Benutzer:Elias Guerrero/Interview Person 3

Aus Wikiversity
Zur Navigation springen Zur Suche springen

1 E: Wie alt bist du? Nenn mir bitte dein Geburtsdatum und deinen Geburtsort.

2 P: Ich bin 22 Jahre alt. Ich wurde am 24. August 1989 in A Coruña geboren.

3 E: Ok, perfekt. So machen wir jetzt weiter…

4 E: Was denkst du kulturell gesehen von deinem Land?

5 E: Ich weiß, es ist schwer zu beantworten – aber versuch es!

6 P: Ich glaube, dass Spanien eine große Lebensqualität hat. Zudem ist das Geschichte des Landes, bzw. die der Traditionen, sehr historisch.

7 E: Ok, danke. Wie siehst du denn die deutsche Kultur im Vergleich? Bitte gib mir doch einfach fünf adjektive, wörter…

8 P: Nur fünf Adjektive? (lacht)

9 E: Ja klar – oder mehr. Gerne!

10 P: Deutschland ist der Motor Europas. Deutschland ist ein Land das Integriert, sehr Industrialisiert – und wird stetig neuerfunden und modernisiert. Dies alles geschieht ohne seine regionales Traditionsgut zu vernachlässigen.

11 E: Nochmal zum Vergleich: Kannst du mir positive und negative Aspekte der spanischen Kultur nennen?

12 P: Spanien hat eine gefestigte Geschichte, während Deutschland eher in der Moderne gegründet wurde. Hm (überlegt), sicherlich kommt es manchmal so vor, als ob wir ein bisschen zurückgeblieben sind – oder, dass wir heruntergekommen sind. Deutschland ist im Gegensatz immer im Wandel.

13 P: Ist das zu lang?

14 E: Nein, bitte. Das ist sehr interessant, was du denkst…

15 E: Hast du Freunde oder Kontakte in Deutschland?

16 P: Ja. Ein Teil meiner Familie lebt dort und auch einer meiner besten Freunde studiert seit fünf Jahren in München. Zudem habe ich bei meinen Besuchen immer tolle Leute kennengelernt…

17 E: Noch einmal zurück. Was würdest du denn in Spanien ändern, wenn du könntest…?

18 P: Der falsche Nationalismus einiger Regionen, der alle anderen enorm isoliert, ausschließt…

19 P: Ah, zudem die Obsesion der aktuellen Gesellschaft, die katholische Vergangenheit zu leugnen.

20 P: Mir fällt noch ein: Das Schulwesen verliert immer mehr an Qualität und Niveau.

21 E: Das ist auch meine Beobachtung…

22 P: …und über alles die politische Klasse, welche komplett in Korruptionsfälle verstrickt zu sein scheint.

23 P: Generell…

24 E: Kannst du denn eine kulturelle Distanz zwischen Spanien und Deutschland erkennen? Und wenn es sie gibt – welche ist wohl die offensichtlichste?

25 P: Ich glaube ja! Es kommt mir vor, dass die Deutschen, die in öffentlichen Einrichtungen arbeiten, traditionell mehr Verantwortung zeigen als spanische Funktionäre. Das wirkt sich natürlich auch auf den Rest der Arbeiter aus.

26 E: Nenn mir dann doch bitte zwei Argumente, die für eine Migration sprechen würden – und zwei für einen Verbleib in Spanien! Ich bin gespannt auf deine Antwort…

27 P: Mit der Mentalität des deutschen Unternehmergeists, würde ich nach Spanien kommen, um den Markt weiterzuentwickeln und ihm nach dem deutschen Industrievorbild wachsen zu lassen. Dies würde auch einen Austausch beider sozialer Perspektiven mit sich bringen – wobei ich die spanische eindeutig favorisiere.

28 P: Und zudem…(überlegt)

29 P: …würde ich in Spanien bleiben, weil ich hier mit den Mitteln arbeiten will, die wir zur Verfügung haben. Ich will am Fortschritt der Industrie mitarbeiten…auf einem autonomen, bodenständigen Weg. Nicht alles was von außen kommt, muss besser als das sein, was wir hier haben.

30 P: Außerdem haben wir den Wischmop erfunden! (lacht)

31 E: (lacht) Ich bin gespannt, wo du am Ende landen wirst!

32 P: Wir haben das Potenzial, besser zu sein!

33 E: Was würdest du denn einer Person raten, die in Zeiten der Krise auswandern will, um ein neues Leben in einem anderen Land zu beginnen?

34 P: Hmm, also was ich versuchen würde: Als erstes das Internet nach Jobs absuchen, die Kultur des Ziellandes kennenlernen, was auch die Aneignung der Sprache mit sich bringt – und vor allem würde ich viel Kraft und Mühe aufwenden, um mich zu integrieren und im fremden Land Fuß zu fassen…

35 E: Klar, aber es ist wohl immer schwer, eine Sprache neu zu lernen, bzw. eine fremde Kultur anzunehmen…

36 E: 10. Reist du gerne? Welche Länder favorisierst du, bzw. welche Ziele steuerst du dann an?

37 P: Na klar! Zentraleuropa und Skandinavien: Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn und Schweden sind die Länder, die mich sehr faszinieren.

38 E: Hast du auch Kontakte nach Schweden?

39 P: Ja, dort wohnen zwei gute Freunde…außerdem noch eine schwedische Freundin, die mittlerweile aber zufälligerweise in Berlin studiert.

40 E: Achtest du auf deinen Reisen eher auf die Integration in die jeweilige Kultur, oder das Reisen in der Gruppe?

41 P: Nein, nein…je mehr ich die kulturellen Gewohnheiten kenne, desto besser. Das gibt dir einfach die besten Überraschungen. Vor allem das mit dem typischen Essen…große Gruppen sind oft Schuld, dass man sich irgendwann im Mcdonald verliert – dabei geht definitiv etwas Tolles verloren.

42 E: Danke! Jetzt zur letzten Frage…

43 E: Erachtest du es als wichtig, dich auf deinen Reisen verbal ausdrücken zu können bzw. die Landessprache zu sprechen?

44 P: Ich denke, dass das essenziell ist. Nicht unbedingt jetzt englisch reden, was das gemütlichste ist, sondern auch einfach mal ein „Kauderwelsch“ der jeweiligen Landessprache sprechen. Zumindest das wichtigste: Wie kann ich Sachen kaufen, oder im Notfall reagieren…

45 E: Genial...ich danke dir für deine Zeit und große Hilfe!

46 P: Es war sehr interessant, dank dir!