Kolloquium Religionswissenschaften

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Willkommen im Kolloquium „Religionswissenschaften“!

Dies ist der Platz für Fragen und Diskussionen rund um das Themengebiet „Religionswissenschaften“ im Fachbereich Religionswissenschaften.

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Begrüßungsgedanke[Bearbeiten]

Habe meinen Begrüßungsgedanken bei Einrichtung des Fachbereichs doch mal besser hierher gestellt - vielleicht kann sich nicht jeder damit identifizieren.

"Wir bewegen uns hier im Spannungsfeld von äußerst segensreichen Auswirkungen religiösen Denkens und Fühlens einerseits, aber andererseits auch von großen Gefährdungen für die mentalen Funktionen von Individuen und Gruppen, die durch religiöses Gedankengut und problematische Formen von Religionsausübung erzeugt werden können.
In diesem Spannungsfeld in freier, sich selbstorganisierender Zusammenarbeit Erkenntnisse zu gewinnen und zu vermitteln ist ohne Frage ein wichtiges und spannendes Projekt." --Almeida 14:24, 22. Sep 2006 (UTC)

Religionswissenschaft - Theologie[Bearbeiten]

Soll es mal einen eigenen Fachbereich Theologie geben oder sollte man den ganzen Fachbereich in Religionswissenschaft und Theologie umbenennen? (Ich muss zugeben, dagegen spricht, dass Theologen - vor allem die abseits des Mainstream - und Religionswissenschaftler sich doch öfter mal bashen.) --Steffen 08:43, 27. Sep 2006 (UTC)

Hallo Steffen, schön dass Du zu uns gestoßen bist. Ich wäre für Zusammenlegen - schließlich beschäftigen sich Theologen und Religionswissenschaftler (ich sag mal vorsichtig: im weitesten Sinne) mit der gleichen Sache... Zudem bietet ein gewisses Spannungsfeld Gewähr für anregende Diskussionen, und gemeinsames Nachdenken über den eigenen Tellerrand hinaus sollten wir uns bei Wikiversity zum Prinzip machen, imho. Nicht zuletzt wären wir dann immerhin schon zu zweit. Gruß, --Almeida 09:43, 27. Sep 2006 (UTC)
Von mir aus: gerne. --Steffen 12:42, 29. Sep 2006 (UTC)
Beschlossen. Nennen wir ihn "Theologie und Religionswissenschaften" oder "Religionswissenschaften und Theologie"? --Almeida 14:01, 29. Sep 2006 (UTC)
Ich würde vom Allgemeinen zu Speziellen sagen, also "Religionswissenschaften und Theologie" --Steffen 11:46, 30. Sep 2006 (UTC)
Könntest Du Dich auf der Fachbereichshauptseite als Mitglied eintragen? Dann können wir einen offiziellen Beschluss fassen und die entsprechenden Änderungen vornehmen... :-) --Almeida 12:15, 30. Sep 2006 (UTC)

Zusammenführung der Bereiche Religionswissenschaften und Theologie[Bearbeiten]

Die Fachbereichsmitglieder haben sich nach eingehender Diskussion (s.o.) darauf verständigt, eine Zusammenführung der Fachrichtungen "Religionswissenschaften" und "Theologie" in einen einzigen Fachbereich anzustreben, der dann "Fachbereich Religionswissenschaften und Theologie" heißen soll.

Begründung:

  • Beide Fachrichtungen behandeln den gleichen Gegenstand (im weiteren Sinne), wenn auch unter verschiedenen Perspektiven.
  • Wikiversity will interdisziplinäre Zusammenarbeit und Betrachtungsweisen fördern, nicht jedoch eine weitgehende organisatorische Zersplitterung und Zergliederung in einzelne Fachbereiche.
  • Dem Einwand, Religionswissenschaftler und Theologen würden dazu neigen, sich gegenseitig zu bashen, wird entgegengehalten, dass sie hier lernen können, ihre Meinungsunterschiede auf fruchtbare Weise in anregende Diskussionen umzusetzen.

Es wird vorgeschlagen, nach dieser Beschlusslage zu verfahren, wenn dem nicht innerhalb einer Woche von mindestens zwei weiteren Fachbereichsmitgliedern widersprochen wird. --Almeida 14:27, 1. Okt 2006 (UTC) :-)


Finde das jetzt etwas schwieriger, nachdem es jetzt den Fachbereich Philosophie und Religionswissenschaften gibt - heißt das dann eine neue Abspaltung (mein Favorit, oder soll da ein „Fachbereich Philosophie, Theologie und Religionswissenschaften“ draus werden (die Reihenfolge jetzt mal frei bleibend)? --Steffen 09:38, 2. Okt 2006 (UTC)
War nur ein Irrtum von Exxu - hat er bereits korrigiert. Die Frage ist allerdings, ob wir die Fachbereichshauptseite so haben wollen - also mit zwei getrennten Kolloquien und Mitgliederlisten? Was meinst Du? --Almeida 09:57, 2. Okt 2006 (UTC)
Die getrennte Aufführung der Kolloquien war nur so eine Idee von mir, da die Seiten ja einzeln existierten. Wenn ihr eine gemeinsame Kolloqiumsseite bevorzugt, dann verschiebt sie einfach auf die gemeinsame Bezeichnung. --Exxu 10:05, 2. Okt 2006 (UTC)
Hab ich auch schon überlegt, denke aber dass getrennte Kolloquien eine Chance sein können, die Übersicht irgendwann mal besser zu gestalten - ich könnte mir auch Kolloquien „Islamische Theologie“ oder „Systematische Theologie“ vorstellen - solange wir natürlich zu zweit sind, erscheint mir das, wie mit den Kanonen und den Spatzen... --Steffen 10:36, 3. Okt 2006 (UTC)

Hallo, vielleicht ist in diesem Projekt "Musik drin".Ich verfolge zunächst mal die ersten Entwicklungen. Wo ich mitwirken könnte, falls erwünscht, dürfte klar sein. Vielleicht findet man hier mehr Ruhe und fachliche Austauschmöglichkeiten.--Orientalist 17:47, 19. Okt. 2006 (CEST)

Hallo, Orientalist e.a., der Auftakt dieser Musik ist längst verklungen. Nach einem Jahr steht die Definition Religionswissenschaft noch immer auf schwachen Füssen. Sie stützt sich auf den theologischen Begriff Erlösung. --Rolf Schulte 00:39, 20. Nov. 2007 (CET)

XXXXXXXXXXXXX Getrennt denken, gemeinsam diskutieren XXXXXXXXXXXXXX Es folgen die Diskussionsbeiträge aus Kolloquium_Religionswissenschaft in Kopie: --Wikiwau (Diskussion) 18:24, 28. Nov. 2012 (CET) (Fachfremder)

Definition[Bearbeiten]

Die Religionswissenschaft ist der Versuch, das menschliche Bemühen um Erlösung zu erfassen, zu dokumentieren und nachvollziehbar zu machen. Ausgangspunkt ist immer die Anstrengung des Menschen (im Gegensatz zur christlichen Lehre, in der sich Gott um den Menschen bemüht hat). (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 62.214.101.33 (DiskussionBeiträge) 07:55, 16. Mai 2007)

Für mich ergibt sich damit der Schluß, dass es sich bei alttestamentarisch basierten Monoteismen nicht um Religionen im hier vorhandenen wissenschaftlichen Sinne handelt. Ist das nicht ein wenig gewagt, gleich drei Weltreligionen den wissenschaftlichen Anspruch in Abrede zu stellen? --Heuerli 17:43, 15. Jan. 2008 (CET)

Fachlich gesehen ergibt sich die Frage nach der allgemeingültigen Definition von der Religionswissenschaft. Ist Religionswissenschaft nun die Wissenschaft von der Religion (was ein Einheitliches Phänomen "die Religion" mit einer allumfassenden Definition dessen was Religion nun wirklich ist erfordern würde - die gleichzeitig alles nicht-Religiöse oder säkulare Ausklammert) oder von den Religionen (wodurch sich automatisch ein eher empirischer Zugang zu Fragestellungen wie sie die faktische Existenz verschiedener Religionen mit ihrer je eigenen Lehre, Tradition und liturgischem Überau aufwirft ergibt. Eine Definition von "der Religion" die gleich drei Weltreligionen ausklammert, wäre augenscheinlich nicht dazu geeignet im religionswissenschaftlichen Diskurs angewandt zu werden - aber um die ging es ja in der einleitenden Definition nicht. Es ging - soweit ich den Satz verstehe - eher darum, die Religionswissenschaft von der Theologie soweit abzugrenzen, als daß klar gesagt wurde: Ansatzpunkt unseres Fragens und Forschens ist eben weder eine heilige Schrift als Erkentnnisquelle religionswissenschaftlicher Bemühungen - sondern der Mensch als die Religion praktizierendes Individuum. Zeitipower, 01:59, 25. Jan. 2010 (CET)

Definition (Vorschlag Nr.2)[Bearbeiten]

"Religion ist die im Erkennen, Denken, Fühlen, Wollen und Handeln betätigte Überzeugung von der Wirksamkeit persönlicher oder unpersönlicher transzendenter Mächte." (Helmuth von Glasenapp,Die fünf Weltreligionen, Diederichs 2001)

Religionswissenschaft ist der Erwerb neuen Wissens über Religion durch methodische Suche nach neuen Erkenntnissen und ihre Darstellung in wissenschaftlicher Form. Sie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, welche alle Einzelwissenschaften die sich mit Religion befassen (z.B. Religionsgeschichte, Religionssoziologie usw.) miteinander verbindet.Sie unterscheidet sich von der Theologie dadurch, dass sie ihre Methodik vom eigenen Standort weitgehend zu distanzieren sucht, und somit das Phänomen Religion von "außen" betrachtet.

(Unter Verwendung vom WP-Artikel "Wissenschaft" und Fritz Stolz, Grundzüge der Religionswissenschaft, Vandenhoeck & Ruprecht, 1988)

--Robert Michael Schulz 01:33, 26. Jan. 2008 (CET)

Nur weil ich einen Kommentar zur ersten Version hinterlassen habe (Besuch war eher zufällig), melde ich mich auch hierzu.
Ich empfinde diese „Definition“ als wesentlich angenehmer (weniger ausschließend). Besonders gefällt mir die Hervorhebung der Distanz zum religiösen Objekt. --Heuerli 09:12, 26. Jan. 2008 (CET)

Zu Von Glasenapps Definition zwei Anmerkungen:

a)Religion ist immer auch auf soziale Interaktion ausgerichtet - mir verschwimmen hier sehr stark die beiden Größen "Glaube" auf der individuellen Ebene, und "Religion" als gemeinschaftlichem Handeln...

b)Inweiweit grenzt sich Glasenapp hier von den Phänomenen "Volksfrömmigkeit", "Aberglaube" und "Magie" ab, die sich per se ja nicht als religiöse Systeme im engeren Sinne bezeichnen lassen (wollen)? --Zeitipower 02:06, 25. Jan. 2010 (CET)

Religion[Bearbeiten]

Die Religion bemüht sich, Zusammenhänge darzustellen und zu erklären, die sich einer systematischen Forschung entziehen. Entweder, weil es dazu keine Erklärungen gibt, oder weil die Darstellungen nicht schlüssig zu beweisen sind. (Beispiel: Gott existiert)

Damit kann sich der Mensch ein Gedankengebäude schaffen, mit dem er sich nicht verstandene Zusammenhänge erklärt. Im Idealfall kann er die gesetzten Prämissen durch die Beobachtung des weiteren Verlaufs als richtig oder falsch definieren.

Da eine Aussage in der Religion im Grunde nicht beweisbar ist, eignet sich die Religion aber leider auch hervorragend, Menschen zu manipulieren und für eigene Machtansprüche zu benutzen und damit im Extremfall Machtmissbrauch zu betreiben. (Beispiel: Hexenverfolgung)

Da unsere Welt immer komplizierter wird und für den "normalen Menschen" immer weniger zu verstehen ist; die Wissenschaft aber immer mehr als gesicherte Erkenntnisse anbietet, selbst dann noch, wenn sie diese nach einiger Zeit widerrufen muss, stellt sich nun die Frage: Wird die Religion überflüssig oder werden immer mehr Bereiche in die Religion einbezogen? --Jürgen 00:55, 5. Okt. 2008 (CEST)Jürgen

@Jürgen: "Die Religion bemüht sich, Zusammenhänge darzustellen und zu erklären, die sich einer systematischen Forschung entziehen. Entweder, weil es dazu keine Erklärungen gibt, oder weil die Darstellungen nicht schlüssig zu beweisen sind. (Beispiel: Gott existiert)"

Genauso gut oder genauso wenig lässt sich aber das Gegenteil - die Nichtexistenz Gottes beweisen. Wenn wir nun einen Glaubenssatz vor uns haben der mit empirischen Mitteln weder zu beweisen, noch zu widerlegen ist, stellt sich die Frage ob nicht die Mehrheit der Indizien für oder gegen den behaupteten Sachverhalt sprechen. Die Abendländsiche Kultur- und Geistesgeschichte war mit Gottesbeweisen nicht gerade sparsam und manch einer schloß dabei einfach von der Existenz des Geschaffenen auf die Existenz des Schöpfers. Zudem würde wohl jeder Gläubige dir hier vehement widerpsrechen: religiöse Zusamenhänge lassen sich für ihn eben gerade schon systematisch erforschen und schlüssig nachvollziehen....

--Zeitipower 02:12, 25. Jan. 2010 (CEST)