Benutzer:Falko Wilms/teachingphilosophy

Aus Wikiversity
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Meine Philosophy of Teaching[Bearbeiten]

Vorbemerkungen[Bearbeiten]

Meine Philosophy of Teaching formuliere ich hier aus den folgenden Gründen:

  • Meine Vorgehensweisen in der akademischen Lehre möchte ich hinterfragen (lassen).
  • Meine konkreten Lehrerfahrungen möchte ich reflektieren können.
  • Meine Grundpositionen zur akademischen Lehre möchte ich offenlegen.

Als öffentlicher Wissenschaftler freue ich mich, wenn in diesem Wiki auf der Diskussionsseite konstruktive Kommentare gleich welcher Art hinterlassen werden. Feedback ist jederzeit ausdrücklich erwünscht!


Vorstellungen über das Lernen[Bearbeiten]

  • Lernen meint grundsätzlich das Anwenden von Methoden, bei dem der Einzelne unter einem vorgegeben oder selbst organisierten Rahmen seine eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen erweitert, in dem gemachte Erfahrungen bewusst bedacht oder ein Lernstoff gezielt erarbeitet und verinnerlicht wird.
  • Lernen ist ein aktiver Konstruktionsprozess, der in einen sozialen Kontext eingebettet ist.
  • Ein guter sozialer Kontext für Lernprozesse bietet Möglichkeiten für eigenständige Denk- bzw. Konstruktionsleistungen aller Beteiligten.
  • Eigenständige Lernprozesse basieren darauf, dass sich die Beteiligten etwas bedeutsames mitteilen und aktiv zuhören.
  • Denkfehler ist nur das, was innerhalb der benutzten Denkprozesse widersprüchlich ist.
  • Gemeinsames Lernen benötigt Diskussion und Dialog in einem ausgewogenen Verhältnis.
  • In einer Diskussion werden beim Lernen Meinungen/Urteile dargelegt und mit dem Ziel verteidigt, sich in einer Entscheidung durchzusetzen.
  • In einem Dialog werden beim Lernen Denkprozesse (versprachlicht) dargelegt, um Phänomene/Fragen in ihrer Vieldeutigkeit zu verstehen, ohne sich auf etwas zu verständigen.
  • Qualität und Akzeptanz des gemeinsamen Lernens beruhen auf nachvollziehbaren, einander (sprachlich) zugänglich gemachten Denkprozessen.
  • Weil denken und sprechen aufeinander bezogen sind, ist ein großer, detailreicher Wortschatz für das Lernen von Vorteil.
  • Für das Erweitern des eigenen Wortschatzes ist hilfreich, viel zu lesen und sich oft mit Menschen zu unterhalten, mit denen man wenig gemeinsam hat.


Vorstellungen über die akademische Lehre[Bearbeiten]

Seit 1998 bin ich ein Hochschullehrer an der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbrin, Österreich, seit 2000 leite ich die dortige Studiengruppe für Organisations-Entwicklung und bin Mitglied des Department für Sozial- und Organisationswissenschaften.

Studieren an einer akademischen Hochschule ist für mich verbunden mit der Arbeit an eigenen Selbst- und Weldbildern. In diesem Rahmen läuft für mich das akademische Lernen darauf hinaus, eigenständig und eigenverantwortlich neue Facetten in bestehende eigene Vorstellungen zu integrieren. Hierbei ist das zwischenmenschliche Gespräch für mich das Bindeglied zwischen Menschen, gerade im Rahmen von zeitlich befristeten, zum Teil auch virtuell gestalteten Lernprozessen.

Als zentrale Aufgabe eines akademischen Lehrers für das Gebiet Organizational Behaviour sehe ich die Vermittlung einer soliden Basis von theoretisch fundierten, praktisch eingeübten sozialen und methodischen Kompetenzen, die für die Leitung von Organisationseinheiten nötig sind. Hierzu werden theoriegeleitete Inputs (Theoriebausteine, Konzepte, Modelle...) anhand möglichst aktueller Praxisbeispiele konkretisiert und durch Einzel- und Gruppenübungen in praktisches Erfahrung- und/oder Anwenderswissen überführt.

Über die Theorie sozialer Systeme und die Entscheidungstheorie sind die alle meine Lehrangebote konsistent miteinander verbunden.

Als Anhänger der Grundidee des inverted classroom werden meine Wikiversity-Kurse über das Portalprojekt Wiwiwiki Organisational Behaviour zusammengeführt. Ich erstelle Beiträge auf iTunesU und Beiträge auf meines YouTube-Kanal bereit.

Vorstellungen über einen Dozenten an einer akademischen Hochschule[Bearbeiten]

Ein Dozent hat meiner Meinung nach für die Studierenden gut einschätzbar zu sein. Dazu zählt für mich....

  • ... dass ich den Studierenden mit achtsamen Respekt begegne und sie ernst nehme.
  • ... dass ich in Kommunikationen trenne zwischen ich war dabei und ich habe gehört/gelesen.
  • ... dass ich Lehrveranstaltungen pünktlich beginne und beende.
  • ... dass ich nach Möglichkeit pro Treffen jedes angefangene Themengebiet beende.
  • ... dass ich immer auf E-Mails von Studierenden antworte.
  • ... dass ich meine Internetpräsenz aktuell halte.
  • ... dass ich verschiedene Wege der Evaluierung meiner Lehrangebote nutze.
  • ... dass ich Lehrangebote und Prüfungsanforderung aufeinander beziehe.
  • ... dass ich versuche, meine Lehr- und Arbeitsmaterialien auf dem neuesten Stand zu halten.
  • ... dass ich mich beobachtbar an Absprachen halte und dies von den Studierenden auch verlange.
  • ... dass ich Bewertungskriterien zur Notenfindung bekannt gebe und klar formuliere.
  • ... dass ich versuche, studentische Arbeiten schnellstmöglich und sorgfältig zu korrigieren.

.