Wir zeigen, dass jedes Treppenintegral zu einer unteren Treppenfunktion bis auf jeden vorgegebenen Fehler
durch das Treppenintegral zu einer äquidistanten unteren Treppenfunktion angenähert werden kann, woraus die Aussagen folgen. Es seien
die Intervallgrenzen und sei
-

eine Unterteilung des Intervalls mit einer unteren Treppenfunktion
mit den Werten
auf dem Teilintervall
. Es sei
der maximale Wert von
und es sei
eine untere Schranke von
und von
. Es sei
so gewählt, dass
-

ist. Wir betrachten die äquidistante Unterteilung von
mit
Teilintervallen
,
,
und wir betrachten darauf die Treppenfunktion
, die folgendermaßen definiert ist.
-
![{\displaystyle {}s{|}_{I_{j}}=s_{j}={\begin{cases}d,{\text{ falls es ein }}a_{i}\in I_{j}{\text{ gibt}},\\t_{i},{\text{ falls }}I_{j}\subseteq ]a_{i-1},a_{i}[{\text{ für ein }}i\,.\end{cases}}\,}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/e65bf8c4fe403e8099c51af8d960c3d0c744a826)
Damit ist
und
stimmt in jedem Punkt
mit
überein oder hat den Wert
, letzteres kommt aber nur auf höchstens
äquidistanten Teilintervallen vor. Daher gilt für die Differenz der beiden Treppenintegrale die Beziehung
-

wie gefordert.