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Äquivalenzrelation/Projektiver Raum/Körper/Beispiel

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Es sei  n  und K ein Körper. Wir setzen  M=Kn+1{0}.  Der Kn+1 ist ein Vektorraum, wobei die Skalarmultiplikation von  λK  und  xKn+1  mit λx bezeichnet wird. Es sei weiter

R={(x,y)M×M es gibt ein λK{0} mit λx=y}.

Zwei Punkte werden also als äquivalent erklärt, wenn sie durch Skalarmultiplikation mit einem Skalar  λ0  ineinander überführt werden können. Ebenso könnte man sagen, dass zwei Punkte als äquivalent gelten, wenn sie dieselbe Gerade durch den Nullpunkt definieren.

Dass wirklich eine Äquivalenzrelation vorliegt, sieht man so. Die Reflexivität folgt aus  x=1x  für jedes  xM.  Zum Nachweis der Symmetrie sei xRy, d.h. es gibt ein  λ0  mit  λx=y.  Dann gilt aber auch  y=λ1x,  da ja λ ein Inverses besitzt. Zum Nachweis der Transitivität sei xRy und yRz angenommen, d.h. es gibt  λ,δ0  mit λx=y und δy=z. Dann ist insgesamt  z=δy=(δλ)x  mit  δλ0.  Die Äquivalenzklassen zu dieser Äquivalenzrelation sind die einzelnen Geraden durch den Nullpunkt (aber ohne den Nullpunkt). Die Quotientenmenge heißt projektiver Raum über K (der Dimension n) und wird mit Kn bezeichnet.