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Modallogik/K/Systeme und Rahmen/Fakt/Beweis

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Beweis

(1). Es sei (M,R) gegeben. Es sei zunächst vorausgesetzt, dass in R jedes Element einen Nachfolger besitzt und sei

wα

für eine Welt  wM.  Es sei  vM  mit wRv. Dann ist

vα

und somit

wα,

also

wαα.

Es sei umgekehrt angenommen, dass M eine Sackgassenwelt w besitzt. Dann ist für eine beliebige Aussagenvariable p

wp,

aber

w⊭p,

und das Möglichkeitsaxiom kann nicht gelten.

(2). Es sei (M,R) gegeben. Es sei zunächst R reflexiv und sei

wα.

Wegen wRw ist insbesondere

wα

und damit

wαα.

Wenn R nicht reflexiv ist, so sei  wM  und wRw gelte nicht. Es sei μ die Belegung, bei der

wp

gelte, aber in allen anderen Welten v¬p. Dann ist

w¬p,

und somit ist

w⊭pp.

(3). Es sei (M,R) gegeben. Es sei zunächst R symmetrisch und sei

wα.

Es sei eine von w aus erreichbare Welt v gegeben, also wRv. Wegen der Symmetrie ist auch vRw und somit ist

vα.

Also ist

wα.

Wenn R hingegen nicht symmetrisch ist, so seien  w,vM  Welten mit wRv, aber nicht vRw. Es sei p eine Aussagenvariable und es sei μ die Belegung, bei der

wp

gelte und so, dass in allen von v aus erreichbaren Welten z¬p gelte. Dann ist

v¬p,

und somit ist

w⊭p,

also

w⊭pp.

(4). Es sei (M,R) gegeben. Es sei zunächst R transitiv und sei

wα.

Es sei wRv und vRz und somit

zα.

Also ist

vα.

und damit

wα.

Es sei nun R nicht transitiv und seien  w,v,zM  Punkte mit wRv, vRz, aber nicht wRz. Es sei p eine Aussagenvariable und sei μ die Belegung, bei der p in allen von w aus erreichbaren Welten gelte, in allen anderen Welten nicht. Dann ist

wp

und

v⊭p,

da ja z⊭p, und somit ist

w⊭p,

also

w⊭pp.

(5). Es sei (M,R) gegeben. Es sei zunächst R euklidisch und sei

wα.

Somit gibt es eine Welt v mit wRv und mit

vα.

Es sei z eine Welt mit wRz. Nach der euklidischen Eigenschaft ist dann auch zRv, daher ist

zα.

Somit ist

wα.

Es sei nun R nicht euklidisch und seien  w,v,zM  Punkte mit wRv, wRz, aber nicht vRz. Es sei p eine Aussagenvariable und sei μ die Belegung, bei der ¬p in allen von v aus erreichbaren Welten gelte, in allen anderen Welten nicht. Dann ist

zp

und somit

wp.

In v gilt hingegen ¬p, also

v¬p.

Somit gilt

w¬p

und damit

w⊭pp.

(6). Wir arbeiten mit der Kontraposition des Löb-Axioms, also mit

α(α¬α).

Es sei zunächst vorausgesetzt, dass (M,R) die graphentheoretischen Eigenschaften besitzt. Sei  wW  und

wα.

Dann gibt es eine Welt  vM  mit wRv und mit

vα.

Wir betrachten Ketten vRv2,v2Rv3, mit viα. Da es keine unendliche Kette gibt, bricht eine solche Kette ab, sagen wir in vn. In vn gilt dann

vnα¬α.

Wegen der Transitivität ist vn von w aus erreichbar und somit ist

w(α¬α).

Es sei nun vorausgesetzt, dass (M,R) nicht die Eigenschaften erfüllt. Wenn R nicht transitiv ist, so ist nach Fakt in Verbindung mit Fakt die Gültigkeit des Löb-Axioms ausgeschlossen. Es sei also eine unendlich lange Kette der Form wnRwn+1 gegeben. Wir belegen wnp für alle  n  und v¬p für alle anderen Welten. Dann gilt

w0p¬(p¬p),

da außerhalb der Kette stets ¬p gilt und innerhalb der Kette stets p gilt.