Wikiversity:Erstellen eines Kurses

Aus Wikiversity
Wechseln zu: Navigation, Suche

In diesem Kurs versuchen Autoren und Mitwirkende bestehender Wikiversity-Kurse und -Projekte ihre Ideen und Erfahrungen weiterzugeben. Dieser Kurs wird abgerundet durch Anregungen und Kritik von Lesern und Lernenden.

Wir sind interessiert an Deiner Meinung und Deinen Ideen, benutze dazu doch bitte die Diskussionsseite.


Inhaltsverzeichnis

Vorbereitung eines Kurses[Bearbeiten]

Idee[Bearbeiten]

Am Anfang war der Satz "Das wär' doch was". Wohl jeder Kurs beginnt mit einer Idee; bis zur vollständigen Umsetzung dauert es dann doch noch etwas länger. Dort, wo noch Chaos herrscht, genügten manchmal schon sechs Tage - an vielen Orten, wo die Schöpfung schon ein bisschen fortgeschrittener ist, kann es auch etwas länger dauern.

Für die Erstellung eines Kurs kann es sehr nützlich sein, die zündende Idee und auch die sie häufig begleitende Euphorie in Worte zu fassen. Sie kann den Mitwirkenden als Idee und Motivationsquelle dienen, ebenso kann sie zum Schluss auch gut für eine Einleitung zur Motivation der Kursteilnehmer gebraucht werden.

Ziele[Bearbeiten]

Nach der eher spontan und emotional formulierten Idee lohnt es sich, die Lernziele des Kurses zu definieren. Mit den Zielen wird auch der Wissensbereich abgegrenzt, den der Kurs betrifft.

Neben der -meist eher nüchternen- Formulierung von fachlichen Zielen (für einen Kurs Trigonometrie z.B. das Ziel "Satz von Pythgoras anwenden und beweisen können") kann es -manchmal sogar enorm - nützlich sein, ein "höheres" Ziel anzugeben, welches den Leser motivieren und stimulieren könnte, sich in die Materie einzuarbeiten. Für den Trigonometriekurs könnte das übergeordnete Ziel zum Beispiel heissen "Bedeutung und Anwendung des rechtwinkligen Dreieck in der Technik erkennen").

Die Ziele haben eine doppelte Funktion: Sie dienen

  • den Erstellern und Autoren (die sich meistens nicht kennen und sehen) als Orientierung und Leitidee,
  • den Lesern dienen sie zu einem ähnlichen Zweck: die Ziele dienen auch ihnen als Wegweiser und, wenn diese entsprechend formuliert sind, auch als Motivation.

Struktur[Bearbeiten]

Die Erstellung einer inhaltlichen Struktur, bevor mit der Erstellung des Textes begonnen wird, ist eine lohnende Sache.

Sobald mit der Erstellung der Inhalte begonnen wird, tauchen die Autoren natürlicherweise in die Tiefe der Materie ab, die Aufmerksamkeit fokussiert das Detail und der Blick fürs Ganze nimmt ebenso natürlich ab. Daher ist es sehr nützlich, zu Beginn eines Kurses eine grobe Gliederung zu erstellen, welche vor allem den Umfang des Kurses darstellt sowie dessen Unterteilung in Teilbereiche. Es soll die Umrisse, "den Rahmen" darstellen.

Als sehr einfaches und effizientes Instrument bietet sich die Gliederung der Stoffes durch ein Inhaltsverzeichnis an. Neben der inhaltlichen Gliederung bietet dieses Vorgehen auch schon mögliche Arbeitseinheiten, indem die Kapitel mindestens physisch unabhängig voneinenander bearbeitet werden können.

Material sichten und bereitstellen[Bearbeiten]

Eine wertvolle Vorarbeit, insbesondere von Experten, die über viel Erfahrung in einem Sachgebiet aber wenig Zeit verfügen, können hier mit Links auf gute Websites einen wichtigen Beitrag geben.

Die Materialien sollten zu Beginn des Kurs unmittelbar nach der Einleitung aufgelistet werden und sollten eigentlich auch nach der Erstellung des Kurses dort stehen bleiben. Warum sollten die Lernenden nicht sehen, mit welchen Hilfen der Text erstellt worden ist und sich dort auch selber mit zusätzlicher Informationen versorgen?

Anschliessend können auch Autoren, welche noch nicht Expertenlevel haben, den Text schreiben. Dies ist für die 'Junioren' häufig sehr interessant, da sie sich dadurch intensiv in das Fachgebiet einarbeiten. Experten können dann dessen Durchsicht und Qualitätskontrolle übernehmen.

Stil und Publikum des Kurses[Bearbeiten]

Es lohnt sich unbedingt, sich Gedanken über das Zielpublikum zu machen, das man mit einem Kurs erreichen möchte, bevor man mit dem Schreiben beginnt.

Diese Gedanken sollten auch im Kurs in der Einleitung wiedergegeben werden, damit ein Interessent, der im Internet ja bekanntlich von irgendwoher kommt, sich ein Bild machen kann, was ihn erwartet. Und insbesondere, was der Kurs von einem erwartet, bevor man den Kurs beginnt.

Vor allem die Angabe der benötigten Vorkenntnisse ist sehr wichtig. Nichts ist frustrierender, als Stunden in einen Kurs zu investieren, um irgendwann festzustellen, dass Kenntnisse vorausgesetzt werden, die man nicht hat.

Publikum[Bearbeiten]

Lernmotivation

  • 'professionelle' Lernende mit tendenziell kommerziellem Hintergrund
    • Schüler
    • Studenten
    • 'Temporärschüler' (lernen z.B. nur für Prüfung oder Zertifikat)
  • Amateure mit nicht-kommerziellen, altruistischen Interessen


Alter

  • Jugendliche (eher aufbauend)
  • Erwachsene (berufs-, freizeitbezogen)
Im Gegensatz zu Jugendlichen nehmen Erwachsene neues Wissen dadurch auf, daß Sie Verknüpfungen zu bereits vorhandenem Wissen ziehen. Darum sollte man bei diesem Publikum eher Vergleiche ziehen und Eselsbrücken verwenden
  • Senioren (neben eher unterhaltenden unkommerzionellen Angeboten sollten allmählich auch Kurse für eine echte Betätigung alter Leute entwickelt werden, Altersturnen, Babushka Kindergarten, Arbeiten mit temporärem Bedarf )

Geschlecht

spezifisch? für beide Geschlechter?


Sprache

Auch nicht-muttersprachige Wikiversity-Teilnehmer sollen einen Kurs verstehen können, wenn sie mindestens den Grundwortschatz der Sprache beherrschen.

Stil[Bearbeiten]

  • Anpassung an das Zielpublikum
    • streng sachlich
    • unterhaltend


  • maximale Lesbarkeit

So einfach wie möglich schreiben, jeden Satz auf die einfachste mögliche Form reduzieren (Faustformel: Grundwortschatz + Fachvokabular)

Fremdwörter NUR für Fachwörter, elaboriertes hochgelahrtes Gefasel vermeiden. Kurs soll insbesondere auch Lesern zugänglich sein, welche nicht deutscher Muttersprache sind und natürlicherweise über einen geringeren Wortschatz verfügen.


Moderierter/Unmoderierter Kurs[Bearbeiten]

Moderiert

  • Repetitiver Aufwand
  • Direkte Motivation möglich
  • Direktes Feedback


Unmoderiert (nur Text)

  • kein wiederkehrender Personalaufwand
  • keine direkte Motivationsmöglichkeit
  • freiwilliges indirektes Echo

Gruppenarbeit[Bearbeiten]

Während der Vorbereitung eines Kurses lohnt es sich auch, andere Wikiversity-Teilnehmer zu suchen, welche sich an der Kurserstellung beteiligen möchten.

Zu-Tun-Tipps wie und wo man solche Leute findet

Wenn mehrere Leute mitmachen wollen, lohnt sich sicher die Unterteilung in Ersteller des Theorieteils und des Übungsteils. Dadurch verhindert man, dass der Grossteil der Zeit und Aktivität auf die Theorie verwendet wird und am Ende noch schnell ein paar Übungen erstellt werden. Einige Autoren erstellen sogar die Übungen zuerst, weil diese häufig den grösseren Zeitaufwand, aber auch den grösseren Lernerfolg bringen.

Eine der zentralen Rollen, die es zu besetzen gibt, ist ein Prüfer, der eine Qualitätsprüfung des Kurses durchführt; am Besten wird die Rolle gleich mehrfach besetzt, da diese Tätigkeit gerne mehr Zeit benötigt als zur Verfügung steht.

Bei den Übungen lohnt es sich besonders, einen Prüfer beizuziehen. Denn wenn Übungen vom Lernenden richtig ausgeführt werden, aber nicht das gewünschte Resultat liefern, sprich wenn die Übung einfach falsch ist, so ist dies das schlechteste mögliche Ergebnis einer Übung. Sind nur zwei Personen am Kurs beteiligt, so sollten sie möglichst gegenseitige Durchsichten durchführen - das vermindert den Koordinationsaufwand und kann die Qualität erhöhen.

Koordination der Autoren[Bearbeiten]

Erste Regel: Erst Lücken füllen, dann korrigieren.

Hauptproblem: Wer wird wann verfügbar sein => Projektplan, Zeiteinteilung

Kurs-Projektmanagement und Zeitplan[Bearbeiten]

Wiki-Kurse werden sicher auf verschiedenste Weise und durch verschiedenste Gruppen erstellt werden: daher ist es schwierig und vermutlich sogar eher hindernd, feste Verfahren definieren zu wollen. Man kann den Kurs schliesslich erstellen, wie man will; die Hauptsache ist: er wird gut.

Dass ein vorgegebenes Kurs-Projektmanagement nicht existiert, heisst aber deshalb noch nicht, dass es unnütz ist. Insbesondere bei grösseren Gruppen und Kursen kann eine Planung durchaus Sinn machen, wenn sie an die speziellen Situationen und Bedürfnisse angepasst sind.

Bezüglich Zeitplan sollte man sich aber zumindest einen wesentlichen Gedanken machen: Bis wann soll ein erster Entwurf stehen ? Vor allem für frühe Leser ist diese Angabe das Minimum, das man ihnen mitteillen muss, damit man weiss, ob der Kurs schon fertig ist und vor allem ob das Material noch Fehler enthalten kann.

Daher sollte eine Angabe zur Version und Vollständigkeit gemacht werden mit einem Zieldatum, wann der Kurs fertig sein sollte.

Theoretischer Teil des Kurses[Bearbeiten]

Sprachliche Darstellung[Bearbeiten]

  • klar
  • kurz, aber abschließend
  • sachlich
  • emotionale Textpassagen (Ideen, Motivation)
    • klar vom Sachtext abgetrennt
    • v.a. Einleitung und Zusammenfassung
    • vereinzelt zum Auflockern längerer 'trockener' Theorieteile

Glossar[Bearbeiten]

Eine äußerst nützliche Hilfe ist das Glossar, in dem alle Fachbegriffe erklärt werden. Im Glossar kann man auch etwas grosszügiger auf andere Links verweisen, da man hier ausserhalb des Textfluss des Kurses ist; während im Kurs zuviele Links den Leser verzetteln können, ist man im Glossar sicher, dass sich der Leser mit dem Detailthema genauer auseinandersetzen will und in Tauchbereitschaft ist, daher kann man auch üppiger Links "in die Tiefen" des Internets setzen.

Gestalt des Textes[Bearbeiten]

Formatierung[Bearbeiten]

Formatierung ist unbedingt wichtig für die Darstellung von Fliesstext allgemein, insbesondere bei HTML-seiten, deren Länge nicht begrenzt ist.

Die wichtigste Formatierungen sind:

  • Inhaltlich klare und kurze Sätze haben einen Kerngedanken.
  • Ein Thema pro Absatz

Hinweis: Vor allem bei Folien, aber auch bei Fliesstext lohnt es sich, pro Seite oder eben Absatz nicht mehr als 3 Kerngedanken hineinzupferchen. Drei Dinge kann man sich noch merken, je mehr es aber sind, desto schwieriger wird es, diese zu behalten.

  • Leerzeilen, die Absätze trennen, Luft schaffen und klar aufzeigen dass ein neuer Gedanke kommt.


Generell sollte man sehr sparsam mit Textformatierungen umgehen. Die Fettschrift dient zum Herausheben des Kerngedankens.

Mit der Italic-formatierung sollte man noch spärlicher umgehen, denn sie macht das Schriftbild viel unruhiger. Zitate werden häufig so formatiert oder aber ganz besondere Bemerkungen, Spezialfälle und abgesetzte, deutlich hervorgehobene Gedanken. Am besten ist es, abgesehen vom Zitat, sie gar nicht zu gebrauchen.

Besonders sei gewarnt vor massenhafter Verwendung:


Es ist peinlich, wenn man versucht, dem Leser mit Dutzenden von überflüssigen Formatierungen seine Nase mitten in die Scheisse zu drücken, damit er das Wichtige auch ja nicht verpasst.


Ein guter, das heisst ein kurzer und klarer Satz kommt auch ohne Formatierung aus:

Viele Formatierungen verwirren, entmündigen den Leser von der Suche nach dem Inhalt und wirken insbesondere bei exzessivem Gebrauch kontraproduktiv.

Es gibt aber durchaus nützliche Formatierungen:

  • Die Fettschrift für Leitmotive, d.h. zentrale Themen eines Absatzes
  • Die Kursivschrift für Aussergewöhnliches, wichtige Spezialfälle, die vielleicht sonst in einem längeren Text übersehen werden könnten.

Abschnitte bilden eine Einheit um einen Gedanken[Bearbeiten]

Viel wichtiger ist die Gliederung des Textes mit Abschnitten, aber auch schwieriger, weil dies mehr Hirnaktivität als Mausklicks benötigt. Ein Hauptübel bei den meisten Lehrmaterialien ist der Umstand, dass in einen Abschnitt meist eine Vielzahl von Themen gepresst werden


Faustregel: in einem Abschnitt höchstens einmal Fettschrift für das zentrale Schlagwort oder den zentralen Gedanken.

Didaktische Erkenntnisse als Unterstützung bei der Informationserstellung[Bearbeiten]

Material:


Computer-Supported Intentional Learning Environments (CSILE)

Hilfsmittel[Bearbeiten]

Unter Hilfsmittel zur Erstellung eines Kurses kann man viel verstehen. Natürlich ist jede Informationsquelle ein Hilfsmittel. Hier aber wollen wir uns auf die Hilfsmittel konzentrieren, welche ein Wiki für die Erstellung eines Kurses zur Verfügung stellt.

Zur Zeit (d.h. während der Enstehungszeit von Wikiversity) stehen keine speziellen Werkzeuge zur Verfügung, man muss sich also mit den üblichen Wiki-funktionen helfen. Welche Funktionen bestehen und wie man sie verwendet, kannst Du im Wikiversity-[Kurs:Wikis und ihre Nutzung] erfahren.

Es gibt 2 Funktionen in einem Wiki, welche sehr nützlich sind:

Kapitel und (daraus automatisch erstelltes) Inhaltsverzeichnis Versuche zuerst, den Kurs in Kapitel zu unterteilen.

Dies fördert einerseits die Architektur des Kurses, die nie so klar ist, als zu Beginn mit nur einem Inhaltsverzeichnis.

Zweitens kann in Wiki jedes Kapitel unabhängig von den anderen editiert werden. Dadurch kann man die Arbeit hervorragend auf mehrere Autoren verteilen - sofern sie denn vorhanden sind.

Links

Man kann einen Link erstellen, ohne dass dazu ein Eintrag besteht. Auch dieses Mittel eignet sich gut zur Strukturierung und zur Aufgabenverteilung: Es braucht nicht einmal ein Todo im Text, dass der Link noch erstellt werden muss, da ein Link ohne Referenz rot dargestellt wird. Jeder 'Bearbeiter' sieht sofort, dass hier noch etwas getan werden muss.

Mit dieser Technik kann man zum Beispiel verweise auf Unterkapitel in den Übungen machen. Dadurch wird die Struktur und Nomenklatur der Theorie und der Übungen sozusagen automatisch synchronisiert

Wünschenswerte Hilfsmittel

Vor allem für die Übungen ist eine Softwareunterstützung sehr wichtig. Wenn die Antwort direkt auf den Übungstext folgt, so funktioniert das schlecht, weil man auch passiv die Antwort schon sieht, bevor man wirklich über die Frage nachdenken konnte.

Daher sollte eine Softwarefunktion bestehen, welche zu einer Übungen einen Link auf die Antwort liefert und von der Antwort auf die Seite zurückweist.

Zudem sollte ein stufenweises Abfragen der Lösung möglich sein mit

  • Hinweis (hint) zeigt nicht die Lösung, sondern gibt Tips zur Lösungssuche
  • Lösung zeigt nur die Lösung
  • Herleitung zeigt, wie man zur Lösung kommt

Ein einfacher Link ist dazu nicht geeignet:

  1. Es gäbe eine Schwemme von Links,
  2. Die Antworten für sich kein Inhalt oder Thema dar, sodass der Link eigentlich 'missbräuchlich' verwendet wird.
  3. Der Link bietet die gewünschte stufenweise Aufdeckung der Antwort nicht an. Man kann das vielleicht zusammenbasteln, aber mit Basteleien sollte sich der Kursautor nicht herumschlagen



Ein normaler Link ist dazu wenig geeignet, da

Übungen[Bearbeiten]

Übung macht bekanntlich den Meister. Darum ist ein Kurs ohne Übungen (meistens fast) nichts als graue Theorie.

Hinweise zu Übungen allgemein[Bearbeiten]

  • Am Anfang gilt: Eine Übung ist besser als keine Übung
  • Gegen Ende sollte gelten: Die Übungen decken den ganzen Stoff (mindestens einmal) ab
  • Noch besser ist, dass es mehrere Überdeckungen gibt, die mehrere Zugänge zum Hauptthema bieten
  • Übungen haben traditionellerweise das Image, langweilig und öd zu sein. Das liegt jedoch nicht an den Übungen, sondern an dem fantasievollen Übungsersteller

Arten von Übungen[Bearbeiten]

  • Erkundungsübung oder "explorative" Übung: Vor Theorie und abstrakten Lernen den Teilnehmer zum Thema führen, dass er dann erst mal selber erkunden soll
  • Stoffrepetition: Kernteil, Möglichkeit zu sehen, ob man die Theorie vestanden hat und anwenden kann, Sicherheit, Handwerk
  • Horizonterweiternde Übungen: Nach der Repetition des eigentlichen Stoffes sollten auch noch Übungen vorhanden sein, welche die vermehrt die Kreativität und die Neugier des Lernenden ansprechen

Interaktive Übungen[Bearbeiten]

  • zentral für E-Lernen
  • wesentlicher Unterschied zu Buch oder Infowebseite
  • soll in regelmässigem Rhythmus das Lesen unterbrechen
  • vorausschauend Inhalt vorbereiten
  • zurückschauend Inhalt wiederholen
  • sofortige Rückmeldung und Erfolgserlebnis vermitteln

Technische Hilfsmittel für Übungen[Bearbeiten]

gewünschte / realisierte Funktionen

Funktionen[Bearbeiten]

gewünscht:

  • Kontrollkasten für Ankreuzfragen
  • Präzise Antwort testen auf Richtigkeit: (Bsp Von wem stammt der Satz über die Seitenverhältnisse des rechtwinkligen Dreiecks? Antwort Phytagoras)
  • Drei Antwortmöglichkeiten
    • Hinweis aber noch nicht Lösung
    • nackte Lösung
    • Lösungsweg

Quiz[Bearbeiten]

Die Quizfunktionalität ermöglicht die Erstellung von vielseitigen Quizfragen mit einer vereinfachten Syntax. Die Ansätze sind vielversprechen, hier ein einfaches Beispiel:




  

Dies ist eine Frage

Dies ist eine richtige Antwort
Dies ist die falsche Antwort



Microbutton[Bearbeiten]

der Microbutton ist eine ebenfalls neue und zur Zeit noch nicht vollständige Unterstützung. Der Name ist vielleicht nicht sehr aussagekräftig. Der Microbutton betrifft einen kleinen Ausschnitt aus einer Seite (Text oder Grafik) und kann diesen Ausschnitt vervollständigen.

Selbststudium - der Übergang vom geführten zum selbstbestimmten Lernen[Bearbeiten]

Am Ende der Wiederholungsübungen, nachdem Praxis und Sicherheit zum Thema gefunden worden sind, den Horizont öffnen, weitergehendes, selbständiges Lernen anregen.

Sprachliche und psychologische Hilfsmittel[Bearbeiten]

Da im Normalfall keine physische Person die Lernenden animieren kann, ist die inhaltliche Gestaltung, insbesondere Anreicherung mit aktivierenden Elementen aus Schriftstellerei und Psychologie, von grossem Nutzen

Auseinandersetzung mit der Lernpsychologie[Bearbeiten]

Welcher Jung würde hier etwas beitragen? (Mit oder ohne Freud 8-)

Dramaturgische Effekte zur Hervorhebung des Inhalts[Bearbeiten]

  • sachliche Beschreibung des Themas- emotional: motivierende Einführung, abschliessende Würdigung und Anregung das Wissen anzuwenden.
  • emotionale Wörter für spezielle Hervorhebungen: Das geniale an emotialen Adjektiven ist der gezielte punktuelle Einsatz zur Hervorhebung der Kernidee
  • Langer Fliesstext vermeiden, Pausen grafisch und inhaltlich (Übungen)
  • Ab und zu kann ein Stilbruch animierend wirken (z.B. ein Absatz mit direkter Rede, Dialog)

Vorlagen und Templates[Bearbeiten]

Prüfen eines Kurses[Bearbeiten]

Richtigkeit[Bearbeiten]

Die erste und wichtigste Prüfung betrifft die Richtigkeit des Inhalt: Stimmt das? heisst die einfache Frage. Auch wenn ein Text mit Fehler behaftet ist oder in gebrochener Sprache verfasst ist, so ist das weniger schlimm, als eine perfekte, glatte Sprache, die aber etwas Falsches darstellt.

Verständlichkeit[Bearbeiten]

Die zweitwichtigste Prüfung sollte sicherstellen, ob man das Richtige verstehen kann. Auch in der zweiten Lesung ist nicht grammatikalische Korrektheit angesagt, auch die geschliffene Sprache ist nicht das eigentliche Ziel.

Der Inhalt soll einfach mit geringst möglicher Mühe vom Leser aufgenommen werden können. Dazu sollten allzu verknorzte und zu komplizierte Konstruktionen geglättet werden.

  • Seltene Wörter, gestelzte Formulierung und alle Fremdwörter, welche nicht zum Kernfach gehören, sollten entfernt oder genau erklärt werden.
  • Lange Sätze werden in kurze klare Formulierungen zurückgestutzt, die einen (und möglichst nur einen) kurzen klaren Gedanken aufzeigen.
  • Die Sätze eines Absatzes sollen einen Gedankengang lückenlos und in der richtigen Folge darstellen.

Formale Korrektheit[Bearbeiten]

In der letzten Prüfung, wenn die Inhalte und ihre Darstellung geprüft sind, lohnt sich nun die Prüfung der Grammatik und Syntax. Je korrekter und sauberer ein Text ist, desto störungsfreier kann er gelesen werden. Ein Tippfehler ist insofern nicht schlimm, als er das Verständnis der Sache nicht verunmöglicht, aber jeder Fehler bremst den Lesefluss, hält den Leser unnötig auf und ermüdet ihn insbesondere beim gehäuften Auftreten von Fehlern.

Kurstest[Bearbeiten]

Theorie[Bearbeiten]

Jeder Kurs sollte unbedingt getestet werden, bevor der der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.

Am schlechtesten macht das der Autor selber. Der Nachteil der Durchsicht durch den Autor liegt vor allem in dessen langer Beschäftigung mit der Materie: Er ist inhaltlich schon soweit in der Materie drin, dass er Lücken und Unklarheiten des Neulings gar nicht mehr erkennen kann. Zudem ermüdet die lange Beschäftigung mit einem Text, sodass der Autor mit der Zeit 'fehlerblind' wird. Vielmehr sollte der Artikel aus anderen Perspektiven geprüft werden, zuerst aus fachlicher, dann aus sprachlicher:

  • Für die Prüfung der Richtigkeit eignet sich vor allem eine fachkundige Person. Er sollte auch die Vollständigkeit der Darstellung prüfen und suchen, ob etwas vergessen oder zu wenig tief dargestellt wurde
  • Für die Prüfung der Verständlichkeit eignet sich am besten eine kritische, in der Materie unerfahrene Person
  • Für die Prüfung der formalen Korrektheit ist weniger fachliches Wissen oder gar Interesse im Vordergrund als vielmehr das Beherrschen einer guten und klaren Sprache wichtig.

Dieser Kurs wurde leider erst vom Autor geprüft. Wer übernimmt die Aufgabe?

Praxis[Bearbeiten]

Die Prüfung des Praxisteil ist eigentlich noch wichtiger als die Prüfung der Theorie. Falsche Darstellungen sind zwar sehr ärgerlich, aber anhand guter Übungen kann sich der Lernende ein eigenes Bild verschaffen. Falsche Übungen hingegen verwirren den Interessierten und wirken sich negativ auf die Lernkurve aus.

Daher sollten auch die Übungen detailliert geprüft werden. Bei den Übungen steht sicher die Richtigkeit im Vordergrund. Eine weitere wichtige Frage ist die Abdeckung der Theorie: Zu allen wichtigen Themen sollte es auch mindestens eine Übung geben. Noch besser ist die mehrfache Überdeckung des Lernstoffes, welche aber nicht stereotyp sein sollte, sondern verschiedene Sichten auf den Inhalt erlauben sollte. Am schwierigsten und aufwendigsten zu prüfen sind sicher die weiterreichenden Übungen, welche den Horizont des Lernenden aufweiten und ihn zur Eigeninitiative ermuntern sollen.

Rückmeldung aus Bewertung durch die Anwender[Bearbeiten]

Die wichtigste Beurteilung eines Kurses ist aber die des Lernenden. Nur er kann letzlich sagen, ob er etwas gelernt hat, ob das Lernen mühsam war oder aber Spass gemacht hat.

Darum ist es unerlässlich, am Ende eines Kurses eine Bewertung durch den Leser ausdrücklich zu erbitten. Dies sollte im Minimum in freier Form erfolgen, eine inhaltliche Aufteilung in präzise kritische Fragen kann jedoch die Kritikfreudigkeit des Lesers erhöhen.

Da für die Wikiversity noch keine Softwareunterstützung zum Erstellen und Auswerten von Fragebögen vorhanden ist, hat dieser Kurs auch noch keinen Fragebogen. Alle Leser sind jedoch herzlich eingeladen, ihre Kommentare und Anregungen auf der Diskussionsseite anzubringen!

Versionierung und Unterhalt eines Kurses[Bearbeiten]

Unterscheidung konsolidierter Kurse von Kursen unter Bearbeitung[Bearbeiten]

Die vorgängig besprochene Prüfung eines Kurses macht wenig Sinn, wenn anschliessend Text willentlich oder unwissentlich verfälscht wird. Vor allem die Synchronisierung der Übungen auf den Inhalt sowie die Übereinstimmung des Wissensstand mit dem Inhalt der Übungen sind fundamental und sollten gesichert werden. So ist zum Beispiel ein Kurs zu einer neuen Softwareversion mit Übungen zu einer älteren Version, deren Funktionalität von Natur aus kaum je vollständig übereinstimmen, nicht nur ätzend, sondern eigentlich kontraproduktiv.

Dies wirft natürlich einige kritische Fragen auf in bezug auf die Wiki-"philosophie" (jeder kann alles ändern). Dieses Thema wird zum Schluss unter den Problemen der Wikikurse besprochen.

Als Anstoss zur Diskussion sei hier die Idee geäussert, dass es zwei Formen von Kursen geben sollte:

  • Kurse in Bearbeitung (jeder kann beitragen)
  • geprüfte und freigebene Kurse, welche 'eingefroren' sind und nur noch im Fehlerfall von definierten Kursadministatoren geändert werden

Änderungen eines Kurses[Bearbeiten]

Wenn ein Kurs geändert wird, ist dies prinzipiell ähnlich zur Neuerstellung eines Kurses.

Vor allem aber ist die Kommunikation von Zielen und Terminen an die bestehnde Lerngemeinde wichtig. Damit kann sich der Lernende seine Lernbemühungen besser einteilen, indem er fachliche Wünsche und zeitliche Aspekte in seinen Lernplan miteinbeziehen kann.

Sicherstellung von Unterstützung[Bearbeiten]

Jeder Kursersteller sollte einen Partner haben, der seine Arbeiten gegenliest und ihn bei Abwesenheiten unterstützen kann.

Für "Lerntrichter"-Kurse, bei denen ein etabliertes Fachwissen vom Kursersteller in die Lernenden abgefüllt werden soll, mag dies genügen, insbesondere wenn die Übungen dazu gut und detailliert sind.

Im Laufe der Wikiversity ist aber zu hoffen, dass nicht nur die Grundlagenfächer unterrichtet werden, sondern auch Bereiche, deren Wissen in Fluss ist. Für diese Kurse, bei denen das Wissen noch nicht etabliert ist, sollten die Übungen auch persönlich rsp interaktiv betreut werden. Dies erhöht die Aufgabe und den Aufwand für die Betreuung erheblich. Daher ist eine Planung für diese 'fortgeschrittenen' Kurse sehr wichtig.

Anregen von Weiterentwicklungen[Bearbeiten]

Erweiterungen eines Kurses[Bearbeiten]

Jeder Kurs sollte über seinen Tellerrand hinauszeigen und den Leser zur Erweiterung und Verbesserung anregen.

Bekannte Schwächen oder Mängel sollten nicht versteckt sondern offengelegt werden.

Interessenten sollten eine Möglichkeit bekommen sich mit den Autoren in Kontakt zu setzen. Die Diskussionseite ist dazu eine erste Anlaufstelle, vermutlich gibt es mit der Zeit noch dezidiertere Formen.


Andere Formen von Erweiterungen[Bearbeiten]

Die Anregungen sollten sich aber nicht nur auf Kurserweiterungen beschränken. Die Wikigemeinde bietet Potential für mehr. Schlussendlich sollen die Lernenden ihr Wissen ausweiten. Die Wege, die sie dabei begehen, können auch für andere interessant sein und sollten mindestens teilweise anderen geöffnet werden. Im Idealfall bilden sich aus den Kursteilnehmern Lern-, Studien- und Forschungsgruppen.

Chancen und Probleme von Kursen in Wiki[Bearbeiten]

Chancen[Bearbeiten]

Der Lernende kann und soll das Lernen - und die Unterlagen - mitgestalten

Neue Lernformen durch interaktives Medium (virtuelle Lern- und Forschungsgruppen)

Ergänzung der punktuellen Wissenserweiterung (Lexika, Enzyklopädien) durch systematische Lernmöglichkeiten

Probleme[Bearbeiten]

Mangel an didaktischen Hilfsprogrammen zur Unterstützung des Lernprozesses

Sicherstellung eines konsistenten Zustandes von Theorie und Übungen

Versionierung von schnell sich ändernden Wissensgebieten (z.B. Informatik)

bekannte Themen[Bearbeiten]

Dieser Kurs sollte gegengelesen werden ;-)

  • Ich finde es problematisch, dass alles auf einer Seite steht. Das macht es sehr schwer zu lesen. Ein Kurs sollte zwar auch eine druckbare Fassung haben, aber auch gut zu lesen sein. Ich finde mich in der Überschriften nicht zu Recht, sie werden nur automatisch für den Inhaltsverzeichnis generiert, nicht für die eigentlichen Überschriften, wo sie aber für E-Learning-Material absolut notwendig sind! --WiseWoman 20:35, 30. Mai 2006 (UTC)