Schopenhauer Aphorismen zur Lebensweisheit Einleitung

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Erstdruck 1851


A P H O R I S M E N
Z U R
L E B E N S W E I S H E I T.
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E i n l e i t u n g.


Das Leben sei nicht lebenswert, hatte Schopenhauer in «Die Welt als Wille und Vorstellung» Band II gefolgert. Er lässt hier nun philosophische Abstraktionen beiseite und begründet seine Glückslehre «empirisch», was jedoch von einem «höheren, metaphysisch-ethischen Standpunkt» aus nicht haltbar sei.

Im Allgemeinen freilich haben die Weisen aller Zeiten immer das Selbe gesagt, und die Thoren, d. h. die unermeßliche Majorität aller Zeiten, haben immer das Selbe, nämlich das Gegentheil, gethan: und so wird es denn auch ferner bleiben. Darum sagt V o l t a i r e: nous laisserons ce monde-ci aussi sot et aussi méchant que nous l´avons trouvé en y arrivant. [Wir verlassen diese Welt so töricht und so böse, wie wir sie bei der Ankunft vorgefunden haben.] [S.300]

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