Benutzer:O.tacke/Online-Marketing WS0910/Marktforschung und Strategie

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Textbearbeitung[Bearbeiten]

  • Netzwerke
  • Frage nach dem Wert des Netzwerkes
  • Jeder ist Sender jeder Empfänger
  • Nach Metcalfe gilt für die Anzahl aller Verbindungen zwischen den Netzteilnehmern bzw. , wenn man Verbindungen zwischen zwei Netzteilnehmern nicht doppelt zählt. Es ergibt sich für große Zahlen die Näherungsformel
  • 3 Behauptungen
    • Exponentiell (Metcalfesche Gesetz)
    • Linear
    • Zwischen Modell

Vorlesung[Bearbeiten]

  • Wozu braucht man Marktforschung (Folie 62)
  • Legendäre 5-D’s
  • Instrumente der Marketingvorschung
  1. eins Primärforschung
  2. zwei Sekundärforschung

Primärforschung

  • Befragung per Mail
    • Vorteile: Ergebnisse besser, schneller, bequemer, schnelle Auswertung
    • Nachteile: Unpersönlich (man weiß nicht wird den Fragebogen ausfüllt)
  • Befragung per WWW
    • Vorteil: Mediale Unterstützung, Zuverlässige Ergebnisse
    • Nachteil: Selbstselektion (Beispiel mit Mensa), Repräsentativität, Nur Leute die im Internet sind, dauert ziemlich lange

Wie kommt man außerdem an Informationen von Kunden?

  • Panels
    • Vor- und Nachteile s.Panels im Online Marketing
    • Einsetzten von Panels um Informationen über Konkurrenten oder anderen Personen zu bekommen (Folie: 73/74)
  • Verbesserung von Webseiten (Folie 78)

A/B – Test = es werden Leuten zwei Seiten von Internetseitengeschickt und geschaut welche Seite besser ankommt

Eye Tracking = Versuchspersonen bekommen einen Helm auf und es wird der Verlauf der Augen beobachtet um bei der Gestaltung von Plakaten zu helfen.

Mouse Tracking = hier wird die Bewegung der Maus auf der Internetseite verfolgt


Sekundärforschung

  • Internet
    • Suchmaschinen
    • Online Datenbanken

Vorteile der Online Marketingbefragung (Folie 82)

  • Zeitvorteile
  • Kostenvorteil
  • Reichweite
  • Hohe Rücklaufquote
  • Bessere Aufbereitung


Folie 85 und 86 war ich noch nicht wieder aus der Pause zurück

Sachziele

  • Definition ????*
  • Geschäftsmodelle im Internet
    • Die 4 C`s (siehe Tabelle Folie 87)
    • Unterscheidung zwischen
      • Pure Click (Nur durch klicken im Internet wird das Angebot angeboten)
      • Brick an Click (Kombination aus Internetshop und realem Laden)

Formalziele

  • Definition
  • Markteintritt
    • Marktselektion (Folie 90)

Welcher Markt passt zu mir dazu helfen die Attribute Identifikation, Bewertung und Auswahl. Hier gibt es aber die Gefahr, dass man sich zu sehr spezialisiert (Monokultur). Alles abdecken geht aber auch nicht, da es sehr Kostenintensiv ist. Nur große Konzerne haben die Möglichkeit.

  • Folie92-96 befasst sich mit dem 2. Text den wir zu heute lesen sollten*

Einzelne Stichworte

    • Head and Tail
    • System des „Long-Tail“ (WICHTIG)
    • Heute kann man viel schneller und einfacher Dinge erstellen
    • Die Vielfalt steigt
    • Es wird weniger Mainstream angeschaut und gehört
    • Schlussfolgerung: Nischenmärkte werden beim Markteintritt interessanter
      • Aufschwung von Nischenmärkten 3 regeln (Folie 97)
    • Einstieg erfolgt allerdings trotzdem noch
  • Wann tritt man in den Markt ein?
    • Führerstrategie -> Pioniergewinne abschöpfen, Standards setzen, u.U. Markteintrittsbarrieren aufbauen
    • Folgerstrategie -> aus den Fehlern der "Führer" lernen
  • Mit welcher Streuung tritt man in den Markt ein
    • Sprinklerstrategie
    • Wasserfallstrateigie
  • Tritt man allein oder zusammen in den Markt ein

Generische Wettbewerbsstategien (nach Porter)

  • Differenzierung -> Besonderheit in der Dienstleistung (z.B. Kundenservice) oder überdurchschnittliche Produkteigenschaften, die eine Unterscheidung zu anderen Firmen ermöglicht; allerdings aus Sicht des Kunden
  • Kostenführerschaft -> geringe Herstellungskosten ermöglichen einen geringen Preis am Markt; eine hohe Marktabdeckung ist möglich
  • Fokussierung -> Fokussierung auf z.B. auf ein extravagantes Design oder besondere Leistungen des Kundenservice; Kunden bezahlen u.U. freiwillig für diese Vorteile

Porter geht davon aus, dass sich Firmen auf eine Strategie festlegen müssen, da sie "zwischen den Stühlen" einen geringeren Profit haben. Dies gilt jedoch in erster Linie für die "Offline-Welt". Im Internet ist eine Mischung aus den Strategien möglich -> Hybridstrategie

Kommentare der Studierenden[Bearbeiten]

  • Beim nächsten Mal gibt es eine Übungsklausur.
  • Idee zur Aufbereitung des "Long Tail" Themas. Undzwar werden auf YouTube und anderen Internetseiten so eine Art Nachhilfe Videos bereitgestellt. Zumindestens kenne ich das von Schulischen Themen (Beispiel Mathe). Diese Videos dauern 2-3 min. Vielleicht könnten Sie, wenn es nicht zu viel Arbeit macht und der Eindruck bei Ihnen entstanden ist, dass wir das Thema noch nicht vollständig erfasst haben, was aufgrund der Uhrzeit auch seh schwer war, das Thema nochmal in einem kleinen Video zusammenfassen. Dies wäre so eine Idee in Richtung E-Learning.
    • Schöne Idee, so etwas wie "Video Learning Nuggets" oder "Wissen vor Acht". Muss ich sehen, wie man das in sinnvolle Portionen packen könnte und wann ich das noch unterbekomme. Noch besser wäre natürlich, wenn Sie selbst in kleinen Gruppen solch kurzen Videos zu einzelnen Themen (nicht nur dem Long Tail) erstellen. Man lernt oft am besten, wenn man anderen etwas erklärt. Sie müssten einzelne Dinge noch einmal nachlelesen, eine Portion auswählen und überlegen, wie man das am besten erklären und veranschaulichen könnte. Gibt es irgendwo ein ähnliches Prinzip in Jura? Gibt es eine gute Metapher oder Analogie, an der das verdeutlicht werden kann? Wäre auf jeden Fall eine sehr gute Vorbereitung auf die Klausur (Ich nenne es einmal ein mögliches Element von "LdL 2.0") --O.tacke 11:14, 17. Okt. 2009 (CEST)
  • Die Idee, dass Sie die Unterlagen erst nach der Vorlesung reinstellen finde ich keine gute Idee. Mit welchem Effekt? Die Meisten drucken sich die Folien aus und machen sich gleich Notizen darauf. Auch die Mitschrift ging um einiges leichter, weil man nochmal eine Seite zurückblättern kann um den Gesamtzusammenhang. Man weiß außerdem nicht genau was man mitschreiben soll und was nicht, gerade bei der Menge des Stoffes.
    • Das hätte ich gerne häufiger: Feedback von und Diskussion mit Ihnen! Der Nachteil ist genau der: Es wird das Mitschreiben und Auswendiglernen gefördert, nicht das Mitdenken und Lernen! Möglicherweise haben Sie Vorlesungen nie anders kennen gelernt, aber ich sehe darin keine Veranstaltung, um mein Wissen per Umweg über das Papier in Ihre Köpfe zu transferieren. Dann können Sie auch ein gutes Buch lesen und sich dann sogar Zeit, Ort und Portionen selbst einteilen. Das Wissen sollte gemeinsam konstruiert werden, nur so bleibt es dauerhaft hängen. Mit einem Frontalvortrag meinerseits und Mitschreiben Ihrerseits ist das nicht wirklich möglich. Vielleicht hätte ich mich auch klarer ausdrücken müssen: Ich habe nicht vor, wie gehabt vorzugehen und diesmal lediglich die Verteilung der Unterlagen vorab wegzulassen. Ich werde soweit wie mir bisher möglich ist (bin einerseits kein spannender Geschichtenerzähler und andererseits wie die Mehrzahl der Dozenten pädagogischer und didaktischer Laie und muss noch lernen) vom Frontalunterricht Abstand nehmen und nicht schaubildzentriert arbeiten. Aber einverstanden: Wenn Ihnen das mehr Sicherheit gibt, werde ich sehen, wo mir eine vorzeitige Herausgabe von Unterlagen sinnvoll erscheint. Ich bitte noch um ein wenig Geduld. Was den Stoffumfang angeht: Im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen ist das wirklich nicht viel. Aber wenn Sie nicht hinterherkommen, etwas nicht verstanden haben, teilen Sie mir das doch bitte einfach mit! --O.tacke 10:46, 20. Okt. 2009 (CEST)
      • OK dann lassen wir uns mal überraschen würde ich sagen, ich übrigens auch gut finden wenn sich noch andere Studenten an der Diskussion beteiligen. Weiß auch nicht warum das keiner macht. Kann eigentlich doch nur beiden Seiten helfen. Zum Punkt der Stofffülle hat sich aus dem letzten Semester ein Konzept bewehrt. Undzwar hatte da ein Teil der Studenten Marketing bei Herrn Kempe von der TU Braunschweig. Jener hatte auch einen großen Stoffberg zu beweltigen. Er hat dieses Problem mit zwei Punkten gelöst.
        • Er hat durch rote Stopschilder in der rechten oberen Ecker der Präsentation darauf aufmerksam gemacht welche Folien wichtig für die Klausur sind um den Stoff durchsichtiger zu machen. So kann man uns Studenten innerhalb der Volresung auch gewisse erholungsphasen geben. So gibt es dann manche Abschnitte wo man sich merh konzentrieren muss, weil man gleich weiß das es wichtig ist, und manche Abschnitte die zweitrangig sind wo man einfach nur zuhören kann.
        • Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass dann keine Studenten mehr zur Vorlesung kommen, weil sie wissen was dran kommt und was wichtig ist. Doch dem war nicht so, da es ein weiteres Mittel dagegen gab. Undzwar mussten die Studenten die Stopschilder selber einzeichnen (wo sie das tun mussten, das haben sie dadurch erfahren, dass sie in der Volresung waren). Zudem waren einige Folien mit Lücken versetzt. Sodass es nicht nützt sich die PPP aus dem Intranet zu ziehen. Sondern man musste in die Vorlesung kommen um die Lücken auszufüllen, da die Vollständigen Sätze in der PPP die Foliensätze waren, die der Dozent in der Volresung dann an die Wand geworfen hat. (Gut es gibt zwar immer Mittel und Wege an die Vollständigen PPP zu kommen aber naja...)
          • Allgemein sind das passable Ideen: Die Lücken auf diversen Schaubildern hatte ich ja bereits, die Stoppschilder könnte ich auch einführen. Aber hieße das nicht, dass einiger Stoff irrelevant ist und eigentlich auch weggelassen werden könnte? Dass die Beispiele zum Verdeutlichen sind und der Rest wohl gelernt werden sollte, kann man sich doch auch so denken. "Anwesenheitszwang", wenn den jemand tatsächlich für notwendig hält, stellt man dadurch höchstens für genau eine Person her: Die gibt die Info zu den Stoppschildern dann halt weiter. Nun gut, wenn es hilft, mache ich das. Aber auch hier als Warnhinweis: Sie sollen nicht stumpf die Folien auswendig lernen. Ignorieren Sie die Quellen in Stud.IP nicht, machen Sie sich Gedanken zum Thema (müssen Sie sowieso noch, soviel vorab). Das generelle Problem wird aber auch damit nicht gelöst, der Frontalunterricht. Der mag in einigen Fällen seine Berechtigung haben, grundsätzlich halte ich ihn aber für wenig sinnvoll. Wollen Sie das wirklich, 95% Redeanteil des Dozenten? Lernen Sie dabei wirklich etwas, oder könnten Sie das nicht auch zu Hause nachlesen??? --O.tacke 13:28, 20. Okt. 2009 (CEST)
  • Ich hab mir mal ein paar Gedanken zu den Fragen gemacht, die am Ende jedes Teilskripts stehen. Da ich bei der ersten Veranstaltung nicht anwesend war, kann ich nicht sagen in wie weit bereits darauf eingegangen wurde. Angesichts dessen was hier so steht, nehme ich mal an es wurde nicht rege darüber diskutiert. Nun meine Frage, sollte man dafür vielleicht einen neuen Inhaltspunkt aufmachen oder es einfach in den Vorlesungsordner schreiben? Vielleicht kann ja mal wer ein feedback geben ob das überhaupt sinnig ist.
    • Sorry, erst jetzt Antwort von mir. War den ganzen Tag auf einer Fortbildung. Also, die Frage ist auf jeden Fall berechtigt. Die Struktur hier müsste man gegebenenfalls noch einmal überarbeiten. "Sauberer" wäre es natürlich, wenn die Fragen bei der jeweiligen Veranstaltung ständen. Da findet die aber sicher niemand. Mein Vorschlag: Ich lege gleich auf der Hauptseite zur Vorlesung eine Rubrik "Offene Fragen" an, da können dann Fragen gestellt und gemeinsam beantwortet werden. Und prima, dass das mit der Mitschrift langsam anläuft! Finde ich gut. --O.tacke 18:45, 21. Okt. 2009 (CEST)
      • Ich muss ehrlich sagen, dass die Antwort nicht so richtig zufriedenstellend ist für mich, denn die Fragen sind für mich nicht offen...ich habe sie beantwortet und wollte jetzt nicht, dass mir jemand die Fragen beantwortet. Momentan hab ich das Gefühl, dass die richtige Sttruktur fehlt und alles irgendwie ein bissel verwirrend ist. Ist nur so ein Eindruck.
        • Mit "Offene Fragen" meine ich solche, die sich nach der Vorlesung erst ergeben (passiert ja häufiger) und vielleicht nicht beantwortet werden können. Wenn etwas verwirrend ist, das kann ja sein, was genau? A) Die Vorlesung? Den roten Faden habe ich zu Beginn vorgestellt und ist auch aus der Gliederung ersichtlich. Zu Beginn versuche ich, innerhalb der einzelnen Kurseinheit einen Überblick zu geben, z. B. die 4Ps am letzten Freitag zuerst noch einmal aufgeschlüsselt. Wenn das nicht genügt, bitte Bescheid geben. Wenn das alles nur als "unzusammenhängende Inhalte" rüberkommt, wäre das nicht gut. B) Die Website? Ja, die ist möglicherweise verwirrend, weil Sie Stück für Stück und nicht zentral gesteuert wächst; typisch für Wikis. Habe ja auch oben schon geschrieben, dass die Struktur hier überarbeitet werden müsste. Vorschläge? --O.tacke 12:09, 27. Okt. 2009 (CET)

Kommentare des Dozenten[Bearbeiten]

Vorab: Aufbau der Veranstaltung[Bearbeiten]

Als Vorbereitung dieser Veranstaltung soll zunächst der Artikel Briscoe, B.; Odlyzko, A.; Tilly, B. (2006): Metcalfe's Law is Wrong gelesen werden. Er behandelt das Thema Netzeffekte und soll den Stoff aus der vorangegangenen Vorlesung festigen. Als erstes werden Verständnisfragen geklärt, im Anschluss werden in einer Diskussion verschiedene Fragestellungen beleuchtet.

Es folgt das Thema Marktforschung, deren Grundbegriffe anhand einer Analogie zur Erstellung von studentischen Arbeiten vermittelt und durch praktische, lebensnahe Beispiele verdeutlicht werden. So hoffe ich, dem Stoff Relevanz für die Studierenden beimessen zu können.

Weiterhin sollte im Vorfeld der Artikel Anderson, C. (2004): The Long Tail gelesen werden. Er beschäftigt sich mit wesentlichen Punkten des "Long Tail"-Konzepts in konzentrierter Form. Auch hier werden zuerst Verständnisfragen geklärt. Danach sollen die Studierenden mit eigenen Worten erklären, was Chris Anderson aussagt. Stück für Stück kann dadurch gemeinsam erarbeitet werden, wo die Unterschiede zur traditionellen Ökonomie liegen und welche Faustregeln sich für bestimmte Bereiche der Internet-Ökonomie ableiten lassen. Hier möchte ich schon vereinzelt auf "Lernen durch Lehren" hinarbeiten. Auch wenn ich noch moderiere, soll durch das Abfeuern von eigenen und Aufnehmen von anderen Ideen Wissen enstehen.

Aufbauend auf den Resultaten sollen weitere strategische Konzepte vorgestellt werden. Auch hier ergeben sich wieder Unterschiede zur traditionellen Ökonomie, die es aufzudecken gilt.

Hinterher[Bearbeiten]

Gut gefallen hat mir, dass die gemeinsame Mitschrift hier nicht gänzlich auf Ablehnung trifft. Habe noch einmal deutlich gemacht, dass es nicht darauf ankommt, gleich eine perfekte Fassung abzuliefern - dass bei Wikis die Fehlerkorrektur durch andere und schrittweise Verbesserung ganz normal ist. Bin gespannt, ob es nun anläuft. Sonst habe ich als Anreiz noch das Video der Bildungsexpedition in Hassfurt im Angebot, wo Sechstklässler zeigen, dass sie schon souverän mit Wikis umgehen können...

Mit dem Marktforschungsteil war ich mit mir halbwegs zufrieden. Einige Dinge müsste ich aber noch überarbeiten; mehr Beispiele wären sicher nicht schlecht, dafür kann man auf ein paar Sachen möglicherweise verzichten. Gut war es auf jeden Fall, einmal live an einer Website zu zeigen, was bereits mit einer Logfile-Analyse alles möglich ist. Die Mitarbeit der Studenten war prima.

Unzufrieden war ich mit dem Strategie-Teil. Der ist recht abstrakt, und die Inhalte habe ich wohl nicht wirklich gut erklärt. Fehlte auch der passende Aufhänger, wie ich im Nachhinein finde. Mein geplantes Konzept für den "Long Tail" ging nicht auf, weil der Hausaufgabentext nicht verstanden worden war, siehe unten. Für den Strategie-Teil muss ich mir künftig auf jeden Fall etwas einfallen lassen. Eine gute Idee habe ich momentan noch nicht.

Was mir heute sehr störend aufgefallen ist, war die Anordnung der Tische - von vornherein auf Frontalunterricht ausgelegt, wie sollen da Diskussionen entstehen?

Für Rückmeldungen und Vorschläge von studentischer Seite bin ich natürlich dankbar! Ein Stück weiter oben wäre ein guter Platz dafür.


Probleme, die sich heute offenbart haben:

Der Zeitpunkt der Vorlesung

Die Veranstaltung findet als Doppelvorlesung ab 16:00 an mehreren Freitagen statt. Die Motivation hält sich bei den Teilnehmern daher verständlicherweise zu Beginn schon in Grenzen. Anfangs waren die Aufmerksamkeit und die Beteiligung noch erfreulich hoch, spätestens ab 18:00 scheint aber trotz Pause die Luft einfach raus zu sein - sowohl bei den Studenten als auch bei mir. Die Konzentrationsfähigkeit sinkt auf beiden Seiten, meine Beiträge werden schlechter und meine Fragen laufen ins Leere. Heute lag zudem das abstraktere Thema "Strategie" in der zweiten Hälfte. Das war ein klarer Fehler. Entweder hätte ich das anschaulicher rüberbringen müssen oder gleich mit dem eingängigeren Thema "Marktforschung" tauschen sollen. An der Uhrzeit ist leider nichts mehr zu ändern, andere Lösungen müssen her. Bloß ein paar Ideen:

  • Inhalte nach Komplexität sortieren, siehe oben. Das hälfe sicher, zerrisse dafür aber möglicherweise die logische Struktur bzw. den roten Faden. Müsste nachträglich hergestellt werden, damit die Sachen im vorhergesehenen Kontext verstanden werden. Ist wahrscheinlich schwierig, aber niemand hat behauptet, gute Lehre sei einfach.
  • Eher Schluss machen und Stoff zu Hause lesen lassen. Müsste man beispielsweise per E-Learning begleiten, um Verständnisprobleme zu beseitigen. Hier müsste ich für geeignetes Material sorgen, das die Inhalte geeignet verzahnt und transportiert. Könnte klappen, wäre aber eine gehörige Portion Arbeit, das in der Kürze der Zeit vernünftig vorzubereiten. Würde auch bedeuten, dass sich einige erst mit ihnen fremder Technik auseinandersetzen müssten - wäre auf jeden Fall ein Beitrag zur Entwicklung von Methodenkompetenz. Problem könnte sein, dass die FH das nicht zulässt. An der TU wird E-Learning nicht als Ableistung der Lehrverpflichtung angerechnet.
  • Zuvor genanntes zusätzlich. Ginge, bedeutete aber für beide Seiten zusätzlichen Aufwand.

Englische Texte

Zur Nachbereitung der letzten Vorlesung und zur Vorbereitung auf die heutige hatte ich zwei englische Texte ausgegeben - in der BWL kommt man ums Englische nicht herum. Offenbar gab es aber größere sprachliche Probleme, von denen ich erst zu Beginn der Veranstaltung erfuhr - mein geplantes Konzept musste ich daher kippen und improvisieren. Beim Thema Netzeffekte glückte das meiner Ansicht nach noch halbwegs dialogisch und ganz gut mit Nutzung der Tafel, beim Long Tail fiel mir spontan allerdings nicht viel ein. War leider sehr frontal. Da muss ich mir noch etwas zum Nachbessern einfallen lassen, denn das Thema ist wichtig.

Umfang der Schaubilder

Ich stelle umfangreiches Material zur Verfügung, zum Beispiel aktuelle Artikel zum Thema und auch alle Schaubilder, die ich verwende. An der TU werden gedruckte Skripte über Studienmittel finanziert (sinnlose Umverteilung, man könnte den Studenten auch gleich weniger Geld abnehmen, statt es ihnen zurück zu geben), an der FH gibt es das nicht. Die Kopien gehen ins Geld. Meine Spontanlösung, wenn wohl auch nicht die beste: Mehrere Seiten auf ein Blatt drucken, Literaturangaben und Quellennachweise nicht mit ausdrucken. Passende Lehrbücher, die ich alternativ empfehlen könnte, gibt es auch nicht - der Stoff ist teilweise zu aktuell und kommt in der Kombination auch nicht vor. Die Bücher müssten zudem auch gekauft oder ausgeliehen werden. Könnte ein Skript verfassen, aber dann ginge der Stundenlohn für den Lehrauftrag wohl gegen Null und auf kurze Sicht wäre das auch nicht machbar. Möglicher Ausweg: Gemeinsame Mitschrift an dieser Stelle, dann muss weder jeder alles ausdrucken noch alles mitschreiben. Dann könnte man sich auch viel besser auf Diskussionen einlassen!

Unsicherheit

Zu Beginn meiner Foliensätze erläutere ich die Lernziele für jede Vorlesung, am Ende gibt es Kontrollfragen. Die sind wohl noch zu weit gefasst, denn sie sorgen offenbar eher für Unsicherheit. Kommende Woche wird der allgemeine Teil zum Online-Marketing abgeschlossen. Werde diesen Einschnitt nutzen, um eine Probeklausur zu erstellen, die zu Hause bearbeitet werden kann. Werde vermutlich zusätzlich eine Art Bearbeitungsvorschlag basteln, aus dem der Erwartungshorizont hervorgeht und klar wird, wo Reproduktion gefordert war, wo Transfer, usw.