Die angegebenen Koeffizientenfunktionen des charakteristischen Polynoms liefern die Abbildung
-
Da das charakteristische Polynom invariant unter der Konjugation ist, sind auch dessen Koeffizienten invariant und daher ist
konjugationsinvariant.
Die Einbettung
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ist so, dass das Diagramm
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kommutiert, wobei
der Quotient nach der symmetrischen Gruppe ist, also durch die
(bis auf das Vorzeichen)
elementarsymmetrischen Polynome beschrieben wird. Wir müssen zeigen, dass ein
-invariantes Polynom durch
faktorisiert, dass also die Abbildung
im Diagramm
-
durch
mittels
faktorisiert. Das
-invariante Polynom
definiert dabei über
ein Polynom auf den Eigenwerttupeln. Zwei Diagonalmatrizen mit den gleichen, aber permutierten Eigenwerten, sind zueinander konjugiert, und zwar werden sie durch eine geeignete Permutationsmatrix ineinander überführt. Daher ist das invariante Polynom auch invariant unter der Permutation von Eigenwerten, und damit faktorisiert es durch
-
Es gibt also eine polynomiale Abbildung
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Wir müssen nun
zeigen
(eine Gleichheit von Polynomen).
Das
-invariante Polynom ist
(insbesondere)
auf einer Konjugationsklasse konstant. Aus der linearen Algebra weiss man, dass jede trigonalisierbare Matrix konjugiert zu einer Matrix in
Jordanscher Normalform,
ist, d.h. zu einer Matrix der Form
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mit
.
Die
sind dabei die Eigenwerte der Matrix. Wenn alle Eigenwerte verschieden sind, so ist die Matrix diagonalisierbar und die
sind
.
Behauptung: Die Menge der Matrizen mit verschiedenen Eigenwerten bilden eine
(Zariski)-offene Teilmenge in
, und zwar sieht man es den Koeffizienten des charakteristischen Polynoms an, ob es mehrfache Nullstellen besitzt oder nicht. Dazu ist folgendes zu beachten: Die abgeschlossene Menge
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also die Vereinigung der „Teildiagonalen“, wird beschrieben durch das Polynom
. Dieses ist ein symmetrisches Polynom, das daher durch
-
faktorisiert. Ein Polynom besitzt also genau dann eine mehrfache Nullstelle, wenn dieses Polynom davon verschwindet. Eine Matrix hat genau dann
(algebraisch)
mehrfache Eigenwerte, wenn die Diskriminante des charakteristischen Polynoms verschwindet. Damit bilden die Matrizen mit verschiedenen Eigenwerten eine Zariski-offenen Teilmenge und erst recht eine dichte offene Teilmenge in der komplexen Topologie. Auf dieser offenen
(dichten)
Teilmenge ist
durch die Diagonalmatrizen festgelegt und daher sitmmen darauf
und
überein. Also stimmen sie überhaupt überein.