Kurs:Orthodoxe Kirchen in Dresden/Russisch-orthodox
Die Russisch-Orthodoxe Kirche entstand im Jahre 988 durch die Taufe des Rurikiden Wladimirs I., dem Fürst (972) und Alleinherrscher (seit 980) der Kiewer Rus. Die Rurikiden herrschten seit 862,
Im Anschluß daran begann die Christianisierung der Rus (im Orthodoxen auch Taufe der Rus genannt).
Die Diözese „Rosia“ ( griechisch: Ρωσία ), die zu dieser Zeit mehr als ein Jahrhundert lang in den Listen der Diözesen der Kirche von Konstantinopel auftauchte, wurde spätestens 996 in den Rang einer Metropolie erhoben. In historischen Quellen gibt es keine Daten über den ersten russischen Metropoliten aus der Zeit von Fürst Wladimir und auch nicht über Metropoliten im ersten halben Jahrhundert nach der Taufe Russlands.
Eine erste Taufe Russlands geht auf die 860er Jahre zurück, nach der Belagerung von Konstantinopel im Jahr 860 durch die Rus.
Die Bekehrung zum Christentum war die Standardpraxis von Byzanz im Umgang mit kriegerischen heidnischen Völkern. Im 9. Jahrhundert wurden Christianisierungsversuche in Bezug auf Großmähren (862) und Bulgarien (864-920) unternommen. Durch die Taufe der herrschenden Elite versuchte insbesondere Byzanz, die Staaten der Heiden in seinem Einflussbereich zu festigen und das Risiko kriegerischer Auseinandersetzungen an seinen Grenzen zu verringern.
Gesandtschaftskapelle
[Bearbeiten]Ab 1670: Sondergesandtschaften
[Bearbeiten]Ort unbekannt
vor 1774 (Erwerb des Palais Vitzthum durch Graf Friedrich August Vitzthum von Eckstädt († 1803), Wiederaufbau nach Plänen von Gottlob August Hölzer)
Ende des 17. und verstärkt im 18. Jahrhundert nahmen einige deutsche Königshäuser und (Kur)Fürstentümer diplomatische Beziehungen mit dem russischen Zarenreich auf. In der Folge wurden in den Staaten des Heiligen Römischen Reichs (HRR) deutscher Nation russische diplomatische Vertretungen, sogenannte Gesandtschaften, temporär oder zunehmend auch auf Dauer eingerichtet. Damit die Gesandtschafter und ihre Angehörigen die orthodoxen Gottesdienste feiern konnten, wurden zu diesem Zweck aus Russland das kirchliche Personal entsandt, Kapellen gebaut oder entsprechende Räumlichkeiten "ermietet".
Sondergesandtschaften des russischen Reiches nach Sachsen gab es in den Jahren 1670, 1673 und 1674. Dabei ist von einer religiösen Betreuung des Personals durch einen mitgeführten russisch-orthoxen Geistlichen auszugehen.
Ab 15. September 1697: Personalunion mit Polen-Litauen
[Bearbeiten]15. September 1697: August der Starke (Kurfürst seit 27. April 1694) wird polnischer Wahlkönig
Bei der Berufung eines neuen sächsischen Gesandten an den polnischen Hof fiel die Auswahl Augusts des Starken 1697 wegen der Hochzeit von Margarethe Elisabeth in den polnischen Hochadel auf ihren Couisin Jacob Heinrich von Flemming. Ihr Ehemann Johann Georg Przebendowski half dann dabei, daß August am 15. September 1697 das polnische Wahlkönigtum erhielt. Elektor bei der Wahl (und Halter des polnischen Reichsapfels bei der Zeremonie) war der Onkel von Johann Georg Przebendowski, Joachim Heinrich Przebendowski (verheiratet mit Elisabeth Emerenzia von Chinow). Margarete Elisabeth Przebendowska#1697: Wahl August des Starken zum König von Polen
Ständiger Gesandter: Alexej Wassiljewitsch Nikitin
[Bearbeiten]das Russische Zarenreich (ab 1721 Kaiserreich) hatte 1673 eine ständige diplomatische Mission in Warschau eröffnet
seit dem 4. März 1696 war Alexej Wassiljewitsch Nikitin (Alexej Wassiljewitsch Nikitin) Gesandter (Стольник) in der ständigen Mission in Warschau
- seit 1676 Angestellter im diplomatischen Korps der russischen Gesandtschaften
- 1681 wurde er in die Türkei zum russischen Gesandten Прокофий Богданович Возницын (Prokofy Bogdanowitsch Woznitsyn) beordert (Wosnitsyn war dann vom 20. Januar 1688 bis (Februar/März) 1689 Gesandter in Warschau, er starb 1702)
- reiste 1683-1684 nochmals als Gesandter in die Türkei, * * 1685-1690 Schweden
- 12.11.1689 Beförderung zum Gesandtschaftsschreiber
- vom 19.01.1691 bis Januar 1696 zweiter Schreiber im russischen diplomatischen Korps
- 04.03.1696 in die ständige Mission nach Warschau gesandt
- zu seinen Aufgaben gehörte die regelmäßige Beschaffung polnischer Zeitungen und deren Versand nach Moskau
- 1697, während der Wahl des polnischen Königs, wurde sein Haus in Warschau angegriffen
- am 16.07.1697 befahl Zar Peter I., dass sich Wosnitsyn für den sächsischen Kurfürsten Friedrich-August I. als polnischen König einsetzen sollte - und gegen Prinz F.L. Conde arbeiten sollte, denn „mit ihm ... wird es keinen Frieden geben, weil er im Königreich Polen von echten Feinden inthronisiert würde – von dem türkischen Sultan [Mustafa II] und dem Khan der Krim [Selim I Giray], mit ihrem Assistenten, König von Frankreich] Louis XIV], und deshalb wird es für ihn nicht leicht sein, mit den christlichen Souveränen in Frieden und in Einheit zu leben."
- Er kehrte am 20. Mai 1700 nach Russland zurück.
- Zuletzt 1721 erwähnt.
1699: Bündnis zwischen Sachsen und Russland
[Bearbeiten]Nachdem August der Starke (Kurfürst seit 27. April 1694) am 15. September 1697 auf den polnischen Königsthron gelangte, begann eine Phase intensiver diplomatischer Beziehungen zwischen ihm und dem östlichen Nachbarn von Polen-Litauen, dem russischen Zarenreich, welche schon 1699 zu einem Bündnis zwischen Sachsen und Russland führte.
Ständiger Gesandter Ljubim Sergejewitsch Sudeikin
[Bearbeiten]Любим Сергеевич Судейкин
Nach 1774: Gesandtschaftskapelle Palais Vitzthum
[Bearbeiten]1797, 1799 Moritzstraße Nummer 763, Geistlicher: Basilius Lalitsch, ovaler Saal im Untergeschoß
Ende des 17. und verstärkt im 18. Jahrhundert nahmen einige deutsche Königshäuser und (Kur)Fürstentümer diplomatische Beziehungen mit dem russischen Zarenreich auf. In der Folge wurden in den Staaten des Heiligen Römischen Reichs (HRR) deutscher Nation russische diplomatische Vertretungen, sogenannte Gesandtschaften, temporär oder zunehmend auch auf Dauer eingerichtet. Damit die Gesandtschafter und ihre Angehörigen die orthodoxen Gottesdienste feiern konnten, wurden zu diesem Zweck aus Russland das kirchliche Personal entsandt, Kapellen gebaut oder entsprechende Räumlichkeiten "ermietet".
1797 war die russisch-orthodoxe Gesandtschaftskapelle im Kurfürstentum Sachsen mit der Russischen-Kaiserlichen Gesandtschaft im Palais Vitzthum in der Dresdner Moritzstraße untergebracht. Die Moritzstraße war die damalige Prachtstraße und Flaniermeile von Dresden, ihre Breite übertraf die der mittelalterlichen Breiten Gasse[1]
Dieses Palais hatte die Dresdner Gebäudenummer (Altstadt) 763 und war demzufolge eines der letzten Häuser des vierten (und letzten) Viertels der Innenstadt. Letztes Haus war die Nummer (Neumarkt) 768, das Zimmermannsche Haus (Palais) an der Einmündung der Moritzstraße in den Neumarkt. Es wurde 1833 zum Hotel Stadt Rom.
Nach dem Buch "Dresden zur zweckmäßigen Kenntniß seiner Häuser und deren Bewohner" aus dem Jahre 1797 (S. 180.) wohnten folgende Personen in der Russischen-Kaiserlichen Gesandtschaft:
"Nr. 763.
Hr. Joh. Frhr. von Mestmacher, russisch kaiserl.
wirklicher Staatsrath und außerordentlicher Ge=
sandte am kursaͤchs. Hofe.
[Hr.] Stange, Haushofmeister beym Freyherrn von
Mestmacher.
Fraͤul. von Tettau.
Das Palais Vitzthum bildete mit dem Zimmermannschen Haus, ein Adelspalais am Neumarkt (später Hotel Stadt Rom), die beiden Eckpunkte des westlichen Bebauung der Moritzstraße.
1789: Geistlicher Tschudowski
[Bearbeiten]der russische Schriftsteller und Historiker Nikolai Michailowitsch Karamsin (russisch Николай Михайлович Карамзин, wiss. Transliteration Nikolaj Michajlovič Karamzin; * 12. Dezember 1766 im Dorf Michailowka im Gouvernement Simbirsk (Russland); † 3. Juni 1826 in Sankt Petersburg)
1789 bis 1790 bereiste Karamsin Europa:
- Twer, Memel, Tilsit
- Königsberg (Begegnung mit Immanuel Kant)
- Berlin (Begegnung mit Friedrich Nicolai und Karl Philipp Moritz)
- Dresden Leipzig
- Weimar (Begegnung mit Wieland, aber nicht mit Goethe)
- Frankfurt und Straßburg
- Schweiz: Zürich (Treffen mit Lavater) und Genthod (Treffen mit Charles Bonnet)
- Ende März 1790 Paris (Besuch des Krankenhauses Hôtel-Dieu)
- Greenwich (Besuch des Marinehospital, heutzutage die Universität)
- London (Juli bis September 1790) von dort zu Schiff nach Kronstadt zurück
in Dresden traf er sich 1789 mit dem dort tätigen Geistlichen Tschudowski
Vgl. E. Hexelschneider, Kulturelle Begegnungen zwischen Sachsen und Russland 1790-1849, Köln, Weimar, Wien 2000, S. 148.
Karamsin markiert in der russischen Literatur den Übergang vom Klassizismus zum Sentimentalismus und hatte damit in Russland um 1800 den größten Publikumserfolg aller Literaten
Ab 1790: Der Mestmacher-Kreis
[Bearbeiten]Um den damaligen russisch-kaiserlichen Gesandten Johann von Mestmacher (ab 1790 in Dresden) entstand ein Freundschaftskreis in der Art der Empfindsamkeit, der die russisch-orthodoxe Gemeinde um den Altardiener Balislius Lalitsch (ein Serbe, vor dem Östreichern nach Rußland geflohen: Vasile Lalic) ergänzte.
1797
Alopeus, von … rußl. kaiserl. Minister Dresden Schössergasse 358
Hohberg, von … rußisch kaiserl. Legationssekretär Dresden Schießgasse, Große 711
Nottbeck, von … russisch kaiserl. Legationsrath Dresden Neumarkt 443
1799
Wolf Kaufmann aus Petersburg Dresden Scheffelgasse 187
1797: Geistlicher Basilius Lalitsch
[Bearbeiten]1797 wurde in dem Buch "Dresden zur zweckmäßigen Kenntniß seiner Häuser und deren Bewohner" Basilius Lalitsch als "Kapelldiener an der rußisch-kaiserl. Gesandschaftskapelle" bezeichnet. Er wohnte Dresden Schreibergasse Haus Nr. 14, zusammen mit Gottfried Lah, Kandidat des Predigtamts. Das Haus gehörte der Ehefrau von Johann Gottlieb Lotze, Obersteuerexpeditor in Dresden (S. 5).
Gottfried Lah, Kandidat des Predigtamts, gehörte über seine Beziehung zu Basilius Lalitsch zum Mestmacher-Kreis.
Zur Gemeinde zählte 1797 Nikolai Abramowitsch Putjatin.
1797 wurde in dem Buch "Dresden zur zweckmäßigen Kenntniß seiner Häuser und deren Bewohner" Putjatin als Se. Durchl. Fürst Poutiatin geschrieben (S. 186), er wohnte ganz in der Nähe der Gesandtschaft, im nächstgelegenen Adelspalais, dem Zimmermannschen Haus, welches 1797 der "Gräfinn Przebendowska" gehörte, die ebenfalls zum Mestmacher-Kreis zählte.
Nach 1783: Kapelle Maxpalais Ostra-Allee
[Bearbeiten]- nach 1783 - um 1815: im Palais des Prinzen Maximilian auf der Ostraallee eine weitere orthodoxe Hauskapelle neben der Gesandtschaftskapelle (1797 Palais Vitzthum, 1813 Palais Brühl)
(Maxstraße Stadtwiki) - ursprünglich das Wohnhaus Chiaveris, des Erbauers der katholischen Hofkirche, wurde 1783 zum Sommerpalais für den Prinzen Maximilian umgebaut - 1890 wurde das Sommerpalais abgebrochen
Die Maxstraße in der Wilsdruffer Vorstadt war früher "das nach Westen abbiegende Endstück der Ostra-Allee". Die geradlinige Verlängerung Richtung Marienbrücke wurde zunächst mit Brückenstraße benannt. 1877 wurde diese aber der Ostra-Allee zugeschlagen und das bisherige Endstück der Allee mit Maxstraße benannt "nach dem am Straßenanfange liegenden Maxpalais.
Ostra-Allee In seiner Stadtbeschreibung von 1804 spricht Friedrich Christian August Hasse für den stadtauswärtigen Teil nach der Brücke über den Flusslauf der Weißeritz von der Ostra- oder Brückenstraße. Um 1850 setzte sich für diesen Straßenabschnitt der Name Friedrichstraße durch.
Den ursprünglichen Verlauf der Ostra-Allee zur Weißeritzbrücke kennzeichnete ein Abknicken nach Westen in Höhe des Prinz-Max-Palais. Die gradlinige Fortsetzung in Richtung Nordwesten entstand erst mit dem Bau der Marienbrücke und erhielt 1862 den Namen Brückenstraße. 1877 änderte man dies, seit diesem Zeitpunkt verläuft die Ostra-Allee geradlinig bis zur Könneritzstraße und der abknickende Straßenzug wurde Maxstraße benannt.
Nr. 18 Hofpatientenburg
Nr. 22 Prinz Johann, K. H.
Wilsdruffer Vorstadt
- Nr. 1 am Wilsdruffer Platze -siehe Zwingerstraße Nr. 1
== Zwingerstraße
- Nr. 2 Silberhammer (Staatsgebäude)
- Nr. 3 Waschhaus (Königl. Gebäude)
- Nr. 4
== Malergäßchen
- Nr. 5
- Nr. 6 Krankenhilfsverein
- Nr. 7 Logengebäude Freimaurergesellschaft
- Der Herzogin Garten (Staatsgeb.)
- Nr. 8 Orangeriehaus (Staatsgeb.)
== a. d. Herzogin Garten
- Nr. 9
- Nr.10a
== Trabantengasse
- Nr. 10b
- Nr. 10c
- Nr. 10d
- Nr. 11 Morgenroth's Erben
- Nr. 12
- Nr. 12b
- Nr. 13a
- Nr. 13b
- Nr. 14 - ist abgetragen
- Nr. 15
== An der Viehweide
- Nr. 16
- Nr. 17
- Nr. 18 u. 19
- Nr. 20
- Nr. 21
- Nr. 22 Prinz Johann, Herzog zu Sachsen
== Kleine Packhofstraße
- Nr. 23
- Nr. 24 (Schuppen)
- Nr. 25 u. 26
- Nr. 27
- Nr. 28
- Nr. 28a (s. Stallgäßchen Nr.1)
== Stallgäßchen
- Nr. 29 (Lithograph. Anstalt Franz Hanfstängl + Max H.)
- Nr. 22 Palais
- Prinz Johann, Königl. Hoheit, E.
- Ulbrich, F., Bettmeister, pt.
- Schmidt, J.G., Thorwärter, pt.
- Stenger, C. W., Hofgärtner, pt.
- Nr. 22 Palais
- Prinz Johann, Königl. Hoheit, E.
- Ulbrich, F., Bettmeister, pt.
- Schmidt, Joh., Thorwärter, pt.
- Stenger, C. W., Hofgärtner, pt.
- Dziembswski, Ant. v.. Geh. Rath, Kammerherr u. Obersthofmstr., Maj. a. D. 1
- Nr. 22 Palais
- Prinz. Louise von Lucca, Herzogin z. Sachsen; Friedrich August, König von Sachsen; Prinzessin Marie Am., Herzogin z. Sachsen; Prinz Johann, Herzog z. Sachsen, Eigenth.
- Ulbrich, F., Bettmeister, pt.
- Schmidt, Joh., Thorwärter, pt.
- Stenger, C. W., Hofgärtner, pt.
- Dziembswski, Ant. v.. Geh. Rath, Kammerherr u. Obersthofmstr., Maj. a. D. 1
- Nr. 22 Palais
- Prinz. Louise von Lucca, Herzogin z. Sachsen; Friedrich August, König von Sachsen; Prinzessin Marie Amalie, Herzogin z. Sachsen; Prinz Johann, Herzog z. Sachsen, Eigenth.
- Ulbrich, F., Bettmeister, pt.
- Schmidt, Joh., Thorwärter, pt.
- Stenger, C. W., Hofgärtner, pt.
- Nr. 22 Prinzliches Palais
- A Ulbrich, Bettmeister
- Stenger, Hofgärtner
- Hennersdorf, Hausmann
- Nr. 22 Prinzliches Palais
- Stenger, Hofgärtner
- Hennersdorf, Hausmann
Nr. 27 vormalige Nudelmühle
- Nr.12a
- E: Metzradt Kammerherrns Ww.
- Nr. 12b s. Schützenplatz 8
- Nr. 13 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 14 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 15 Baron von Burgk auf Burgk
- Bahnwärterhäuschen
- Nr. 16 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 17 E: Beyer priv. Schänkwirth
- Tichatschek, K.? Hofopern- und Kammersänger
- Nr. 18 u. 19a
- E: Leuckart Amtsrath a.D.
- NN Bahnwärterhaus auf der Marienbrücke
- Nr. 19b Marienbrückengelder=Einnehmerhaus
- Nr. 20
- E: Jüngst, Fabrikbesitzer
- Nr. 21
- E S. Majestät der König Johann
- Nr. 22a Prinzliches Palais
- Stenger, Hofgärtner
- Hennersdorf, Hausmann
- Nr. 22b kl. Packhofstraße 1
- E. Müller, Clara Const. verehel.
- Nr. 23
- E: Winter, Bäcker
- Nr. 24
- E: Zschau, Rob. Budenherr (Gr. Oberseergasse
- NN
- E: Ellezinguer, Kaufmann
- Nr. 25 u. 26 Albertsbad
- E: Ellezinguer, Kaufmann
- Nr. 27 vormalige Nudelmühle
- E: Bär, Stahl - und Modellschmied
- Nr. 28
- E: Velthusen, Partic.
- Nr. 29 Stallstraße 1
- E. Lohse Fabrikbesitzer
- Nr. 9
- E: S. Majestät der König Johann
- Nr. 10 Prinzliches Palais
- p. Hennersdorf, Hausmann
- I. v. Funcke, Oberleutnant
- Nr. 21 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 22 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 23 Baron von Burgk auf Burgk
- Bahnwärterhäuschen
- Nr. 24 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 31 kl. Packhofstraße 1
- E. Müller, Clara Const. verehel.
- Nr. 41 Nr. 29 Stallstraße 1
- E. Lohse Fabrikbesitzer
- Nr. 9
- E: S. Majestät der König Johann
- Nr. 10 Prinzliches Palais
- p. Hennersdorf, Hausmann
- Nr. 9
- E: S. Majestät der König Johann
- Nr. 10 Königliches Palais
- p. Schneider, Hausmann
- Nr. 9
- E: S. Majestät der König Johann
- Nr. 10 Königliches Palais
- p. Schneider, Hausmann
- Nr. 21 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 22 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 23 Baron von Burgk auf Burgk
- Bahnwärterhäuschen
- Nr. 24 Baron von Burgk auf Burgk
- Nr. 9
- E. Se. Maj. der König
- Nr. 10
- E. Se. Maj. der König
- p. Schneider, Hausmann
- Nr. 9
- E. Se. Maj. der König
- Nr. 10
- E. Se. Maj. der König
- p. Schneider, Hausmann
- Nr. 6 Zum Königl. Palais gehörig
- I Stenger, Hofgärtner
- Nr. 9
- E. Se. Maj. der König
- Nr. 10
- E. Se. Maj. der König
- p. Schneider, Hausmann
- Nr. 4
- NN Bahnwärterhaus auf der Marienbrücke
- Nr. 5
- Bahnwärter, Brückenwärter, Signalwärter
- Nr. 6 zum Königlichen Palais gehörend
- Nr. 9
- E. Se. Maj. der König Albert von Sachsen
- Nr. 10
- E. Se. Maj. der König Albert von Sachsen
- p. Rötzschke, Hausmann
- p. Nitzsche, Secretär
Rechte Seite, von der Stallstraße angefangen
== Kleine Packhofstraße
- Nr. 14 - Cat.=Nr. 678F
- Nr. 16 - Cat.=Nr. 678E
- Nr. 18 - Cat.=Nr. 678D
- Nr. 20 - Cat.=Nr. 678C
- Nr. 22 - Cat.=Nr. 678B
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678 / 3 Stockwerke
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- SG p. Greß, Secretair
- Gierth, Hausmann
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677 / 4 Stockwerke, HG 3
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678 / 3 Stockwerke
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- SG p. Schulze, K., Hausdiener
- Heinrich, Instrumentenm. Ww.
- Martin, Kellereigehilfe
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677 / 4 Stockwerke, HG 3
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678 / 3 Stockwerke
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- SG p. Schulze, K., Hausdiener
- Martin, Kellereigehilfe
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677 / 4 Stockwerke, HG 3
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678 / 3 Stockwerke
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- SG p. Schulze, K., Hausdiener
- Martin, Kellereigehilfe
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677 / 4 Stockwerke, HG 3
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678 / 3 Stockwerke
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- SG p. Schulze, K., Hausdiener
- Martin, Kellereigehilfe
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677 / 4 Stockwerke, HG 3
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678 / 3 Stockwerke
- E. Franz Günther, Commerzienrath (Sidonienstr. 20)
- Martin, Kellereigehilfe
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677 / 4 Stockwerke, HG 3
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678 / 3 Stockwerke
- E. Franz Günther, Commerzienrath (Sidonienstr. 20)
- Martin, Kellereigehilfe
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677 / 4 Stockwerke, HG 3
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678
- E. Franz Günther, Commerzienrath (Sidonienstr. 4)
- A die F. Bank (s. Grundbesitz) Weißegasse 1
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- SG II. Gierth, Königl. Hoflakai
- Nr. 24 - Cat.=Nr. 678
- die F. Bank (s. Grundbesitz) Weiße Gasse 1
- Nr. 26 - Cat.=Nr. 677
- E. Se. Majestät der König Albert von Sachsen
- SG II. Gierth, Königl. Hoflakai
von der König=Johann=Straße nach An der Kreuzkirche
linke Seite
- Nr. 1
- E Baubank für die Residenzstadt Dresden
- Bank für Grundbesitz
- Nr. 24 - keine Kat.=Nr.
- die F. Bank (s. Grundbesitz) Weiße Gasse 1
- Geschäfte ab 1. April 1894
- Nr. 24 - Kat. Nr. 678
- E. Johann Gottfried Ulbricht, Ziegeleibesitzer, Victoriastraße 27
- pt. Schänkwirt Josef Thomas Franz Wojciechowski (auch Barbier, Geschäft Güterbahnhofstr. 18); Fischwarenhändler Paul
- pt. bis IV = 5 Stockwerke
Maximilian von Sachsen (1759–1838) - (* 13. April 1759 in Dresden; † 3. Januar 1838 ebenda) - nach der Gründung des Königreichs Sachsen 1806 Prinz von Sachsen - von 1827 bis 1830 designierter Thronfolger des Königreichs Sachsen
Polen-Litauen: Ritter des Weißen-Adler-Ordens 1762
Nr. 70. Chiaveri, Gaëtano, 1689–1770, italienischer Baumeister, war Erbauer der katholischen Hofkirche. König August III. hatte ihn in Warschau kennen gelernt und um 1738 nach Dresden berufen. Der Bau des genannten Gotteshauses begann im Sommer 1739, wurde zwar 1751 geweiht, aber erst vier Jahre später völlig beendet. Infolge von Umtrieben, die der Oberlandbaumeister Knöffel gegen Ch. ins Werk setzte, gab letzterer 1749 seine hiesige Stellung auf und verließ die Stadt, erhielt aber einen Ruhegehalt von 700 Talern, der ihm nach einem 1766 stattgefundenen Besuche in Dresden um 100 Taler erhöht wurde.
Es kann sein, daß Ch. während seines hiesigen Aufenthalts zuerst mehrere Jahre in einem Gebäude des sogenannten Italienischen Dörfchens gewohnt hat. Ob freilich die Sängerfestzeitung vom Jahre 1865 im Rechte gewesen ist, wenn sie in Nr. 15 S. 117 behauptet, Ch. habe sein Heim in dem (seit 1910 verschwundenen) Hause Theaterplatz Nr. 1 gehabt, muß dahingestellt bleiben. Dagegen steht sicher fest, daß sich seine spätere Wohnung in einem nahe dem Ausgange der Ostra-Allee gelegenen Gebäude befand, dessen Erbauung in das Jahr 1742, vielleicht auch 1743, fällt, und das älteren Dresdnern unter dem Namen „Maxpalais“, zuletzt Ostra-Allee 22 (O.-Nr. 678) wohlbekannt ist. König August III. hatte das zweigeschossige Haus, für das der Entwurf von Ch. herrührte, ausdrücklich für diesen aufführen lassen und zur Wohnung bestimmt, so lange er in Dresden bleiben würde. Nach seinem Scheiden von hier 1749 ging das Gebäude in Privatbesitz über. 1783 wurde das Grundstück vom Hofe zurückgekauft, und das Haus für den Prinzen Maximilian zum Sommerpalais umgebaut. Dieses gelangte 1890 zum Abbruche, um für die geplante Permoserstraße Raum zu gewinnen.
w:wikisource:de:Hervorragende Persönlichkeiten in Dresden und ihre Wohnungen: Gaëtano Chiaveri
Maxstraße, früher das nach Westen abbiegende Endstück der Ostra-Allee, erhielt 1877 ihren neuen Namen nach dem am Straßenanfange liegenden Maxpalais. Dieses, ursprünglich das Wohnhaus Chiaveris, des Erbauers der katholischen Hofkirche, wurde 1783 zum Sommerpalais für den Prinzen Maximilian umgebaut, 1890 abgebrochen.
w:wikisource:de:Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens
1801: Gitterlaube auf dem Hermsdorfer Berg
[Bearbeiten]- "Von den das Dorf umgebenden Höhen ist die bedeutenste
der sogenannte Hermsdorfer Berg, zwischen Hermsdorf
und Lausa. Auf diesem Berge huldigten im Sommer 1801
die aus der französischen Gefangenschaft zurückkehrenden Russen
kolonnenweise dem Kaiser Alexander. In einer dazu errichte=
ten Gitterlaube betete erst der Dresdner Gesandtschafts=Pope
und las dann den Huldigungseid ab, welchen die Soldaten
nachsprachen. Viele tausend Menschen wohnten dieser feier=
lichen Handlung bei.
- In dem Kriegsjahre 1813 wurde hier ein russisches
Feldlager aufgeschlagen. Was von Schlachttieren in den
benachbarten Dörfern noch vorhanden war, wurde geraubt.
Hermsdorf und Lausa wurden ausgeplündert. Bei dem plötz=
lichen Aufbruche dieses Lagers sollen, wie erzählt wird, einige
Leute aus Lausa manchen hübschen Fund gemacht haben."
Karl Gottlieb Dressler: Chronik der Parochie Ottendorf sowie der Dörfer Lausa, Hermsdorf, Grünberg und Cunnersdorf. Nach sicheren Quellen, Selbstverlag des Verfassers, Meißen 1890, S. 155.
Nach 12. November 1813: Gesandtschaftskapelle Palais Brühl
[Bearbeiten]Ende 1813 (nach dem 12. November), 1815 Augustusstraße - 1814: Treppe vom Schlossplatz aus zur Gesandtschaft mit Kapelle geschaffen
Ende 1813 kamen die Russen nach Dresden, der sächsische König in preußische Gefangenschaft. Die russische Gesandtschaft wurde prominent im Palais Brühl an der Brühlschen Terrasse eingerichtet, sogar eine Treppe vom Schlossplatz dort hinauf gebaut (1814) , die noch heute existiert.
1813 befand sich die Gesandtschaftskapelle im Palais Brühl auf der Augustusstraße an der Stirnseite der Brühlschen Terrasse. Dies lieferte einen plausiblen Grund dafür, damals dort eine Treppe zu errichten, die noch heute existiert.
1813/1814 eine Kapelle für den orthodoxen Gottesdienst in einem Saal des Brühlschen Palais, in dem damals der russische Gouverneur Fürst Repnin-Wolkonskij residierte
Während ihrer Aufenthalte in Dresden lebten im Palais zahlreiche ausländische Staatsmänner, u.a.:
- Zar Alexander I. von Russland 1813
- Nikolai Grigorjewitsch Repnin-Wolkonski 1813/1814
nicht verwechseln mit Palais Brühl (Schießgasse)
Der russische Zar Alexander wohnte 1813 im Brühlschen Palais und ließ sich den Gartenpavillon nach seinem Geschmack herrichten.
- "Historisch-topographische Kontraste, den Gartensaal und die Brühlsche Terrasse in Dresden betreffend." In: Heinrich Zschokke (Hrsg.): "Ueberlieferungen zur Geschichte unserer Zeit." Jahrgang 1818, Heinrich Remigius Sauerländer, Aarau 1818
Ein neues, regsames Leben erhielt auf einmal der Garten, als Kaiser Alexander, vor der
Lützner Schlacht einsprach, den Brühlschen Pallast bewohnte, dessen Gartenterrasse zu seinem
Liebling=Spaziergange wählte, ein Gartenhaus dort zu seinem Gebrauch einrichten und den
ehemaligen Ausstellungssaal der Kunst in eine russische Kapelle umwandeln ließ.
- In Alexanders Garten=Fußtapfen trat nachher sein Generalgouverneur in Sachsen, Fürst
Repnin. Dieser ließ den Zugang zum Garten von der Brücke her, erst durch eine kleine
hölzerne Treppe, der russischen Kirche wegen, erleichtern, dann durch eine große dreiund=
Ellen breite steinerne Steintreppe förmlich eröffnen.
- Eine solche war übrigens keine neue, sondern nur eine ergriffene, vorgefundene
Idee; denn auch unser verehrter König hatte vor langer Zeit schon, den Werth des Gartens
nicht verkennend, Zeichnungen von dessen Treppen zu dessen Eröffnung von der Brückenseite her sich
vorlegen lassen, die Ausführung aber nur aus den tristigsten ökonomischen Rücksichten immer
verschoben.
Mit Lützner Schlacht ist die Schlacht bei Großgörschen vom 2. Mai 1813 auf den Ebenen bei Lützen gemeint. Da Napoleon in der Nacht vor der Schlacht bei Großgörschen demonstrativ am Gedenkstein für Gustav Adolf übernachtete, umgeben von seinen Truppen, wird diese manchmal auch als Schlacht bei Lützen bezeichnet.
Nach der Schlacht von Großgörschen besichtigte der preußische König Friedrich Wilhelm III. zusammen mit dem russischen Zaren Alexander I. am Abend das russische Lager. Hierbei erlebte er, wie die Soldaten – so wie es im russischen Heer üblich war – nach dem Zapfenstreich noch einen Choral sangen. Beeindruckt und ergriffen erließ er mit Kabinettsorder vom 10. August 1813 auch für die preußischen Truppen die Einführung eines Gebetes nach dem Zapfenstreich. Damit erlangte der Zapfenstreich – wenn auch zunächst nur in Preußen – seine erste zeremonielle Bedeutung.
1. Hälfte des 19. Jahrhunderts: Boxberg'sches Palais (Am Festungsgraben vorm Seetore Nr. 417)
[Bearbeiten]"Ebenso steht das zweite Wohngebäude, in dem B. seine letzten Jahre verlebte, nicht mehr. Es war der[WS 1] älteren Dresdnern unter dem Namen das Boxberg'sche Palais bekannte schöne Bau Am Festungsgraben vorm Seetore Nr. 417, zuletzt bis zu seinem Abbruche im Jahre 1899 Waisenhausstraße 33 (O.-Nr. 56). Um 1750 errichtet, gelangte er 1783 in den Besitz des sehr vermögenden Juden Eibeschütz, der das Gebäude verschiedentlich verändern und prächtig ausstatten ließ. Nach B. diente es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Reihe von Jahren erst dem russischen, später dem englischen Gesandten zur Wohnung. Den Namen Boxberg'sches Palais führte das auf der Rückseite von einem umfangreichen Garten umgebene Gebäude nach dem Oberstleutnant und Kammerherrn Ottomar Richard v. Boxberg, der es seit 1860 besaß und bis 1884 auch bewohnte. Von seiner Witwe ging es zwölf Jahre später in die Hände einer hiesigen Baubank über, die auf dem Raume des abgebrochenen Palais das Zentraltheater ausführen ließ."
WS 1 = Vorlage: den
Ernst Ludwig von Beneckendorff - General der Kavallerie und zuletzt auch als Ehrenposten Befehlshabers der Garde du Corps
Adolf Hantzsch
Titel: Hervorragende Persönlichkeiten in Dresden und ihre Wohnungen
Untertitel: erschienen in der Reihe: Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens
aus: Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens. Heft 25
Erscheinungsdatum: 1918
Verlag: Lehmannsche Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung
Erscheinungsort: Dresden
1843: Kangisr., kaiserlich russischer Ober-Leutnant, Neustadt, Hauptstraße 14 b
[Bearbeiten]AB 1844, S. 126.
Kangisr., k. russ. Ob.Ltn., Neustadt, Hauptstraße 14 b, 1 Treppe
- Hbs. Goldberg
- zwischen 14a und 13: Kirche
- 14c Einnahme
- 15 Wache
1844: Dr. med. pr. Johann Christian August Kahlisch, kaiserlich russischer Hofrath, Marienstraße 11
[Bearbeiten]Dr. med. pr. Johann Christian August Kahlisch, kaiserlich russischer Hofrath, Marienstraße 11, 2 Tr.
- AB 1845, S. 128
Inhaber des K. S. g. Milit. V M u. A 2; Dohn. G 15, 2 Tr. = russ. kaiserl. Annen-Orden 2r Classe S. VI - M = Silberne Medaille ? S. V
- AB 1846, S. 103
1797
- Kahlisch Joh. Christian Schumachermeister Dresden Viehweide (Willßdr.Vorst./Viehweider Gem.) 976
- Kahlisch, Joh. Christian Schumachermeister Dresden Kirchgasse, Kleine 440
1869/71: Dostojewski in Dresden
[Bearbeiten]Dresden
Dostojewski-Denkmal demontiert: Wurde der Weltliterat in Dresden still gecancelt?
Das Dostojewski-Denkmal in Dresden ist verschwunden. Offiziell wegen Bauarbeiten – doch die Leerstelle an der Elbe erzählt eine andere Geschichte.
Liudmila Kotlyarova
14.10.2025
17.10.2025
Das Dostojewski-Denkmal in Dresden wurde im Juni dieses Jahres demontiert – offiziell vorübergehend.
Doch ein Ersatzstandort wurde noch nicht gefunden.
DRKI
Fjodor Dostojewski gilt als einer der größten Schriftsteller der Welt. Kaum jemand anderer hat den Menschen so tief erforscht wie er, mit all seinen Tugenden und Abgründen. Albert Einstein bewunderte ihn und schrieb, Dostojewski gebe ihm „mehr als jeder Wissenschaftler, mehr als Gauß“. Sigmund Freud nannte ihn „einen der größten Schriftsteller, die jemals lebten“. Und selbst die Jugend von heute entdeckt ihn neu: 2024 ging seine Novelle „Weiße Nächte“ in Großbritannien viral und wurde laut The Guardian zum viertmeistverkauften übersetzten Buch.
Ich selbst habe vor wenigen Monaten im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann beobachtet, wie junge Menschen für ein dünnes Bändchen der „Weißen Nächte“ lange vor der Kasse anstanden. Dostojewski gehört längst der Welt – nicht irgendeiner Regierung.
Und er hatte bis vor kurzem in Dresden eines der wenigen Denkmäler in Deutschland – in der Stadt, in der er zwischen 1869 und 1871 lebte, wo er Raffaels Sixtinische Madonna im Zwinger verehrte und Inspiration für seine Romane fand.
Dresden: Dostojewski verschwindet aus dem Stadtbild
Als ich Anfang Oktober nach einem Besuch im Zwinger zum Ostra-Ufer hinübergehe, will ich das Denkmal kurz sehen. Doch der Platz vor dem Internationalen Congress Center Dresden, an dem Dostojewski einst über die Elbe blickte, ist leer. Der Ort liegt nicht einmal in der Altstadt, sondern rund zehn Gehminuten von der Augustusbrücke entfernt: ein stilles Stück Dresden, das kaum Touristen kennen. Kein Schild, keine Spur – nur Gras und Wind über der Elbe. Hinter einem hölzernen Bauzaun beginnt eine Baustelle. Das Denkmal – verschwunden.
Die Baustelle vor dem Internationalen Congress Center Dresden in der Nähe des früheren Denkmal-Standortes, aber nicht am selben Platz. Anfang Oktober 2025.
Liudmila Kotlyarova/Berliner Zeitung
In einer Mitteilung vom 15. August 2025 hatte das Deutsch-Russische Kulturinstitut (DRKI), der Eigentümer des Denkmals, die Öffentlichkeit noch beruhigt: Das Denkmal sei „in Sicherheit“. Laut seiner Webseite ist das DRKI ein gemeinnütziger Verein, der sich durch Spenden finanziert und in Dresden mit der Dostojewski-Bibliothek die drittgrößte russischsprachige Sammlung in Deutschland betreibt. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), der dem Finanzministerium unter der Leitung von Christian Piwarz (CDU) untersteht, habe im Zuge der geplanten Erweiterung des Sächsischen Landtags eine „zeitweilige Demontage“ beantragt, um Beschädigungen zu verhindern. Während der bis 2030 laufenden Bauarbeiten solle Dostojewski „einen würdigen, gut zugänglichen Standort in der Landeshauptstadt“ erhalten. „Dostojewski wird in Dresden präsent bleiben“, hieß es damals in der einzigen Mitteilung zum Thema. Die Stadt Dresden selbst hat den Vorgang nicht kommuniziert.
Deutsch-Russisches Kulturinstitut warnt vor politischem Motiv
Mitte Oktober klingt der Ton weniger optimistisch. „Natürlich haben auch wir den Verdacht, dass hier mehr dahintersteckt“, sagt Dr. Wolfgang Schälike, Leiter des Deutsch-Russischen Kulturinstituts (DRKI), im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Der Abbau sei am 28. Juli 2025 mit dem Institut abgestimmt worden – man habe es vor 18 Jahren aufgestellt. Ursprünglich, so Schälike, habe es geheißen, dass das Denkmal nur fünf Meter versetzt werden solle, es sollte am selben Ufer bleiben. „Dann wurde uns […] mitgeteilt, man wolle es doch 25 Kilometer weit in ein Lapidarium bringen, wo Skulpturen aufbewahrt werden“, erzählt Schälike.
Nach Protesten habe das Institut erreicht, dass das Denkmal zumindest bei der Firma gelagert wird, die es einst aufgestellt hat. „Seit dem 28. Juni läuft die Suche nach einem neuen Platz, aber noch immer gibt es kein Ergebnis“, sagt Schälike. „In der SIB hat man inzwischen wohl verstanden, dass man Dostojewski nicht verstecken kann. Doch die Zeit vergeht.“
Das demontierte Dostojewski-Denkmal befindet sich derzeit auf dem Gelände der Steinmetzwerkstatt Paul Hempel in Dresden.
DRKI
Das Institut erinnert an einen früheren Fall: „Seit 2006 stand beim Albertinum eine Büste Dostojewskis, ein Geschenk des damaligen Botschafters Wladimir Kotenjow“, sagt Schälike. „Im September 2022 wurde sie von den städtischen Behörden still, ohne Presse, entfernt. Deshalb schließen wir politische Motive auch beim Denkmal nicht aus.“
Dostojewski-Denkmal: Land Sachsen verweist auf Bauarbeiten
Auf Anfrage der Berliner Zeitung teilt der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit, die Demontage sei „in der 30. Kalenderwoche 2025“ erfolgt und das Denkmal „zur Sicherung bei einer Fachfirma eingelagert“.
Der ursprüngliche Standort liege „im unmittelbaren Bereich der Baugrube und in einem räumlich sehr beengten Abschnitt“, dort bestehe ein „erhebliches Risiko für Beschädigungen durch Anfahrunfälle, Erschütterungen oder herabfallendes Material“.
August Diehl: „Russen und Deutsche sehen einander wieder als Bedrohung – eine Tragödie“
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Ich bin Deutsche geworden, doch mir blutet das Herz: Verflucht sei dieser schreckliche Krieg!
Russland 13.12.2024
Eine Begehbarkeit mit Besuchergruppen sei „nicht vertretbar“. Der Abbau diene „dem Schutz des Denkmals und der Öffentlichkeit sowie der Sicherheit auf der Baustelle“. Ein neuer Standort werde derzeit mit „verschiedenen Behörden“ abgestimmt; ein Datum für die Wiederaufstellung nenne die Behörde nicht.
Das Dostojewski-Denkmal am Ostra-Ufer wurde 2006 feierlich enthüllt – in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin. Geschaffen vom Moskauer Bildhauer Alexander Rukawischnikow, zeigte es den Schriftsteller in stiller Nachdenklichkeit, den Blick auf die Elbe gerichtet. Es sollte kein politisches, sondern ein kulturelles Zeichen sein – ein Symbol für das, was Europa einmal verband.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 gegen die Ukraine ist der Umgang mit russischem Kulturerbe in Deutschland allerdings ein heikles Thema. In vielen Städten wurden kulturelle Kooperationen mit russischen Partnern auf Eis gelegt, gemeinsame Projekte verschoben – aus Vorsicht, manchmal auch als symbolpolitische Geste.
Eine junge Frau mit dem Band der „Weißen Nächte“ von Fjodor Dostojewski im Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin, Ende August 2025.
Liudmila Kotlyarova
Doch die Puschkinallee in Berlin heißt weiterhin Puschkinallee, und der Alexanderplatz weiterhin Alexanderplatz – vielleicht, weil sich Straßennamen schwerer entfernen lassen als ein einzelnes Denkmal. Oder gilt ein Monument, das vor fast zwei Jahrzehnten auch von Wladimir Putin mit enthüllt wurde, heute als zu heikel, um zu bestehen? Öffentliche Proteste gegen das Dresdner Denkmal hat es jedenfalls nie gegeben – zumindest sind keine in der Presse dokumentiert.
Dabei geht es hier gar nicht um Putin, sondern um Dostojewski – um einen Schriftsteller, der vor 150 Jahren über Schuld, Gewissen und Menschlichkeit schrieb. Er war ein reflektierter und zweifelnder Mensch, der seine eigenen Überzeugungen immer wieder hinterfragte. Seine tiefen Einsichten in Machtmissbrauch und moralischen Verfall in „Die Brüder Karamasow“ lassen sich heute ebenso gut auf moderne Herrscher anwenden – auf Putin wie auf jeden anderen, der seine Macht missbraucht.
Dostojewski in Dresden: Ein Denkmal als Spiegel der Gegenwart
In Dresden kommt hinzu, dass das Denkmal nicht unter Denkmalschutz steht. Ob es zurückkehrt, hängt weniger von Gesetzen als vom Willen der Verantwortlichen ab. Es handelt sich um ein Kunstwerk im öffentlichen Raum, errichtet auf Grundlage einer städtischen Genehmigung, jedoch nicht um ein eingetragenes Kulturdenkmal nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz.
Der SIB spricht von „laufenden Abstimmungen“, das Deutsch-Russische Kulturinstitut von „offenen Fragen“, es hofft auf eine schnelle Lösung. Fachleute halten es in solchen Fällen für üblich, Denkmäler vorübergehend an einem Ersatzstandort zu zeigen – nicht jahrelang einzulagern.
Für den Spaziergänger bleibt nur die Leerstelle: ein Ort, der einst Erinnerung sichtbar machte. Im Jahr 2025, in einer Zeit zunehmender Polarisierung und kultureller Verunsicherung, wirkt diese Leerstelle in Dresden wie ein Symbol der Angst vor falschen Bildern. Differenzierung? Fehlanzeige.
Vielleicht steht das Denkmal nicht unter Bauaufsicht, sondern unter moralischer Kontrolle. Man kann die Bronze entfernen, aber das, was Dostojewski über Menschlichkeit und Gewissen lehrte, bleibt unangreifbar.
vgl. https://drki.de/
Dostojewski macht Baupause – bleibt Dresden treu
Beitrags-Autor:DRKI
Beitrag veröffentlicht:16. August 2025
Dresden, 15. August 2025
Dostojewski macht Baupause – bleibt Dresden treu
Das Deutsch-Russische Kulturinstitut e.V., Eigentümer des Dostojewski-Denkmals in Dresden, erhält in den letzten Wochen zahlreiche besorgte Anfragen von Vereinsmitgliedern, Dresdnerinnen und Dresdnern sowie Besucherinnen und Besuchern der Stadt: Wo ist das Denkmal geblieben?
Wir möchten alle beruhigen: Das Denkmal ist in Sicherheit. Im Zusammenhang mit den geplanten Baumaßnahmen zur Erweiterung des Sächsischen Landtages in Richtung der Neuen Terrasse – nach dem Entwurf des Architekten Kulpa – hat uns der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) gebeten, einer zeitweiligen Demontage zuzustimmen, um jegliche Beschädigung durch die Arbeiten zu verhindern.
Die Bauarbeiten sollen nach aktueller Planung bis zum Jahr 2030 abgeschlossen sein – und wie wir alle wissen, nehmen große Bauprojekte in Deutschland manchmal mehr Zeit in Anspruch. Deshalb haben wir gemeinsam mit der SIB vereinbart, dass das Dostojewski-Denkmal für die gesamte Bauzeit einen würdigen, gut zugänglichen Standort in der Landeshauptstadt erhält. Die Suche danach läuft bereits.
Seit seiner Enthüllung vor 18 Jahren ist das Dostojewski-Denkmal zu einem festen Bestandteil der Dresdner Kulturlandschaft geworden. Es zieht nicht nur Literaturfreunde an, sondern ist auch für zahlreiche Touristen aus aller Welt ein beliebter Fotopunkt und ein stiller Ort der Begegnung mit einem der größten Schriftsteller der Weltliteratur.
Wir danken allen für ihr Interesse und ihre Anteilnahme – und versichern: Dostojewski wird in Dresden präsent bleiben, auch während der Bauzeit, und nach Abschluss der Arbeiten an seinen angestammten Platz zurückkehren.
Deutsch-Russisches Kulturinstitut e.V.
Dr. Wolfgang Schälike
Vorstandsvorsitzender
Zittauer Str. 29, 01099 Dresden
https://drki.de/dostojewski-macht-baupause-bleibt-dresden-treu/
Ab 1874: Kirche Hl. Simeon vom Wunderbaren Berge
[Bearbeiten]Kirchen der Südvorstadt#Russisch-Orthodoxe „Kirche des Heiligen Simeon vom wunderbaren Berge“
Fritz-Löffler-Straße 19
https://www.orthodox-dresden.de/stsimeon/index.php/de/




Dresden. Russisch-Orthodoxe Kirche. nach Römmler. Die neue russische Kirche in Dresden. 1874. Holzstich / Xylografie. Historische Ortsansicht, von Deutsch (19. Jh.), nach Emil Römmler. 15,3 x 23,1 cm (Darstellung), 19,5 x 28 cm (Blatt).Aus: Über Land und Meer. Deutsche Illustrirte Zeitung (Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1858-1923), Bd. 1-65. Deutscher Rückentext. Blatt mit zwei Einrissen im rechten Rand. Sonst guter Erhaltungszustand.Emil Römmler (1842 Chemnitz - 1941 Dresden). Deutscher Fotograf und Kunstverleger. Sohn eines Fotografen in Chemnitz. 1861 Gründung eines Fotoateliersin Dresden. 1871 mit Leopold Erasmus Jonas Gründung der Kunstdruck-Anstalt Römmler & Jonas, die sich auf Architekturwiedergaben im Lichtdruck spezialisierte. 1879 Titelverleihung königlich-sächsischer Hofphotograph.
Die Russisch-Orthodoxe Kirche des Heiligen Simeon vom wunderbaren Berge (russ. Церковь преподобного Симеона Дивногорца) ist ein im 19. Jahrhundert erbauter Sakralbau der Russisch-Orthodoxen Kirche in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden.
Geschichte
[Bearbeiten]Die Kirche wurde zwischen 1872 und 1874 vom Architekten Harald Julius von Bosse, einem russischen Staatsrat deutscher Herkunft, der auch der Erbauer der deutschen Kirche in Sankt Petersburg war, sowie von dem Architekten Karl Weißbach an der Reichsstraße (heute Fritz-Löffler-Straße) in der Südvorstadt errichtet. Etwa sieben Zehntel der Bausumme von 520.000 Reichsmark spendete der russische Staatsrat Simeon Wikulin, nach dessen Namenspatron, dem heiligen Symeon Stylites dem Jüngeren, die Kirche benannt wurde.
Die Ausstattung blieb wegen finanzieller Probleme unvollendet. Die wertvollen archaisierenden Ikonen der Ikonostase schuf der holländische Maler James Marshall, der durch seine Deckengemälde in der Semperoper bekannt wurde.
Der erste Erzpriester der Kirche war der Petersburger Alexander Rosanow. Im Jahre 1875 nahm Zar Alexander II., der an der Finanzierung der Kirche beteiligt war, an einem Gottesdienst in der Kirche teil.
Fjodor Dostojewski, der zwischen 1869 und 1871 in Dresden lebte, ließ in der Kirche seine Tochter Ljubow taufen. Der Komponist Sergej Rachmaninow, der ebenfalls einige Zeit in Dresden lebte, trug durch eine Großspende zum Einbau der noch heute funktionstüchtigen Gasheizung bei. Zu den weiteren (zeitweiligen) Gemeindemitgliedern zählen Michail Bakunin und Iwan Turgenjew.
Die vor allem für die russische Gesandtschaft im Königreich Sachsen errichtete russisch-orthodoxe Kirche gehört noch heute zum Moskauer Patriarchat. Allerdings hatten die nationalsozialistischen Machthaber 1939 die Kirche an die Russisch-Orthodoxe Auslandskirche übertragen, während sich die Gemeinde für die Zugehörigkeit zum Moskauer Patriarchat aussprach. Nach der deutschen Wiedervereinigung führte dies zu einem jahrelangen Rechtsstreit, der erst im Mai 2007 durch die Wiedervereinigung beider Kirchen beigelegt werden konnte.
Zwischen 1914 und 1921 war die Kirche wegen „Sicherheitsbedenken“, die sich gegen die Gottesdienste in russischer Sprache richteten, geschlossen.
Bei den Luftangriffen auf Dresden im Februar 1945 blieb die Kirche als einziges Gebäude in weitem Umkreis relativ unversehrt.
-
Längsschnitt 2. Hälfte 19. Jahrhundert
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Ansicht der Kirche in den 1890er Jahren
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Winteridyll, Nordostansicht
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Eingangsportal
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Interieur der Kirche
Heute
[Bearbeiten]Die Gemeinde hat heute über 1000 Mitglieder. 2007 wurde die 1985 begonnene umfangreiche Sanierung und Rekonstruktion abgeschlossen. Die Gesamtkosten schätzte Erzpriester Georgi Dawidow auf etwa eine Million Euro.[2]
Architektonisches
[Bearbeiten]Der 33 m lange und 13 m breite Ziegelbau mit Sandsteinverkleidung und einem 40 m hohen Glockenturm zeigt sich mit seinen fünf Zwiebeltürmen im Stil russischer Sakralbauten des 16./17. Jahrhunderts. Die Zwiebelkuppeln zeigen Christus und die vier Evangelisten.
Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ "Bereits im Jahre 1500 kommt die Benennung Breite Gasse (Brete gasse) vor; die Straße war früher in der Tat die breiteste in Dresden." Artikel "Breite Straße." In: (Karl) Adolf Hantzsch: "Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens", erschienen in der Reihe: "Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens", Wilhelm Baensch, Verlagshandung, Dresden 1905, S. 19. Vgl. Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens bei Wikisource.
- ↑ DNN-Printausgabe vom 13. November 2007, Seite 15
Weblinks
[Bearbeiten]- Homepage der Russisch-orthodoxen Kirche Dresden (deutsch/russisch)
Gottfried Reinhardt
[Bearbeiten]deutscher Protodiakon Gottfried Reinhardt
- geb. 30. Mai 1935 in Dresden
- gest. 23. Juni (Pfingstfest) 2013 (Beisetzung nach Abschiednahme und Totenmesse in der russisch-orthodoxen Kirche des hl. Simeon vom Wunderbaren Berge am 2. Juli 2013 auf dem Loschwitzer Friedhof)
- 1961 Abschluß Architekturstudium
- Mitarbeiter an der Technischen Universität in Dresden im Bereich Architektur
- Bühnenbildner in den Theatern in Freiberg und Görlitz.
- schuf ein Puppentheater, schrieb Stücke dafür und stellte auch die Puppen selbst her
- besuchte seit 1961 regelmäßig die Gottesdienste der Orthodoxen Kirche*
- 1974 von Erzbischof Filaret (heute Metropolit von Minsk) zum Lektor in der Dresdener russisch-orthodoxen Kirche bestellt
- ab 1977 Studium am Moskauer Geistlichen Seminar
- 1978 Weihe zum Diakon durch Erzbischof Melchisedek
- verschiedenste Auszeichnungen des Moskauer Patriarchen
- 2011 Preisträger des Kunstpreises der Großen Kreisstadt Radebeul für sein Lebenswerk als Künstler, Autor und Puppenspieler verliehen
https://www.orthodox-dresden.de/stsimeon/index.php/de/?start=16
Gottfried Reinhardt (* 30. Mai 1935 in Dresden; gest. 23. Juni 2013 in Dresden), war ein deutscher Architekt, Maler, Grafiker, Trickfilmgestalter, Bühnenbildner, Puppenspieler und einziger deutscher Diakon an der russisch-orthodoxen „Kirche des Heiligen Simeon vom wunderbaren Berge“ in Dresden.
Herkunft
[Bearbeiten]Gottfried Reinhardt wurde am 30. Mai 1935 in Dresden als jüngster Sohn eines Zigarettenmaschinenverkäufers geboren und in der Frauenkirche evangelisch getauft.
Als Neunjähriger erlebte er im Februar 1945 das Brennen seiner Heimatstadt und verlor damit nach einem späteren Bekenntnis den Glauben an die Akzeptanz weltlicher Ordnungsmacht.
“Da war für mich völlig klar, daß man allen Dingen skeptisch gegenübertreten muß, vor allem dem gegenüber, was die Institutionen sagen,” erinnerte sich Reinhardt 1996.[1]
Er wuchs in Loschwitz auf, wo er bis zu seinem Hauskauf in Obergruna im Jahre 1986 auch lebte.
Ausbildung
[Bearbeiten]Gottfried Reinhardt besuchte die Erweiterte Oberschule (EOS), die in der DDR zum Abitur führte. Sein Jugendtraum war es, dauerhaft als Bühnenbildner am Theater oder an der Oper zu wirken.
Ohne jede Lust dazu absolvierte er als künstlerisch veranlagter Mensch ab etwa 1955 ein Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Dresden (heute Technische Universität) und machte 1961 mit 26 Jahren sein Diplom. Schon als Architekturstudent pflegte er umfangreiche Kontakte zur großen antiakademischen Kunstszene in Dresden.
Konversion zur katholischen Kirche
[Bearbeiten]Er verließ als Student die evangelische Kirche, nahm an Veranstaltungen der Katholischen Studentengemeinde teil und konvertierte schließlich zum Katholizismus. Im römisch-katholischen Milieu von Dresden konnte er sich künstlerisch entfalten.
Allerdings machte er schnell die Erfahrung, "vom Regen in die Traufe" gekommen zu sein. Innerhalb weniger Jahre musste er zahlreiche Erfahrungen von Willkür und Machtmißbrauch machen, welche ihn zu einer Beschäftigung mit dem Hintergrund der römisch-katholischen Kirche animierten.
Als er dabei erkannte, dass der Katholizismus weltgeschichtlich mit seiner aggressiven Expansion, seinem Weltherrschaftsanspruch, seiner Inquisition, seinen Genoziden etc. verheerender war als der Kommunismus, verließ er die Institution römisch-katholische Kirche schneller, als er ihr beigetreten war und fand schon am Ende seines Architektur-Studiums in der Orthodoxie ("Rechtgläubigkeit") eine Heimat für seine Christlichkeit. Die Orthodoxie sieht in der römisch-katholischen Kirche eine Heterodoxie, eine Häresie (Irrlehre). Mit dieser Anschauung erklärte sich für ihn das Verhalten des Katholizismus.
Seine Skepsis gegenüber Institutionen und "was sie sagen" hatte sich wieder einmal bewahrheitet.
1961: Trickfilmgestalter und Bühnenbildner
[Bearbeiten]Er arbeitete nicht einen Tag als Architekt, sondern war noch einige Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Architektur und erhielt durch seine Kontakte in die antiakademischen Dresdner Kunstszene die Chance, als Gestalter für das DEFA-Studio für Trickfilme in Dresden und als Bühnenbildner für die sächsischen Stadttheater in Bautzen, Freiberg, Zittau und zuletzt in Görlitz zu arbeiten.
1961: Orthodoxe Erfahrungen
[Bearbeiten]Ebenfalls seit 1961 besuchte Gottfried Reinhardt regelmäßig die Gottesdienste der Orthodoxen Kirche in Dresden und lernte die Orthodoxie und den orthodoxen Gottesdienst lieben. Seit dieser Zeit wurde der Dienst in der orthodoxen Kirche zu seinem wichtigsten Lebensinhalt.
1966: Übertritt zur Russisch-Orthodoxen Kirche
[Bearbeiten]Nach fünfjährigem Mitvollziehen der orthodoxen Liturgie trat Gottfried Reinhardt der Russisch-Orthodoxen Kirche bei.
Dies eröffnete ihm in Dresden auch völlig neue Möglichkeiten und Freiheiten. Er erinnerte sich rückblickend:
- “Die russische Kirche galt hier als Kirche eines Siegerstaates, das hat man natürlich auch als Aushängeschild benutzt, wie tolerant und großzügig man ist.”[2]
1972: Selbstständigkeit und Puppenspieler
[Bearbeiten]1972 machte sich Gottfried Reinhardt in Dresden selbstständig und war seitdem freischaffend als Trickfilmgestalter und Bühnenbildner tätig, bezeichnenderweise ab dem Jahr, in welchem nach dem Sturz von Walter Ulbricht der neue Staatsratsvorsitzende Erich Honecker fast jede Selbständigkeit in der DDR beseitigte.
Ende Dezember 1972 gründete er nach frustrierenden Erfahrungen mit dem "Menschentheater" seine eigenen Puppenbühne, denn hier lagen alle Teile des Inszenierungsprozesses - vom Bühnenbild über die Handpuppen, die Bühnentechnik, den Text, die Regie und das Spiel - in seiner Hand. Er schrieb die Szenarien, fertigte die Puppen an und führte auch das Spiel in seiner selbstgefertigten Guckkastenbühne selbst durch.
Da er mit seinen kritischen Texten außerhalb der offiziellen Kultur-Szene der DDR stand, mussten Privatwohnungen, Ateliers und kirchliche Räume als Spielstätten herhalten. Aber dennoch oder gerade deswegen waren seine Puppenspiele beim Publikum sehr beliebt und wurden bald legendär.
Ende Dezember 1972 stellte er erstmals sein selbstgezimmertes Puppenbühnenhaus in der Schinkelwache auf, welche damals die Außenstelle des Institutes für Theater und Kulturbauten beherbergte. Dort stellten ihm zwei ehemalige Kommilitonen ihre Büroräume zur Verfügung. Gottfried Reinhardts selbstverfaßte Kurzstücke “Die Hochzeit im Spreewald” und “Don Giovanni” wurden bei der Premiere mit tosendem Beifall aufgenommen. Bei der privaten Aufführung war der bekannte Puppenspieler Herbert Ritscher zugegen, einer der letzten Nachfahren des sächischen Wandermarionettentheaters.
Im Laufe der Jahre entstanden 16 Puppenspiele voller Witz und Anspielungen. Gottfried Reinhardt spielte griechische Tragödien, sächsische Schwänke, groteske Genremischwerke und große Opernstoffe wie
- “Mord in der Elbe”,
- “Ein Bankeinbruch” oder
- “Die Fortsetzung der Oper Carmen”.
Weitere Stücke von Gottfried Reinhardt sind:
- “Prof. Dr. habil. etc. Faust, der Tragödie eigener Teil”,
- “Elektra”,
- “Iphigenie”,
- “König Oedipus”,
- “Adam und Eva”,
- “La Traviata”,
- “Die 30-Pfennig-Oper”,
- “Pique Dame”,
- “Die Zerstörung einer Conditorei”,
- “Eine Operette”,
- “Die Zerstörung der Stadt Troja”,
- “Rumpelstilzchen”
sowie kurze, halbimprovisierte Nachspiele wie etwa
- “Ein Kunstgespräch” oder
- “Der Unternehmer in der Hölle”.
Mittlerweile sind auch alle gedruckt und die privaten Mitschnitte seiner Puppentheateraufführungen sind archiviert worden.
1974: Lektor in der Dresdener russisch-orthodoxen Kirche
[Bearbeiten]1974 wurde Gottfried Reinhardt vom gleichaltrigen Erzbischof von Berlin (West und Ost) und Mitteleuropa sowie Patriarchalexarchen für Mitteleuropa, Filaret von Minsk und Sluzk[3] (* 21. März 1935 in Moskau; † 12. Januar 2021 in Minsk), zum Lektor (Psalmleser) in der Dresdener russisch-orthodoxen Kirche bestellt. Reinhardt, der sowohl im Abitur als auch im Studium die russische Sprache gelernt hatte, konnte diese Fähigkeit in den dreizehn Jahren seiner Zugehörigkeit zur russisch-orthodoxen Gemeinde so weit vervollkommnen, dass er als deutscher Muttersprachler für diesen Dienst befähigt war.
Ab 1977 (bis 1987): Fernstudium an der Moskauer Geistlichen Akademie
[Bearbeiten]Ab 1977 absolvierte er an der Moskauer Geistlichen Akademie zehn Jahre lang ein Fernstudium der orthodoxen Theologie in Sagorsk und vervollkommnete insbesondere sein Wissen über das alte Kirchenslawische, der Liturgiesprache (Sakralsprache) der russisch-orthodoxen Kirche. Er lernte von kaum lesbaren Schreibmaschinen-Durchschriften vor allem russische liturgische Texte und russische Hagiographie, die Geschichte der Heiligen.
Die Moskauer Geistliche Akademie befindet sich im Goldenen Ring, einem weitläufigen Gebiet altrussischer Städte nordöstlich von Moskau, im Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad, „Possad des Heiligen Sergius (von Radonesch)“, auch Kloster Possad genannt (71 km von Moskau). Von 1930 bis 1991 war Sergijew Possad zu Ehren des 1919 gestorbenen Revolutionärs Wladimir Sagorski (eigentlich Wladimir Lubozki) in Sagorsk umbenannt worden.
1978: Weihe zum russisch-orthodoxen Diakon
[Bearbeiten]Schon nach zwei Fernsemestern erfolgte Ende 1978 die Weihe zum Diakon durch den Erzbischof von Berlin (West und Ost) und Mitteleuropa sowie Patriarchalexarchen für Mitteleuropa, Melchisedek, seit dem 11. Oktober 1978 Nachfolger von dem nach Minsk berufenen Metropoliten Filaret. Dadurch konnte Gottfried Reinhard bereits in der Weihnachtszeit 1978 auch diakonischen liturgischen Dienst verrichten.
1986: Kauf eines Bauernhauses in Obergruna
[Bearbeiten]Die seit 1976 angewandten Zersetzungsmaßnahmen der Staatsmacht zeigten mit der Ausreisewelle ab 1984 insbesondere aus Dresden effiziente Wirkung. Durch diesen Aderlass verlor die Loschwitzer Künstlerboheme-Szene enorm an Kraft und Vitalität. Der Druck auf den verblieben Rest ("Der Doofe Rest" = DDR) wuchs gewaltig.
Gottfried Reinhardt wich diesem unangenehmen Druck aus, indem er 1986 Loschwitz verließ, wo er vier Jahrzehnte gelebt hatte, und für 6.000 Ostmark auf Teilzahlung ein uraltes Bauernhaus in Obergruna (5 km südlich von Nossen) erwarb. Obergruna gehörte damals zum Kreis Freiberg im Bezirk Karl-Marx-Stadt.
In dem alten windschiefen Fachwerkhaus am letzten Berghang des Vorerzgebirgsdörfchens lebte Gottfried Reinhardt allein, aber mit bis zu zehn Katzen. Er konnte dort die Lebensfreuden, die alle Kreaturen miteinander verbinden, direkt empfinden. Fortan wurde das Dorf Obergruna und seine Katzen zu einem bevorzugten Sujet seiner Malerei und Graphik.
In seinem Haus gab es kein fließend Wasser, und am wackligen Grundstückszaun befestigte Gottfried Reinhardt Aufrufe zum Langsamfahren an Autofahrer, die ohne Rücksicht auf seine Katzen die Dorfstraße herunterdonnerten, weswegen die Dörfler das offene Katzenhaus das “verrückte” nannten.
1990: Atelierleiter am Staatlichen Puppentheater Dresden
[Bearbeiten]Die Wende und friedliche Revolution in der DDR ermöglichte ihm ab Anfang 1990 mit bereits 55 Jahren noch einige Jahre als Atelierleiter und Bühnenbildner am Staatlichen Puppentheater Dresden zu arbeiten. Er erlebte dort die Umwandlung zum Puppentheater Dresden und die Abwicklungsprozesse aus finanziellen Zwängen heraus, denen dann auch er zum Opfer fiel. Diese Jahre gaben dem Andersdenkenden aber auch eine neue soziale Sicherheit und noch einige wenige Rentenpunkte in seiner sonst mehr als durchwachsenen Erwerbsbiographie.
1995: Protodiakon und Altvater der Russisch-Orthodoxen Kirche zu Dresden
[Bearbeiten]Im Jahr 1995 (mit 60 Jahren) wurde Gottfried Reinhardt von dem Berliner Erzbischof Feofan Galinskij zum Protodiakon der Russisch-Orthodoxen Kirche zu Dresden geweiht. Damit verbunden war auch die ehrwürdige Anrede Altvater.
September 2008: Schlaganfall
[Bearbeiten]Durch einen Schlaganfall im September 2008 war er nicht mehr in der Lage, Handpuppen zu führen und in seiner Guckkastenbühne hockend den letzten Applaus abzuwarten. Daraufhin musste er im Alter von 73 Jahren seine Tätigkeit als Puppenspieler aufgeben, durch die er seine magere Rente bis dahin aufbessern konnte. Zusätzlich waren Umbauten in seinem kleinen Fachwerkhaus in Obergruna notwendig, so schlief er nun im Untergeschoß in einem Kastenbett.
In dieser schweren Situation kümmerten sich der Bildhauer Prof. Helmut Heinze[4] und seine Frau, die Bühnen- und Kostümbildnerin Erika Simmank-Heinze[5], sowie deren Söhne mit Familien und vor allem auch die Zahnärztin Dr. Inka Reuther sowie viele Freunde um den alleinstehenden Künstler. Dieser fand dafür die Worte:
- »Die Liebe ist des Menschen größtes Licht,
- und ist es noch so hell, es blendet nicht.«
2010: Schenkung an die Puppentheatersammlung Dresden
[Bearbeiten]Nach der Einstellung des Spielbetriebes aus gesundheitlichen Gründen schenkte Gottfried Reinhardt im Jahr 2010, drei Jahre vor seinem Tod, der Puppentheatersammlung einen großen Teil seines Fundus sowie zahlreiche Entwürfe zu Theater- und Puppentheaterinszenierungen.
Mittlerweile liegen 297 Digitalisate der Sammlung bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vor, die im Internet veröffentlicht sind.[6]
8. Oktober 2011: Kunstpreis der Großen Kreisstadt Radebeul
[Bearbeiten]Am 8. Oktober 2011 wurde ihm für sein künstlerisches Werk und Wirken als Puppenspieler, Autor, Maler und Grafiker der Kunstpreis der Großen Kreisstadt Radebeul verliehen.
"Die Laudatio für Gottfried Reinhardt hielt Prof. Helmut Heinze. Das Abendprogramm wurde vom Chor der russisch-orthodoxen Kirche Dresden gesanglich mitgestaltet."[7]
Die Kunstpreistrophäe, ein mehrdeutiger Hermaphrodit, wurde von der Radebeuler Bildhauerin Gabriele Reinemer geschaffen.
Tod und Begräbnis
[Bearbeiten]Gottfried Reinhardt starb am 23. Juni 2013 in Dresden.
Die Abschiednahme und Totenmesse fanden am 2. Juli 2013 um 10 Uhr in der russisch-orthodoxen „Kirche des Heiligen Simeon vom wunderbaren Berge“ statt.
Die Beisetzung folgte um 14 Uhr auf dem Loschwitzer Friedhof.
Quellen
[Bearbeiten]- Nachruf auf der Webseite der russisch-orthodoxen „Kirche des Heiligen Simeon vom wunderbaren Berge“ in Dresden. Mit einer Photographie: Gottfried Reinhardt als russisch-orthodoxer Diakon.
- Lars Rebehn: "Gottfried Reinhardt verstorben" In: "fidena". Webseite des Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V., unter News/Personelles vom 25. Juni 2013. Mit einer Photographie von Frank Höhler: Gottfried Reinhardt in seiner Guckkastenbühne als Puppenspieler.
- Karin Gerhardt: "Die Liebe ist des Menschen größtes Licht". Gedanken zum Ableben von Gottfried Reinhardt. In: Vorschau & Rückblick. Monatsheft für Radebeul und Umgebung. (Donnerstag, den 1.) August 2013.
Anmerkungen
[Bearbeiten]- ↑ Gottfried Reinhardt im Gespräch mit Claudia Petzold und Paul Kaiser, Obergruna, 5.12.1996.
- ↑ Gottfried Reinhardt im Gespräch mit Claudia Petzold und Paul Kaiser, Obergruna, 5.12.1996.
- ↑ Filaret von Minsk und Sluzk hatte das Amt des Erzbischofs von Berlin (West und Ost) und Mitteleuropa sowie des Patriarchalexarchen für Mitteleuropa vom 18. April 1973 bis 10. Oktober 1978 inne, seit dem 15. April 1975 im Range eines Metropoliten.
- ↑ Der Bildhauer Prof. Helmut Heinze lehrte von 1979 bis 1997 als Professor für Plastik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er zog nach der Emeritierung von Dresden nach Kreischa. Im Jahr 1961, in welchem Gottfried Reinhart sein Architektur-Diplom erhielt, erhielt Helmut Heinze einen Lehrauftrag für Aktzeichnen an der Fachrichtung Architektur der Technischen Hochschule Dresden.
- ↑ Im Jahr 1956 heiratete Heinze die Kostümbildnerin Erika Simmank; der Ehe entstammen zwei Söhne (* 1959, 1962).
- ↑ 297 Digitalisate der Puppentheatersammlung zu Gottfried Reinhardt.
- ↑ "Die Dresdener Gemeinde der russisch-orthodoxen Kirche ist besonders stolz auf ihren "Altvater", der auf diese Weise gebührende gesellschaftliche Anerkennung für sein Schaffen erfährt." In: "Ehrung von Protodiakon Gottfried Reinhardt" auf der Webseite der russisch-orthodoxen „Kirche des Heiligen Simeon vom wunderbaren Berge“ (17. Oktober 2011).
Kategorie:Puppenspiel Kategorie:Diakon Kategorie:Orthodoxe Kirche Kategorie:Architekt Kategorie:Graphiker Kategorie:Maler Kategorie:Mann
Verlag
[Bearbeiten]Orthodoxer Kirchenkalender 1980.
Verlag: Dresden Russische Orthodoxe Kirche Dresden
Erscheinungsdatum: 1980
Einband: Broschur,
21 cm, 104 S., Ill., Broschur, gestempeltes Bibliotheksexemplar mit Rückenaufkleber und entsprechenden Gebrauchs- und Altersspuren, sonst aber gut erhalten Sprache: Deutsch 0,230 gr.
https://www.zvab.com/Orthodoxer-Kirchenkalender-1980-Russische-Orthodoxe-Kirche/11988012595/bd
Russische Orthodoxe Kirche zu Dresden (Hg.)
Titel:
Orthodoxer Kirchenkalender 1983
Verlag: Dresden Russische Orthodoxe Kirche zu Dresden
Gewicht: 260 g
Sprache: Deutsch
Beschreibung: Abbildungen, 95 Seiten 15 x 21 cm Kartoniert
Titel: Orthodoxe Kirche Leipzig 70 Jahre 1913-1983
Kapelle Wladimir von Kiew (Taschenbergpalais)
[Bearbeiten]geweiht am 6. Juni 2012, dem Tag des Gedenkens an den hl. Simeon vom Wunderbaren Berge von den Erzbischöfen Mark von der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland und Feofan von der Russisch-Orthodoxen Kirche, Moskauer Patriarchat
- im Hotel Kempinski Taschenbergpalais als Hauskapelle geweiht - nun eine voll „funktionsfähige“ orthodoxe Kapelle und dem hl. Fürst Wladimir von Kiew geweiht
Sächsische Beziehungen nach Rußland
[Bearbeiten]Kurs:Orthodoxe Kirchen in Dresden/Russisch-orthodox/Sächsische Beziehungen nach Rußland