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Lineare surjektive Abbildung/Linearer Schnitt/Als affin-linearer Raum/Aufgabe/Lösung

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a) Es gebe eine lineare Abbildung ψ mit der angegebenen Eigenschaft φψ=IdW. Dann ist für jedes wW

w=φ(ψ(w)),

also ist ψ(w) ein Urbild für w unter φ.

Es sei w1,,wn eine Basis von W und es seien v1,,vn Urbilder unter φ, also Elemente in V mit

φ(vi)=wi für alle i=1,,n.

Wir definieren nun eine lineare Abbildung ψ:WV durch

ψ(wi):=vi für alle i=1,,n.
Da man eine lineare Abbildung auf einer Basis frei vorgeben kann, ist dadurch in der Tat eine lineare Abbildung definiert.

Für die Verknüpfung φψ und einen beliebigen Vektor w=i=1naiwi gilt

(φψ)(i=1naiwi)=φ(ψ(i=1naiwi))=φ(i=1naiψ(wi))=φ(i=1naivi)=i=1naiφ(vi)=i=1naiwi.

Also ist diese Verknüpfung die Identität.

b) Wir definieren eine Abbildung durch

HomK(W,kernφ)S,θθ+ψ0,

wobei θ+ψ0 die Addition von linearen Abbildungen von W nach V ist. Unter dieser Abbildung geht die Nullabbildung auf ψ0. Wir müssen zuerst zeigen, dass θ+ψ0 zu S gehört. Dies folgt aus

(φ(θ+ψ0))(w)=φ((θ+ψ0)(w))=φ(θ(w)+ψ0(w))=φ(ψ0(w))=w

für alle wW.

Zur Injektivität. Seien θ1 und θ2 aus HomK(W,kernφ) gegeben, die auf das gleiche Element in S abgebildet werden. Dann ist

θ1(w)+ψ0(w)=θ2(w)+ψ0(w) für alle wW
und daher
θ1(w)=θ2(w) für alle wW.

Zur Surjektivität. Es sei ψS. Wir betrachten ψψ0 und behaupten, dass dies zu HomK(W,kernφ) gehört. Dies folgt aus

φ((ψψ0)(w))=φ(ψ(w)ψ0(w))=φ(ψ(w))φ(ψ0(w))=ww=0.
Damit ist ψ=(ψψ0)+ψ0 im Bild der Abbildung.