Benutzer Diskussion:Jeanpol/Vortrag2018

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Wilhelm Unrau, on 13. November 2018 at 11:26 said:[Bearbeiten]

Anmerkungen zum Konzept

„Seit einigen Jahrzehnten haben die Gehirnforschung und die positive Psychologie neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des Menschen gewonnen. Auf dieser Grundlage ist es möglich, ein neues, weltweit konsensfähiges Modell vorzuschlagen, auf das sich alle gesellschaftlichen Akteure beziehen können.“

Stimmt, sie können sich darauf beziehen. Und damit sie es tun, ist der Hinweis sinnvoll, dass es möglich ist, es tun zu können. Was aber, wenn sie es nicht wollen, wenn die bisherige Erkenntnislage den allgemeinen Interessen entspricht?

Die Frage stellt sich mir so: ist es einfach nur ein Erkenntnisproblem, dann würde jede neue Erkenntnis unmittelbar diese umsetzende Handlungen auslösen. Analog zur Industrie: jede Innovation wird sofort (und muss dies) eingesetzt werden, wenn sie der Rationalisierung des Prozesses und der Steigerung des Ergebnisses dient. Wenn es sich hier allerdings um ein Interessenproblem handelt, stellt sich die Frage anders. Man müßte sich fragen, wer hat ein Interesse daran, dass sich etwas ändert im Hinblick auf Glück und Selbstbestimmung und wer hat genau daran evtl kein Interesse. Wobei wir dann wieder bei der Frage wären, wer sich durchsetzen kann, also bei der Machtfrage.

Allerdings ohne eine Veränderung der Erkenntnislage wird die Frage nach Möglichkeiten und / oder Notwendigkeiten von Veränderungen nicht gestellt.

„Die wertvolleren Freuden werden dem Bereich des Denkens zugeordnet.“, kann man eigentlich in dieser Weise trennen zwischen Körper und Geist oder besser zwischen Materie (wie es verallgemeinernd und verschleiernd heißt) und Geist?

„…dass die Menschen aufgrund der neuen Kommunikationsmöglichkeiten weltweit in raschen und stabilen Interaktionen treten können, wie dies Milliarden von Neuronen im Gehirn tun.“, das in der Tat ist eine absolut neue Situation. Menschen können weltweit in rasche und stabile Interaktionen treten – was das Ende Einwegkommunikation bedeutet. Um diese Möglichkeiten nutzen zu können, wäre die Realisierung des obigen Modells sinnvoll und notwendig, geradezu eine Voraussetzung. Die Frage stellt sich, was hindert die Verwirklichung, wo doch die Notwendigkeit erkannt ist?

jeanpol, on 13. November 2018 at 11:40 said:[Bearbeiten]

Vielen Dank für Ihre konstruktive Reaktion.

„Allerdings ohne eine Veränderung der Erkenntnislage wird die Frage nach Möglichkeiten und / oder Notwendigkeiten von Veränderungen nicht gestellt.“

  • So ist es. Als Aktionsforscher habe ich nur eine Wahl: für mein Konzept zu werben. Nach Popper wird sich erweisen, wann mein Konzept falsifiziert wird.

„kann man eigentlich in dieser Weise trennen zwischen Körper und Geist oder besser zwischen Materie (wie es verallgemeinernd und verschleiernd heißt) und Geist?“

  • Die „wertvollen Freuden“ sind Adrenalin- und Hormonausschüttungen. Ich trenne also nicht zwischen Materie und Geist.

„Die Frage stellt sich, was hindert die Verwirklichung, wo doch die Notwendigkeit erkannt ist?“

  • Wir brauchen nur ein bisschen Geduld. Und die habe ich. Bevor solche Gedanken sich verbreiten, dauert es ein paar Jahrzehnte. Wenn man Glück hat! 🙂