Eine reelle Folge
heißt monoton wachsend [fallend], wenn
für alle 
- Kurznotation:
![{\displaystyle (a_{n})\!\!\!\uparrow [(a_{n})\!\!\!\downarrow ]}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/29a3ac0f90ec42c4598036980b15652b0f1d4548)
Gilt sogar
für alle
,
so heißt
strikt (streng) monton steigend [fallend].
Monotone und beschränkte Folgen sind konvergent.
Bemerkung:
- Falls
: 
Außerdem ist die Folge "automatisch" nach unten beschränkt, sodass nur die Beschränktheit
nach oben nachgewiesen werden muss.
Beweis (für
):
- Sei
, dann existiert zu 
ein m mit
und es gilt
(beides nach der Definition des Supremums).
Für
gilt dann:
Beispiel:

Ist
monton?
Betrachtung der Differenz zweier aufeinanderfolgender Glieder:

- Daraus folgt:
:
konvergiert 
ist beschränkt!
Falls konvergent:
, also auch
und
:
(nach
). Daraus folgt:
.
Falls einmal
ist, kann keine Konvergenz vorliegen, da
monoton wachsend ist und
der einzig mögliche Grenzwert!
- Erster Fall
:
- Behauptung:

- Beweis über vollständige Induktion:
- Induktionsverankerung:

- Induktionsschluss
:

- Zweiter Fall
:
(keine Konvergenz und keine Beschränktheit)
Das Netwonverfahren dient zur näherungsweisen Bestimmung der p-ten Wurzel aus
(
). Zunächst wählt man ein
. Dann ist die Folge

- monoton fallend, und geht für
gegen
(Behauptung).
Beweis:
- I)

- II) Nachweis der Beschränktheit nach unten.


- Dabei basiert die erste Abschätzung auf einer Variante der Bernoulli-Ungleichung.
- III) Nachweis der Monotonie

Die Folge
ist also monoton und beschränkt, wodurch folgt, dass sie konvergiert.
Berechnung des Grenzwertes:
Wir haben
. Wenn
, dann gilt auch:
. Somit:
.
Ein Spezialfall:
Für die näherungsweise Berechnung der Quadratwurzel aus einer Zahl
ergibt sich diese Folge:
.
Eine Intervallschachtelung ist eine Folge von Intervallen
mit der Eigenschaft
. Das heißt
und
und es gilt
für alle
.
Außerdem existieren die Grenzwerte der Folgen mit (
):
und
.
Beispiel: Die Eulersche Zahl e:

- Behauptung:
ist eine Intervallschachtelung und
.
- Beweis:
- I) Nachweis der Monotonie:

ist also monton wachsend. Die Abschätzung erfolgt über die Ungleichung zwischen geometrischem und arithmetischem Mittel. Analog kann man beweisen, dass
monton steigend ist, woraus folgt, dass
monton fallend ist.
- II)

- III)

- Daraus folgt:
. Nach dem Sandwich-Theorem geht
.