Kurs:Gründung und Leitung eines Kreativunternehmens/Musikstreaming: 1 Million Mal gespielt, nur 5000 Dollar verdient

Aus Wikiversity
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Februar 2013 | Alexander Wragge


Statt einer CD zu kaufen, wird es immer beliebter, stattdessen einen Streaming-Dienst wie Spotify, Simfy oder Pandora zu verwenden. Der Nutzer erhält durch eine monatliche Abo-Gebühr von 5 bis 10 Euro Zugang zu mehreren Millionen Musiktiteln. Die New York Times hat sich der Frage gewidmet, welche Einnahmen denn dem Künstler zugute kommen. Die Erkenntnis: Trotz millionenfache Klicks auf ihre Lieder werden die Musiker selbst nicht reich davon.

Als Beispiel: Die kalifornische Musikerin Zoe Keating zeigte einen Auszug aus ihren Streaming-Umsätzen: 2012 wurden ihre Lieder über Spotify rund 131.000 Mal gestreamt. Keating erhielt dafür 550 US-Dollar, was einem Wert von 0,42 Cent pro Abruf entspricht. Sie bräuchte demnach über 5,8 Millionen Klicks, um monatliche Einnahmen von 2000 US-Dollar zu erhalten. Spotify selbst nennt keine Zahle. Jedoch zitierte eine Zeitung einen Musik-Manager des besagte, dass Spotify zwischen 0,5 und 0,7 Cent pro Abruf zahlt. Jedoch ist unklar, ob davon alles an die Künstler geht oder die Umsatzbeteiligung von Musiklabels noch abgezogen wird. 
Fakt ist, dass es für Musiker schwierig ist, mit Streaming-Umsätzen über die Runden zu kommen. Im Vergleich dazu: Ein Musiker verdient an einem 99-Cent-Download bei iTunes zwischen 7 und 10 Cent. Das Entspricht dem 20-Fachen eines Streaming Abrufs. Allerdings sind solche Vergleiche ziemlich schwierig. Eventuell werden dank den Streaming-Diensten zusätzliche Einnahmen durch ein neues Publikum gemacht. Auch wäre es möglich, dass ein Nutzer einen Titel öfter als 20-Mal anhört und der Künstler würde damit sogar mehr Gewinn machen.


http://irights.info/musikstreaming-1-million-mal-gespielt-nur-5000-dollar-verdient/10204

(Zusammengefasst von Nico Deisenberger)