Kolloquium Psychologie

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Willkommen im Kolloquium „Psychologie“!

Dies ist der Platz für Fragen und Diskussionen rund um das Themengebiet „Psychologie“ im Fachbereich Psychologie.

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Was nun?[Bearbeiten]

Meine Freundin ist ein Wiki!!! Wie soll ich damit umgehen bitte helft mir!!! ––195.93.60.33 16:31, 29. Dez. 2006 (CET)

Da gehst Du am besten zum Arzt; hier kann Dir leider keiner helfen ;-) --Frank Schulenburg 16:44, 29. Dez. 2006 (CET)
...lieber Benutzer Benutzer:195.93.60.33. Als erstes solltest du dir mal eine andere IP-Adresse zulegen um dich durch eine eigene Individualität auszudrücken. Wenn du auch ein "Wiki" (wie Sie) werden willst, musst du dich ganz in ihre Wikiwelt einfühlen: also mitmachen bei den Wikis, bis du durch spezielle Initationsriten vollständig aufgenommen wirst. Falls du irgendwann mal wieder auf diese Seite (kann ja sein) stossen solltest, bist du immer noch "wikiabhängig" :-)...(grins)--WandelndesWenn 11:46, 13. Sep. 2008 (CEST)

Sprachverarbeitung[Bearbeiten]

Tach, mal wieder.

Mich würde mal interessieren, was die moderne Psychologie zum Thema "Sprachverarbeitung im Gehirn" zu sagen hat, wäre mal nett, wenn ein Fachkundiger mal Kontakt zu mir aufnehmen könnte (hier oder auf meiner Benutzerseite). Mit geht es vor allem um die Frage, wie hören /sprechen im Gehirn verarbeitet wird und dabei hauptsächlich, ob das linear passiert oder cluster-weise. Wie sehen aktuelle Forschungsergebnisse diesbezüglich aus? Gruß--elis 13:42, 4. Feb. 2007 (CET).


Hallo Patrick,

Die sprachrelevanten Funktionen sind im Gehrin am stärksten lateralisiert und lokalisiert. Lateralisierung heisst, dass eine Hemisphäre in bezug auf eine Funktion dominanter ist, als die andere. Lokalisation bedeutet hingegen eine intrahemisphärale Dominanz. Die Sprache ist fast immer links lateralisert. Der wichtigste Forscher, dem wir heute so einiges verdanken, war Paul Broca. Nach ihm ist das berühmte Broca-Areal im linken lateralen präfrontalen Cortex benannt. Dieses Arteal soll für die Sprachproduktion zuständig sein. Das sogenannte Wernicke Areal (im linken Planum temporale) ist für das Sprachverständnis zuständig.

Wenn wir uns unterhalten, hören wir den Gegenüber.Die neuronalen Signale werden durch den Hörnerv zum primären auditorischen Cortex gebracht. Um die auditorischen Codes zu verstehen werden die ins Wernicke Areal weitergeleitet.Das Wernicke Areal leitet durch Fasciculus arcuatus weiter ins Broca Areal. Die neuronale Repräsentation der Antwort (im Gespräch) wird dann in den primär motorischen Cortex im Gyrus präcantralis geleitet, der die Gesichts- und Kehlmuskulatur aktiviert, um die Wörter auszusprechen.

Beim Lesen ist es etwas anders. Die wahrgenommene visuelle Information (Proximale Reize) wird durch den Sehnerv kontralateral durch Chiasma opticus in den Lobus occipitalis gebracht. Die visuellen Codes werden im Gyrus angularis in auditivie Codes übersetzt. Und dann wie beim Gespräch Wernicke Areal-Broca Areal-Motorischer Cortex. Diese Model heisst das Wernicke-Geschwind-Modell und ist in der heutigen Neurowissenschaft imstritten. Das Hauptgegenargument ist die Tatsache, daß das menschliche Gehirn nicht so gradlinig und sequenziell funktioniert. Der Neocortex ist ein riesiges Geflecht von Nerven- und Gliazellen, leistungsfähiger und komplexer als alle Computer der Welt zusammen.

Aber durch spätere Forschungen mit funktionellen bildgebenden Verfahren konnte festgestellt werden, dass das Wernicke-Geschwind-Model in seiner sequenziellen Form nicht funktioniert.Stimulationen der Orte, die zu einem völligen Sprachverlust führten, waren weiträumig über den temporalen, frontalen und parietalen Cortex verteilt und beschränkten sich nicht die Wernicke-Geschwind-Areale, aber Stimulationen in der rechten Hemisphäre führten nie zu Sprachbeeinträchtigung(Penfield und Roberts,1959). --81.173.143.191 01:36, 12. Feb. 2007 (CET)

Hallo Du, unbekannter Weise
Danke für die sehr ausführliche Antwort. Aber eine Frage noch, hättest du evtl. noch mehr (bzw. genauere) Literaturverweise? Auch modernere? Danke schonmal, Grüße --elis 04:37, 14. Feb. 2007 (CET).
Hi Patrick,
solche Infos findest du in allen biopsychologsichen Lehrbüchern, z.B. Biopsychologie, J. Pinel (2001), Pearson; Biologische Psychologie, Birbaumer& Schmidt (2006), Springer; Neuropsychologie, Karnath & Thier (2006), Springer.
Interessant für dich könnte sein: Sprache und Gehirn, Hermann & Fiebach (2004)Fischer, Ffm (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 81.173.187.80 (DiskussionBeiträge) 22:01, 18. Feb. 2007)


Relationale Aggression[Bearbeiten]

Hi!

Meine Frage: Wie tritt man relationaler Aggression entgegen ohne selbst direkte oder relationale Aggression anwenden zu müssen? - Setting: am Arbeitsplatz, Kollege ist mit sich unzufrieden und versucht mithilfe relationaler Aggression andere auch unzufrieden zu machen. Zep 23:31, 1. Jun. 2007 (CEST)


Willst du dem Herrn Kollegen helfen oder willst du nur die Aggressionen abwenden?

zu Punkt eins: Finde die Ursachen, biete dem Herrn Kollegen an einen Ursachenplan zu erstellen und arbeite mit ihm die Punkte ab, an denen er deprimiert und unzufrieden wird. Finde mit ihm rauß, warum er genau in solchen Situationen Aggressionen hat und zeige ihm andere Wege auf. Gute allgemein bekannte Weißheit: Ein Freund hilft meist mehr als ein Psychologe. Du musst dich ein wenig auf ihn einlassen, natürlich ohne selbst zuweit herunter gezogen zu werden. Es ist wichtig mit ihm einen Plan auszuarbeiten, den er anwenden kann, wenn es zum Ernstfall "relationale Aggression" kommt. Wenn er Punkt A spürt, muss er Plan A anwenden, wenn es zu Punkt B kommt kann er mit Plan B kontern. Somit fallen alle akuten Ausfälle aus.

zu Punkt zwei: Eine fiese meist hilfreiche Methode: überspitzt zynische Kommentare gegenüber dem Herrn Arbeitskollegen, die ihm sein Handeln und die Ursache dessen aufzeigen, so dass er die Lust an den Aggressionen verliert und eher in eine depressiv monotone Reaktion verfällt. Dies solltest du aber wirklich nur anwenden, wenn du merkst, dass er kurz davor ist die "Grenze" zu überschreiten, sozusagen als Nothebel bevor etwas für ihn und andere noch schlimmeres passiert. Sonst hilft es meist auch einfach kurz den Raum zu verlassen, wenn du spürst, dass er sich innerlich wieder hochspielt. Dann sieht er den Weg der Aggression nicht und kann in eine Phase gesteigerte Konzentration verfallen, somit die negative Energie positiv benutzen. Oder du sprichst ihn in solchen Situationen direkt an und fragst ihn, was es ihm bringt, warum er es tut. Oft wird auch nur hilfe gesucht. Ich hoffe mein Beitrag konnte ein wenig helfen. Asylum 22:03, 16. Jun. 2007 (CEST)

Hi Asylum, danke für deine Antwort.

Meine Motivation: Ich will die unangebrachte relationale Aggression unterbinden um das gesamte Arbeitsklima zu verbessern. Genauer: von diesem Kollegen provozierte Streitigkeiten abpuffern - und in Folge davon wahrscheinlich wenn es gelingt (diese provozierten) ganz verschwinden zu lassen. Zep 22:17, 17. Jun. 2007 (CEST)


Hi!

Ich möchte hier nur noch etwas einfügen, eine kleine Beobachtung aus meinem Leben, sozusagend. Da ich doch einige Zeit damit verbracht habe über Aggressionen und deren Folgen usw,... nachzudenken und auch des öfteren (leider) relationale Agression und provozierendes Verhalten erleben mußte ( aufgrund meiner Arbeit), bin ich für mich zu dem Schluß gekommen das man, wenn ein Streit seinen Anfang nimmt, jegliche bekannte Theorie zum unterdrücken der aufsteigenden Aggression anwenden kann, aber das in 97% keine davon zum Erfolg führen wird. Damit meine ich , um es derb auszudrücken: Wenn dich wer wirklich provozieren will, haste fast keine Chance ( 3%) dem zu entkommen. Ich denke das jeder für sich einen Weg oder eine Lösung (er-)finden sollte, mit der er Aggressionen welcher Art auch immer , entgegentritt. Weiters denke ich, das in diesem Fall auch eine gehörige Portion Lebenserfahrung zum Erfolg verhilft. Ich hoffe das ich euch eine kleine Anregung zum Denken gegeben habe, in diesem Sinne,... bis die Tage; Ciao! (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 85.124.9.13 (DiskussionBeiträge) 09:20, 28. Apr. 2008)

Kognitive Psychologie[Bearbeiten]

Hallo! Ich werde in einem Monat zum Thema Kognitive Psychologie Schwerpunkt Problemlösen geprüft, habe das Buch von John R. Anderson: "Kognitive Psychologie" für die allgemeine Prüfung, zum Schwerpunkt habe ich allerdings noch keine gute (leicht verständliche) Literatur gefunden. Könnt ihr mir etwas empfehlen? Eventuell auch einen Aufsatz zum besseren Verständnis? Ich wäre euch sehr dankbar, ich tu mich sehr schwer mit dem Thema. LG, nic.

Hallo nic.! Meine Empfehlung wäre dieses Lehrbuch, was sich übrigens auch zum Selbststudium bestens eignet: »Einführung in die Kognitionspsychologie« von P. Banyard u. a., vom Ernst Reinhardt Verlag München Basel, ISBN 3-8252-8086-1 (UTB-Bestellnummer: "UTB für Wissenschaft"), Ausgabe aus dem Jahr 1995. Vielleicht gibt es aber auch schon eine neuere Auflage.--WandelndesWenn 12:44, 13. Sep. 2008 (CEST)

Hallo "WandelndesWenn" :D Danke! Ich werd es mir am Montag abholen und mal reinschauen. Es gibt, jedenfalls in unserem OPAC- System, nur die Ausgabe von 1995. Ist aber voll okay, es geht mir ums Verständnis, dafür wird es hoffentlich reichen ;) LG, nic.