Projekt:RAF-Vortrag

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Dieses Projekt gehört zum Fachbereich Geschichte.

Projekt
Projekttitel RAF-Schülervortrag
Ansprechpartner Sesam
Laufzeit bis Donnerstag, 7. Januar 2010 (Vortrag am Freitag)
Kurzbeschreibung
Erarbeitung eines Schülervortrags zum Thema RAF
RAF-Logo.svg

Aufgabe Bei diesem Projekt will ich das relevante Material für meinen Schülervortrag sammeln und meinen Vortrag ausarbeiten. Mitarbeit ist natürlich erwünscht. Ich möchte die wichtigsten Personen beschreiben, damit ich weiß, von wem in den ganzen Texten über die RAF die Rede ist. Außerdem soll die Umgebung beschrieben werden, in der die RAF entstehen konnte. Dann was sie alles angerichtet hat. Auch was man später aufgedeckt hat. Und was das "Baader-Meinhof-Konplex" ist, sollte man nach meinem Vortrag auch wissen, inklusive wer Baader und wer Meinhof ist. Zu beachten ist, dass die folgenden Inhalte von einem Schüler der 10. Klasse, also einem Laien, zusammengestellt wurden. Deshalb sollte man die Texte mit Vorsicht genießen.

Ergebnis Mein Vortrag wurde erfolgreich gehalten und mit „sehr gut“ bewertet. Das heißt aber nicht, dass jeder Schüler die gleiche Note erhält, wenn er diesen Vortrag hält. Fragt beim Lehrer nach was er hören möchte, informiert euch gut und haltet völlig frei euren Vortrag.

Dokumente[Bearbeiten]

Aufbau[Bearbeiten]

  • Fakten zu RAF (zuhörende Schüler mit einbinden)
  • Präsentation eines aktuellen Ereignisses (Spiegel etc.)
  • einzelne Person der RAF vorstellen
  • Infozettel

Die einzelnen Personen[Bearbeiten]

Andreas Baader
Anführer der ersten Generation der RAF. Ulrike Meinhof möchte ihn befreien. Sie kennt eine Frau, die ein Buch schreiben möchte. Unter Polizeibegleitung soll er bei der Recherche helfen. Meinhofs Freunde kommen und ermorden einen Institutionsangestellten, überwältigen die zwei bewachenden Polizisten und fliehen durchs Fenster.
Ulrike Meinhof
sie war eine Journalistin und erlebte die Kaufhaus-Brandstiftungen mit und befreite Baader. An den RAF-Schriften, dem ideologischen Konzept der RAF, war sie maßgeblich beteiligt – im Gegensatz zu Baader der die Taten vorzog.
Rudi Dutschke
war ein linker Studentenführer; bei dem Dutschke-Attentat wurde er auf offener Straße beinahe mit einer Schusswaffe ermordet. Damals hielten die Studenten den Axel Springer Verlag, Herausgeber des Boulevardblattes Bild, für den Auslöser der Motivation des Attentäters Josef Bachmann. Später wurde bekannt, dass Bachmann Teil der rechtsradikalen Szene war und diese ihn zu dem Attentat motivierte. [1] (Dutschke-Attentat ist Hintergrundwissen zu Studentenunruhen, hat eigentlich nichts mit RAF zu tun)
Gudrun Ensslin
verließ ihren Mann Bernward Vesper für Andreas Baader. Sie plante die Baader-Befreiung mit.
„Wir mußten erleben, daß die Führer der SPD selbst Gefangene des Systems waren, die politische Rücksichten nehmen mußten auf die wirtschaftlichen und außerparlamentarischen Mächte im Hintergrund.“

Umgebung[Bearbeiten]

Die RAF handelte zu einer Zeit der Studentenproteste, der antiautoritären Erziehung und der freien Liebe. Bei einer Gerichtsverhandlung haben die RAF-Häftlinge (inkl. Baader) z.B. den Richter mit schwer beleidigt, als Faschist und mit üblichen Schimpfwörtern. Der konnte das kaum fassen, weil er Autorität gewohnt war. Für Baader soll „Schießen und Ficken“ das gleiche gewesen sein. RAF-Mitglieder praktizierten, wie in dieser Zeit bei jungen Leuten üblich, wechselnden Geschlechtsverkehr und genossen die sexuellen Aspekte der Nacktheit. Zur Zeit der Stundenproteste formierte sich die Ansicht, dass der Staat eine „Polizeistaat“ sei.

Ende der 50er trugen die jungen Leute langen Haare und abgewetzte Kleidung. Die Generation lehnte die Konsumgesselschaft ab, sie nahm Drogen und setzte sich gegen atomare Waffen ein.

Haftbedingungen[Bearbeiten]

Die Haftbedingungen wurden von den RAF-Häftlingen schwer kritisiert. Sie schufen den Mythos, dass der Staat sie foltere und umbringen möchte. Die Bedingungen im Gefängnis waren natürlich nicht sehr schön. Aber man entschloss sich die Häftlinge in ein gemeinsames Gefängnis zusammenzulegen, sodass ihre Forderung, dass sie zusammenbleiben dürfen, durchgesetzt wurde. Ihnen wurde auch recht viel Elektronik im Zimmer erlaubt. Allerdings hat die Polizei sie natürlich auch nicht immer richtig behandelt. Körperliche Verletzungen an Festgenommenen durchzuführen sind nicht akzeptabel. Allerdings haben die RAF ihre schlimme Lage übertrieben und versuchten mit ihrern Hilferufen neue Sympathisanten zu finden, die sie befreien oder die Pläne der RAF weiterverfolgen sollten. [2]

Aktuelle Ereigniss[Bearbeiten]

Interessant[Bearbeiten]

  • BMW wurde zu der Zeit auch „baader-meinhof-wagen“ genannt, weil sie den bevorzugt stahlen
  • Die Rasterfahndung wurde zur Suche des entführten Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer eingeführt. (Die RAF organisierte Anschläge gegen Leute aus Wirtschaft, Politik und dem US-Imperialismus) Die Rasterfahndung war dank der neuen Informationstechnolgie, die damals im Aufkommen war, erstmals möglich.
  • Die RAF fälschte sich ihre Ausweise und Papiere einfach selber. Die Original-Stempel dazu bekamen sie durch Überfälle bei Behörden
  • RAF-Terroristen wurden durch die Stasi in die DDR aufgenommen, um sie vor der BRD zu schützen.

Gudrun Ensslin[Bearbeiten]

Sicher sehr interessant eine einzelne Person der RAF vorzustellen. Man fragt sich: Woher kommen die Leute, die Terroristen werden? Gudrun Ensslin wächst in einem kleinen Dorf in der schwäbischen Alp auf. Der Ort ist tief katholisch und regelmäßig wählt man CDU. Der Vater ist Pfarrer in der evangelischen Kirche im Ort. Die Familie lebt in dem Pfarrhaus neben der Kirche. Ennslin engagierte sich in der Kirche und wuchs in einem linken Milieu auf. Sie war auch Mitglied der Wandervogelbewegung. Sie verlobte sich mit Bernward Vesper, der auch links eingerichtet ist, aber der Sohn eines Nazi-Dichters ist. Zur Zeit der Studentenunruhen lernt sie Andreas Baader kennen. Bei den Kaufhaus-Brandstiftungen machen Ensslin und Baader mit.

Weblinks[Bearbeiten]

Film & Literatur[Bearbeiten]

  • Der Baader-Meinhof-Komplex – die TV-Langfassung
  • Stefaun Aust. Der Baader-Meinhof-Komplex
  • Das RAF-Phantom
  • Rote Armee Fraktion – Texte und Materialien zur Geschichte der RAF

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DER SPIEGEL 50/2009: Er sollte sterben (Seite 30-34)
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Die Mythen der RAF
  3. AFP: Ex-Terroristin Verena Becker kommt auf freien Fuß (Zugriff am 23. Dezember 2009)