen auf die Eheschließung. Das heißt, dass den Männern und deren Familien eine aktivere Rolle zugeschrieben wird als der Frau beziehungsweise deren Familie und demnach erwartet man Schritte hin zu einer Heirat von dem Mann oder dessen Familie. D.h. die Initiative wird vom Mann erwartet.

Allgemeine Einführung: Die Ehe im Wandel der Zeit in Deutschland[Bearbeiten]

Um etwas über die Ehe im Wandel in Deutschland zu erfahren bitte ich euch auf den folgenden Link zu klicken. http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Balakhta

Interviewleitfragen[Bearbeiten]

  • Allgemeines: Alter; Beruf; Seit wievielen Jahren verheiratet?; Wieviele Kinder; Bildungsabschluss; Wie alt als geheiratet wurde?
  • Wie haben Sie Ihren Ehemann kennengelernt und wie lange haben Sie ihn kennengelernt?
  • Wie war der Übergang in die Ehe oder Heirat?
  • War es normal in Ihrem Alter zu heiraten, oder wichen Sie von der Norm ab?
  • Wie war die Beziehung zur eigenen Familie nach der Ehe?
  • Was haben Sie sich vor der Ehe von der Ehe erwartet?
  • Von dem Ehemann?
  • Von der Familie des Ehemannes?
  • Wie sah Ihr Aufgabengebiet in der Familie aus ?
  • Inwiefern durften Sie mitbestimmen was Ihr Aufgabengebiet war?
  • Haben Sie sich bei allen Entscheidungen als mitberücksichtigt wahrgenommen oder nicht?
  • Mussten Sie den Beruf oder irgendwelche Hobbies für die Ehe aufgeben?
  • Hat sich Ihre Situation während Ihrer Ehezeit im Laufe der Jahre verändert?
  • (Bei den älteren Interviewpartnern) Was ist Ihre Meinung zu den Ehen von Heute?


Interview mit Hamdiye I. aus Mardin/Nusaybin in der Türkei[Bearbeiten]

Frau Hamdiye I. mit der ich das Interview führte, lebt in der Ostprovinz der Türkei. Ich werde versuchen das Interview welches ich durch Stichpunkte mitnotiert habe, zu übersetzen und so genau wie möglich wiederzugeben:


  • Allgemeines: Alter; Beruf; Seit wievielen Jahren verheiratet?; Wieviele Kinder; Bildungsabschluss; Wie alt als geheiratet wurde?

Ich war 20 Jahre alt als ich geheiratet habe. Das war vor ungefähr 6 1/2 Jahren. Ab der Mittelschule (anm. vergleichbar mit deutschem Realschulabschluss) habe ich die Schule verlassen. Danach war ich zwar in einem Sickkurs um mich zur Lehrerin ausbilden zu lassen, habe dies dann aber auch abgebrochen. *lacht* Aus mir ist im Endeffekt beruflich nur Mutter und Hausfrau geworden. Jetzt habe ich zwei Kinder, Furkan (Sohn) ist 4 und Kevser (Tochter) ist 2 Jahre alt.


  • Wie haben Sie Ihren Ehemann kennengelernt und wie lange haben Sie ihn kennengelernt?

Seine Mutter und die Nachbarin hatten sich über das Thema Heiraten unterhalten und so hatte die Nachbarin gefragt ob ihr Sohn denn noch nicht Heiraten möchte. Er hatte sein Studium beendet und arbeitete schon zwei Jahre als Türkischlehrer am Gymasium. Die Mutter hatte gesagt dass sie auch der Meinung ist, dass die Zeit reif ist und dass man nun die Augen offenhält. Gleichzeitig hat sie die Nachbarin, die von weiten mit mir verwant ist, gefragt ob sie nicht ein gutes Mädchen kennt. Die Nachbarin hat dann von mir erzählt. Anschließend hatte sich die Mutter auf den Weg gemacht um mich zu sehen. Ich hatte keine Ahnung dass sie wegen mir zu Besuch war, aber dann fragte sie meine Eltern ob Sie nicht mit ihrem Sohn kommen könnte. Zwei Tage später kam sie mit ihrer Familie zu uns. Vom Aussehen gefiehl er mir und ich habe ihm auch gefallen. Sie gingen wieder und meine Familie hat sich zusammengesetzt und wir haben darüber geredet ob es für mich in Frage käme. Ich war schon damit einverstanden, aber wollte nochmal mit ihm persönlich reden um mich zu überzeugen. Also kamen sie wieder und wir redeten und machten uns unsere Prinzipien klar. An diesem Tag wurde es dann besiegelt, wir sagten entgültig ja und der Verlobungstermin wurde ausgehandelt. Anschließend haben wir uns auch öfters getroffen und über unsere Zukunft geredet. Drei Monate nach dem ersten Treffen haben wir geheiratet.


  • Wie war der Übergang in die Ehe oder Heirat?

Von den Gefühlen? Oder wie der Übergang an sich war? Es war emotional schon schwer, aber ich dachte so: Ich verliere meine Familie ja nicht sondern gewinne eine dazu. Ab der Hochzeitsfeier habe ich dann mit meinem Mann zusammengewohnt.


  • War es normal in Ihrem Alter zu heiraten, oder wichen Sie von der Norm ab?

Die meisten Mädchen heiraten so zwischen 17 und 24 Jahren. Also war ich nicht zu Jung oder Alt.


  • Wie war die Beziehung zur eigenen Familie nach der Ehe?

Die Beziehung ist sehr gut, ich besuche meine Eltern so oft es geht, mittlerweile kommen die öfter, weil ich mit den Kindern beschäftigt bin. Ansonsten verstehen wir uns gut.


  • Was haben Sie sich vor der Ehe von der Ehe erwartet?

Ich weis es auch nicht so recht, ich habe mir eine harmonische Ehe gewünscht die auch Gottseidank eingetroffen ist.


  • Von dem Ehemann?

Na, dass er mich respektiert und liebt.


  • Von der Familie des Ehemannes?

Das auch sie mich respektieren und gut behandeln, wobei ich ja von Anfang an mit meinem Mann alleine gewohnt habe, weil er schon einen Monat eine Wohnung gemietet und eingerichtet hatte, ich verbringe aber trotzdem viel Zeit mit denen und deswegen ist es wichtig dass wir uns verstehen.


  • Wie sah Ihr Aufgabengebiet in der Familie aus ?

Ich bin Hausfrau und mache die häuslichen Arbeiten und kümmere mich um meine Kinder.


  • Inwiefern durften Sie mitbestimmen was Ihr Aufgabengebiet war?

Ich glaube ich darf schon bestimmen, was mein Aufgabengebiet ist, nur dadurch dass ich keinen Beruf habe bleibt mir nicht viel übrig. Mein Mann ist eigentlich ziemlich liberal er würde mich auch arbeiten lassen. Ich finde dadurch dass er Bildung hat, habe ich viel Spielraum (Möglichkeiten).


  • Haben Sie sich bei allen Entscheidungen als mitberücksichtigt wahrgenommen oder nicht?

Es kommt darauf an was für Entscheidungen zu fällen sind, aber er berücksichtigt mich eigentlich auch, also es ist nicht so dass er ausschließlich alleine alle Entscheidungen fällt.


  • Mussten Sie den Beruf oder irgendwelche Hobbies für die Ehe aufgeben?

Ich habe früher manchmal Kurse(Mal und Stickkurse) besucht die ich jetzt nicht mehr besuchen kann, wegen den Kindern. Auch Freunde besuchen und sich mit denen alleine treffen ist kaum noch möglich. Die Familie wird zum Zentrum.


  • Hat sich Ihre Situation während Ihrer Ehezeit im Laufe der Jahre verändert?

Eigentlich nicht. Es ist wie am Anfang, nur dass wir halt durch die Kinder eine größere Familie geworden sind.


Interview mit Fahriye E. aus Mardin/Midyat in der Türkei[Bearbeiten]

Frau Fahriye der ich diese Fragen stellte lebt in Mardin in der Ostprovinz der Türkei. Ich werde auch hier versuchen das Interview so genau wie möglich zu übersetzen und genau wie möglich wiederzugeben:


  • Allgemeines: Alter; Beruf; Seit wievielen Jahren verheiratet?; Wieviele Kinder; Bildungsabschluss; Wie alt als geheiratet wurde?

Ich bin 63 Jahre alt, Hausfrau, und seit 49 Jahren verheiratet also habe ich mit 14 Jahren geheiratet (Anm. NICHT SICHER! Sie wusste nicht mehr genau, wir haben dann zurückgerechnet, da Sie nach zwei Jahren das erste Kind bekommen hat, und die älteste Tochter ist 47 Jahre alt). Ich habe 9 Kinder und 3 sind gestorben.


  • Wie haben Sie Ihren Ehemann kennengelernt und wie lange haben Sie ihn kennengelernt?

Sie waren meine Nachbarn und hatten meine Eltern gefragt und dann ist es so passiert. Wir haben geheiratet. Ich wurde nicht gefragt sondern es wurde mir mitgeteilt. (Nachgefragt: erzwungen?) Ich weis nicht ob es erzwungen war aber ich habe mich an die Entscheidung meiner Eltern gehalten, das war so damals.


  • Wie war der Übergang in die Ehe oder Heirat?

Wir haben keine Hochzeit gehabt, aber die Familie meines Mannes hat vielen Gästen ein Essen ausgegeben.


  • War es normal in Ihrem Alter zu heiraten, oder wichen Sie von der Norm ab?

Es war normal. Manche haben mit Einsetzen der Tage geheiratet.


  • Wie war die Beziehung zur eigenen Familie nach der Ehe?

Gut. Ich konnte nicht so oft zu meiner Familie, weil meine Familie mich gebraucht hat.


  • Was haben Sie sich vor der Ehe von der Ehe erwartet?

(Nach mehreren Versuchen des Nachfragens:) Ich weis es auch nicht mehr das ist zulange her und ich war da sehr jung.


  • Von dem Ehemann?

Das er mir ein guter Ehemann wird


  • Von der Familie des Ehemannes?

(sagt: Mein Kind, deine Fragen sind alle gleich!) Ich hoffte dass sie nett zu mir sind.


  • Wie sah Ihr Aufgabengebiet in der Familie aus ?

Ich habe meiner Schwiegermutter bei der Hausarbeit geholfen und auch auf dem Feld oft gearbeitet.


  • Inwiefern durften Sie mitbestimmen was Ihr Aufgabengebiet war?

Am Anfang wurde mir alles von meiner Schwiegermutter aufgetragen, bis ich alles selber konnte und erkannt habe was zu tun ist.


  • Haben Sie sich bei allen Entscheidungen als mitberücksichtigt wahrgenommen oder nicht?

Am Anfang nicht, aber im Laufe der Jahre ja.


  • Mussten Sie den Beruf oder irgendwelche Hobbies für die Ehe aufgeben?

Nein. Aber vorher war ich ja noch ein Kind.


  • Hat sich Ihre Situation während Ihrer Ehezeit im Laufe der Jahre verändert?

Die Zeit ändert alles. Wenn man jung ist weis man oft Sachen nicht. Jetzt ist natürlich vieles anders.


  • (Bei den älteren Interviewpartnern) Was ist Ihre Meinung zu den Ehen von Heute?

Es ist besser heute, man lernt mit der Zeit viel. Heutzutage heiraten die Mädchen auch älter und haben in allen Gebieten mehr wissen.

Auswertung und Vergleiche der Interviews (Fazit)[Bearbeiten]

Zunächst ist es unserer Meinung nach sinnvoll die ältere Generation mit der Jüngeren innerhalb der gleichen Nationalität vergleichen. Anschließend werden wir die beiden Seiten also beide Nationälitäten vergleichen, um die Unterschiede auch zwischen zwei Kulturen aufzuzeigen.

Zwischen der älteren und jüngeren Generation in Deutschland erkennt man vor allem am Heiratsalter einen Unterschied. So hat die ältere deutsche Dame mit 21 Jahren geheiratet während die jüngere Frau mit 32 Jahren den Bund der Ehe eingegangen ist. Beide erwähnen aber dass dies im Rahmen der Norm ist bzw. war. Anlehnend an diese Aussagen kann man davon ausgehen, dass sich das Heiratsalter in Deutschland innerhalb der letzten Jahrzehnte nach hinten verschoben hat. Zu erklären wäre dies, mit den Freiheiten, die die Paare mittlerweile haben. So wohnen viele Paare schon vor der Ehe zusammen oder haben bereits sogar Kinder wenn sie heiraten. Dies war früher nicht so, durch Einschränkungen hat die Ehe mehr Vorteile und Freiheiten mit sich gebracht. So musste die ältere Dame die Ehe nachweisen, um mit ihrem Mann eine Wohnung mieten zu können. Auch was die Entscheidungen innerhalb der Familie angeht, hat sich einiges verändert, so erwähnt zwar die ältere Dame, dass sie sich in allen Entscheidungen als mitberücksichtigt gesehen hat, sagt aber gleichzeitig dass dies nicht bei allen der Fall war. Man kann sagen dass die ältere Dame laut eigenen Aussagen kein typischer Fall war, sie hatte einen gebildeteten Mann und eine Berufsausbildung, dies war auch damals nicht bei allen Frauen der Fall.

Bei den Interviews aus der Türkei kann man sehr große Unterschiede erkennen, genauso wie die deutschen Ehen hat sich das Heiratsalter auch nach hinten verschoben. So hat die ältere Frau aus der Türkei mit 14 geheiratet, und die jüngere mit 20 Jahren. Somit kann man sagen dass sich unsere Recherche bezüglich des Heiratsalters bewahrheitet hat. Demnach wurde früher mit Einsetzen der Pupertät geheiratet. Das Heiratsalter (14) der älteren Frau aus der Türkei bestätigt das. Was die Entscheidung angeht zu heiraten, gibt es auch große Unterschiede zwischen den beiden Generationen. Die Jüngere wurde gefragt und hätte somit auch theorethisch verneinen können, während die ältere Frau einfach vergeben wurde. Familie scheint aber immernoch eine bedeutende Rolle zu spielen, da auch bei der Jüngeren der "Familienrat" zusammengekommen ist und darüber geredet hat ob diese Heirat gut wäre oder nicht. Auch die Bildung der beiden Befragten klafft gewaltig auseinander. Während die ältere Frau Analphabetin ist, hat die Jüngere Frau immerhin vor der Ehe die Mittelschulreife absolviert, die in der Türkei bis zur 9. Klasse andauert. Sie hatte sogar vor einen Beruf zu erlernen was gescheitert ist und hätte von ihrem Mann aus auch arbeiten dürfen. Dies alles war bei der älteren Frau nicht so, sie selber erklärt sich das damit, dass das Früher normal war und die Zeit ja alles ändere. Weiterhin ist ein Unterschied bei der Kinderzahl zu bemerken. Während die ältere Frau genau 12 Kinder auf die Welt gebracht hat, hat die jüngere 2 Kinder. Selbst wenn die jüngere noch gedenkt Kinder zu bekommen, so besteht der große Unterschied darin dass sie das durch die heutigen Möglichkeiten die Zahl selbst bestimmen kann.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass dass in beiden Kulturen eine Änderung stattfindet. Diese Entwicklung ist in der Türkei aber in unseren Recherchierten Fällen auf jeden Fall radikaler. In der Türkei ist der Stellenwert der Familie deutlich höher, sie wird viel öfter zu Rate gezogen. Demgegenüber kann man sagen steht das deutsche Modell hier entscheidet die Frau alleine, denn ob in der alten oder neuen Generation in Deutschland haben beide Frauen nicht erwähnt dass ihre Familie mitbestimmt oder sie auch nur beraten hat. Man könnte auch widerrum meinen, dass sich die ältere Dame in Deutschland und die jüngere Frau in der Türkei sehr ähnlich sind, also die Gesellschaftlichen Vorstellungen im Bezug auf die Heirat in der Türkei, denen in Deutschland um ungefähr eine Generation hinterherhinken. Gerade am Heiratsalter kann man das erkennen. So hat die jüngere Frau aus der Türkei mit 20 und die ältere Deutsche mit 21 Jahren geheiratet. Was die ältere Dame in Deutschland angeht haben wir von ihr gesagt bekommen, dass sie ungefähr dann geheiratet hat, als die 68er Bewegung um ihre Frauenrechte gekämpft hat und sie somit davon profitiert hat, was zB: Antibabypille angeht. Diese Entwicklung findet gerade in der Türkei auch langsam statt aber nicht auf der Straße in Form von Protesten sondern in den Köpfen der Menschen.