Benutzer:Birkenkrahe/HWR-MBA-BIS-ENCM/webshop

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Thema: Webshops

Inhaltsverzeichnis

Einleitung[Bearbeiten]

Problemstellung und Forschungsfrage[Bearbeiten]

Das Internet bietet neue Möglichkeiten für Startups, die noch vor ein paar Jahrzehnten undenkbar schienen. Heute ist es kein Problem, Informationen in wenigen Sekunden um die ganze Welt zu schicken und es ist möglich, eine Million Menschen oder mehr in weniger als einem Tag zu erreichen. Internet Anwendungen wie Facebook, Twitter und YouTube funktionieren wie ein Schneeballsystem. Durch Weitersenden wandert ein Link von einem Menschen zu dessen Freunden und von dort zu den Freunden der Freunde usw. – Vorausgesetzt die Leute mögen, was sie sehen, und finden das Gesehene so interessant, dass sie es mit anderen Menschen teilen möchten.

Doch obwohl es so einfach scheint, Menschen per Internet zu erreichen, ist das Internet auch ein Ort, wo Informationen in einer solchen Vielzahl vorhanden sind, dass es eine Herausforderung darstellt, die Aufmerksamkeit potentieller Kunden für das eigene Angebot zu wecken und zu erhalten. Die Frage ist: Wie kann ich meine Zielkunden erreichen und binden in einem Medium, in welchem sie überschüttet werden mit ähnlichen Angeboten? Wie finde ich einen Weg, den besonderen Vorteil meines einzigartigen Angebots in der unübersichtlichen Informationsflut des Internets zu kommunizieren? Und wenn ich die Aufmerksamkeit erlangt habe, wie mache ich aus einer Interessentin eine Kundin? Denn kaum ein Ort ist flüchtiger und unverbindlicher als das World Wide Web.

Letztendlich geht es darum, die eigene Marke bekannt zu machen, für potentielle Kunden attraktiv zu sein und mit ihnen in Verbindung zu treten. Denn trotz all den Vorteilen, die das Internet-Geschäft bietet - wie z. B. dem Wegfall von Ladenmiete und Verkaufspersonal - in einem Punkt unterscheidet es sich nicht vom traditionellen Handelsgeschäft: Am Ende des Tages entscheidet das Verhältnis von Erlös und Kosten über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Attraktion ist deshalb nicht genug. Die Menschen müssen bereit sein zu zahlen für das, was wir anbieten. Und an diesem Punkt kommt der Webshop ins Spiel.

Es ist die Bestimmung eines Internet Verkaufstools den Abstand zu überbrücken zwischen Interesse und Commitment. Zwischen einem Klick auf den „like“-Button und dem Ausfüllen einer Einzugsvollmacht. Zwischen einer attraktiven Website und einer erfolgreichen eCommerce-Plattform. Letztendlich entscheidet Anzahl und der Wert der Verkaufsabschlüsse zwischen einem guten und einem schlechten Webshop.


Unsere Forschungsfrage lautet:

Welches Internet Verkaufstool ist am Besten geeignet für ein Startup aus der Bekleidungsbranche?

Verwendete Methoden[Bearbeiten]

Untersuchungsmethode[Bearbeiten]

Zur Untersuchung der Forschungsfrage haben wir eine Internetrecherche bzgl. der auf dem Markt angebotenen Lösungen durchgeführt und dann ausgewählte Tools getestet.

Der Test erfolgte für das Modelabel DeSans, das Bianca Paolucci gehört. DeSans ist ein Sport- und Modelabel, das ausschließlich Biobaumwolle verwendet.

Die angebotenen Lösungen werden unterteilt in die Kategorien:

• Virtuelle Marktplätze • Facebook-Shops und • Webshops auf der eigenen Homepage

Folgende Eigenschaften der wurden bewertet:

• Usability für die Webshopbesitzerin • Einmalige und monatliche Kosten • Höhe der Provision pro verkauften Artikel • Angebotene Zahlungssysteme • Visibility • Besondere Features

Im Anschluss erfolgt eine vergleichende Bewertung.

Methode der Projektentwicklung[Bearbeiten]

Bei der Entwicklung unserer Hausarbeit haben wir uns von der SCRUM Methode inspirieren lassen (ScrumAlliance, 2013). Scrum ist eine agile Projektmanagementmethode für komplexe Projekte. Ursprünglich wurde Scrum für die Software Entwicklung entwickelt, aber es ebenso bei anderen komplexen und innovatien Zielsetzungen einsetzbar.

Das Scrum Format ist sehr einfach. Ein Kernelement sind die „Sprints“. Das sind Arbeitsblöcke, in denen bestimmte Teilaufgaben abgearbeitet werden. Die Liste der Aufgaben eines Sprints heißt Sprint Backlog und die nachträgliche Bewertung der Aufgabenerfüllung während eines Sprints Sprint Review.

Hinter der Scrum-Methode steckt die Erfahrung, dass es bei komplexen Projekten nicht ausreicht, nur zu Beginn des Projektes die Anforderungen zu definieren, sondern, dass es einen regelmäßigen Abgleich zwischen den Anforderungen und dem, was bereits realisiert werden konnte, geben muss.

In unserem Projekt hatten wir wöchentliche Sprints, Sprint Reviews und Sprint Backlogs, die jeweils in Wikiversity auf der Seite Diskussion dokumentiert wurden.

Methoden der Kommunikation[Bearbeiten]

Für die Kommunikation während der Entwicklung unserer Hausarbeit haben wir einerseits mit Wikiversity gearbeitet. Vor allem für die Reflexion der einzelnen Projektschritte und die Kommunikation mit Professor Birkenkrahe war dieses Tool sehr hilfreich.

Allerdings zeigte sich, dass durch die Prüfungsanforderung nach einem Textdokument, das bestimmte formelle Kriterien zu erfüllen hat, Doppelarbeit entstand. Wir haben in der Regel parallel an zwei Dokumenten gearbeitet, am Word-Dokument und am Wiki Dokument, was jedoch nicht zu einem nennenswert höheren Aufwand führte.

Den große Vorteil einer gemeinsamen Arbeit im Wiki, nämlich, dass man ein Thema zusammen entwickelt und sich in der eigenen Arbeit auf die Vorarbeit der anderen Gruppenmitglieder bezieht, konnten wir in unserem Projekt leider nur sehr begrenzt umsetzen. Das zeigt sich daran, dass die drei Kapitel „Sichtbarkeit im Netz“, „Der Workflow im Webshop“ und „Test verschiedener Internetverkaufstools“ sich kaum auf einander beziehen. Hier sehen wir durchaus Verbesserungspotentiale. Ein Treffen, auf dem jeder seine Ergebnisse vorstellt und die Wechselwirkungen der drei Themenschwerpunkte diskutiert werden, hätte hier zusätzliche Impulse gesetzt, war jedoch aufgrund der begrenzten Zeit und der räumlichen Entfernung nicht möglich.

Ein Vorteil von Word und ähnlichen Formaten ist die intuitive Einbindung von Grafiken und Tabellen. Tabellen sind auch im Wiki recht einfach zu realisieren, aber ein Transfer von Tabellen von Word ins Wiki und zurück ist durch einfaches Kopieren nicht möglich. Für das Erlernen der Einbindung von Grafiken ins Wiki hat unsere Zeit nicht gereicht.

Für den Austausch unserer Rechercheergebnisse und später die gemeinsame Arbeit in einem Dokument haben wir neben dem Wiki die Dropbox verwendet. Dieses Tool hat den großen Vorteil, dass es sehr einfach und intuitiv zu bedienen ist und – im Gegenteil zum Wiki für die Arbeit im Zug offline verfügbar ist. Allerdings birgt die Dropbox die Gefahr, dass Inhalte verloren gehen, weil es dort keine Sicherheitskopien gibt. Die Speicherung einer Kopie auf der eigenen Festplatte ist deshalb erforderlich.

Um miteinander in Kontakt zu treten und Nachrichten zu übermitteln haben wir in der Regel eMails benutzt, da wir alle drei in verschiedenen Städten leben und wenig Zeit hatten, miteinander zu telefonieren. Einmal haben wir mit Konferenzschaltung zu dritt telefoniert.

Bei der Verwendung der unterschiedlichen Kommunikationsmedien haben wir die Erfahrung gemacht, dass es genauer Absprachen bedarf, welche Aktion in welcher Weise mit welchem Medium zu erfolgen hat. Hier gab es immer wieder Überschneidungen, z.B. dass Worddokumente per eMail versendet wurden, statt sie in die Dropbox zu stellen oder dass unterschiedliche Versionen kursierten, die dann wieder zusammengeführt werden mussten.

Wichtig ist wie bei jedem gemeinsamen Projekt, dass alle Verantwortung für das Ganze und nicht nur für ihren Teil der Hausarbeit übernehmen.

Sichtbarkeit im Netz[Bearbeiten]

Wie erreiche ich meine Kunden?

Ein erfolgreicher Verkauf von Produkten im Netz setzt folgende drei Schritte voraus:

• Besucher abholen • Interesse wecken • Eine (Ver)bindung schaffen

Der erste Aspekt wird Online Visibility genannt.

Den Besucher abholen[Bearbeiten]

80 % aller Internet Nutzer finden neue Websites mit Hilfe von Suchmaschinen (Schmidt-Mänz; Gaul, 2003). Wobei Google mit über 95 % aller Suchanfragen mit Abstand den höchsten Anteil erzielt (SEO-Küche, 2012).

Laut Fischerländer (2003) schauen Internetnutzer in 81% der Suchen nur auf die erste Ergebnisseite. Auch die Website SEO-Küche (s.o.) weist darauf hin, dass der überwiegende Teil der Internetnutzer nur die ersten 10 Suchergebnisse anschaut.

21 % der Suchen sind Ein-Wort-Suchen, 59 % der Suchen Mehr-Wort-Suchen ohne die explizite Benutzung von Boolean Operatoren (Schmidt-Mänz; Gaul, 2003).

Wie wichtig der Platz in der Liste ist, die die Suchmaschine ausgibt, zeigt folgendes Beispiel: Eine Dienstleisterin für Versicherungen, die bei der Suche nach dem Suchwort „Versicherung“ als erstes genannt wird, kann erwarten, dass ihre Website im Monat von 10.000 Besuchern aufgerufen wird. Eine traditionelle Marketing Kampagne würde viele tausend Dollar kosten, um den gleichen Effekt zu erreichen (Schmidt-Mänz; Gaul, 2003).

Suchmaschinen Optimierung (SEO) ist deshalb eine der wichtigsten Maßnahmen des Internet Marketings.

Eine Reihe von Anbietern unter anderem Google selbst bieten Hilfestellungen und Tipps zur Suchmaschinenoptimierung an (Online Motor Deutschland (2011). Vier wesentliche Themenblöcke können unterschieden werden:


Die Website aus Sicht des Kunden betrachten[Bearbeiten]

Eine kritische Betrachtung der eigenen Website aus Sicht eines potentiellen Kunden führt zur Schärfung des eigenen Geschäftsmodelles: Was genau suchen die Kundinnen, denen ich mein Produkt oder meine Dienstleistung verkaufen möchte? Welchen Begriff oder welches Begriffspaar werden sie für die Suche verwenden? Nach welchen Kriterien suchen sie aus, auf welche der angezeigten Seiten sie klicken? Und welche Informationen sind für sie interessant?

Was genau ist das Problem, für das mein Produkt die richtige Lösung bietet? Wie erkennen meine Kunden bereits im Suchergebnis, was meine Lösung den Lösungen der anderen Anbieter voraus hat? Was ist der besondere Vorteil, der USP meines Angebotes und wie kann ich diesen im Internet kommunizieren?


Den Text der Website für die Suche optimieren[Bearbeiten]

Suchmaschinen erkennen nur Text, keine Bilder. Eine einfache und einprägsame URL, aussagekräftige TITLE-Tags und ALT-Attribute, relevante Titel für die einzelnen Seiten, die Verwendung von Text statt Bildern für die Kerninhalte der Website, eine klare Gliederung und nützliche, informative Texte sowie eine textliche Beschreibung der verwendeten Bilder erhöhen das Ranking in den Suchmaschinen.

Schlüsselwörter, sogenannte Keywords - das sind die Begriffe, nach denen die Kunden wahrscheinlich suchen werden - sollten auf einer Website mehrmals auftauchen, optimalerweise mit einer Dichte von 3 bis 4 % (Vetterkind, 2011).

Außerdem bietet Google die Möglichkeit, Websites bei Google zu registrieren, was die Auffindung durch Google verbessert.

Die in dieser Hausarbeit im Mittelpunkt stehende Marke DeSans ist z.B. gut auffindbar, wenn man nach dem Markennamen selbst sucht, weil dieser als Kunstwort einzigartig ist. Kundinnen hingegen, die ökologische Sportswear suchen, werden durch Suche in Google nicht sofort auf die Marke DeSans treffen.

Abbildung 1: Suche nach der Marke „DeSans“ bei Google

Abbildung 2: Suche nach „öko Sportswear“ bei Google

Das eigene Netzwerk aktivieren und erweitern[Bearbeiten]

Je häufiger eine Website aufgerufen wird, desto besser wird sie im Suchmaschinenranking platziert. Es handelt sich hier um einen sich verstärkenden Regelkreis, denn gut platzierte Websites werden auch häufiger aufgerufen.

Um das Ranking der eigenen Website sukzessive zu verbessern, hilft es, sie bei Freunden und Bekannten ins Gespräch zu bringen. Dabei helfen Internet Anwendungen wie Facebook, Twitter und Youtube.

Positiv wirken sich auch Verlinkungen auf die eigene Website aus. Foren bieten hier eine Möglichkeit, auf die eigene Website hinzuweisen.

Abbildung 3: DeSans bei Facebook


Fokus: positive Nutzererfahrung[Bearbeiten]

Websites werden für Menschen und nicht für Suchmaschinen gemacht. Hierzu gehört z.B. auch eine Optimierung der Ladezeiten. Täuschungsversuche wie Cloaking und Doorway-Pages, wo speziell für Suchmaschinen optimierte Websites der eigentlichen Website vorgeschaltet werden, können zum Auslisten einer Website aus der Suchmaschine führen.

Kostenpflichtige SEO Maßnahmen[Bearbeiten]

Eine Reihe von Anbietern bietet Dienstleistungen rund um die Suchmaschinen-optimierung an. Bezahlte Anzeigen, sogenannte Adds, werden von Google über den Suchergebnissen platziert und können helfen, eine neue Website bekannt zu machen.

Interesse wecken[Bearbeiten]

Wie bereits oben angedeutet, ist eine Optimierung der Website für die Onlinesuche nur der erste Schritt. Denn potentielle Kunden entscheiden sich unter den angebotenen Links für die Seite, die sie am meisten anspricht.

Hier ist als erstes der Text des Suchergebnisses zu nennen. Dieser muss bereits einen Teil der gewünschten Informationen enthalten. Des Weiteren kommt es auf die Gestaltung der Seiten selbst an.

Ein Beispiel für eine besonders nutzerfreundliche und gleichzeitig suchmaschinen-optimierte Website ist die Homepage der Firma SEO-Küche, die ihrerseits Dienstleistungen zur SEO Optimierung anbietet:

• Durch Verwendung des Wortes „SEO“ bereits in der URL wird ein hohes Ranking in den Suchmaschinen erreicht. • Die Seite enthält genügend Text, um Keyworte in der für Suchmaschinen erforderlichen Häufigkeit zu platzieren. • Wenige Bilder verringern die Ladezeit. • Die klare und optisch ansprechende Struktur bringt die gewünschten Informationen auf den Punkt. • Die Assoziation mit dem Thema „Kochen“ ist für die meisten Menschen positiv besetzt. • Das Titelbild mit den Tomaten ist witzig und bleibt in Erinnerung. Ebenso die Kochmütze u.ä. • Auf der Startseite werden kurz drei interessante Themen angerissen und weiter verlinkt.

Abbildung 4: Homepage des SEO Optimierers SEO Küche


(Ver)bindung schaffen[Bearbeiten]

Leichte Auffindbarkeit und die Attraktivität einer Website sind nicht genug. Um einen Geschäftserfolg zu erzielen, muss Verbindlichkeit geschaffen werden. Ein Vertrag zwischen Käufer und Verkäuferin muss zustande kommen. Dieses Zustandekommen zu ermöglichen ist Aufgabe eines Webshops. Die einzelnen Schritte zum Zustandekommen eines verbindlichen Kaufvertrags und die dafür erforderlichen technischen Vorraussetzungen werden im nächsten Kapitel erläutert.

Der Workflow im Webshop[Bearbeiten]

Was passiert eigentlich hinter den Kulissen?

Dieses Kapitel gibt eine knappe Einführung in die Ablaufsteuerung beim Verkauf im Internet.

Sind an einem elektronischen Geschäft nur wenige Teilnehmer beteiligt, reicht eine einfache Kommunikation beispielsweise per E-Mail aus. Sollen dagegen viele Anbieter oder Nachfrager am Handel teilnehmen, bedarf es einer technischen Einrichtung, die die Aufgaben eines Shops – Präsentation der Waren und Dienstleistungen, Preisfindung und Bezahlung – übernimmt.

Der Handel im Internet wird Electronic Business oder auch E-Business verstanden. E-Business ist definiert als „[. . . ] Anbahnung, Vereinbarung und Abwicklung elektronischer Geschäftsprozesse [. . . ] zur Erzielung einer Wertschöpfung“.

Wir haben bei unserer Recherche drei verschiedene Tools unterschieden:

• Virtueller Marktplatz • Facebook Shop und • Webshop auf der eigenen Homepage.

Ein Webshop auf der eigenen Homepage, ist eine Plattform, wo der Besitzer der Homepage Produkte anbietet.

Unter einem Facebook Shop versteht man einen Shop, der direkt an Facebook angebunden ist.

Unter einem virtuellen Marktplatz versteht man eine Internetplattform, wo verschiedene Verkäufer Waren für verschiedene Käufer anbieten können. Im Idealfall ist ein virtueller Marktplatz neutral, d. h. er wird von einem Betreiber unterhalten, der die Interessen der Anbieter und der Nachfrager gleichermaßen berücksichtigt.

Zur Charakterisierung der Erscheinungsformen von Arbeitsplattformen (Tapscott, 2000) schlägt die Business Webs eine Unterteilung in die folgenden fünf Typen vor:

• Agora, • Aggregation, • Value Chain, • Alliance und • Distributive Network

Der Typ Agora ist der offene, transparente Marktplatz, wo sich viele Anbieter und Nachfrager treffen. Er entspricht dem oben geschilderten neutralen virtuellen Marktplatz. Besonderes Merkmal ist die dynamische Preisfindung. Beispiele für den Typ Agora sind Wertschriftenbörsen oder Auktionen.

Beim Typ Aggregation handelt es sich um einen Händler, der die Vermittlungs-funktion zwischen Anbieter und Nachfrager übernimmt. Er bestimmt das Produktangebot und legt die Preise fest. Beispiele sind Marktplätze vom Typ Dawanda und Online-Dienstleister.

Ein Business Web vom Typ Value Chain als Integrator schafft Mehrwert für den Kunden, indem es in Eigenverantwortung die für eine maßgeschneiderte Lösung erforderlichen Leistungserbringer koordiniert und dafür sorgt, dass der Abnehmer nur mit dem Integrator in Kontakt treten muss. Besonderes Merkmal ist die Bildung der Wertschöpfungskette durch den Integrator. Beispiele sind Generalunternehmer oder Systemanbieter.

Im Typ Alliance haben sich Gleichgesinnte zu einer Allianz zusammengeschlossen. Ziel ist es, auf gleichberechtigter Stufe gemeinsam eine Lösung zu finden. Besonderes Merkmal ist das gleichzeitige Liefern und Nachfragen der einzelnen Mitglieder. Beispiele sind Open-Source- oder Open-Content-Communities.

Der Distributor als Vertreter des Typs Distributive Network ist ein Verteilkanal, der Anbieter und Nachfrager gleichermaßen offensteht. Besonderes Merkmal ist die Zuweisung von Transportkapazität und Verteilung von Daten. Beispiele sind das Internet oder die Telekommunikationsanbieter.

Phasen des e-Commerce[Bearbeiten]

Der Wertschöpfungsprozess des Electronic Commerce lässt sich in die Hauptphasen Information, Vereinbarung und Abwicklung aufteilen. Vor die Informationsphase kann ich die Anregungsphase gesellen, die Abwicklungsphase kann von einer Kundenbetreuungsphase gefolgt werden (Schubert, 2002).

Informationsphase[Bearbeiten]

Die Informationsphase ist vom Wissensstand des potentiellen Kunden geprägt. Je nach Wissensstand bzgl. Produkt und Anbieter wird sich der Interessent verschiedener Techniken bedienen, bis er über genügend Informationen zu Produkt und Anbieter verfügt. Er tritt dann in den Quadranten I in Abb.1 ein, um in die nachfolgende Vereinbarungsphase (siehe 3.1.2) überzutreten.

Der Anbieter kann den Kaufentscheid der Interessentin unmittelbar im Quadranten IV beeinflussen. Mittel dazu sind vertrauensbildende Maßnahmen, wie Angaben zum Unternehmen (Impressum) und zu den Geschäftsbedingungen, ein attraktives Warenangebot, bestehend aus aktuellem Produktkatalog mit Angaben zur Verfügbarkeit, Abbildungen, Suchhilfen, detaillierter Beschreibung u.a. sowie eine einfach verständliche, intuitive Navigation.

Abbildung 5: Die verschiedenen Stadien der Informationsphase


Den Quadranten III kann der Anbieter mittelfristig durch Steigern seiner Webpräsenz beeinflussen, beispielsweise durch die Einmiete in ein virtuelles Einkaufszentrum, den Eintrag in Webkataloge, um von Suchmaschinen prominenter gelistet zu werden, oder das Schalten von Online-Werbung. Der Quadrant II kann nur langfristig beeinflusst werden, indem beispielsweise auf eine gute Reputation geachtet wird.

Vereinbarungsphase[Bearbeiten]

In der Vereinbarungsphase wird der Vertrag durch gegenseitige übereinstimmende Willenserklärung geschlossen. Durch das in der Informationsphase vom Anbieter vorgelegte Angebot ist ein großer Teil der Willenserklärung seitens des Anbieters bereits vorhanden, ausstehend sind Fragen zu Lieferort und Lieferart sowie Versandkosten, Mengenrabatte, Garantien u. a. m., die erst vereinbart werden, wenn die Kaufinteressentin Angaben zur Menge der gewünschten Artikel und zu ihrer Person gemacht hat.

Abgeschlossen wird die Vereinbarungsphase im einfachsten Fall durch eine Auftragsbestätigung per E-Mail vom Anbieter an die Bestellerin, nachdem diese ihre Kaufabsicht per Knopfdruck bestätigt hat. Eine beglaubigte Kaufabsichtserklärung mit elektronischer Signatur schließt den Kaufvorgang ab.

Abwicklungsphase[Bearbeiten]

Mit der Informations- und der Vereinbarungsphase ist eine Verpflichtung entstanden, die in der Abwicklungsphase erfüllt wird. Die Zahlung ist zu leisten, bei Sachgeschäften ist die Lieferung und bei Dienstleistungen die Tätigkeit vorzunehmen, bei Werkverträgen ist das Werk zu erbringen.

Während die Informations- und die Vereinbarungsphase elektronisch erfolgen, geschieht die Geschäftserfüllung meist noch auf herkömmlichem Weg: Die Bezahlung erfolgt per Kreditkarte, Paypal, gegen Rechnung, Nachnahme usw., die Lieferung im Falle von physischen Gütern auf Grund deren Natur auch künftig per Kurier oder Bahn, bei digitalen Gütern dagegen oft elektronisch.


Framework-gestützte Entwicklung von Web-Anwendungen[Bearbeiten]

Web-Anwendungen unterscheiden sich von herkömmlichen Anwendungen dadurch, dass sich Geschäftslogik und Daten auf einem entfernten Rechner befinden und der Anwender über eine Internet-Verbindung lesenden und teilweise schreibenden Zugriff auf die Daten hat. Als Benutzerschnittstelle dient ein Webbrowser, und zum Transport der Daten und der Befehle zu deren Anzeige und Bearbeitung wird HTTP eingesetzt.

Das World Wide Web als einer von mehreren Diensten im Internet baut in seiner Urform auf den drei Elementen Uniform Resource Identifier (URI) als Identifikator, Hypertext Markup Language (HTML) als Seitenbeschreibung und Hypertext Transfer Protocol (HTTP) als Kommunikationsschema auf.

Das Hypertext Transfer Protocol regelt den Datenaustausch einer Ressource zwischen Server und Client. Sind die vom Client angeforderten Daten einer Ressource übertragen, wird die Verbindung zwischen Client und Server geschlossen.

Die aktuelle Version 1.1 kennt einen zustandsbehafteten Dateitransfer, der so lange anhält, bis sämtliche Ressourcen einer Web-Seite übertragen sind. Die grundsätzliche Zustandslosigkeit des Protokolls ist eine bewusste Entscheidung, um mehr Stabilität zu erreichen.

Zum Verständnis der Funktionsweise von Web-Anwendungen sei hier der HTTP-Request-Response-Zyklus kurz erläutert. Ein HTTP-Request setzt sich aus einer Methode, einem URI, einem Header und einem Body zusammen. Der Client setzt einen Request, typischerweise durch Eintippen eines URI im Adressfeld des Browsers. Dieser gelangt an den Web-Server, welcher ihn direkt bearbeitet oder zur Bearbeitung an weitere Rechner sendet, die ihrerseits wiederum eine Weiterleitung an andere Rechner vornehmen können.

Nach der Bearbeitung schickt der Web-Server das Ergebnis als Response an den Client zurück. HTTP in der aktuellen Version 1.1 kennt die Methoden OPTIONS, GET, HEAD, POST, PUT, DELETE, TRACE und CONNECT, wovon die wichtigsten vier im Folgenden kurz beschrieben werden:

• GET liefert die Repräsentation der vom URI bezeichneten Ressource; falls der URI nicht auf eine Datei, sondern auf einen Prozess, der dynamisch eine Datei erzeugt, zeigt, wird die erzeugte Datei und nicht der Quell-Code des Prozesses zurückgeliefert.

• DELETE löscht die vom URI referenzierte Ressource.

• POST sendet Daten zu deren Weiterverarbeitung zum Web-Server. Damit werden üblicherweise die ausgefüllten Felder in einem Formular übermittelt. • PUT speichert oder modifiziert eine Ressource unter dem angegebenen URI.


Auf Basis der genannten vier Methoden lassen sich vollwertige Web-Anwendungen erstellen. Die Zustandslosigkeit von HTTP kann im Falle von individuell ausgerichteten Web-Anwendungen zu Schwierigkeiten führen, die aber mit verschiedenen Techniken und damit einhergehend unterschiedlichen Vor- und Nachteilen lösbar sind.

Dies sei am Beispiel des in einer Webshop-Anwendung typischerweise vorkommenden Warenkorbs illustriert, der nach und nach mit Waren gefüllt und beim Bezahlvorgang geleert wird: Die Verwaltung des Warenkorbs kann zentral pro Kunde auf dem Applikations-Server geschehen (sog. Server-side State Management), was bei einigen hundert gleichzeitig anwesenden Kunden zu einem erheblichen Ressourcenbedarf auf Server-Seite führt, oder die Verwaltung geschieht auf dem jeweiligen Rechner eines Kunden (sog. Client-side State Management), so dass die Ressourcenbelastung aufgeteilt und der Server entlastet wird (Fielding, 2000).

Abbildung 6: Daten- und Kontrollfluss in einer Web-Anwendung


Abbildung 3 zeigt schematisch den Daten- und Kontrollfluss vom Aufruf durch die Benutzerin bis zur zurückgelieferten Antwort. Bei einer Benutzeranforderung an den Web-Server wird eine Programminstanz erzeugt, welche Daten aus der Datenbank anfordert und anschließend diese Daten in ein HTML Dokument bettet, welches vom Web-Server ausgeliefert wird. Mit demselben Mechanismus können umgekehrt vom Benutzer mittels Web-Formular an den Web-Server übergebene Daten in die Datenbank geschrieben werden.


Basisfunktionalitäten einer e-Commerce-Application[Bearbeiten]

Hauptaufgabe einer e-Commerce Applikation ist die Bereitstellung der für den Wertschöpfungsprozess notwendigen Funktionen, d. h. die Unterstützung der vorgestellten Informations-, Vereinbarungs- und Abwicklungsphase.

Abb.4 zeigt das Prozessmodell einer typischen E-Commerce Application. Die im oberen Teil aufgeführten Prozesse betreffen den Shop-Betreiber und laufen im für die Kundin nicht zugänglichen Storeback ab, während die im unteren Teil der Abbildung gezeigten Prozesse im öffentlichen Bereich des Storefront bereitstehen und von den Kunden initiiert werden.


Abbildung 7: Prozessmodell eines Internet Verkaufstools


Storeback[Bearbeiten]

Welche Prozesse im Storeback ablaufen, hängt von der Integration des E-Commerce Tools in das Informationssystem des Anbieters ab.

Wenn der Webshop einer von mehreren Absatzkanälen ist, werden die aus den Prozessen anfallenden Daten aus Gründen der Wartbarkeit möglichst außerhalb des Webshops verwaltet. Umgekehrt kann, wenn der Vertrieb einzig über den Webshop geschieht, die Datenverwaltung komplett im Webshop selber abgewickelt werden. Das würde heißen, dass zu den in Abb. 4 gezeigten Prozessen im Storeback weitere Prozesse hinzukommen.

Benutzerverwaltung[Bearbeiten]

Die Benutzerverwaltung erlaubt dem Betreiber des Webshops einerseits das Nachführen personalisierter Angaben zu Kunden, wie Name, Rechnungs- und Lieferadresse, bevorzugte Sprache, Treueprämien, Konditionen u.ä., andererseits die Berechtigungsvergabe derart, dass die Vertraulichkeit und die Integrität aller Daten sichergestellt ist. Eine rollenbasierte Rechtevergabe ermöglicht hohe Flexibilität bei geringem Aufwand. Indem eine Anzahl Berechtigungen zu einer Rolle zusammengefasst und einem oder mehreren Benutzern zugeteilt werden können, verringert sich der Zeitbedarf für die Pflege der Berechtigungen beträchtlich. Auch ist es möglich, dass ein Benutzer verschiedene Rollen zugeteilt erhält. Ein Beispiel ist eine Mitarbeiterin, die gleichzeitig Kundin ist.

In Abb.5 ist ein Beispiel einer rollenbasierten Rechtevergabe aufgeführt. Benutzerin A ist eine Kundin und kann lediglich auf der Storefront zugreifen. B dagegen, für die Produkte und die Vergabe von Benutzerrechten zuständig, hat zusätzlich Zugriff auf die Produkte- und die Benutzerverwaltung. C führt laufend den Produktkatalog nach und kann auf die Produktverwaltung und auf die Storefront zugreifen, nicht aber auf die Benutzerverwaltung.

Abbildung 8: Beispiel einer rollenbasierten Rechtevergabe


Produktverwaltung[Bearbeiten]

Mit der Produktverwaltung wird das Waren- oder Dienstleistungsangebot typisiert, kategorisiert, mit Abbildungen, Beschreibungen und einem Preis versehen und anschließend publiziert. Während ein Artikel im Normalfall über einen Bezeichner und eine Beschreibung verfügt, sind die weiteren Attribute von der Beschaffenheit des Artikels abhängig. Ein Kleidungsstück z.B. hat eine Größe, Material und Farbe. Einige Shops tragen diesem Umstand Rechnung und geben dem Produktverwalter die Möglichkeit, unterschiedliche Artikelausprägungen zu definieren.

Bestellwesen[Bearbeiten]

Im Bestellwesen sieht der Shop-Betreiber alle von Kunden getätigten Bestellungen und kann die Auslieferung sowie die Verbuchung anstoßen. Hat eine Kundin Änderungswünsche, oder kommt eine Bestellung per Telefon oder E-Mail, kann der Shop-Betreiber dies ebenfalls im Bestellwesen bearbeiten.

Berichtswesen[Bearbeiten]

Ein Berichtswesen auf operativer Ebene erlaubt dem Shop-Betreiber, den Erfolg von Werbemaßnahmen und weiteren Aktionen zu sichten. Weitergehende Techniken wie Datawarehousing und die Verdichtung zu Kennzahlen und Reports für die strategische Ebene sind in aller Regel außerhalb des Webshops angesiedelt, da der Webshop üblicherweise nur eine von mehreren Datenquellen darstellt.

Debitoren[Bearbeiten]

Die aus der Abarbeitung einer Kundenbestellung entstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erfasst und in die Debitorenbuchhaltung transferiert, welche sich normalerweise außerhalb des Webshops befindet und die Informationen für das Mahnwesen und die Liquiditätskontrolle bereitstellt.

Storefront[Bearbeiten]

Während es für den Shop-Betreiber abhängig von der eingangs erwähnten Integration des Webshops unterschiedliche Zugänge zur Datenverwaltung geben kann, ist die Storefront die alleinige Schnittstelle für den Kunden.

Entsprechend kommt dieser Schnittstelle eine große Bedeutung zu, indem sie sich der Zielgruppe entsprechend positioniert und der Besucherin die von ihr gewünschten Informationen in geeigneter Form und Detaillierung bereitstellt, ihr aber auch die Möglichkeit der Interaktion an die Hand gibt.

Ferner lassen sich bestimmte Tätigkeiten auslagern und dem Kunden übertragen, wie bspw. die unten beschriebene Verwaltung der Kundendaten. Der Kaufprozess ist in die sequentiell ablaufenden Prozesse Artikelwahl, Checkout und Bezahlung unterteilt.

Kundendaten ändern[Bearbeiten]

Indem man dem Kunden die Möglichkeit gibt, seine Daten wie Anschrift, Bezahlart, Lieferadresse usw. selber nachzuführen, wird die Stammdatenverwaltung auch für den Shop-Betreiber vereinfacht. Zusätzlich hat der Kunde die Möglichkeit ein Personalisierung vorzunehmen z. B. Artikel pro Seite, Sprache u.ä..

Händler kontaktieren[Bearbeiten]

Die Kontaktaufnahme ermöglicht es dem Kunden, seine Fragen und Anregungen an die Händlerin zu richten. Die Händlerin gibt die Gelegenheit, Bedürfnisse auf dem Markt zu erkennen.

Kaufprozess Artikelwahl, Checkout und Bezahlung[Bearbeiten]

In der Artikelwahl kann sich der Kunde Waren- und Dienstleistungsangebote anzeigen und im virtuellen Einkaufskorb für einen möglichen Kauf deponieren lassen, so dass er jederzeit den Gesamtpreis samt Versandkosten und Rabatten angezeigt bekommt.

Im Checkout geht der Kunde zur virtuellen Kasse, ggf. wird die Shop-Betreiberin identifiziert, die allgemeinen Geschäftsbedingungen werden bestätigt und weitere Angaben werden eingegeben.

Nach dem Checkout wird ein vom Zahlungssystem abhängiger Zahlungsprozess ausgelöst. Dies kann eine Fakturierung, eine Abbuchung auf Kreditkarte oder auf ein anderes Zahlungsmittel sein.

Danach kann der Kunde im Falle eines online verfügbaren Artikels diesen herunterladen, bei einem bestellten physischen Gut darf er mit dessen Lieferung rechnen.


Sichtweisen des Geschäftsprozesses[Bearbeiten]

Organisatorisch-betriebswirtschaftliche Sicht[Bearbeiten]

Der Ablauf von der Präsentation des Angebots bis zum Abschluss des Geschäfts kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.

Anwendungsbeispiel: Die Kundin kennt die URI des Shops, hat sich bei einem früheren Besuch dort unter Angabe von Name, Adresse und Bezahlweise registriert und weiß im Voraus, welchen Artikel sie kaufen will. Damit ließe sich ein Bestellvorgang aus organisatorischer Sicht wie folgt formulieren:

• Die Kundin tippt im Browser die URI des Webshops ein, es erscheint eine Startseite mit verschiedenen Angeboten

• Sie sucht sich einen Artikel aus und legt ihn in den virtuellen Warenkorb, der Inhalt des virtuellen Warenkorbs wird angezeigt

• Sie geht zur virtuellen Kasse. Es erscheint eine Seite mit der Möglichkeit, sich einzuloggen oder sich zu registrieren

• Sie loggt sich mit Benutzernamen und Passwort ein und wird nach der gewünschten Versandart gefragt

• Sie wählt z.B. die Versandart Express. Es wird ihr die Übersicht seiner Bestellung präsentiert

• Sie bestätigt die Bestellung


Informationstechnische Sicht[Bearbeiten]

• Die Action WelcomeAction ermittelt die verfügbaren Artikel und reicht das Ergebnis an die View welcome.jsp weiter. Die Kundin wählt aus.

• AddToCartAction setzt den Lagerbestand um die Anzahl ausgewählter Artikel zurück und gibt eine Repräsentation des Artikels an myCart.jsp zurück. Die Kundin geht zur Kasse.

• CheckoutAction prüft, ob die Kundin bereits angemeldet ist. Falls dies nicht der Fall ist, wird ihr mittels login.jsp die Möglichkeit gegeben, sich einzuloggen oder sich als Neukundin zu registrieren. Die Kundin loggt sich ein.

• LoginAction prüft das Login und lässt anschließend die Kundin mittels shipping.jsp zwischen Versandart normal und express wählen. Die Kundin wählt aus.

• ChooseShippingAction nimmt die gewünschte Versandart entgegen und gibt über order.jsp die Details der Bestellung zur Bestätigung aus, der Kunde bestätigt die Angaben.

• ConfirmCheckoutAction schließlich löst den Bestellvorgang aus und verabschiedet über goodbye.jsp dankend von der Kundin.

Fachliche Sicht[Bearbeiten]

Die Beschreibung der Handlungen des Kunden in Abb.6 erfolgt allein aus der fachlichen Sicht, während die Reaktion des Systems in Abbildung 7 sowohl aus fachlicher als aus technischer Sicht erfolgt.

Abbildung 9: Der Bestellvorgang aus fachlicher Sicht


Abbildung 10: Der Bestellvorgang aus technischer Sicht


Beispiel-Architektur eines Webshops[Bearbeiten]

Die Architektur des Webshops verfügt über die sieben Module: Admin, Common, Inventory, Ordering, Payment, Security und Shipping, welche jeweils die View-, Controller und Model-Elemente gemäß MVC-Schema beinhalten. Drei Module sind in der Abbildung gezeigt, wobei das Modul Ordering die für den oben gezeigten Kundenbestellvorgang relevanten Teile explizit aufführt. Es sind dies die ActionForms für die View und die Anzeigeseiten für die Begrüßung, die Produktansicht, die Suche, die Anmeldung und die Auswahl von Versandkanal und Bezahlart sowie die Verabschiedung. Für das Model sind die Business-Objekte zuständig.

Sie sind die in den Prozessen betroffenen Entitäten, tragen die Daten und sind für deren dauerhafte Speicherung zuständig. Für die Änderung der Daten der Business-Objekte verantwortlich sind die Actions des Controllers. In ihnen steckt die Geschäftslogik. Die für die Steuerung sämtlicher Abläufe zwischen Besucher und Anwendung zuständige Instanz des ActionServlets ist in der Spalte ganz rechts abgebildet, zusammen mit der Konfigurationsdatei. Die Actions bilden zusammen mit dem Action-Servlet den Controller-Teil.

Das relationale Datenbankmanagementsystem rechts unten nimmt schließlich die vom DB Wrapper herstellerspezifisch übersetzten Befehle entgegen, welche von den Business-Objekten via den Connection-Pool erteilt werden.

Abbildung 11: Architektur eines Webshops

Test verschiedener Internet Verkaufstools[Bearbeiten]

Der Test erfolgte für das Modelabel DeSans, das Bianca Paolucci gehört. DeSans ist ein Sport- und Modelable, das 2010 in Berlin gegründet wurde. Unter dem Angebot an verschiedenen Verkaufstools wurden die geeignetsten Lösungen herausgesucht und getestet.

Die getesteten Lösungen werden unterteilt in die Kategorien

  • Virtuelle Marktplätze
  • Social Selling Portale und
  • Webshops auf der eigenen Homepage

Die Bewertung der verschiedenen Lösungen in folgende Eigenschaften gelistet und dadurch vergleichbar gemacht:

  • Kategorie
  • Name des Tools und kurze Beschreibung
  • Usability für die Webshopbesitzerin
  • Einmalige und monatliche Kosten und Höhe der Provision pro verkauften Artikel
  • Verwendete Zahlungssysteme für die Kunden
  • Visibility in Form von voraussichtlichen Besucherzahlen u.ä.
  • Besondere Features

Im Anschluss erfolgte eine vergleichende Bewertung der Vor- und Nachteile der verschiedenen Lösungen. Aufgrund des engen Zeitrahmens war eine Ermittlung von Verkaufszahlen nicht möglich. Die Bewertung der Visibility und somit der Möglichkeit, Kunden zu erreichen, wurde anhand der Besucherzahlen auf den unterschiedlichen Plattformen abgeschätzt.

Virtuelle Marktplätze[Bearbeiten]

Dawanda-com[Bearbeiten]

Beschreibung: DaWanda ist der Marktplatz für Geschenke, Unikate, Handgemachtes und Besonderes mit Herz. Zur Zeit ist DaWanda in Deutschland Marktführer.

Usability: Um einen Shop bei DaWanda zu eröffnen, muss man ein Konto eröffnen und von Anfang an sehr viele persönliche Angaben hinterlegen. Man muss gleich zu Anfang entscheiden, welche Zahlungsarten man wählt, ein Impressum erstellen usw. Dafür werden mit Sicherheit alle rechtlichen deutschen Richtlinien eingehalten.

Kosten: Den Shop zu eröffnen ist kostenlos Die Kosten für die Darstellung der Produkte kostet bei einer Laufzeit von 120 Tagen für Produkte bis 10€ Verkaufspreis 10 Cent, bis 20€ 20 Cent und ab 20€ 30 Cent. Die Provision für den Verkauf liegt bei 5%.

Außerdem gibt es diverse Möglichkeiten, den eigenen Shop zu promoten, für die noch weitere Kosten entstehen. (http://de.dawanda.com/cms/c/de/Verkauferportal/50-Gebuhren).

Verfügbare Zahlungssysteme: Es könne alle gängigen Zahlungsmethoden von den Käufern benutzt werden: Überweisung, PayPal Visa/Maestro/AmericanExpress, Barbezahlung und auch DaWanda Gutscheine

Visibility: Die monatlichen Besucherzahlen liegen laut urlspion.de bei über 3 Mio. Die Seite hat 190.000 Verkäufer bieten über 3.0 Millionen Produkte an. (http://de.dawanda.com/press_releases/6, Zugriff: 10.03.13)

Besondere Features: DaWanda wirbt mit über 26.000 personalisierten Externen Verweisen. (http://urlspion.de/www.dawanda.com) Ein Newsletter informiert bis zu dreimal die Woche über neue Produkte und Shops. Die Aufnahme der eigenen Produkte in den Newsletter ist kostenpflichtig.

Abbildung 12: DeSans Produkte bei DaWanda

Etsy.com[Bearbeiten]

Beschreibung: Die amerikanische Plattform Etsy vertreibt Modeprodukte und ist seit 2010 über eine Niederlassung in Berlin auch in Europa aktiv.

Usability: Die Erstellung eines Kontos ist schnell und einfach. Persönliche Daten müssen gleich angegeben werden. Viele Personalisierungen können im Nachhinein fertig gestellt werden, was es einfacher macht, alle Optionen erst mal kennen zu lernen. Sichtbar wird der Shop erst, wenn das erste Produkt online gestellt ist.

Kosten: Den Shop zu eröffnen ist kostenlos. Jedes ausgestellte Produkt kostet 20 Cent für eine Laufzeit von 4 Monaten Die Provision für den Verkauf liegt bei 3-3,5%.

Verfügbare Zahlungssysteme: Auch hier könne alle gängigen Zahlungsmethoden von den Käufern genutzt werden: Überweisung, PayPal, Kreditkarte, Barbezahlung.

Visibility: Die Plattform ist in Europa noch sehr jung und es wurden keine genauen Angaben über die Besucherzahlen gefunden. Die Presseabteilung von Etsy spricht von über 42.0 Mio. Besuchern pro Monat in den USA. (http://www.etsy.com/press?ref=ft_press, Zugriff: 10.03.13)

Besondere Features: Das Design der Seite ist sehr übersichtlich und man kann mehrere Fotos von den Produkten hoch laden. Außerdem gibt es eine eigene Abteilung, die dafür verantwortlich ist Produkte und Shops zu promoten indem diese an Zeitschriften vermittelt werden. Dies ist nicht wie bei DaWanda kostenpflichtig, sondern dient als Marketing Aktion für die Plattform und Kunden. Auf der Homepage heißt es: „ Etzy ist der Marktplatz, den wir gemeinsam gestalten. Unsere Mission ist es den Handel neu zu interpretieren; auf eine Art, die erfüllender und nachhaltiger ist.“

Vor und Nachteile von virtuellen Marktplätzen[Bearbeiten]

Eine Plattform ist ein hervorragender Ort, um Produkte relativ schnell und sehr kosten günstig ohne großen Aufwand online zu stellen. An Kundeninteresse mangelt es, wenn das Besucherinteresse betrachtet, auch nicht.

Durch detaillierte Kategorien versuchen die Anbieter es möglich zu machen, trotz großer Auswahl die Produkte gut auffindbar zu machen. Allerdings ist die Konkurrenz groß und die Gefahr droht, auf der Plattform unterzugehen.

DaWanda und Etzy sind gut dafür geeignet, schnell ein großes Publikum zu erreichen. Eine Plattform eignet sich um ein Produkt zu testen und zu analysieren wie es in der breiten Masse ankommt.

Langfristig ist es allerdingseffektiver und kostengünstiger, eine eigene Website mit integriertem Online Shop aufzubauen.


Facebook Shops[Bearbeiten]

Nach e-Commerce gibt es nun f-Commerce: Bei Facebook kann jeder vergleichsweise einfach einen eigenen Facebook-Shop erstellen.

Die Auswahl der Anbieter, die Facebook-Shop Anwendungen - sogenannte Social Selling Portale - anbieten, ist sehr umfangreich. Der grundlegende Unterschied bei den verschiedenen Anbietern ist, ob die Produkte direkt auf der Social Media Plattform hochgeladen und verkauft werden können indem sie durch ein „Inline frame“ integriert werden. Eine andere Variante verlinkt den eigenen Shop mit der Social Media Plattform mit einer sogenannten „Canvas App“.

Sellaround[Bearbeiten]

Beschreibung: Sellaround ist einer der wenigen deutschen Anbieter. Dieser Anbieter gibt einem die Möglichkeit Produkte auf Facebook zu stellen und die gesamte Transaktion auf der Plattform abzuwickeln.

Usability: Das Design der Webseite ist sehr übersichtlich und bietet die Möglichkeit, sich auch ohne Vorkenntnisse gut im gesamten Registrierungsprozess zurecht zu finden. Der Sellaround Shop ist die einfachste Art einen Online-Shop einzurichten. Einfach neue Produkte anlegen, per Klick bestimmen, welche davon im Shop landen sollen, speichern – und fertig.

Kosten: bis zu fünf Produkten werden keine monatlichen Gebühren und 6% Transaktionsgebühr erhoben. Die Pro Option bietet bis zu 100 Produkte zu hoch zu laden beträgt die monatliche Gebühr 19,90€ bei einer Transaktionsgebühr 3%. Die Business Option bietet das hoch zu laden von maximal 500 Produkten für 99,90€ bei ebenfalls einer Transaktionsgebühr 3%.

Verfügbare Zahlungssysteme: Auch hier könne alle gängigen Zahlungsmethoden von den Käufern genutzt werden: Überweisung, PayPal, Kreditkarte

Visibility: Die Visibility hängt bei dieser Lösung davon ab wie viele Fans ein Unternehmen bereits für seine Fanpage hat. Weil die Produkte auf der eigenen Fanpage integriert werden, ist die Visibility direkt mit den eigenen Fans verbunden.

Besondere Features: Perfekt für Einsteiger oder als Kampagnen-Shop. Mit der ersten Variante können ohne fixe Kosten sondern lediglich mit einer Transaktionsgebühr Produkte getestet werden. Die vier angebotenen Apps: Selling Widgets, Promotion Widgets, Sellaround und Social Actions ermöglichen eine vielseitige Intervention im der Social Media Context.

Abbildung 13: Kampagnen Shop bei Sellaround

ecwid.com[Bearbeiten]

Beschreibung: ecwid ist ein Anbieter der eine Inline Frame Lösung anbietet.

Usability: Die Webseite ist sehr einfach strukturiert. Die Registrierung kann über Facebook erfolgen, sodass viel Zeit gespart wird. Direkt gelangt man zu seinem eigenen Shop, ein Demo erklärt die verschiedenen Funktionen und wie die sie eingesetzt werden können.

Abbildung 14: Bianca E.I. Paolucci´s Store bei ecwid

Kosten: Drei verschiedenen Optionen werden Angeboten: Bis zu 10 Produkten sind kosten frei, bis 100 Produkten kosten 15$, 2500 Produkte 30$, und für 99$ können unbegrenzt viel Produkte hochgeladen werden. Die Preise sind jeweils monatlich und es werden keine Transaktionsgebühren erhoben.

Verfügbare Zahlungssysteme: Es werden alle gängigen Zahlungsoptionen für die Kunden angeboten und der Verkäufer bestimmt selbst welche er aktivieren möchte.

Visibility: Hier gilt dasselbe wie für das Social Selling Portal.

Besondere Features: Das besondere dieses Angebotes ist das die Produkte direkt auf der Social Media Plattform integriert werden kann.

Shoptab.com[Bearbeiten]

Beschreibung: Shoptab ermöglicht es, Produkte vom eigenem Onlineshop mit einer Social Media Plattform zu verlinken. Die Transaktionen werden über den eigenen Shop abgewickelt.

Usability: Die Registrierung ist sehr einfach und schnell, ebenfalls die Integration auf Facebook. Allerdings wird einem mit dieser Applikation lediglich ermöglicht, die eigenen Produkte von dem eigenem Onlineshop auf der Facebook Fanpage darzustellen. Die Voraussetzung ist, dass ein eigener Online Shop bereits vorhanden ist, denn der eigentliche Bestellvorgang und die Zahlungsabwicklung erfolgt über den eigenen Onlineshop.

Kosten: Auch hier werden drei verschiedene Pakete angeboten: in dem Standart Paket können bis zu 500 Produkte für 10$, Expanded 1000 Produkte für 15$ und Ultimate 5000 Produkte für 20$ jeweils monatlich verlinkt werden.

Visibility: Hier gilt dasselbe wie für das Social Selling Portal.

Besondere Features: Shoptab ist multilingual, währungsunabhängig und mit 10$ im Monat eine der billigeren Internet-Shop Lösungen.

Vor und Nachteile von Social Selling Portalen[Bearbeiten]

Social Commerce wird in Zukunft sicher immer mehr an Bedeutung gewinnen. Vor allem Händler werden die Möglichkeit nutzen, ihre Ware beständig Fans, Freunden und deren Freunden zu zeigen. Es wird gelikt, geshared und gelinkt – kostenloses Marketing. Vor allem das Anbieten und Kaufen von Produkten direkt auf Facebook ist attraktiv. Einige der vorgestellten Anwendungen verlinken letztlich auf die Produkte im externen Onlineshop, so dass die eigentliche Transaktion dort stattfindet. Dies hat den Vorteil, dass die rechtliche Absicherung gegeben ist.

Demgegenüber sollte man bei Anwendungen, die direkt auf Facebook verkaufen, darauf achten, dass die AGBs und Zahlungsvorgänge den deutschen rechtlichen Anforderungen entsprechen.

Einen Vorteil haben in Zukunft sicher die Anwendungen, die die gesamte Transaktion direkt über die Fanpage abwickeln wie es z.B. bei ecwid ermöglicht wird. Was gerade in Bezug auf ein Start-up sehr von Vorteil ist, denn dadurch wird kein externer Onlineshop mehr benötigt und dies spart Kosten.

Ein Problem der Facebook-Shops ist, dass sie bis jetzt keine Anbindung an eine Warenwirtschaft haben, das heißt ab dem Verkauf einer bestimmten Produktanzahl entsteht ein immenser Verwaltungsaufwand. Die Shops eignen sich gut zum Testen und promoten von Produkten.


Der Webshop auf der eigenen Homepage[Bearbeiten]

1&1[Bearbeiten]

Beschreibung: Als einer der bekanntesten Hosting-Anbieter in Deutschland bietet 1&1 seinen Kunden auch eine Baukasten Webshop-Lösung an.

Usability: Das Erstellen der Site wird sehr genau beschrieben und man hat die Möglichkeit, sowohl online als auch telefonisch Support zu erhalten. Der modulare Aufbau ermöglicht eine hohe Anpassung ans „Look and Feel“ der eigenen Homepage. Auch Struktur und Navigationsmenü können nach den Bedürfnissen angepasst werden.

Kosten: Die ersten 6 Monate ist die Benutzung kostenlos, danach werden bis 1.000 Produkte und bis 100 Warenkategorien 19,90€ monatlich erhoben. Bis 10.000 Produkte und 1000 Warenkategorien kostet die Anwendung 39,90€ monatlich. Die Vertragsbindung liegt bei mindestens 12 Monaten.

Visibility: Die Sichtbarkeit von Produkten auf der eigenen Website ist bei Startups geringer einzuschätzen als bei den vorgestellten Internet-Marktplätzen oder Social Selling Tools. Allerdings bietet 1&1 eine Suchmaschinen-Optimierung (SEO) an und natürlich besteht die Möglichkeit, die Seite mit Facebook, Twitter und YouTube zu verlinken die Visibility verbessert werden kann.

Besondere Features: Durch die Kombination von Hosting, Webshop und Suchmaschinenoptimierung entsteht ein Paket, das auf einander abgestimmt ist und wenig Programmierungsaufwand benötigt.

Unterstützung bei der Webshoperstellung[Bearbeiten]

Während der Recherche bin ich auch auf einige Beratungs-Agenturen gestoßen, die Unterstützung bei der Erstellung eines eigenen Webshops und bei der Anbindung an Facebook u.ä. anbieten. Um mir ein Bild zu machen, was sie anbieten und mit welchen Aufwand das Angebot verbunden ist, habe ich mir von einer Agentur, die mir sehr interessant vorkam, ein Angebot eingeholt

Bsp: Firma Wahrenkorb Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch wird ein Angebot erstellt über den Umfang und Wahl eines Shops. Die Erstellung des B2C Shopsystem wird von der Firma übernommen. Nach der Lieferung des Produkts wird eine Schulung gemacht um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, ihn weiterhin selber zu bedienen, verändern.

Kosten: 5.000 bis 6000 €

Realisierungszeitraum: etwa 3-4 Monate

Umfang:

  • Auswahl und Implementierung geeigneter Onlinemarketingmaßnahmen (Social Media, Newsletter etc.)
  • SEO Basisoptimierung von Shop- und Blogsystem
  • Integration, Gestaltung und Optimierung eines Blogsystem auf WordPress Basis
  • Auswahl und Implementierung weiterführender Module (Produktdarstellung wie Zoom etc.)
  • Integration verschiedener Produktvarianten

Vor und Nachteile eines Webshops auf der eigenen Homepage[Bearbeiten]

Einen eigenen Baukasten Webshop wie von 1&1 aber auch Strato, Hosteurope angeboten ist eine einfache Art und Weise in den Internethandel einzusteigen. Gerade der Aspekt der Markenbildung lässt sich natürlich am besten dort realisieren wo man sich so individuell wie möglich präsentieren kann.

Außerdem spart man sich mit dem eigenen Webshop die Verkaufsprovision. Hinzu kommt, dass die Integration eines eigenen Blogs dabei helfen kann, sich sehr transparent und kundennah zu präsentieren und durch die Blogartikel bekommt man langfristig mehr Besucher über Suchmaschinen.



Allerdings darf man nicht außer Betracht lassen, dass man mit einem eigenen Onlineshop Gefahr läuft, nicht gefunden zu werden.

Fazit[Bearbeiten]

Sichtbarkeit im Netz ist für den Erfolg von Startups, die ihre Produkte oder Dienstleistungen im Internet vermarkten wollen, von entscheidender Bedeutung. Doch zu einem erfolgreichen Marketing im Netz gehört mehr als eine Suchmaschinenoptimierung. Schließlich sind es immer noch Menschen und nicht Computerprogramme, die unsere Produkte kaufen. Eine gut strukturierte, informative Website weckt das Interesse der Kunden. Zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der eigenen Website können soziale Netzwerke genutzt werden. Und man braucht Geduld: ein hohes Ranking und viele Fans kommen nicht über Nacht, sondern müssen durch ständige Optimierung erarbeitet werden.

Auffindbarkeit und Attraktivität allein sind jedoch nicht genug für ein erfolgreiches e-Business. Hierzu muss die Kundin bereit sein, einen weiteren Schritt zu tun und in Form eines Kaufvertrags eine Verbindung mit dem Unternehmen einzugehen. Und hier kommt der Webshop ins Spiel. Bestimmungszweck des Webshops ist es, Verkaufsabschlüsse zu erzielen.

Der Workflow im Webshop ist gekennzeichnet durch eine Reihe von Kommunikationsschritten zwischen dem Kunden und dem Shopsystem. Waren- und Geldfluss müssen abgebildet werden. Zusätzlich muss der Ablauf einfach und die Oberfläche so intuitiv bedienbar sein, damit der Prozess des „Committens“, des Eingehens eines Vertrages, nicht vom Kunden vorzeitig unterbrochen wird und dieser nach erfolgtem Erstkauf auch wiederkommt. Amazon macht uns hier vor, wie es gehen kann und überrascht und begeistert immer wieder durch einen unerwartet reibungslosen Service.

Auf die Frage nach dem geeigneten Webshop für das untersuchte Startup DeSans gibt es keine eindimensionale Antwort. Zum Austesten der eigenen Marke sind Marktplattformen wie Dawanda und Etsy optimal, da sie die eigenen Produkte ohne großen Aufwand einer großen Anzahl von Kundinnen präsentieren.

Ist die Entscheidung für eine Vermarktung im Internet dann gefallen und eine gewisse Bekanntheit erreicht, ist ein Webshop auf der eigenen Homepage sicherlich unverzichtbar. Nur hier kann die Marke im vollen Corporate Design präsentiert werden und außerdem spart man sich bei Verkauf über die eigene Homepage die Verkaufsprovision. Hier bietet 1&1 eine interessante und kostengünstige Lösung an.

Zusätzlich sollte auf die Option einer Vermarktung über Facebook nicht verzichtet werden. Kombinierte Webshops bieten beides an: eine Integration in die eigene Homepage und eine Facebookanbindung. Hier besticht vor allem Sellaround durch eine Fülle von Vermarktungstool, die dabei helfen, die eigene Marke bekannter zu machen.

Insgesamt ist deshalb unser Votum: Das eine tun und das andere nicht lassen. Das Internet bietet eine Fülle von Möglichkeiten und jeden Tag kommen neue Ideen hinzu.

Quellenangaben[Bearbeiten]

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Fischerländer, Stefan (2003). Benutzung von Suchmaschinen. [online] verfügbar unter: http://www.webmasterworld.com/forum18/809.htm [Zugriff am 10.3.2013]

Google (2011). Online Motor Deutschland. [online] verfügbar unter: http://www.online-motor-deutschland.de/seo_tipps [Zugriff am 10.3.2013]

Schmidt-Manz, Nadine; Gaul, Wolfgang (2003). Measurement of Online Visibility in Operations Research Proceedings. [online] verfügbar unter: http://ezproxy.lehre.hwr-berlin.de:2126/chapter/10.1007/978-3-642-17022-5_27 / [Zugriff am 10.3.2013]

Schmidt-Manz, Nadine; Gaul, Wolfgang (2005). Web Mining and Online Visibility in The Ubiquitous Chalange. [online] verfügbar unter: http:// http://ezproxy.lehre.hwr-berlin.de:2126/chapter/10.1007/3-540-28084-7_48/ [Zugriff am 10.3.2013]

Schubert, Petra; Wölfle, Ralf (Hrsg., 2002). E-Business erfolgreich planen und realisieren. Hanser Verlag, München.

ScrumAlliance (2013). Scrum Is an Innovative Approach to Getting Work Done. [online] verfügbar unter: http://www.scrumalliance.org/learn_about_scrum/ [Zugriff am 10.3.2013]

SEO-Küche (2012). Google und die anderen Suchmaschinen. [online] verfügbar unter: http://www.seo-kueche.de/ [Zugriff am 10.3.2013]

Tapscott, Don; Ticoll, David; Lowy, Alex (2000). Digital Capital – Harnessing the Power of Business Webs. Harvard Business School Press.

Vetterkind, Daniel (2011). SEO Tipp: die richtige Website-Struktur. [online] verfügbar unter: http://www.online-marketing-info.de/suchmaschinenoptimierung/seo-tipp-die-richtige-website-struktur/ [Zugriff am 10.3.2013]