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Der EU-Beitritt Österreichs 1995

Stimmzettel EU-Beitritt 1994

Österreich darf sich seit dem 1. Jänner 1995 als Mitgliedsstaat der Europäischen Union bezeichnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war dies eine zukunftsorientierte Verbesserung des österreichischen Republik. Seitdem lassen sich jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile des von 66,6 % der österreichischen Bevölkerung gewünschten Beitritts feststellen.


Der EU-Beitritt Österreichs 1995[Bearbeiten]

Nachdem Österreich am 17. Juli 1989, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, den Antrag auf die Mitgliedschaft in der EU stellte, erfolgte die erfolgreiche Volksabstimmung in Österreich über den Beitritt zur Europäischen Union am 12. Juni 1994. Von den österreichischen Bürgern stimmten 66,6% dafür bei einer Wahlbeteiligung von 82,3 %. Die Akzeptanz der Bewerbung Österreichs als EU-Staat war ein Resultat der sich verändernden Oststaaten.[1]


Somit ist die Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union seit dem 1.1.1995 gültig. Österreich ist nun das 14. Land, welches der EU beitritt.[2]

Die Vor- und Nachteile des Beitritts[Bearbeiten]

Mittlerweile gehört Österreich seit 20 Jahren zum Bunde der EU und hat mit allen anderen Mitgliedsstaaten einige Krisen überwunden, andere sind wiederum immernoch Präsent.

Vorteile[Bearbeiten]

Als wichtige Vorteile für Österreichs Integration in Europa seit dem Beitritt sind:

  • Steigerung der Produktivität im europäischen Handlungsraum (mehr Preiswettbewerb und leichtere Migration)
  • Ausschöpfung der Integrationseffekte (Intra-EU-Handel)
  • Steigerung des realen BIPs in Österreich um 0,6 % pro Jahr (Binnenmarkteffekt)
  • durch Teilnahme am Binnenmarkt Schaffung von rund 245.000 Arbeitsplätzen in den letzten 20 Jahren
  • durch Arbeitsplatzschaffung sinkt die Arbeitslosigkeit in Österreich
  • nicht nur große Unternehmen, sondern viel mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben profitiert und sind eine große Stütze für die Wirtschaft Österreichs
  • durch die Mitgleidschaft an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU), gab es eine Einheitliche Währung in der EU ab 2002, was die Reisen und innereuropäische Wirtschaftsverbindungen
  • durch die Teilahme an der WWU, darf Österreich größere Wettbewerbsfähigkeit und bessere Handelsbeziehungen genießen und außderdem eine noch größere Steigerung des BIP
  • durch die Osterweiterung ab 2004, war Österreich noch mehr als zuvor das Tor zum Osten
  • insgesamte Steigerung des BIPs um 0,9 % pro Jahr
  • insgesamt pro Jahr mehr als 18.000 Arbeitsplätze
  • durch die Osterweiterung rückte Österreich mehr in den Zentraleurpäischen Raum was zu einer größeren Beteiligung an der österreichischen Globalisierung führte
  • größere Auswahl an Produkten, Dienstleistungen und Individualisierungsmöglihckeiten
  • das politische österreichische System hat sich modernisiert [3]

Nachteile[Bearbeiten]

Die genannten Vorteile lassen vermuten, dass dem EU-Beitritt auch nach Realisierung entgegengejubelt wurde. Jedoch trügt dieser Schein und die österreichische Bevölkerung wurde immer skeptischer.

  • Importe sind mehr gestiegen als Exporte, deswegen insgesamt eine Verschlechterung der Leistungsbilanz
  • trotz Beteilgung am EU-Binnenmarkt fand ein Rückgang der Inflationsrate um 0,2 % statt
  • Abnahme der Integration zum Beispiel durch die Große Rezzesion 2009 oder die Euro-Krise 2009
  • BIP-Steigerung der Österreicher zwar groß, jedoch ungleich auf die Bevölkerungsschichten verteilt
  • durch den EU-Beitritt ist eine sinkende Lohnqoute festellbar [4]


Trotz der Skepsis der österreichischen Bürger, überwiegen größtenteils die Vorteile des EU-Beitritts. Die derzeitigen und bisherigen Entwicklungen haben Österreich zu einem immer integrierteren Land gemacht und werden auch weiterhin zur Stärkung Österreichs führen.

Die mediale Berichterstattung[Bearbeiten]

Vor, während und nach dem Eu-Beitritt Österreichs gab es zahlreiche mediale Berichterstattung über diese. Zu Zeiten des Beitritts dienten die Berichte vorrangig als Orientierungsfunktion für das Wahlverhalten der österreichischen Bürger. Es wurde viel in der Öffentlichkeit diskutiert, ob der EU-Beitritt mehr positive oder negative AUswirkungen für Österreich ha†te. Jedoch lässt sich insgesat sagen, dass die Vorteile im öffentlichen Diskurs überwiegen. Gleichzeitig lässt sich jedoch feststellen, dass es einen Trend hin zu einer negativeren Beurteilung der EU-Mitgliedschaft gibt. [5]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rossmann, Bruno: Die Budgetpolitik Österreichs seit de EU-Beitritt, in: Wirtschaft und Gesellschaft. 31 (4) AK Wien, Wien 2005, ISBN 978-3-8309-2243-8.
  • Kramer, Helmut: Österreichs Wirtschaftspolitik im Rahmen der EU, in: Neisser, Heinrich / Puntscher Riekmann, Sonja (Hrsg.): Europäisierung der österreichischen Politik: Konsequenzen der EU-Mitgliedschaft, S. 267-295, WUV-Universitätsverlag
  • Pucher, Johann; Frank, Johann: Strategie und Sicherheit 2014, ISSN (Online) 2304-4845.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 20 Jahre EU-Mitgliedschaft: Österreich, bisher großer Gewinner, muss seine Rolle neu definieren, Breuss, abgerufen am 25.07.2017.
  2. Liste der Staaten der EU (Europäische Union), abgerufen am 25.07.2017.
  3. 20 Jahre EU-Mitgliedschaft, aufgerufen am 27.07.2017
  4. 20 Jahre EU-Mitgliedschaft, aufgerufen am 27.07.2017
  5. 20 Jahre EU-Beitritt: Österreichs Versäumnisse in der Europapolitik, Otmar Lahodynsky, aufgerufen am 31.07.2017 .

Weblinks[Bearbeiten]