Kurs:Slawenmission
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Slawenmission
[Bearbeiten]Einleitung
[Bearbeiten]- "Zielpunkte der von König und Herzögen teils gemeinsam, teils selbständig organisierten militärisch-politischen Unternehmungen waren die westlich und südlich angrenzenden Bereiche des alten KAROLINGER-Reiches ebenso wie die heidnischen Gebiete im Norden und Osten."
- Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 2036 zu Heinrich I.
- "Mit einem Eroberungszug gegen die Heveller, deren Hauptort Brandenburg erobert wurde, begann 928/29 die erste Phase der Ostexpansion des frühfeudalen Staates, die durch brutale Raubzüge gegen die Elbslawen gekennzeichnet war. HEINRICH I. zog gegen die Daleminizer, deren Festung Gana (südlich von Riesa) erobert wurde."
- Hlawitschka; Eduard: Seite 111
- "Im Norden und Osten kamen militärische Erfolge gegen Dänen und slawische Völker mit ersten Ansätzen einer Missionspolitik hinzu. Entscheidende Erfolge für die Konsolidierung von HEINRICHS Herrschaft waren der 9-jährige Waffenstillstand mit den Ungarn, der zur Errichtung einer Kette von befestigten Plätzen genutzt wurde (Burgenbauordnung), und der anschließende Sieg (933 bei Riade) über ein Heer der Reiternomaden."
- Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 2036 zu Heinrich I.
- vgl. auch: "König Heinrich I." in: Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern.
- "OTTOS weit ausgreifende Pläne einer Slavenmission, die ein Zusammengehen mit dem Papst erforderten, wiesen den Weg nach Rom und zur Erneuerung des seit 924 erloschenen westlichen Kaisertums."
- Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1563 - Otto I.
- "Im Rahmen seiner Aggressionspolitik gegen die Elbslawen ernannte OTTO I. an der Unterelbe 936 den Grafen Hermann Billung, an der mittleren Elbe 937 den Grafen Gero zum Markgrafen."
- Hlawitschka; Eduard: Seite 125
- vgl. "Kaiser Otto I." in: Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern.
- "Mit Unterstützung Johannes' XIII. gelang OTTO nunmehr auch die Verwirklichung seines Missionsplanes - bildete für ihn doch die Christianisierung der unterworfenen slavischen Gebiete einen integralen Bestandteil seiner Ostpolitik."
- Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1563 - Otto I.
- "Bereits 955 hatte er vor der Ungarnschlacht dem Tagesheiligen Laurentius die Gründung eines Bistums in Merseburg gelobt. Wohl von Anfang an bestand der Plan, dasselbe in einen Verband von Bistümern einzubringen, die einem in Magdeburg zu errichtenden Erzbistum unterstellt werden sollten, wo OTTO I. ein Mauritius-Kloster gegründet hatte."
- Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1563 - Otto I.
- "Um die Christianisierung der in den eroberten Räumen unterworfenen Bevölkerung zu beschleunigen, wurden die Bistümer Oldenburg, Havelberg und Brandenburg gegründet."
- Hlawitschka; Eduard: Seite 125
- vgl. "Kaiser Otto I." in: Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern.
- "Nachdem dieser Plan bereits anläßlich OTTOS Kaiserkrönung die Zustimmung des Papstes gefunden hatte, wurde im April 967 auf einer Synode in Ravenna die Gründung des Erzbistums Magdeburg beschlossen, dem neben Brandenburg und Havelberg auch Merseburg, Meißen und Zeitz als Suffragan-Bistümer zugeordnet wurden."
- Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1563 - Otto I.
Borouth
[Bearbeiten]Kurs:Slawenmission/Borouth (Karantanien)
Borouth
- nach 700: Herrscher der slaw. Karantanen
- um zirka 740: er muß den bayrischen Herzog Odilo um Hilfe gegen die Awaren bitten
- er bekommt Hilfe - aber nur gegen Anerkennung der Oberherrschaft der Bayern (nicht des Fränkischen Reichs! - wie oftmals falsch geschrieben) und der Annahme des christlichen Glaubens
- --> 739/740: Gründung der Erzdiözese Salzburg (ab 745 Sitz des Missionsbischofs Virgilius von Salzburg) und weiterer Diözesen
- Borouth und sein Sohn Cacatius (slow. Gorazd) und von 752 bis 769 sein Neffe Cheitumar (slow. Hotimir) herrschten als bayrische (nicht fränkische!) Vasallen
- Borouth ließ Cacatius und Cheitumar als Geiseln nach Salzburg bringen und christlich erziehen
- geistlichen Berater des Fürsten war Maioranus
nach: Herwig Wolfram: Salzburg, Bayern, Österreich. Die Conversio Bagoariorum et Carantanorum und die Quellen ihrer Zeit. Verlag Oldenbourg, Wien/München 1995, ISBN 3-486-64833-0, S. 46, 50 und 277f.
vgl. Peter Štih: Glossen zu einer neuen Monographie über Karantanien. In: Carinthia I, 196. Jahrgang (2006), S. 99–126.
vgl. Christian Rohr: Zwischen Bayern und Byzanz. Zur Missionsgeschichte Osteuropas im Früh- und Hochmittelalter. Ringvorlesung der Salzburger Mittelalter-Studien, WS 2003/04




Cheitumar († 769)
- Fürst der slawischen Karantanen (751–769) oder ab 752 - Urquelle suchen
- holte als erster christliche Missionare zu den Karantanen
- in der Conversio Bagoariorum et Carantanorum: Cheitumar
- im Slowenischen: Hitomir
- sein Onkel war Borouth (erste überlieferter Fürst der Karantanen)
- Geisel in Salzburg und christlich erzogen unter Bischof Virgilius
- 757: Bischof Modestus als Missionar zu den Karantanen
- 767: Modestus weihte eine Marienkirche bei Karnburg - Maria Saal (er starb kurz darauf)
- 769/772: nach Cheitumars Tod konnte sich dessen Sohn Valhun nicht behaupten - die Missionsbewegung kam ins Stocken - die heidnischen Slawen organisierten mehrere Aufstände
- erst 772 konnte der Bayern-Herzog Tassilo III. militärisch eingreifen und Valhun als Herrscher einsetzen
* die Missionierung wurde durch weitere Chorbischöfe und Wanderpriester fortgesetzt und lief nach den 3 Jahren Bürgerkrieg nur sehr schleppend wieder an
nach: Herwig Wolfram: Salzburg, Bayern, Österreich. Die Conversio Bagoariorum et Carantanorum und die Quellen ihrer Zeit, Wien/München 1995, ISBN 3-486-64833-0, S. 50ff., 278f.
Modestus
- † wahrscheinlich in Irland
- Chorbischof (episcopus missus'), ein von Salzburg abhängiger Bischof ohne eigene Diözese
- 767: eine Marienkirche wurde sein Missionsstützpunkt (wahrscheinlich eine Vorgängerin der Marienkirche von Maria Saal, gegenüber der Karnburg in der Nähe der römischen Stadt Virunum)
- nach der Conversio Bagoariorum et Carantanorum weitere Kirchen in St. Peter im Holz (ehemalige römische Bischofsstadt Teurnia) und im steirischen Ingeringtal (ad Undrimas)
- „… ecclesiam Sanctae Mariae et aliam Liburnia civitate, seu ad Undrimas et in aliis plurimis locis …“
vgl.
- Karl Amon (Hrsg.): Kirchengeschichte der Steiermark. Styria, Graz/Wien/Köln 1993, ISBN 3-222-12183-4.
- Reinhard Härtel: Modestus von Kärnten. In: Lexikon der Heiligen und der Heiligenverehrung. 2. Band. Herder, Freiburg i. B. 2003, ISBN 3-451-28192-9.
- Georg Scheibelreiter: Das Christentum im österreichischen Raum in Spätantike und Mittelalter. Von den Anfängen bis in die Zeit Friedrichs III. In: #Rudolf Leeb, Maximilian Liebmann, Georg Scheibelreiter, Peter Günther Tropper: Geschichte des Christentums in Österreich. Von der Spätantike bis zur Gegenwart. Österreichische Geschichte, Herwig Wolfram (Hrsg.). Ergänzungsband 3. Wien 2003.
- Josef Wodka: Kirche in Österreich. Wegweiser durch ihre Geschichte. Herder, Wien 1959.
- Josef Wodka: Modestus. In: Lexikon für Theologie und Kirche. 7. Band. 2. Auflage, Herder, Freiburg i. B. 1962.
Villach
- in der Römerzeit (ab 15 v. Chr.) gab es in der in der Nähe des heutigen Villach einen Ort Santicum (nahe den Thermalquellen von Warmbad)
- um 600 wanderten slawische Stämme ein
- 7. Jh.: das slawische Fürstentum Karantanien wird gegründet
- 878: die Villacher Brücke und der gleichfalls aus vorrömischer Zeit stammende Name Villach werden erstmals als ad pontem Uillach erwähnt
- 979: der Königshof Villach von Kaiser Otto II. an Bischof Albuin von Säben/Brixen als Lehen vergeben
- von 1007 bis 1759 im Besitz des Hochstifts Bamberg
Rupert von Salzburg
[Bearbeiten]Kurs:Slawenmission/Rupert von Salzburg
- Rupert von Worms ist unberechtig WL auf Rupert von Salzburg
Awaren
[Bearbeiten]Kurs:Slawenmission/Awaren - https://www.plus.ac.at/wp-content/uploads/2021/02/544328.pdf
Chronik
[Bearbeiten]Kurs:Slawenmission/Chronologie
Benediktiner
[Bearbeiten]Kurs:Slawenmission/Benediktiner
Abtei St-Pierre-St-Paul in Solignac kurz vor dem 22. November 638
[Bearbeiten]Kurs:Slawenmission/Benediktiner/Abtei Solignac
Landelin von Laubach (von Crespin) ab etwa 650 bis um 670 (gest. 686)
[Bearbeiten]Kurs:Slawenmission/Benediktiner/Landelin von Laubach
Abtei Lobbes (Hennegau) um 650? Landelin von Crespin
[Bearbeiten]Abtei Aulne (Hennegau) um 654/656 ? von Landelin von Crespin
[Bearbeiten]Abtei Waslere (Hennegau) 657 von Landelin von Crespin
[Bearbeiten]Kloster Crespin (Hennegau) um 670 von Landelin von Crespin
[Bearbeiten]Monasterium in loco Mimigernaevor (Münster) um 792/93 von Liudger
[Bearbeiten]- Monasterium in loco Mimigernaevor (9. Jh.),
- ecclesia cathedralis Mimigardevordensis (11. Jh.),
- ecclesia Monasteriensis sancti Pauli (seit 12. Jh.),
- domkerke to Monster
- nach einer – nicht nachweisbaren – Missionstätigkeit eines Bernrad wurde die Mission im westlichen Sachsen und in Friesland an Liudger übertragen
Vgl.
- SCHMITZ-KALLENBERG, Monasticon Westfaliae, 52. – Westf. Bibl. IVl, 462–472. BAHLMANN Paul, Die ehemalige Dombibliothek zu Münster i.W. In: Korrespondenzblatt der Westdeutschen Zeitschrift 10 (1891) 84–89 u. 114–122.
- DETMER Heinrich, Zur Geschichte der Münsterschen Dombibliothek. In: Korrespondenzblatt der Westdeutschen Zeitschrift 14 (1895)
203–229. – Der Dom zu Münster. Schatzkammer, Bildwerke, Pläne. Ausstellung vom 13. Oktober – 4. November aus Anlaß der Wiedereröffnung des Domes am 14. Oktober 1956 (Münster 1956).
- HERZOG Ulrich, Untersuchungen zur Geschichte des Domkapitels zu Münster und seines Besitzes im Mittelalter (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 6 = Studien zur Germania Sacra 2) (Göttingen 1961).
- LÖFFLER Peter, Zur Geschichte des Domkapitelarchivs. In: Westfalia Sacra 5 (Münster 1976) 114–137
- PIEPER Anton, Wegführung und Verlust des Münsterer und Paderborner Domschatzes im Jahre 1806. In: WZ 61/l (1903) 139–162.
- SCHRÖER Alois, Ist der „Dodo-Dom“ zu Münster geschichtlich erwiesen? In: WZ 96/I (1940) 38–47. – DERS., Das Datum der Bischofsweihe Liudgers von Münster. In: Historisches Jahrbuch 76 (1957) 106–117. – DERS., Der Erpho-Dom zu Münster, seine Geschichte und sein angeblicher Vorgänger. In: Westfalen 36 (1958)
- WIESCHEBRINK Theodor, Der Dom des heiligen Ludgerus in Münster. In: Westfalen 21 (1936 195–199).
Kollegiatstift Alter Dom um 1100 von Bischof Burchard von Münster am Ort der karolingischen Saalkirche von 805
[Bearbeiten]- Vetus monasterium sancti Pauli (1114),
- parva sancti Pauli congregacio (1129),
- fratres sancti Pauli apud antiquum monasterium (1137ff.),
- minor ecclesia (1174),
- ecclesia sancti Pauli (1183),
- vetus ecclesia sancti Pauli (12. Jh.ff.),
- secundaria ecclesia (1288),
- ecclesia veteris ecclesie sancti Pauli (14. Jh.ff.),
- kercke van den Olden Dome (1395).
https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_044_Band_2_Teil_2_(2024).pdf
Kollegiatstift St. Ludgeri in Münster vor 1185 in einer Kirche von 1180 auf dem Boden des domkapitularischen ‚Brockhofs‘ (1172 in Holz)
[Bearbeiten]- Decanus et capitulum Ludgeri (1248),
- sint Ludgers kerken (15. Jh.),
- dat sticht to sunte Ludger (15. Jh.).
Basilianer
[Bearbeiten]https://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-Yrieix-la-Perche#Culture_locale_et_patrimoine
Heilige
[Bearbeiten]Jutriboc
[Bearbeiten]- zu 1007 Thietmar von Merseburg erwähnt die dörfliche Siedlung mit Burgwall „Jutriboc“ (1007 ad locum, qui Iutriboc appelabatur)
- 1157: Magdeburger Erzbischof Wichmann von Seeburg eroberte den Ort und wandelte ihn in einen deutschen Burgward
- Zentrum einer magdeburgischen Exklave zwischen der Mark Brandenburg (Askanier) und dem Herzogtum Sachsen-Wittenberg (Askanier)
- besonders gefördertes Fernhandelszentrum
- 1174: Stadtrecht (zweitältestes des heutigen Landes Brandenburg) - als Mittelpunkt und Ausgangspunkt und Haupt (exordium et caput) der provincia Iutterbogk (Land Jüterbog)
- das Ländchen Jüterbog umfasste auch:
- Kloster Zinna, Luckenwalde und Trebbin ** erstreckte sich nach Norden hin bis zum Großen Seddiner See vor den Toren Potsdams.
Quelle: Informationstafel Jüterbog im Krieg am Wehrturm Ecke Heilig-Geist-Platz/Hinter der Mauer
- vor 1174 zahlreiche Kaufleute im Umfeld der Liebfrauenkirche (später zur Hauptkirche des Landes Jüterbog erhoben)
- Erzbischof Wichmann versuchte, seine Macht durch den Bau des Klosters Zinna zu festigen
- 1179: Einfall der Slawen, welche die Stadt zerstörten
- anschließend wieder aufgebaut (1182 in Iuterboc)
- 1192: Münzprägung aus dem Jahr 1192 bezeugt
- Um 1200: Stadtkern nach Osten erweitert
- später durch St. Nikolai ergänzt
- 1217: Vogt und Schultheiß hielten die Gerichtsbarkeit
- 1218: Juterboc - „zwei Gebieten im Sumpf unserer neuen Stadt“ (in areis duabus sitis in palude nove nostre civitatis Juterboc)
vgl.
https://cs.wikipedia.org/wiki/Svat%C3%BD_Metod%C4%9Bj :
Method von Saloniki
[Bearbeiten]- 882: Brief von Kaiser Basileia I. - er wolle den berühmten Method noch zu Lebzeiten zu sehen
- ohne Verzögerung machte sich Methodius auf die letzte Reise in seine Heimat [ Quelle? ]
Method in Konstantinopel
[Bearbeiten]- von allen, auch vom Kaiser, mit großer Freude und Respekt empfangen
- sowohl der Kaiser als auch der Patriarch führten den Erzbischof feierlich in ihren Sitz
- der Kaiser lobte seine Lehren in höchsten Tönen, hörte auf alle Wünsche von Method und erfüllte sie
- der Kaiser forderte im Gegenzug von Methods Schülern Priester und Diakone mit Büchern
- der Kaiser und der Patriarch billigten die ungewöhnliche, aber äußerst erfolgreiche Methode der Missionstätigkeit von Methodius, bestätigten den slawischen Dienst und erlaubten zwei von Methods Schülern, das Christentum mit Hilfe slawischer Bücher unter den Slawen des Byzantinischen Reiches zu verbreiten und zu stärken
- als Method auf diese Weise zur weiteren Verbreitung des Christentums unter den Slawen beitrug, wurde er reich ausgestattet und begab sich auf die beschwerliche Rückreise nach Mähren, um das unvollendete Werk zu vollenden