Benutzer:Alexander Oswald/Hugo Klein (Schlachtenmaler)

Aus Wikiversity
Zur Navigation springen Zur Suche springen


Hugo Klein (* 2. Jänner 1873 in Ungarn, †23. März 1931 in Wien) war Schlachtenmaler und Offizier im Rang eines Oberstleutnants während des Ersten Weltkrieges im Dienste von Erzherzog Franz Ferdinand.

Leben[Bearbeiten]

K.k. Infanterist in der Adjustierung 1861-1866

Hugo Klein wurde in Szombathely, Ungarn geboren. Er absolvierte von 1891-1894 die Theresianische Militärakademie und schloss diese im Rang eines Leutnants ab. Nachdem er zum Oberstleutnant befördert wurde, lehrte er an der Kadettenschule Weißkirchen Freihandzeichnen und Darstellende Geometrie. Sein künstlerisches Talent wurde durch die Lehre des bedeutenden und hoch anerkannten Wojciech Kossak geschärft. Später wurde er von Erzherzog Franz Ferdinand entdeckt. Klein war durch den aktiven Offiziersdienst unter den Befehl des Erzherzogs gestellt worden. Franz Ferdinand erkannte die künstlerischen Fähigkeiten des Oberleutnants und wurde dessen Förderer. Im Jahr 1913 folgte die Entsendung Kleins auf die Akademie der bildenden Künste, wo er die Meisterschule Alois Delugs absolvierte. Während des 1. Weltkrieges wurde Oberstleutnant Klein bei den Feldzügen in Italien, Serbien, Albanien und Galizien eingesetzt. Während des Krieges entstand eine Vielzahl von Werken, die das Gefechtsgeschehen in unblutiger Weise zeigten. Nach Ende des Krieges spezialisierte sich der einstige Schlachtenmaler auf Porträtkunst und hielt sich längere Zeit in Schweden und Deutschland auf. Am 23. März 1931 starb der Künstler in Wien.

Künstlerische Arbeit während des 1. Weltkrieges[Bearbeiten]

Auftragsarbeit für Erzherzog Franz Ferdinand[Bearbeiten]

Erzherzog Franz Ferdinand beauftragte Klein mit der Anfertigung des Werkes "Reitergefecht bei Wysokov". Zur gleichen Zeit befand sich der Oberstleutnant allerdings in Gefechten und musste aus dem selben Grund die Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste ein Semester vor Abschluss abbrechen. Hugo Klein bat deshalb seinen damaligen Vorgesetzten Carl Feldherr von Bardloff um Fürsprache bei Franz Ferdinand, damit er seine Ausbildung beenden und somit das Werk fertigen konnte. Der Fürbitte wurde letztlich entsprochen und stattgegeben.

weitere Werke[Bearbeiten]

Kleins Schaffen aus kriegspropagandistischer Perspektive[Bearbeiten]

Als führender Offizier im aktiven Gefechtseinsatz kannte Hugo Klein die Grausamkeit des Krieges mit all seinen Entbehrungen für die in ihm kämpfenden Soldaten und den menschlichen Opfern. Diese negativen Aspekte zeigt er in seinen Werken nicht. Denn das Ziel der Kriegsmalerei ist es, Kriegseuphorie und Begeisterung bei jungen potentiellen Soldaten zu schüren und sie ideologisch zu motivieren. Kleins Werke wurden somit zum Instrument der Herrschaft und damit zum Werkzeug der Propagandamaschinerie.

Literatur[Bearbeiten]

  • Theodor Brückler: Thronfolger Franz Ferdinand als Denkmalpfleger - Die Kunstakten der Militärkanzlei im Österreichischen Staatsarchiv" Böhlau Verlag, Wien-Köln-Weimar, 2009, ISBN 978-3-205-78306-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Theodor Brückler: Thronfolger Franz Ferdinand als Denkmalpfleger - Die Kunstakten der Militärkanzlei im Österreichischen Staatsarchiv", S. 342, Böhlau Verlag, Wien-Köln-Weimar, 2009, ISBN 978-3-205-78306-0
  2. Österreichisches Biographisches Lexikon und biographische Dokumentation

Weblinks[Bearbeiten]