Kurs:Wissen SoSe11/Das Leistungsschutzrecht fuer Presseverleger

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Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger: Rettung der vierten Gewalt oder künstliche Beatmung toter Geschäftsmodelle?[Bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten]

Die Süddeutsche Zeitung, die FAZ, Die Zeit - sie alle versorgen interessierte Leser tagtäglich mit Beiträgen zum aktuellen Tagesgeschehen oder Artikeln zu besonderen Themen und stellen sie kostenlos im Internet zur Verfügung. Um diese Leistung zu finanzieren, schalten die Verlage beispielsweise Werbung auf ihren Internetseiten. Offenbar kompensieren diese Einnahmen aber nicht die Verluste, die durch den Rückgang von Druckerzeugnissen entstehen. Darüber hinaus sehen sich die Verlage durch Nachrichten-Aggregatoren bedroht: GoogleNews etwa sammelt automatisch Überschriften und Anrisse der Texte, generiert daraus eine Übersicht über populäre Beiträge und könnte damit selbst Geld einnehmen. Verleger sehen sich unter anderem dadurch in ihrem Urheberrecht verletzt und keine effiziente Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Darüber hinaus fürchten sie, im Extremfall könne gar die Vielfalt der Presse und damit die Demokratie in Gefahr geraten. Kritiker bemängeln jedoch, niemand zwinge die Verlage, ihre Inhalte kostenlos abzugeben. Auch sei es möglich, die Indizierung der Inhalte durch Suchmaschinen zu unterbinden (allerdings würden die Beiträge dann dort gar nicht mehr aufgefunden werden). In Konsequenz sei das Leistungsschutzrecht lediglich ein Versuch, ein fehlgeschlagenes Geschäftsmodell durch juristische Maßnahmen künstlich am Leben zu erhalten. Die vielfache Redundanz der Inhalte sei zudem ein Indiz dafür, dass es um die Vielfalt ohnehin schlecht bestellt ist.

Wie stellt sich die betriebswirtschaftliche Situation der Presseverlage dar? Welche Interessenvertreter stehen sich gegenüber? Ist die Presse ohne ein Leistungsschutzrecht dem Untergang geweiht? Ließe sich als Alternative ein neues Geschäftsmodell entwickeln? ...

Quellenvorschläge zum Einstieg[Bearbeiten]

Ausarbeitung[Bearbeiten]

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Diskussion[Bearbeiten]

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  • Gegen die Fragmentation von Wissen: Im Laufe von 200 Jahren Zeitungsgeschichte haben sich viele Prozesse und Mechanismen herausgebildet, die vielleicht anfangs aus Mangel und Geiz geboren wurde, aber im Effekt dann doch nützlich waren. Einer der Vorteile ist die Zusammenstellung der Zeitung: wer seine regionalzeitung von vorne bis hinten durchblättert ist zumindest oberflächlich über die relevanten Themen verschiedenster Bereiche informiert. Wer sich hingegen auf Twitter und Facebook informiert, ist in einigen Bereichen sehr gut, in anderen sehr lückenhaft oder gar falsch informiert. Sarah Palin kann den größten Blödsinn behaupten, ihre Fans bekommen es von ihr mit und nichts von der unabhängigen Berichterstattung hierüber. Eins der Argumente der Verleger im Bereich LSR ist, dass sie durch Themenzusammenstellung aktiv zur informierten Öffentlichkeit beitragen. Hier sind zwei Fragen zu stellen:
    • Sind Verleger geeignete Filter, um das oben skizzierte Ziel sicherzustellen?
    • Würde das LSR nachhaltig etwas zu dem Ziel beitragen?
      • Lieber Unbekannt, schon einmal vielen Dank für den Beitrag! Das Seminar startet erst übernächste Woche, und nun haben wir sogar vorher schon Ideen von außen bekommen. Klasse! Jetzt hoffe ich, das Thema wird auch gewählt (es werden nicht alle vergeben). Kann vorweg jedenfalls sagen, dass ich die Fragen wichtig finde - allerdings werden sie vermutlich nicht schwerpunktmäßig behandelt werden - wir sind ja ein BWL-Lehrstuhl, und das betrifft eher die Soziologie oder die Medienwissenschaften. Zur Einordnung und Abwägung sind sie aber sicher nützlich, und wir wollen ja auch Schnittstellen zu anderen Disziplinen bewusst nicht außen vor lassen! --O.tacke 19:41, 2. Apr. 2011 (CEST)


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