Kurs:Neuss/Forum

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Römische Inschriften in Neuss[Bearbeiten]

 Commons: Corpus Inscriptionum Latinarum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Inschrift 1[Bearbeiten]

OCLATIO CARVI F(ilio)
SIGNIF(ero) ALAE AFROR(um)
TVNGRO FRATER H(eres) F(aciendum) C(uravit)

Inschrift 2[Bearbeiten]

TIBER(ius) IULIUS
PANCUIUS
MILES COH(ortis)
LUSITANORUM
AN(norum) LV STIP(endiorum) XXVIII
HIC S(i)T(us) EST

--Michael Reschke 00:12, 2. Nov. 2008 (CET)

Inschriften, Quelle w:Castrum Novaesium[Bearbeiten]

  • Grabstein des Oclatius
    Oclatius diente als Signifer (Feldzeichenträger) in der Ala Afrorum, einer ursprünglich in Afrika ausgehobenen Reitereinheit, die vermutlich in den 70er Jahren des 1. Jahrhunderts in Neuss stationiert war. Oclatius, der im oberen Relief mit dem Feldzeichen seiner Einheit abgebildet ist, war ein Tungrer, stammte also aus dem Gebiet um das heutige Tongeren in Belgien. Auf dem unteren Relief führt ein Stallknecht das gesattelte Pferd des Signifers. Auf der Schulter trägt er wohl ein Bündel Lanzen. Der Grabstein wurde 1922 an der Kölner Straße entdeckt. Die Inschrift zwischen den beiden Reliefs lautet:
OCLATIO CARVI F(ilio)
SIGNIF(ero) ALAE AFROR(um)
TUNGRO FRATER H(eres) F(aciendum) C(uravit) [1]
  • Grabstein des Pancuius
    Die Grabstele des Tiberius Iulius Pancuius wurde 1950 an der Kölner Straße gefunden. Pancuius war Signifer einer Auxiliarkohorte, die in der Provinz Lusitanien auf der iberischen Halbinsel aufgestellt worden war. Vermutlich zwischen 20 und 43 n. Chr. war die Truppe zur Unterstützung der 20. Legion in Novaesium stationiert. Die Inschrift unterhalb des Reliefportraits lautet:
TIBER(ius) IVLIVS
PANCVIVS
MILES COH(hortis)
LUSITANORUM
AN(norum) LV STIP(endorium) XXVIII
HIC S(i)T(us) EST [2]

--Michael Reschke 20:19, 4. Nov. 2008 (CET)

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Frei übersetzt: „Dem Oclatius, Sohn des Carvus, Feldzeichenträger der Ala Afrorum, aus dem Stamm der Tungrer, hat der Bruder und Erbe (diesen Grabstein) anfertigen lassen.“
  2. Frei überetzt: „Tiberius Iulius Pancuius, Soldat der Kohorte der Lusitanier, im Alter von 55 Jahren, mit 28 Dienstjahren, ist hier bestattet.“

Inschrift: Hugo Liedmann[Bearbeiten]

Die Grabplatte Hugo Liedmanns am Quirinus-Münster

Hier erwartet die Auferstehung
zum ewigen Leben
der Jubilarpriester
Hugo Liedmann
geb. am 4. 11. 1879 zu Wormditt
zum Priester geweiht am
1?. 3. 1905 im Hohen Dom zu Köln
seit 27. 5. 1921 Oberpfarrer
an St. Quirin
und Stadtdechant zu Neuss
Geistlicher Rat
Domkapitular an der Hohen
Metropolitankirche zu Köln
gest. am 21. 6. 1963
Er restaurierte das
Quirinusmünster von
1928 - 1938
und baute es nach dem
schweren Bombenangriff
vom 5. 1. 1944
in alter Schönheit
wieder auf
R. I. P.

Das Todesdatum ist unvollständig und ist vor allem bei der Diskussionsseite zum Bild nachzutragen. --Michael Reschke 00:14, 7. Mai 2009 (CEST)