Projekt:Mobilisierungsprojekt gegen Bildungsbenachteiligung

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Dieses Projekt ist im Fachbereich Soziologie eingegliedert.

Das Ziel des Projektes besteht darin, Studierende und/oder SchülerInnen mit einer sogenannten "niedrigen sozialen Herkunft" zu mobilisieren, ihre Interessen stärker wahrzunehmen.

Inhalt[Bearbeiten]

Die Bildungsbenachteiligung von Menschen mit einer sogenannten niedrigen sozialen Herkunft in Deutschland ist mehrfach festgestellt worden. Darüberhinaus scheint es in der Bildungspolitik einen Stillstand zu geben, wenn diversen Bildungsstudien gefolgt wird. Wäre es möglich, ein Projekt zu realisieren, in dem die Betroffenen selber aktiv werden für eine Bildungspolitik, die ihre Interessen stärker widerspiegelt? Dieser Frage soll in diesem interdisziplinären Forschungsprojekt nachgegangen werden. Hierzu gehört auch die Phase der Realisierung eines Projektes und der nachfolgenden Evaluation und Veröffentlichung.

In diesem Projekt geht es darum, sich in verschiedenen Phasen dieser Problematik anzunähern. Dabei wird der übliche Lerninhalt überschritten, der lediglich im Verstehen dieser Problematik besteht. Angelehnt am Projekt Zukunftswerkstatt geht es darüberhinaus um Ideenfindung und Realisierung dieser Ideen.

Phasen des Projekts[Bearbeiten]

  • Phase 1: Zunächst wird festgestellt wie die Bildungsbenachteiligung konkret aussieht.
  • Phase 2: In einem zweiten Schritt ist Ursachenforschung zu betreiben.
Für die ersten beiden Phasen kann der Wikiversity-Blog Die Bildungsschwelle genutzt werden.
  • Phase 3: Die nächste Phasen ist die der Ideenfindung. Die Ideen könnten eventuell auf einer Tagung vorgestellt werden.
  • Phase 4: In einem vierten Schritt wird das Projekt realisiert.
  • Phase 5: Ein fünfter Schritt ist die wissenschaftliche Aufarbeitung dieses Projekts.

Interdisziplinäre Bezüge[Bearbeiten]

Soziologie: Im engeren Sinne ist dieses Projekt eines der Bildungssoziologie, insofern der Zustand der Bildungsbenachteiligung und die Erklärungsansätze hierfür aus dieser Disziplin herangezogen werden. Auch die nachfolgende Evaluation gehört zum Bereich der Soziologie.

Pädagogik: In der Realisierungsfrage treten pädagogische Aspekte in den Vordergrund.

Insofern ist dies ein typisches Projekt der Bildungssoziologie bzw. Pädagogischen Soziologie.

Eignung für Wikiversity[Bearbeiten]

Das Projekt ist für eine Zusammenarbeit in einer virtuellen Community wie Wikiversity besonders geeignet, weil die notwendigen umfangreichen Literaturrecherchen sich gut auf verschiedene Personen aufteilen lassen. Zudem eignet sich ein Wiki (evtl. unterstützt durch weitere Kollaborations-Software) als Plattform für die fortlaufende Zusammenstellung der Ergebnisse und die Projektkoordination.

Dieser Projektvorschlag ist als Entwurf zu verstehen. Er kann jederzeit ergänzt oder verändert werden. Wer sich für das beschriebene Themenspektrum evtl. nur im weiteren Sinne interessiert, ist herzlich eingeladen, auf der Diskussionsseite einen entsprechenden Hinweis zu geben. Ebenso ist ausdrücklich eine zeitlich begrenzte Mitarbeit über einzelne der oben genannten Phasen möglich. Über Bemerkungen, Fragen oder Anregungen aller Art zu dem Vorschlag freue ich mich. -- Schwarze Feder 22:13, 13. Okt. 2006 (CEST)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Grundlagentexte[Bearbeiten]

  • Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-28258-1.
  • Pierre Bourdieu, Jean-Claude Passeron, Die Illusion der Chancengleichheit, Untersuchungen zur Soziologie des Bildungswesens am Beispiel Frankreich, ISBBN 3-12-921120-9
  • Ralf Dahrendorf: Arbeiterkinder an deutschen Universitäten. Mohr Siebeck, Tübingen 1965, ISBN 3-16-517471-7.

Geschichte der Bildungsbenachteiligung[Bearbeiten]

  • Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen, 8. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 2003
  • Peter Lundgreen: Sozialgeschichte der deutschen Schule im Überblick. Teil II: 1918 - 1980 Göttingen: Kleine Vandenhoeck-Reihe 1981 ISBN 3-525-33454-0

Geschlecht und Soziale Herkunft[Bearbeiten]

  • Hannelore Bublitz: Ich gehörte irgendwie so nirgends hin: Arbeitertöchter an der Hochschule. Focus, Giessen 1980, ISBN 3-88349-208-6.
  • Erika Haas: Arbeiter- und Akademikerkinder an der Universität. Eine geschlechts- und schichtspezifische Analyse. Campus, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-593-36223-6.
  • Anne Schlüter (Hrsg.): Arbeitertöchter und ihr sozialer Aufstieg. Zum Verhältnis von Klasse, Geschlecht und sozialer Mobilität. Deutscher Studienverlag, Weinheim 1992, ISBN 3-89271-327-8.
  • Anne Schlüter (Hrsg.): Bildungsmobilität. Studien zur Individualisierung von Arbeitertöchtern in der Moderne. Deutscher Studienverlag, Weinheim 1993, ISBN 3-89271-417-7.
  • Gabriele Theling: Vielleicht wäre ich als Verkäuferin glücklicher geworden: Arbeitertöchter & Hochschule. Westfälisches Dampfboot, Münster 1986, ISBN 3-924550-18-2.

Migrationsforschung[Bearbeiten]

  • Mechtild Gomolla und Frank-Olaf Radtke: Institutionelle Diskriminierung. Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule. Leske + Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-1987-9.
  • Mechthild Gomolla: Schulentwicklung in der Einwanderungsgesellschaft. Strategien gegen Diskriminierung in England, Deutschland und in der Schweiz. Waxmann Verlag, Münster 2005, ISBN3-8309-1520-9.
  • Mona Granato: Ungleichheiten beim Zugang zu einer beruflichen Ausbildung: Entwicklungen und mangelnde Perspektiven für junge Menschen mit Migrationshintergrund. Internet-Artikel vom 14.07.2006 [1].

Hochschulforschung[Bearbeiten]

  • Wolfgang Isserstedt, Elke Middendorff, Steffen Weber, Klaus Schnitzer, Andrä Wolter: Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland 2003. 17. Sozialerhebung des deutschen Studentenwerkes durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System. Bonn/Berlin 2004.
  • Walter Müller, Reinhard Pollak (2004): Weshalb gibt es so wenige Arbeiterkinder in Deutschlands Universitäten?. In: Rolf Becker, Wolfgang Lauterbach (Hrsg.): Bildung als Privileg? Erklärungen und Befunde zu den Ursachen der Bildungsungleichheit. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, S. 311–352, ISBN 3-531-14259-3

Internationale Erhebungen[Bearbeiten]

  • UNICEF: Innocenti Report Card No. 4: A league table of educational disadvantage in rich nations. UNICEF Innocenti Research Centre, Florence 2002.

Ursachen für Bildungsbenachteiligungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]