Kurs:E-Marketing 2/Themenseite/Interkulturelle Unterschiede beim Online-Shopping

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Dieser Kurs gehört zum Fachbereich Betriebswirtschaftslehre.

Unterschiede zwischen USA und Korea

Einleitung[Bearbeiten]

„Der elektronische Marktplatz wird unsere Kultur ebenso verändern wie Gutenbergs Druckerpresse die Welt des Mittelalters.“ - Bill Gates, 1994


Die Erfindung einer Druckerpresse mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg löste einst eine Medienrevolution durch die Ablösung der herkömmlichen Methoden der Buchproduktion in Europa aus.[1] Ähnliches geschah mit den Methoden des Einkaufs in den letzten zwei Jahrzehnten durch den Aufschwung von elektronischen Marktplätzen. Immer mehr Menschen nutzen heutzutage die Möglichkeit Produkte online über einen ebensolchen elektronischen Marktplatz zu kaufen, anstatt den realen Einzelhandel vor Ort zu nutzen. Bei einem solchen Handel über das Internet spricht man auch von Online-Shopping.
Im Folgenden soll das Online-Shopping in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und Südkorea untersucht werden, um dabei die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Länder beim Online-Shopping zu vergleichen.
Zuerst erfolgt eine allgemeine Beschreibung hinsichtlich der Lage und der sozio-demographischen Strukturen von den USA und Südkorea. Damit beide Staaten miteinander verglichen werden können, sollen vorab verschiedene Kennzahlen sowie typische Aspekte wie das Verkehrswesen, die Kommunikation und die wirtschaftliche Entwicklung betrachtet werden.
Im nächsten Abschnitt wird ein direkter interkultureller Vergleich beider Staaten vorgenommen. Es werden unter anderem die Machtaufteilung in der Bevölkerung, die verschiedenen Religionen und Nationalitäten sowie wirtschaftliche Unterschiede betrachtet.
Im Hauptteil erfolgt eine Gegenüberstellung der Internetverbreitung und der Internetanbieter beider Staaten. Es werden die Internetgeschwindigkeit und die dafür anfallenden Kosten dargestellt und mögliche Gründe für deren Unterschiede erläutert. Folgend wird auf die Entwicklung im Bereich Electronic-Commerce eingegangen. Zunächst werden die USA und Südkorea getrennt voneinander betrachtet und anschließend wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Weitere Aspekte wie bevorzugte Zahlungssysteme, Unterschiede bei der Kundenbewertung, der Internetwerbung und dem Aufbau und der Gestaltung von Internetseiten geben einen Einblick in das Nutzerverhalten der Online-Käufer beider Staaten.
Abschließend werden die wesentlichsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede noch einmal zusammengefasst und ein Ausblick über die zukünftige Entwicklung im Bereich des Online-Shoppings in den USA und Südkorea gegeben.

Sozio-demographische Strukturen[Bearbeiten]

Vereinigte Staaten von Amerika[Bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eine Bundesrepublik und bestehen aus fünfzig Staaten und einem Bundesbezirk. Das Land befindet sich größtenteils im zentralen Nordamerika, wo die 48 zusammenhängenden Staaten zwischen dem Pazifischen und Atlantischen Ozean liegen und Kanada im Norden und Mexiko im Süden angrenzen. Der zu Amerika gehörende Staat Alaska liegt im Nordwesten des Kontinents, mit Kanada im Osten und Russland im Westen. Der Bundesstaat Hawaii ist eine Inselgruppe im mittleren Pazifik. Das Land besitzt des Weiteren auch mehrere Gebiete im Pazifik und in der Karibik.[2]

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben eine Fläche von 9.826.630 km². Die Hauptstadt ist Washington und die typische Landessprache ist Englisch. Bei einer Einwohnerzahl von 309.000.000 kommen 31,4 Einwohner auf einen Quadratkilometer.[3] Die Altersstruktur von den 0-14 Jährigen beträgt 20,1 %, der 15-67 Jährigen 66,8 % und der über 65 Jährigen 13,1%.[4] Das Durchschnittsalter liegt bei 36,9 Jahren.[5]

Transport[Bearbeiten]

Das Verkehrswesen in den USA wird durch Straßen-, Luft-, Schienen-und Wasserverbindungen ermöglicht. Für kürzere Distanzen bevorzugt die Mehrheit der Amerikaner das Reisen mit dem Auto, Flugzeuge werden für längere Distanzen in Anspruch genommen. Der Güterverkehr findet größtenteils per Bahn, Lastkraftwagen (LKW), Pipeline oder Schiff statt. Für verderbliche Waren- und Premium-Express-Sendungen hingegen wird in der Regel der Versand per Luft bevorzugt. 2010 gab es in Summe 15.079 Flughäfen[6], 224.792 km Eisenbahnschienen[7] und 6.506.204 km Straßen (gepflastert: 4.374.784 km, ungepflastert: 2.131.420 km (2008)).[8]

Kommunikation[Bearbeiten]

2010 betrug die Anzahl an Telefonanschlüssen in den USA 151 Millionen. Somit liegen sie im weltweiten Ländervergleich auf Platz 2.[9] Bei der Verbreitung von Mobiltelefonen erreichen die Amerikaner 2010 Platz 3 mit 279 Millionen gelisteten Anschlussinhabern.[10] Im Allgemeinen ist das amerikanische Telefon-System ein großes, technologisch fortgeschrittenes Mehrzweckkommunikationssystem. Durch ein vielfältiges System von Glasfaserkabeln, Hörfunk, Koaxialkabeln und inländischen Satelliten kann jede Form des Telefonverkehrs ermöglicht werden. Ein schnell wachsendes Zellennetz gewährleistet den mobilen Telefonverkehr im ganzen Land. Der internationale Ländercode ist „1“. Zahlreiche Ozean-Kabel-Systeme bieten internationale Verbindungen.

In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es vier große terrestrische TV-Netze mit Tochterstationen im ganzen Land. Darüber hinaus existieren Kabel- und Satellitennetze, unabhängige Radiostationen und ein begrenzter öffentlicher Rundfunk, der größtenteils durch private Zuwendungen unterstützt wird. Insgesamt stehen fast 15.000 Radiostationen und mehrere tausend TV-Sender zur Auswahl.

Das Internet Länderkürzel von Amerika lautet „.us“ und mit 245 Millionen Internetnutzern belegen die Amerikaner Platz 2 im weltweiten Ranking (2009).[11]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten haben die größte und technologisch stärkste Wirtschaft in der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt 47.200 US-Dollar.[12] In der stark marktorientierten Wirtschaft treffen Privatpersonen und Geschäftsunternehmen die meisten Entscheidungen. US-Geschäftsunternehmen genießen größere Entscheidungsflexibilität bei der Erweiterung von Kapitalanlagen, bei der Entlassung von Arbeitnehmerüberschüssen und bei der Entwicklung von neuen Produkten, als ihre Kollegen in Westeuropa und Japan. US-Unternehmen sind an der Spitze des technologischen Fortschritts, vor allem in der Computer- und der Medizintechnik, Luftfahrt und militärischen Ausrüstung. Die Vereinigten Staaten sind der größte Importeur von Waren und der drittgrößte Exporteur, obwohl die Exporte pro Kopf gesehen relativ niedrig sind. 2010 betrug das amerikanische Gesamthandelsdefizit 634,9 Milliarden US-Dollar.[13] Kanada, China, Mexiko, Japan und Deutschland sind die wichtigsten Handelspartner.[14] Im Jahr 2010 war Öl die größte Importware, während Beförderungsmittel für das Land die größten Exportwaren darstellten. China ist zu dem einer der größten, ausländischen Kreditgeber der USA.[15]


Südkorea[Bearbeiten]

Südkorea ist ein souveräner Staat der im südlichen Teil der koreanischen Halbinsel liegt. Seine Nachbarn sind China im Westen, Japan im Osten, Nordkorea im Norden und im Süden der East China Sea. Südkorea liegt in der nördlichen gemäßigten Zone mit überwiegend gebirgigem Gelände.[16] Das Gebiet von Südkorea umfasst eine Gesamtfläche von 99.392 km² und das Land besitzt eine Gesamtbevölkerung von 48.900.000 Menschen.[17] Somit kommen 491,9 Einwohner auf einen Quadratkilometer. Die Hauptstadt ist Seoul und die typische Landessprache ist Koreanisch. Die Altersstruktur der 0- bis 14-Jährigen beträgt 15,7 %, der 15- bis 67-Jährigen 72,9 % und der über 65-Jährigen 11,4%.[18] Der Altersdurchschnitt liegt bei 38,4 Jahren.[19] Südkorea ist ein gut entwickeltes Land mit einem sehr hohen Lebensstandard. Die präsidiale Republik besteht insgesamt aus sechzehn Verwaltungseinheiten. Das Land ist, gemessen an der Kaufkraftparität, Asiens viertgrößtes und weltweit gesehen die zwölftgrößte Volkswirtschaft.[20] Diese entwickelt sich dabei stark exportorientiert und der Schwerpunkt liegt auf der Produktion von Elektronik, Autos, Schiffen, Maschinen, Petrochemie und Robotik.

Transport[Bearbeiten]

Die marktorientierte südkoreanische Wirtschaft hat ein technologisch fortgeschrittenes Verkehrsnetz, bestehend aus Hochgeschwindigkeitseisenbahnen, Autobahnen, Buslinien, Fährverbindungen und Flugrouten, die kreuz und quer durch das Land verlaufen. 2010 gab es in Summe 116 Flughäfen[21], 3381 km Eisenbahnschienen[22] und 103029 km Straßen (gepflastert: 80,642 km, ungepflastert: 22,387 km (2008)).[23]

Kommunikation[Bearbeiten]

2010 betrug die Anzahl an Telefonanschlüssen in Südkorea 28.543 Millionen. Somit liegen sie im weltweitem Ländervergleich auf Platz 11.[24] Bei der Verbreitung von Mobiltelefonen erreichen die Südkoreaner 2010 Platz 26 mit 50.767 Millionen gelisteten Anschlussinhabern.[25] Im Allgemeinen bietet das Telefon-System gute nationale und internationale Dienstleistungen mit einer sehr schnellen Umsetzung und Integration von neuen Technologien. Festnetz- und Mobilfunk-Dienste sind im Inland überall verfügbar. Durch die schnelle Anpassung des gesamten Spektrums der Telekommunikationstechnologien wird die Ausweitung des Electronic-Commerce Bereiches stark gefördert. Der internationale Ländercode von Südkorea ist „82“. Zahlreiche Seekabel stellen Verbindungen zwischen Asien, Australien, dem Nahen Osten, Europa und den Vereinigten Staaten zur Verfügung.

Südkorea hat mehrere landesweite Fernsehsender die mit zwei der drei größten öffentlichen Netzwerke betrieben werden. Das größte private Netzwerk ist der Seoul Broadcasting Service (SBS), welcher Beziehungen zu vielen anderen kommerziellen TV-Netzen hat. Es gibt Kabel- und Satelliten-TV-Dienste, öffentlich betriebene Radiosender und eine Vielzahl von privaten Rundfunk-Sendern.[26]

Das Internet Länderkürzel von Südkorea lautet „.kr“ und mit 39,4 Millionen Internetnutzern belegen die Südkoreaner Platz 11 im weltweiten Ranking (2009).[27]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Seit den sechziger Jahren erzielt Südkorea ein unglaubliches Wirtschaftswachstum und erlangt eine wachsende globale Integration. Seitdem ist Südkorea auf dem besten Wege eine hochtechnologische industrialisierte Wirtschaft zu werden. Vor vier Jahrzehnten war das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf vergleichbar mit dem in ärmeren Ländern Afrikas und Asiens. Im Jahr 2004 trat Südkorea dem Billionen-Dollar-Klub der Volkswirtschaften der Welt bei und befindet sich derzeit unter den 20 weltweit größten. Am Anfang konnte der Erfolg durch ein enges Zusammenspiel von Regierungs- und Geschäftsbeziehungen erreicht werden, die einen gezielten Kredit und Einfuhrbeschränkungen beinhalteten. Die asiatische Finanzkrise von 1997-98 deckte langjährige Schwächen in Südkoreas Entwicklungsmodell auf und führte zu hohen Schulden und massiven kurzfristigen Auslandskrediten. 1998 fiel das BIP auf 6,9%, welches sich dann 1999-2000 wieder erholen konnte und auf 9% anstieg. Zwischen 2003 und 2007 beträgt das Wachstum jährlich etwa 4-5%. Mit dem weltweiten wirtschaftlichen Abschwung Ende 2008 verlangsamte sich 2009 das Wachstum des südkoreanischen BIP auf 0,2%. Im dritten Quartal 2009 begann die Wirtschaft sich zu erholen.[28] Dieses gelang zum großen Teil durch Exportwachstum, niedrigen Zinsen und einer guten Expansionspolitik, so dass das Wachstum 2010 die Sechprozentgrenze Grenze wieder überschreiten konnte.[29]


USA
Südkorea
0-14 Jahre
20,1%
15,7%
15-64 Jahre
66,8%
72,9%
>65 Jahre
13,1%
11,1%
Vergleich der Altersstruktur USA[30] und Südkorea[31]



USA
Südkorea
Altersdurchschnitt
36,9%
38,4%
Bevölkerungswachstum
0,963%
0,23%
Geburtenrate
13,83%
8,55%
Sterberate
8,83%
6,26%
Lebenserwartung
78,37%
79,05%
Vergleich Kennzahlen USA[32] und Südkorea[33]


Interkultureller Vergleich beider Staaten[Bearbeiten]

Interkulturelle Gemeinsamkeiten[Bearbeiten]

Südkorea und die USA besitzen im interkulturellen Vergleich mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten. Zu den wenigen gemeinsamen Punkten gehören unter anderem das Streben der beiden Staaten nach wirtschaftlichem Wachstum und Entwicklung. Sowohl Südkorea als auch die USA versuchen ihre Wirtschaft durch verschiedenste Mittel, wie den Ausbau der Verkehrsverbindungen und die staatliche Unterstützungen der Unternehmen, anzukurbeln. Das Wirtschaftswachstum im eigenen Land wird dabei auch durch die Wirtschaftsbeziehungen und den Handel mit anderen wirtschaftsstarken Ländern gefördert, wodurch die globale Integration des Staates fortschreiten kann. Beide Staaten nutzen unter anderem das Internet, um die globalen Kontakte aufbauen zu können und somit die eigene Wirtschaft anzukurbeln. Sowohl die USA als auch Südkorea arbeiten mit den schnellsten Informationstechnologien, die möglich sind.[34]

Zudem haben die beiden Staaten eine relevante Gemeinsamkeit und das wäre der Handel. Der Handel ermöglicht jedem Staat sich global zu integrieren. Beide Staaten exportieren und importieren Waren und können somit die "consumer globalization" erreichen. Bei den USA beträgt diese Form der Globalisierung 46.3% und in Südkorea beträgt die consumer globalization 42.5%. Südkorea und die USA sind sich in ihren attitudes ähnlich. Denn beide Staaten versuchen ihre Mitmenschen nach ihrem eigenen Lebensstil zu beurteilen und zu messen. Diese Affinität bezeichnet man als den Ethnozentrismus.[35] Südkorea vertritt zu 48.5% und die USA zu 54.4% den "consumer ethnocentrism". Durch diesen Ethnozentrismus wird das Kaufverhalten der Koreaner und der Amerikaner stark beeinflusst. Denn es werden bevorzugt eigene Produkte gekauft und ausländische bzw. importierte Produkte werden verschmäht. In den USA sind es 46.3% und in Südkorea sind es 42.5% Konsumenten, die gegenüber den ausländischen Produkten skeptisch sind.[36] Südkorea und die USA sehen beide ihren Staat als das wichtigste an und versuchen somit ihre Traditionen sowohl beim Handel als auch beim e-Commerce deutlich zu machen.Dadurch, dass die Menschen eine Abneigung gegenüber ausländischen Produkten hegen, ist die Kauflust dieser dementsprechend gemildert. Die meisten Verkäufer trauen sich nicht an den ausländischen Markt heran aus Angst vor der Kaufeinstellung der Bürger.

Beide Staaten versuchen sich global zu beweisen, doch ist dieser genannte Faktor ein großes Hindernis. Durch den Versuch den eigenen Markt zu wahren und die Wirtschaft anzukurbeln, kommt bei den Menschen sowohl in den USA als auch in Südkorea die Angst auf, das eigene Land zu verraten(Han 1988). Schließlich kristallisiert sich heraus, dass die USA und Südkorea dieselben Aussichten haben hinsichtlich der Globalisierung und der Wahrung der eigenen Traditionen. Die Vermarktung der eigenen Produkte sowohl im Internet als auch auf anderen Wegen geschieht bei den Amerikanern und den Südkoreanern mit Bedacht auf die eigene Kultur.[37]

Interkulturelle Unterschiede[Bearbeiten]

Die interkulturellen Unterschiede zwischen Südkorea und den USA überwiegen deutlich gegenüber den interkulturellen Gemeinsamkeiten. Die Staaten unterscheiden sich unter anderem in den Kriterien Machtaufteilung, Kultur, Religion, Sprache, der ethnischen Gruppen, Ökonomie sowie in den Einstellungen gegenüber ausländischen Produkten.

In Südkorea herrscht eine hohe „power distance“.[38] Das bedeutet, dass eine strenge Machtaufteilung in der Bevölkerung herrscht. Die koreanische Bevölkerung fügt sich einer einzelnen herrschenden Macht. In den USA dagegen liegt eine geringe „power distance“ vor. Dadurch wird es ermöglicht, dass die USA den Individualismus in der eigenen Bevölkerung umsetzen können. Denn die USA zählen zu dem größten Anhänger des Individualismus. Südkorea stellt hingegen eine kollektive Kultur dar.

Das Kriterium Religion zeigt erneut wie unterschiedlich die beiden Staaten sind. Denn die koreanische Bevölkerung besteht aus Christen (26.3%), die sich wiederum in Protestanten (19.7%) und Katholiken (6.6%) aufspalten, aus Buddhisten (23.2%), aus anderen oder unbekannten Religionsgruppen (1,3%) oder aus Bevölkerungsgruppen, die keiner Religion angehören (49.3%)).[39] Die USA bestehen aus Protestanten (51.3%), Katholiken (23.9%), Mormonen (1.7%), anderen Christen (1.6%), Juden (1.7%), Buddhisten (0.7%), Muslimen (0.6%), anderen oder nicht spezifizierten Religionsgruppen (2.5%), nicht angegliederten (12.1%) oder keiner Religion zugehörig (4%).[40]

Ein weiteres Unterscheidungskriterium zeigt, dass die USA deutlich mehr Nationalitäten vertreten als Südkorea. In Südkorea wird hauptsächlich koreanisch gesprochen und nur in der Schule oder der Highschool wird Englisch gelehrt. In den USA werden neben der englischen Sprache, die spanische, die Indo- europäische, die asiatische sowie andere Sprachen vertreten.

Bei der Betrachtung der ethnischen Gruppen in den beiden Staaten ist unschwer erkennbar, dass Südkorea, abgesehen von etwa 20.000 Chinesen, die in Südkorea leben, sehr einheitlich ist.[41] In den USA dagegen leben verschiedene ethnische Gruppen wie Asiaten, Afro-Amerikaner, einheimische Hawaiianer, Pazifikinsulaner, Spanier, Einheimische aus Alaska und viele weitere Nationalitäten.[42]

Ein entscheidendes Kriterium, das den Unterschied zwischen den USA und Südkorea deutlich macht, ist die Wirtschaft. Die kapitalistischen USA zählen zu der wahrscheinlich mächtigsten Wirtschaftsmacht der Welt und belegen somit bei einem Ranking zur Wirtschaftsposition den 6. Platz der Weltstaaten. Südkorea belegt bei diesem Ranking nur den 52. Platz. Jedoch gehört Südkorea durch sein gewaltiges Wachstum mittlerweile zum führenden Handelsstaat der Welt.[43]

Die USA sind sehr global orientiert und offen für ausländische Produkte im Vergleich zu Südkorea, die sehr skeptisch dem Kaufen ausländischer Produkte entgegenblicken. Nichtsdestotrotz nutzen beide Staaten das Online- Shopping, wodurch die Konsumenten in Kontakt mit Konsumenten weltweit in Kontakt kommen und somit auch mit den ausländischen Werbungen sowie den Produkten.

Vergleich beider Staaten beim Online-Shopping[Bearbeiten]

Internetverbreitung und Internetanbieter[Bearbeiten]

Die Grundvoraussetzung zum Online-Kauf von Produkten ist der bestehende Internetzugang. Dabei stieg die Internetverbreitung über die letzten zwei Jahrzehnte auf der Welt rasant an. Dieser Trend machte auch vor den USA und Südkorea nicht halt. 2000 nutzen noch weniger als die Hälfte der Bevölkerung beider Länder das Internet (USA: 44,1 %; Südkorea: 39,6 %). Acht Jahre später, 2008, waren es in beiden Ländern schon mehr als zwei Drittel der Einwohner. Bis zu diesem Jahr lag der Anteil der Internetnutzer an der Gesamtbevölkerung in den USA stets höher als in Südkorea. Seit dem Jahr 2009 ist jedoch der Anteil in Südkorea durchgängig größer als in den USA. 2010 nutzen somit bereits 88,1 % der Südkoreaner das Internet, im Vergleich zu 77,3 % der US-Amerikaner.[44]
Zu den führenden Internetprovidern in den USA gehören dabei Comcast, American Telephone and Telegraph (AT&T), Time Warner Cable and Verizon.[45] Den Konterpart in Südkorea stellen Korea Telecom, Hanaro, Thrunet und Dreamline dar[46], wobei Korea Telecom der größte und Hanaro der zweitgrößte Internetprovider im Land sind.[47] Im internationalen Vergleich belegen die vier amerikanischen Provider und Korea Telecom im ersten Quartal 2010 Plätze unter den zehn nutzerstärksten Internetanbietern der Welt.[48] Dies zeigt die große Internetpräsens der beiden Länder.


Datei:Entwicklung der Internetnutzeranzahl USA-Südkorea.png
Entwicklung der Internetnutzeranzahl[49][50]


Im Hinblick auf die Durchdringung der Bevölkerung hinsichtlich der Internetnutzung nach dem Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt Südkorea folglich vor den USA. Betrachtet man jedoch die absoluten Internetnutzerzahlen, ist ersichtlich, dass die USA einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Südkorea haben. Mit einer starken Entwicklung von 124 (2000) bis auf 239,89 Millionen Internetnutzern bieten die USA mehr als viermal so viele potenzielle Kunden wie Südkorea mit 48,64 Millionen Internetnutzern (2010). Doch auch in Südkorea lässt sich ein starke Anstieg der Nutzerzahlen von 19,04 Millionen Nutzern auf 48,64 Millionen Nutzer (2010) verzeichnen.[51] Dabei sind jedoch geringe Wachstumsraten der Internetnutzer in den letzten Jahren zu erkennen, die auch darauf zurückzuführen sind, dass fast die gesamte Bevölkerung im Alter zwischen 10 and 40 Jahren im Land das Internet nutzt.[52]


Datei:Entwicklung des Anteils der Internetnutzer an der Gesamtbevölkerung USA-Südkorea.png
Entwicklung des Anteils der Internetnutzer an der Gesamtbevölkerung[53][54]


Internetgeschwindigkeit und Kosten[Bearbeiten]

Vergleicht man die Internetgeschwindigkeit der beiden Länder lässt sich ein deutlicher Unterschied feststellen.

“The U.S., as whole, is slower than many people think. It’s not bad compared to Europe, but it’s bad compared to South Korea.”
- Robert Levitan (Chief Executive Officer von Pando Networks)[55]

Basierend auf einer Studie von Pando Networks, die Computerspiele, Videos und Software von Unternehmen über das Internet zum Download bereitstellen, bietet Südkorea die beste Internetgeschwindigkeit aller 244 betrachteten Länder. Die USA werden in diesem Ranking nur auf dem 26. Platz gelistet und sind mit einer durchschnittlichen Downloadgeschwindigkeit von 4,93 Megabytes pro Sekunde (MBps) circa viermal langsamer als Südkorea mit 17,62 MBps. Diese Vormachtstellung im Hinblick auf die Internetgeschwindigkeit spiegelt sich auch im Ranking der zwölf Städte mit der höchsten Internetgeschwindigkeit wieder, bei denen Städte aus Südkorea 10 der 12 Plätze einnehmen.[56] Um diese weltweit führende Position weiter auszubauen, ist es Ziel der koreanischen Regierung die Geschwindigkeit der Internetverbindungen weiter zu erhöhen, sodass 2012 jeder Haushalt in Südkorea eine Internetgeschwindigkeit von 1 Gigabyte pro Sekunde erreicht.[57]

Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kostet die Internetverbindung in den USA im Durchschnitt etwa 45,50 $ pro Monat. In Südkorea hingegen kostet sie 17,00 $ pro Monat weniger, obwohl die südkoreanischen Internetanbieter eine viel höhere Internetgeschwindigkeit bieten als die US-amerikanischen. Eine durchschnittliche Internetrechnung in Südkorea beläuft sich auf 28,50 $. Laut Robert Faris, dem Forschungsdirektor an der Universität von Harvard im Zentrum für Internet und Gesellschaft, liegen die Gründe für die starken Differenzen bei dem doch sehr unterschiedlichen politischen und sozialen Klima, bei der anderen Geographie und bei der divergenten geschichtlichen Entwicklung beider Staaten.[58]


Im Folgenden werden fünf mögliche Gründe dafür genannt, warum die Internetgeschwindigkeit in den USA langsamer und teurer ist als in Südkorea:


1. Wettbewerb in Südkorea

Länder mit schnellen und günstigen Internetverbindungen neigen dazu, einen größeren Marktwettbewerb zu haben. In den USA ist der Wettbewerb zwischen den Unternehmen, die Breitbandverbindungen anbieten, relativ gering. Wenn die Amerikaner sich für einen Internetanbieter entscheiden, haben sie die Auswahl zwischen einem Kabelnetzbetreiber und einer Telefongesellschaft. Die Auswahl im Bereich der Internetanbieter in Südkorea ist um einiges vielfältiger.[59]

2. Kultur und Politik

Nach einer Umfrage der Federal Communications Commission (FCC) gibt es starke kulturelle Unterschiede zwischen dem hyperverbundenen Südkorea, wo mehr als 94 Prozent der Menschen eine High-Speed-Internetverbindung besitzen und den Vereinigten Staaten, wo nur etwa 65 Prozent der Menschen über eine High-Speed-Internetverbindungen verfügen. Zudem fördert die südkoreanische Regierung ihre Bevölkerung, indem sie sie ermutigt, sich Computer zu kaufen und diese mit High-Speed-Internetverbindungen zu versehen. Diejenigen Personen, die ein geringes Einkommen haben und aus traditionellen Gründen auf das Internet verzichten würden, bekommen von der Regierung die Internetverbindung subventioniert. Dieses führt zu einer starken Internetnachfrage und zu dem Verlangen nach immer schnelleren Verbindungen.[60]

3. Offene versus geschlossene Netzwerke

Durch offene Netzwerke können schnelle und billige Internetverbindungen ermöglicht werden. Die Hauptidee die hinter einem „offenen“ System steckt, besteht darin, dass sich Netzanbieter gegen eine gewisse Gebühr Anschlussleitungen, die in die Häuser führen, teilen. Anders als in Südkorea müssen sich die Netzanbieter in den USA ihre Internetleitungen nicht teilen. Das Wichtigste laut Faris ist es, dass die Länder den Unternehmen die Möglichkeit bieten, den Breitbandmarkt nutzen zu können, ohne Unsummen für die dafür erforderliche Infrastruktur ausgeben zu müssen.[61]

4. Bevölkerungsdichte

Im Vergleich zu Südkorea leben in den USA deutlich weniger Menschen auf einer Quadratmeile. Das hat zur Folge, dass die Einrichtung einer Internet-Infrastruktur in dichtbesiedelten Orten mit vielen Hochhäusern Südkoreas deutlich kostengünstiger ist. In den USA hingegen wird die Internetverbreitung durch viele ländliche Gebiete in denen große Distanzen überbrückt werden müssen erschwert und es entstehen somit deutlich höhere Kosten. Durch die zum Teil recht langen Kupferdrahtleitungen kommt es dann über die Distanz gesehen auch zu deutlich langsameren Verbindungen.[62]

5. Korea hatte bereits Pläne - bereits 10 Jahre früher

In den 90er Jahren hat sich Südkorea das Ziel gesetzt ein hochverbundes Land mit einem hohen Grad an Internetkompetenz zu werden. Südkorea ist schon lange führend im Bereich der Breitbandverbindung und verwendet seit circa fünf Jahren die Technologie VDSL. Während Südkorea schon an einer neuen Technik arbeitet, die die Internetgeschwindigkeit um das Zehnfache beschleunigen soll, bietet der Anbieter AT&T in den USA seit verhältnismäßig kurzer Zeit erst VDSL an.[63]


Der hohe Prozentsatz der Internetdurchdringung in der Bevölkerung und die hohe Internetgeschwindigkeit im Land kann dabei auf die starken Bemühungen der südkoreanischen Regierung im letzten Jahrzehnt zurückgeführt werden. Durch ständige Verbesserung der Infrastruktur und der Internetnetzwerke konnte eine weltweit führende Rolle in diesen Bereichen eingenommen werden.[64]
Zusammenfassend ist zu sagen, dass im Vergleich zu Südkorea in den USA zu wenig Geld für den Auf- und Ausbau einer entsprechend schnelleren und kostengünstigeren Internetinfrastruktur verwendet worden und zu wenig staatliche Unterstützung und Kontrolle gewährleistet ist.


Dieser Unterschied bei der Internetgeschwindigkeit kann auch Einfluss auf das Internet-Shopping in beiden Ländern haben. Durch die hohe Internetgeschwindigkeit in Südkorea ist es beispielsweise möglich mehr digitale Medien, wie Videos, Animationen und Audiomaterial, zu Marketingzwecken einzusetzen und die Websites so benutzerfreundlich und interessant wie möglich zu gestalten. Hingegen sollten amerikanische Unternehmen im Online-Shopping darauf Wert legen, dass durch komplexe Websites mit vielen Multimediainhalten keine langen Ladezeiten beim Seitenaufbau entstehen und potenzielle Kunden verärgert und abgeschreckt werden.

E-Commerce[Bearbeiten]

E-Commerce in den USA[Bearbeiten]

Im Bereich des Electronic-Commerce (auch E-Commerce) sind die USA die weltweit führende Macht. Dieses resultiert aus der großen Masse an Internetnutzern, des hohen Prozentsatzes an Onlinekäufern und den hohen Ausgaben bei Onlinekäufen pro Kopf. Dennoch ist die USA nicht in jedem Bereich führend (z.B. China: größere Masse an Onlinenutzern).[65]
Im Jahr 2011 wurde in den USA mit einem zweistelligen Wachstum des Onlinehandels im B2C-Segment und einem Umsatz von mehr als 170 Milliarden US-Dollar gerechnet. Ein Jahr zuvor kauften bereits 42 % der Internetnutzer Produkte online. Dabei zeichnete sich 2010 ein Trend zu einem großen Anteil an weiblichen Käufern ab. Bei 50 % weiblichen Internetnutzern waren sogar 58 % der Online-Käufer weiblich. Als führendes Produktsegment bei den weiblichen Käufern machten dabei Bekleidung und Schmuck 70 % der online gekauften Artikel aus. Im gesamten Onlinemarkt sind Computer- und Elektronikartikel sowie Bekleidung die wichtigsten Produktsegmente mit mehr als 44 % der Onlineverkäufe 2009.[66] Prognosen für die Zukunft ergaben, dass eine jährliche Wachstumsrate von 10 % im E-Commerce-Bereich von 2010 bis 2015 anzunehmen ist. Hierdurch wird ein Umsatz von 278.9 Milliarden US-Dollar durch den E-Commerce-Markt im Jahr 2015 erwartet.[67]
Ein weiterer Trend in den USA ist der Mobile-Commerce (M-Commerce). Als eine spezielle Art des E-Commerce kann der Kunde die Produkte beim Onlinehändler auch über sein Mobiltelefon kaufen und bezahlen. 2010 nutzten bereits 86 Millionen US-Amerikaner ihr Mobiltelefon als mobilen Internetzugang. Diese Zahl sollte laut einer Prognose für 2011 bereits auf 100 Millionen und damit auf 32 % der US-Bevölkerung steigen. Über den mobilen Online-Handel konnten 2010 hierdurch 2,4 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden.[68]
Zu den umsatzstärksten Unternehmen im amerikanischen E-Commerce-Markt zählen international bekannte Unternehmen, die ihr Sortiment auf die Bereiche Büroartikel oder Computer und Elektronik spezialisiert haben. Hinzu kommen Unternehmen mit einer breiten Produktvielfalt. Eines dieser Unternehmen, die ein Vollsortiment anbietet, belegt mit 34,2 Milliarden US-Dollar Umsatz durch online verkaufte Artikel auch den Spitzenplatz in dem folgenden Ranking der umsatzstärkstem Onlinehändler in den USA und Kanada 2010. Amazon.com Inc. führt mit einem Wachstum von 39.5% und einem mehr als dreimal so großen Umsatz im Vergleich zum zweitplatzierten Unternehmen im Jahr 2010 die Liste klar an. Auf den Platzen zwei und drei folgen Staples Inc. mit einem Jahresumsatz von 10,2 Milliarden US-Dollar und Apple Inc. mit einem Umsatz von 5,2 Milliarden US-Dollar. Im Ranking ist ersichtlich, dass die Umsätze einiger Unternehmen im Jahr 2010 deutlich, im zweistelligen Bereich, gestiegen sind. Kein Unternehmen der Top 10 wies eine negative Umsatzentwicklung auf und nur das Unternehmen Office Depot Inc. konnte keine positive Umsatzentwicklung verzeichnen.


Rang
Unternehmen
Umsatz durch Onlineverkauf in US-Dollar
Wachstum 2010
Sortiment
1
Amazon.com Inc.
34,2 Mrd.
39.5%
Vollsortiment
2
Staples Inc.
10,2 Mrd.
4.1%
Büroartikel
3
Apple Inc.
5,2 Mrd.
23.0%
Computer, Elektronik
4
Dell Inc.
4,8 Mrd.
6.0%
Computer, Elektronik
5
Office Depot Inc.
4,1 Mrd.
0.0%
Büroartikel
6
Walmart.com
4,1 Mrd.
17.0%
Vollsortiment
7
Sears Holdings Corp.
3,1 Mrd.
12.0%
Vollsortiment
8
Liberty Media Corp. (QVC, Liberty E-Commerce)
3,0 Mrd.
17.8%
Vollsortiment
9
OfficeMax Inc.
2,9 Mrd.
3.0%
Büroartikel
10
CDW Corp.
2,7 Mrd.
10.0%
Computer, Elektronik
Umsatzstärkste Onlinehändler in den USA und Kanada 2010[69]

E-Commerce in Südkorea[Bearbeiten]

Südkorea wird als einer der größten und dynamischsten Handelsmärkte Asiens gesehen. Es ist nach Japan und China der drittgrößte E-Commerce-Markt des asiatisch-pazifischen Raums.[70] Im weltweiten Vergleich wird Südkorea auf Platz 6 gelistet. [71] Das Land wird sogar als entstehendes „e-commerce powerhouse“, speziell für digitale Güter, bezeichnet. Die Voraussetzungen durch die umsatzstarken südkoreanischen Käufer, die hohe Online verbrachte Zeit und die hohe Zahl an Onlinenutzern stehen dabei günstig. Im Zahlenvergleich verbringen die Südkoreaner sogar mehr Zeit im Internet als die US-Bürger und die Onlinenutzerzahl reicht mittlerweile fast an die Frankreichs heran.[72]
Koreas Offenheit für neue Technologien hat dazu beigetragen, dass sich auch der Bereich des Business-to-Consumer (B2C)-E-Commerce im Land fest etablieren konnte. In Folge dessen werden die Umsätze in diesem Bereich bis 2015 voraussichtlich auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar steigen.[73]
Der reguläre Einzelhandelsmarkt in Südkorea ist gesättigt, wodurch immer mehr Händler und im speziellen die Supermarktketten im Bereich des Online-Shoppings versuchen Marktanteile zu erschließen. [74] Dabei sind besonders Onlineanbieter mit großer Produktvielfalt beliebt. Hierzu zählen unter anderem GMarket und Auction sowie die Internetauftritte von Einzelhandelsunternehmen wie Lotte.com und Shinsegae Mall. Diese Onlinehändler bedienen einen großen Teil der E-Commerce-Kunden mit einer durchschnittlichen Besucherzahl ihrer Websites von 21.85 Millionen Internetnutzern pro Monat.[75] Mittlerweile besuchen 44 % der koreanischen Bevölkerung mindestens einmal im Monat einen Online-Shop. Dabei ist die Altersgruppe zwischen 30 und 40 Jahren führend, vor der Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren und der Gruppe zwischen 20 und 30 Jahren. [76]
Die beliebtesten Produkte beim koreanischen Online-Shopping sind dabei Bekleidung und Produkte im Bereich der Mode, elektronische Haushaltsgeräte und Reisebuchungen. [77] Zudem ist Südkorea weltweit führend bei der Bezahlung von Online-Bestellungen per Mobiltelefon und des Vertriebs von virtuellen Gütern.[78] Es werden beispielsweise dreimal mehr digitale Musik und Videos verkauft als im benachbarten Japan. Außerdem sind sowohl Männer als auch Frauen aktive Käufer von digitalen Medien (in Japan und China: vorwiegend Männer).[79]
Ein entscheidender Trend in Südkorea besteht im Bereich des M-Commerce. In der koreanischen Bevölkerung besitzen 85,4 % der Einwohner ein Mobiltelefon, wovon jeder fünfte ein Smartphone nutzt und etwa jeder fünfte auch über das Mobiltelefon das Internet nutzt. Die Relevanz dieser Entwicklung zeigt sich bereits durch Internetaufrufe von bekannten Websites in Südkorea, bei denen etwa die Hälfte der Aufrufe über das Mobiltelefon geschieht (Naver (Suchmaschine): 50 %; Daum (Webportal): 50 %; CyWorld (Sociales Netzwerk): 51 %; Twitter (Mikroblogging): 44 %). In Bezug auf das Online-Shopping hat die mobile Nutzung von Online-Shops stark an Bedeutung gewonnen. Eine Erhebung zwischen Juli und Oktober 2010 ergab beispielsweise, dass der User Traffic sich bei den betrachteten Websites im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 192,3 % gesteigert hat.[80]

E-Commerce im Vergleich[Bearbeiten]

Die USA sind weltweit führend im E-Commerce. Mit dem größten Markt in diesem Bereich liegen sie vor Südkorea, dessen Markt den sechstgrößten der Welt darstellt.[81] Vergleich man die Umsätze im Bereich des E-Commerce wird schnell ersichtlich, dass die beiden Länder völlig verschiedenen Größenordnungen aufweisen und nicht mit einander vergleichbar sind. So werden die Umsätze im Bereich des B2C-E-Commerce in Südkorea bis 2015 voraussichtlich auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar steigen, im Verhältnis zu den 170 Milliarden US-Dollar, die bereits 2011 in den USA erwirtschaftet werden sollten, stellt dies jedoch nur einen geringen Betrag dar.[82]
Trotz dieser enormen Diskrepanz zwischen den beiden E-Commerce-Märkten, bietet Südkorea auch einige Vorteile gegenüber den USA. Im Vergleich hat Südkorea neben einer höheren Internetverbreitung auch eine größere Breitband- und Mobilfunkdurchdringung als die USA.[83] Darüber hinaus kauft laut einer Studie fast jeder Internetnutzer in Südkorea regelmäßig online ein. Im Vergleich dazu sind es weniger als zwei Drittel der US-Internetnutzer. Zudem sind die Ausgaben bei Online-Käufen in Südkorea im Durchschnitt deutlich höher als in den USA. Südkorea ist in dieser Hinsicht mit durchschnittlich 725 US-Dollar pro Online-Einkauf sogar weltweite Spitze. Mit fast 200 US-Dollar weniger folgen die USA mit durchschnittlich 564 US-Dollar pro Online-Einkauf nach Kanada auf dem dritten Platz.[84] In beiden Ländern sind besonders Onlinehändler mit Vollsortiment und einer großen Produktvielfalt beliebt. Dabei besteht die Masse an Onlinehändler in beiden Ländern zu einem gewissen Teil auch aus ehemals reinen Einzelhandelsunternehmen, die durch das Online-Shopping die Möglichkeit war nehmen ihre Produkte über das Internet zu vertreiben (zum Beispiel: USA: Staples; Korea: Lotte). Zu den wichtigsten Produktsegmenten zählen sowohl in Südkorea als auch in den USA Computer-, Elektronikartikel und Bekleidung. Südkorea ist zudem weltweit führend im Vertrieb von digitalen Gütern, wie beispielsweise Software, Musik- und Videodateien.
Betrachtet man die führenden Online-Unternehmen, lässt sich erkennen, dass in beiden Ländern sehr unterschiedliche Onlinehändler vertreten sind. So existiert von Amazon, als größter Onlinehändler der USA, keine koreanische Version mit der .kr-Domaine. Lediglich die Lieferung nach Südkorea im Anschluss an die Bestellung der gewünschten Produkte auf der englischsprachigen Website ist möglich.[85] Im Gegensatz zu international bekannten Unternehmen, wie Amazon, Staples, Apple und Dell, die den E-Commerce-Markt der USA beherrschen, sind die großen koreanischen Onlinehändler vorwiegen lokal, im asiatischen Raum, bekannt. Doch die Übernahme von zwei der führenden, koreanischen Onlinehändler, GMarket and Auction, durch das US-amerikanische Unternehmen ``Ebay Inc.``, als größtes Internetauktionshaus weltweit zeigt, dass auch der südkoreanische E-Commerce-Markt von Interesse für westliche Länder und hier im speziellen auch für die USA ist.[86] In dieses Bild passt auch, dass das Unternehmen Groupon Inc. sich als US-amerikanisches Unternehmen, das diverse Webseiten mit Rabatt-Angeboten betreibt und weltweit siebzig Millionen registrierte Nutzer vorweisen kann, seit März 2011 auch auf dem koreanischen Onlinemarkt tätig ist.[87]
Zu einem der größten Trends im E-Commerce der beiden Länder gehört der M-Commerce. Durch die zunehmende Zahl an Smartphone-Nutzern, die ihr Mobiltelefon auch als Internetzugang nutzen, steigt die Zahl der Kunden, die die Produkte über ihr Mobiltelefon online kauft. Daher ist in den nächsten Jahren von einer positiven Entwicklung der Umsatzzahlen beider Länder in diesem Bereich auszugehen.

Bevorzugte Zahlungssysteme[Bearbeiten]

Für Online-Einkäufe ist die Zahlungsmethode via Kreditkarten die weitverbreitetste und häufigste Zahlungsart. 60% der weltweiten Online-Kunden nutzten die Kreditkarte für den Online-Kauf. Davon verwenden 53% eine Visa Card. Die Zahlungsmethode PayPal wird von jedem vierten Online-Kunden als Zahlungsart gewählt. Während in Lateinamerika und Asien eher Kreditkarten als Zahlungsmethode bevorzugt werden, verwenden Käufer in UK (59%) und den USA (40%) auch gern das Lastschriftverfahren.[88]

Südkorea verfügt über ein inländisches einzigartiges Karten-Ökosystem, welches in der Welt kein zweites Mal zu finden ist. Service-Provider, sogenannte VANs tragen ebenfalls eine entscheidende Rolle in der Zahlungslandschaft. Dennoch sind Zahlungen per Kreditkarte national wie auch international beim Onlinebezahlungsgeschäft in Südkorea nicht wegzudenken. Zwei Drittel der Online-Einkäufe werden über diese Zahlungsmethode abgewickelt.[89] So wurden in der zweiten Jahreshälfte 2011 mehr als 70 % des Onlinehandelsvolumens über diese Zahlungsmethode getätigt.[90] Anders als in anderen asiatischen Märkten, spielt die Barzahlung bei südkoreanischer Online-Zahlung keine große Rolle.[91]

Die bevorzugte Online-Zahlungsart in den USA ist ebenfalls die Bezahlung via Kreditkarte. 2009 war beispielsweise die Kreditkarte in der Urlaubszeit mit 67% die beliebteste Zahlungsmethode bei Online-Einkäufen, dicht gefolgt von der Debit Card mit 36%.[92] PayPal landet bei den Online-Käufern auf Platz drei der am meist genutzten Zahlungsarten.[93]

Kundenbewertung[Bearbeiten]

Die USA und Südkorea geben den Konsumenten die Möglichkeit Kundenbewertungen auf den Internetseiten der Einzelhändler abzugeben. Zunächst müssen sich die Konsumenten jedoch registrieren und anmelden, um Bewertungen liefern zu können. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den USA und Südkorea ist die Registrierung. In Südkorea müssen sich die Konsumenten erst auf der Website mit ihrem wahren Namen registrieren, wohingegen die Konsumenten auf der amerikanischen Website die Möglichkeit haben sich mit einem Pseudonym anzumelden.[94]

Auf diesen Internetseiten haben die Konsumenten die Möglichkeit Kommentare zu den Produkten der verschiedenen Einzelhändler und Hersteller zu liefern. In Südkorea gibt es jedoch weniger Kommentierungen von den Konsumenten als in den USA. Die Koreaner sind etwas vorsichtiger bezüglich der Internetseiten und Bewertungen. Trotz der finanziellen Entlohnung für jeden Konsumenten, der eine Kundenbewertung auf der Internetseite eines Einzelhändlers liefert, sind weniger koreanische Bürger bereit eine Bewertung abzugeben.[95] Der Grund für diese Zurückhaltung bei den Kundenwertungen der Südkoreaner sind die noch nicht ausgearbeiteten Schutzgesetze für die Konsumenten. Das heißt, dass die Konsumenten nicht genau wissen, wie diskret die Kommentare behandelt werden.

Mit Hilfe einer Studie von Hofstede wird deutlich, dass die Menschen in Südkorea deutlich zurückhaltender und skeptischer sind gegenüber fremden Kulturen und Produkten. Denn die Südkoreaner trauen sich nicht an die ausländischen Produkte, wenn sie darüber nicht viele Informationen besitzen und daher unwissend sind, was da auf sie zukommen mag. Die USA ist dagegen offener hinsichtlich ausländischer Produkte und Kulturen. Aufgrund dieser Tatsache halten sich die Südkoreaner bei den Reports auf den Internetseiten der Einzelhändler zurück im Vergleich zu den Amerikanern.[96]

Obwohl es in Südkorea für die Kundenbewertungen eine finanzielle Entlohnung für jeden Konsumenten gibt, der sich entschließt, eine Bewertung zu den Produkten zu liefern und dieses in den USA nicht auf der finanziellen Ebene gehandhabt wird, kann die USA mehr reports auf ihren Internetseiten vorweisen. Dadurch wissen die USA wie sie ihre Internetseiten und eigenen Produkte weiter ausarbeiten und verbessern können. Auf diesem Wege steht der globalen Integration und Überzeugung ausländischer Konsumenten nichts mehr im Wege.

Aufbau und Gestaltung der Websites[Bearbeiten]

Seit der Kommerzialisierung haben die Menschen die Möglichkeit mit Hilfe des Internets weltweit zu kommunizieren. Daher nutzen viele die Internetpräsenz, um globale Interaktionen mit anderen Staaten durchzuführen. So auch Südkorea und die USA. Beide Staaten haben Websites, auf der die eigenen Produkte dargestellt werden und für das Online-Shopping freigestellt sind. Doch unterscheiden sich die Internetseiten der Staaten in ihrem Aufbau und ihren Restriktionen. Die Websites sind unter anderem sehr verschieden in ihrem Informationsgehalt und der Zahl von Hyperlinks und den speziellen Produktmeldungen.[97] Daraus kann man schließen, dass sich die amerikanischen von den koreanischen Codern der Websites unterscheiden. Zudem sind die Verkaufsstrategien, die Produktkategorien und die Services nicht äquivalent zwischen den USA und Südkorea.

Sowohl die Einzelhändler von Südkorea als auch die der USA haben eigene Websites, um die Konsumenten aktiver an dem Online-Shopping zu beteiligen. So haben die Menschen die Möglichkeit auf diesen Internetseiten ein Produkt zu bewerten mit Hilfe der Einrichtung für Kundenbewertungen. In Südkorea gibt es jedoch weniger Bewertungen als in den USA. Solche Kommentarberichte fördern in Südkorea die Kommunikation zwischen den einzelnen Konsumenten. Die Websites in Südkorea ermöglichen den Konsumenten ununterbrochen Kommentare abzugeben aufgrund eines unlimitierten Bewertungsbereichs.[98]

Jedoch sind die Einzelhändler in Südkorea sehr vorsichtig bezüglich der Kundenbewertungen. Denn die Südkoreaner fürchten vor Spam-Nachrichten oder anderen bedrohlichen Nachrichten, die die eigenen Produkte oder ihre Tradition bedrohen könnten. Im Vergleich zu Südkorea haben die USA das Bedürfnis die Distanz zwischen den einzelnen Staaten zu verringern und somit ihre Produkte global vermarkten zu können. Dadurch soll eine horizontale Kommunikation zwischen den Konsumenten und den Verkäufern gegeben werden. Die Vermarktung der eigenen Produkte nimmt somit eine führende Rolle in den USA an.[99]

Werbung[Bearbeiten]

Bei einem Vergleich von Südkorea und den USA wird deutlich, dass zwischen den beiden Staaten hinsichtlich der Werbung in der virtuellen und der realen Welt Gemeinsamkeiten existieren. Denn Südkorea und die USA sind sich sehr ähnlich im Bereich des Web-advertisings, der sogenannten Web-Werbung. Die Web-Werbungen besitzen bei beiden Staaten interaktive und funktionale Merkmale. Des Weiteren verwenden sowohl die USA als auch Südkorea bei den Web-Werbungen Technologien wie Javascripts und Shockwave.[100]

Die Web-Werbungen, die eine Menge Umsatz für die Staaten einbringen, müssen äußerst überzeugend dargestellt werden. Diese Tatsache spiegelt sich unmittelbar in den amerikanischen und koreanischen Werbungen wieder. Denn die Graphik, der gesamte Animationsbereich, die interaktiven, zeitnahen Elemente sowie die emotionalen Anreize sind äquivalent. Zu den weiteren Gemeinsamkeiten dieser Staaten zählt die Anzahl der Nutzung von Pseudonymen. Mit Hilfe einer Statistik wird aufgezeigt, dass in Südkorea (33%) genauso viele Pseudonyme bei der Anmeldung auf einer Website wie in den USA (31%) genutzt werden.[101]

Die Online-Werbung wird von beiden Staaten äußerst behutsam und präzise angewandt. Dank sozialer Netzwerke ist eine weitere Möglichkeit gegeben, die einheimischen Produkte den anderen Staaten näherzubringen. Da sich einige koreanische Immigranten in Nordamerika angesiedelt haben und daraufhin durch Cyworld eine amerikanische Version von ihrer elektronischen sozialen Plattform geöffnet wurde, wird eine weitere Kommunikationsoption zwischen den Südkoreanern und den Amerikanern gegeben.[102]

Durch die sozialen Netzwerke können die USA und Südkorea miteinander kommunizieren und für ihre eigenen Produkte Werbung machen. Dadurch wird eventuell die ethnozentrische Haltung der beiden Staaten minimiert und die globale Kommunikation kann ihren Lauf nehmen. Sowohl Facebook als auch Cyworld sind die sozialen Plattformen, wodurch eine internationale Kommunikation stattfinden kann. Des Weiteren kann das eigene Land weltweite Kontakte knüpfen und somit Konsumenten weltweit auf die einheimischen Produkte aufmerksam machen.[103]

Die Werbung ist daher in der virtuellen Welt besonders wichtig, da es eine der größten Möglichkeiten liefert, das Online-Shopping voranzutreiben.

Mit Hilfe des Internets ist es unter anderem deutlich günstiger Werbung zu machen als in der realen Welt. Zudem muss in der realen Welt mehr Aufwand betrieben werden(ITC 2003). Die Internetseiten sollen den Konsumenten die Chance bieten mit anderen ausländischen Konsumenten zu kommunizieren und auf eine Art und Weise Propaganda zu betreiben. Die Konsumenten können auf diesem Wege herausfinden, wo die Produkte preisgünstiger sind(Feick & Price 1987). Laut einer Statistik wird deutlich, dass die Bürger der beiden Staaten Werbung für ausländische Produkte nicht wirklich präferieren. In Südkorea sind es laut der Studie 60% und in den USA lediglich 28% der Bevölkerung, die die Werbung eines anderen Staates außer des eigenen Staates gutheißen.[104]

Es kristallisiert sich heraus, dass sowohl die USA als auch Südkorea die Werbung in der realen und virtuellen Welt nutzen, um eines ihrer höchsten Ziele zu erreichen. Das größte Ziel ist die globale Integration, während die eigenen Produkte und Traditionen bewahrt werden.

Fazit und Ausblick[Bearbeiten]

Im Vergleich der beiden Staaten lässt sich erkennen, dass Südkorea und die USA allgemein sehr unterschiedliche Länder sind, die sich nicht nur aufgrund ihrer geographischen Lage auf zwei verschiedenen Kontinenten unterscheiden, sondern auch divergierende politische und soziale Verhältnisse aufweisen.[105] Diese Verschiedenheit der Länder und der unterschiedlichen Machtverhältnisse im globalen Kontext lässt sich auch im Bereich des Online-Shoppings erkennen. Im Bereich des Electronic-Commerce ist die USA mit einem Umsatzvolumen von 170 Milliarden US-Dollar weltweit führend.[106] Es wird dabei auch mit einer zukünftig kontinuierlichen Entwicklung des Umsatzes in diesem Bereich auf 278.9 Milliarden US-Dollar bis 2015 gerechnet.[107] Südkorea stellt im Vergleich dazu einen verhältnismäßig kleinen E-Commerce-Markt mit einer erwarteten Umsatzvolumenentwicklung bis 2015 von 20 Milliarden US-Dollar dar.[108] International ist der südkoreanische Markt in diesem Bereich aber bereits der sechstgrößte[109] und wird auch als „e-commerce powerhouse“, speziell im Bereich der digitalen Gütern, bezeichnet. Dies ist darauf zurückzuführend, dass die technikbegeisterten Südkoreaner weltweit die meiste Zeit im Internet verbringen und die umsatzstärksten Käufer sind und in diesem Bereich sogar vor den USA liegen.[110] Zudem ist auch die Internetverbreitung nach Anteil an der Gesamtbevölkerung höher als in den USA und die Internetgeschwindigkeit im Land bei verhältnismäßig geringen Anbieterkosten weltweit die Beste.[111][112]
Auf beiden E-Commerce-Märkten zählen Computer-, Elektronikartikel und Bekleidung zu den meistverkauften Produkten, wobei jedoch sehr unterschiedliche Onlineanbieter in den Ländern führend sind (USA: Amazon; Südkorea: GMarkt, Auction).[113][114] Der Trend geht dabei in beiden Ländern immer mehr hin zum Mobile-Commerce. Mehr und mehr Produkte werden über den Kauf per Mobiltelefon abgesetzt. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren fortsetzen und zu einer weiteren Umsatzsteigerung im Bereich des M-Commerce führen.[115][116]
Letztlich sind die USA und Südkorea auf Grund ihrer unterschiedlichen Markt- und Umsatzgröße im Online-Shopping nicht miteinander vergleichbar, dennoch sind einige Parallelen und ähnliche Entwicklungen zu erkennen.


Referenzen[Bearbeiten]

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Quellenverzeichnis[Bearbeiten]

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Internet[Bearbeiten]

Autoren[Bearbeiten]

  • Ina Sonnengrün
  • Thorsten Warnecke
  • Kai Wedig

Key Questions[Bearbeiten]

Frage 1[Bearbeiten]

Was wird unter "Power Distance" verstanden und in welchem Staat (USA oder Südkorea) ist sie am stärksten?

Antwort:
In Südkorea herrscht eine größere „Power Distance“ als in den USA. Das bedeutet, dass eine strenge Machtaufteilung in der Bevölkerung herrscht.

Frage 2[Bearbeiten]

Nennen Sie drei Vorteile von E-Commerce-Märkten in Korea gegenüber E-Commerce-Märkten in den USA.

Antwort:
Vorteile Südkorea:

  • höhere Internetverbreitung in der Bevölkerung
  • durchschnittlich höhere Internetgeschwindigkeit
  • durchschnittlich höhere Investitionen bei Online-Käufen

Frage 3[Bearbeiten]

Welcher Trend zeichnet sich im Bereich des E-Commerce sowohl in den USA als auch in Südkorea ab? Nennen Sie zudem einen Grund der diese Entwicklung begünstigt.


Antwort:
M-Commerce
Dieser wird begünstigt durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones in den Bevölkerungen.