Benutzer:Birkenkrahe/HWR-WIINF-BIS-SS13/BIS-SS2013-P02

Aus Wikiversity
Zur Navigation springen Zur Suche springen

User Stories[Bearbeiten]

Es gibt unterschiedlichste Gründe warum Menschen sich dazu entschließen einen Blog zu schreiben. Diese gehen vom Aufmerksam machen auf Missstände, über sich Sachen von der Seele schreiben zu wollen, bis hin zur Pflicht, und natürlich alles was dazwischen liegt.

Leitfragen[Bearbeiten]

  • Wie weit hat sich das Bloggen in unsere Gesellschaft integriert und in welchem Maß werden wird dadurch beeinflusst?
  • Unter welchen Voraussetzungen könnten Blogs konventionellen Journalismus ersetzen?
  • Auf der Seite der User
  • Auf der Seite der Blogger

Akteure[Bearbeiten]

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Gruppierungen

Definition[Bearbeiten]

Begriffsherkunft[Bearbeiten]

Das Wort Blog wurde nicht von Beginn an verwendet. Im Jahre 1997 prägte Jorn Barger den Begriff "weblog", dieser setzt sich aus den Worten "Web" und "Log" zusammen. Das Wort "Blog" entstand erst zwei Jahre später, und wahrscheinlich unbeabsichtigt, im Jahre 1999 als Peter Merholz in der Sidebar seiner Blogs das Wort "weblog" in "we blog" aufteilte. Im Jahre 2006 wurde das Wort "Blog" offiziell in den deutschen Duden aufgenommen.[1]

Form[Bearbeiten]

Ein Blog ist eine meist aus mehreren Unterseiten bestehende Webseite. Jedoch sind nicht nur statische Seiten, wie ein "About-Seite" oder ein "Impressum", vorhanden. Im Mittelpunkt steht eine protokollierende Seite die in chronologischer Reihenfolge die einzelnen Blogeinträge aufzeichnet. Unsere Einzelblogs sind in dieser Form gestaltet. Ein wichtiger Faktor von Blogs ist die eigene Meinung die nach außen getragen wird, so wird meist in der Ich-Perspektive geschrieben. So kann ein Blogger seine Meinung zu Produkten, Weltgeschehen, Politik oder eigentlich allem geben was ihn interessiert. Durch eine meist vorhandene Kommentarfunktion können die Leser eines Blogs auch ihre Meinung zu den Post des Bloggers abgeben, durch diesen Meinungsaustausch können Blogs als Form der Socialmedia mit "ungleichen" Teilnehmern gesehen werden.[2]

Heute gibt es nicht mehr nur textbasierte Blogs. Durch Plattformen wie Youtube sind Videoblogs möglich geworden, in denen der Blogger (auf Youtube auch "Youtuber" genannt) seinen Inhalt in eine Kamera spricht. Auch reine Audioblogs (Podcasts) erfreuen sich heute großer Beliebtheit. Auch reine Bilder Blogs sind keine Seltenheit, über Plattformen Tumblr oder Instagram können User Bilder mit kleinen Kommentaren veröffentlichen. Durch die heute von der breiten Masse angenommenen Socialmedia Plattformen sind die Grenzen sehr fließend.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgänger[Bearbeiten]

Usenet[Bearbeiten]

Dies ist ein frühes Netzwerk zum Nachrichtenaustausch, es entstand 1979. Zu Beginn wurden die Nachrichten über die Telefonleitung verschickt. Es konnten aufgrund des Protokolls nur Unix Computer daran teilnehmen, daraus entstand auch der Name der Ursprünglich Unix User Network[3] war. Erst mit der Umstellung auf TCP/IP wurde der Zugang zum Usenet auch für Nutzer anderer Betriebssysteme möglich. Die Nachrichten werden über Newsserver versendet und könne auf dem Computer mit Hilfe einer Newsreader empfangen werden. Das Usenet ist in neun Hierarchien und eine unbekannte Zahl an Newsgroups unterteilt die sich bestimmten Themen widmen.[4]

Bulletin Boards[Bearbeiten]

In Deutschland auch "Mailbox" genannt entstanden Bulletin Boards gegen Ende der 1970er Jahre. Bulletin Boards liefen wie das Usenet über die Telefonleitung. Die einzelnen Vertreter waren meist privat betriebene Rechnersysteme die zum Nachrichtenaustausch genutzt wurden, diese Systeme waren nicht unbedingt miteinander verbunden. Die User hatten Zugriff auf ein System das man am ehesten mit der heutigen e-Mail Vergleichen kann, zusätzlich gab es öffentliche Foren in denen die User sich austauschen konnten. Die Darstellung entsprach in etwa dem was wir aus dem Teletext kennen. Mit der Verbreitung des Internets Ende der 1990er Jahre verloren Bulletin Boards zunehmend an Bedeutung.[5]

Mailingliste[Bearbeiten]

Mailinglisten sind geschlossene Gruppen zum Nachrichtenaustausch per e-Mail. Die Liste hat eine eigene e-Mail-Adresse und leitet alle ihr gesendeten e-Mails an die übrigen Mitglieder der Liste weiter. Dies bietet den Vorteil dass die eigene e-Mail-Adresse anonym bleibt da nur der Adresse der Mailingliste bekannt sein muss. Die Mitglieder sind in der Regel gleichberechtigt und die Kommunikation ist innerhalb der Gruppe öffentlich.[6]

"Moderene" Blogs[Bearbeiten]

Die moderne Form der Blogs entwickelte sich aus den Online-Tagebüchern in denen die Blogger ihr aktuelles Tagesgeschehen kund getan haben oder ihr Meinung zum aktuellen Weltgeschehen veröffentlichten. Diese Tagebücher entwickelten sich hin zu Blogs die sich einem bestimmten Thema widmen, wobei die klassischen Online-Tagebücher nie gänzlich ausstarben. Da das Bloggen in seinen Anfängen Fachkenntnisse erforderte die nicht jeder hatte wurden Ende der 1990er Jahre Programme zur Verwaltung von Blogs entwickelt. Diese Entwicklung machte Blogging für eine breitere Masse zugänglich und verhalf Blogs zu größerer Bekanntheit. Der Umgang mit webbasierten Programmen zur Blogverwaltung ist heute im nichtkommerziellen Bereich Standard. Im Jahre 2004 rückten Blogs immer mehr in den Mainstream und legte den Grundstein für die "could not ignore"-Auszeichnungen des Fortune Magazin für acht Blogger im Jahre 2005.[7]

Arten[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Arten von Blogging, allerdings kann nicht immer klar getrennt werden. So sind Themenbasierte Blogs meist auch Persönliche Blogs. Auch der Aufstieg von Socialmedia-Plattformen macht eine klare Abgrenzung nicht unbedingt einfacher.

Persönliche Blogs[Bearbeiten]

Bei persönlichen Blogs handelt es sich um die ursprüngliche Art der Blogs. Darin schreibt der Blogger tagebuchartig was er erlebt. Ebenso gehört zu den persönlichen Blogs die Meinungsäußerung zu dem aktuellen Weltgeschehen. Diese Blogs könne in vielerlei Stilen vorliegen, von ernsten Blogs bis hin zu Blogs in denen sich über vieles lustig gemach wird.

Microblogging[Bearbeiten]

Bei Microblogging geht es darum seht kurze Posts zu verfassen. Twitter ist das bekannteste Beispiel doch auch Facebook und Tumblr können zu dieser Gruppe gezählt werden.

Themenbasierte Blogs[Bearbeiten]

Dies sind Blogs die sich einem bestimmten Thema widmen, so gibt es beispielsweiße Fashion Blogs, Politik Blogs, Rechts Blogs oder Musik Blogs. Die von uns für diesen Kurs geführten Blogs zählen zu dieser Gruppe der Blogs.

Corporate Blogs[Bearbeiten]

Corporate Blogs werden zu Geschäftszwecken geführt. So könne diese für die Information der Belegschaft dienen oder aber auch um sich nach außen zu präsentieren. Dazu mehr in "Einflüsse auf die Wirtschaft".

Einflüsse /Auswirkungen[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Für die Poltik ist das Bloggen ein schwieriges Thema, es hat positive und negative Seiten. zum eine können Informationen schneller bereit gestellt werden, zum anderen werden negative Meinungen und Reaktionen schneller verbreitet. Ein Thema ist wohl der seit längerem gebräuchliche Begriff Shitstorm.

Ein Beispiel ist der Wahlkampfslogen der SPD "Das Wir entscheidet", am Slogen selbst ist nichts auszusetzen. Das Problem ist nur, dass eben dieser Satz seit 2007 von einer Zeitarbeitsfirma genutzt wird. Am Tag nach der Bekanntgabe konnte man in den schlagzeilen der Tageszeitungen jene meinungen lesen, die sich auf Twitter schon wenige Stunden nach dem bekannt werden des Debakels herauskristalisierten.[8]

Nichts desto trotz bloggen Politische Parteien und Politiker weiterhin. Noch im Jahr 2009 nutzte nur etwa jeder 10. Bundestagsabgeordnete einen Onlinedienst wie Twitter[9], Heute (2013) nutzt jeder 2. Abgeordnete Twitter. [10]

Momentan ist es so, dass "politische" Blogger den konventionellen Journalismus nicht ersetzen werden, da der Großteil der Bevölkerung die Meisten seiner Informationen noch aus Offline-Quellen bezieht. Sie können aber ergänzend wirken und geben darüber hinaus eine unmittelbare reaktion der Bevölkerung wieder. Ein großer deutscher Nachrichtensender hat z. B. eine extra Rubrik in seinen Nachrichten, in der Twitternachrichten besprochen werden.

Eine andere Rolle spielten Twitter, Facebook und co während des Arabischen Frühlings. Sie haben die Bürger dazu in die Lage gebracht offen ihre Meinung zu verbreiten und haben ihnen gleichzeitig gezeigt, dass sie damit nicht alleine stehen. Dies führte zu einer Selbstermächtigung, denn bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Bürger von ihren Regierungen unterdrückt.[11]

Anhand dieser Ereignisse, kann man sehen welchen Einflüss Blogger haben können, jedoch ist dies ein extremes Beispiel. Es ist schwierig den Bloggern und Internetnetzwerken alleine den ruhm zuzuschreiben, dennoch haben sie geholfen Informationen schnell zu verbreiten, dadurch konnte auf die übrige Welt am geschehen teilnhemen. Ob nun jede Regierung vor einer nahenden Twitterrevulotion bangen muss würde ich nicht sagen, denn in den Ländern des Arabischen Frühlings gab es neben schlechten Regierungen noch andere ausschlaggebende Faktoren für die Aufstände. Es wird aber an der Zeit, dass Parteien die Macht des Internets erkennen und sie dabei aber nicht fürchten sollten.

Arabischer Frühling[Bearbeiten]

Als Arabischer Frühling werden die Ende 2010 beginngenden Aufstände in Nordafrika und im Nahen Osten bezeichnet. Der Grund warum sie ihren Anfang nahm, war die Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010. In seiner damaligen Situartion sah er keine Zukunft mehr für sich und nahm sich das Leben. Daraufhin folgten Proteste und letztendlich eine Revulotion in Tunesien, welche jedoch nicht darauf beschränkt blieb.[12]

Zustand bis zu den Aufständen[Bearbeiten]
Tunesien[Bearbeiten]

Das land wurde bis zu seiner Absetzung 23 Jahre von Zine el-Abidine Ben Ali regiert. Kurz nach seinem Machtantritt hat er wichtige Posten in der Regierung mit seinen Vertrauten besetzt und politische gegner wie die Ennahda-Partei verboten. Während seiner Amtszeit hat er seinem Amt auch mehr Macht zugesprochen, sodass er immer mehr einem Diktator glich. Mit dem beginn der Revulotion wurden Ausgangssperren und der Ausnahmezustand verkündet. Dies half jedoch nicht, Blogger haben kritische Informationen über das Regime verbreitet und es kam zu mehr und mehr aufruhen, am 14. Januar 2011 ist Zine el-Abidine Ben Ali nach Saudi-Arabien geflohen.[13].

Ägypten[Bearbeiten]

Auch in Ägypten gabe es über fast 30 Jahre ein und den selben Machthaber, seine Name war Husni Mubarak. Kurz nach seinem Amtsantritt hat er ein Notstandsgesetz verabschiedet, welches ihn faktisch zum Diktator macht. Er das Gesetz aber bis zu seinem Rücktritt nicht widerrufen. Am 25. Januar 2011 begannen die ersten Massenproteste, gefolgt von Sperrungen von Facebook und Twitter. Auf den beiden Platformen wurden Treffen besprochen und organisiert. Kurz nach den Sperrungen wurde Ägypten nahezu völlig vom Internet getrennt. Der Tahrir-Platz und die Freitags-Demonstrationen wurde zum Mittelpunkt der Berichterstattung und war einer der Anlaufpunkte für Demonstrationen. Am 11. Februar 2011 wurde schliesslich ein Militärrat eingesetzt.[14]

Zustand nach den Aufständen[Bearbeiten]
Tunesien[Bearbeiten]

Nach der Flucht von Zine el-Abidine Ben Ali wurden von Mohamed Ghannouchi, dem damaligen Premierminister und nun geschäftsführender Präsident, neuwahlen angekündigt. Am 17. Januar 2011 wurde eine "Regierung der nationalen Einheit" aufgestellt in der auch Oppositionsparteien enthalten waren. Diese Regierung sollte bis zu den offiziellen Wahlen einen Weg zur Demokratie bahnen. Da jedoch viele Schlüsselpositionen mit den alten Ministern aus der Zeit Ben Alis besetzt wurden, hatte das Volk kein Vertrauen in ihre regierung. Viele der Minister waren fast bis zum Verbot der "Rassemblement constitutionnel démocratique" (RCD) am 5. Februar 2011 noch Mitglieder.

Am 27. Oktober 2011 wurden die Ergebnisse für die Verfassunggebende Versammlung Tunesiens bekanntgegben. Hamadi Jebali wird Premierminister und Moncef Marzouki wird Übergangspräsident. Unter ihnen wird an einer vorläufigen Verfassung gearbeitet und auf die Wahlen am 23. Juni 2013 hin gearbeitet.[13]

Ägypten[Bearbeiten]

Nach einer unruhigen Phase wurde am 30. März 2011 eine Vorläufige Verfassung gewählt. Diese basiert auf der alten Verfassung, festigt aber die Macht des Militärs. Dies führte jedoch zu weitern unruhen, da die Bevölkerung eine Diktatur nicht durch eine andere Ersetzt haben wollte. Ende Mai 2012 wurden dann die ersten freien Wahlen in Ägypten abgehalten, in denen Mohammed Mursi als Sieger hervorging. Jedoch kam es zu weiteren Aufständen nchdem er seine Macht auf die Justiz ausweiten wollte. [14]

China[Bearbeiten]

In China geb es Mitte Februar 2011 erste Ansätze von Protesten. Im ganzen Land wurde an Sonntagen zu Protesten aufgerufen, den sogenannten “Sonntagsspaziergängen”. In Wangfujing der zentralen Einkaufsstraße in Peking wurde auch protesteiert oder zumindest versucht. Denn die Regierung hatte schnell alles unternommen um die Proteste schnellstmöglich zu unterbinden. Dabei kamen Absperrungen, Wasserwerfer und Verhaftungen zum Einsatz.[15] Neben Verhaftungen von regimekritischen Aktivisten im Vorfeld, wurden auch Reporter während der Proteste festgenommen und das gedrehte Material gelöscht. Die Reporter wurden erst nach der Unterzeichnung einer schriftlichen Entschuldigung frei gelassen. [16] Wie auch in Ägypten wurden soziale Netzwerke schnell gesperrt und das Internet zensiert.[17] Durch diese Maßnahemen wurde ein überschwappen des arabischen frühlings verhindert.

Gesellschaft[Bearbeiten]

Bloggen hat mit der Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Wenn man in Deutschland 500 Views pro Tag hat, gehört man bereits zu den Top 200 meistbesuchten deutscher Blogs. Die Zahl aktiver Blogger deutscher Sprache ist noch klein, wenn man diese mit der von anderen Ländern vergleicht. Wozu sind Blogs da? Bzw warum führen Menschen heutzutage gerne einen Blog?


Wirtschaft[Bearbeiten]

Da das Bloggen nur Zeit und kein Geld kostet, ist das ein ideales Mittel für Unternehmen wirtschaftlich zu punkten. Gleichzeitig bittet das Bloggen die Chance die Öffentlichkeit zu erreichen. 30 Prozent aller Blogs werden von Menschen, die bereits Erfahrungen mit dem Schreiben haben. Manche von Ihnen machen sogar das Bloggen zum Hauptberuf. Weitere 30 Prozent aller Blogs werden von Schüler und Hochschul-Besucher geschrieben. Man sieht wie groß die Menge, die Unternehmen erreichen kann. So steigen viele Unternehmen ins Bloggen ein. Vielen Unternehmen bezahlen bekannten Blogger für ihre Produkte zu schreiben/ werben. Bekannt ist zum Beispiel die Fashion Blogs. Einige Unternehmen führen sogar ihren eigenen Unternehmenblogs oder Shopping-Blogs. Beispielweise werden in dem Blog den Leser gezeigt, wie diese Outfit zusammenstellen und gleichzeitig dieses Produkt online kaufen können. Durchschnittlich werden deutschsprachigen Blogs 1000-6000 Mal pro Tag besucht.

Web 2.0[Bearbeiten]

Web 2.0 ist ein Ansammlung von Anwendungen und Technologien, mit denen Benutzer Inhalte erstellen, bearbeiten und verteilen. Merkmale der neuen Web 2.0 sind Interaktivität, Echtzeitkontrolle durch den Benutzer, gesellschaftliche Beteiligung und benutzergenerierter Inhalt.

Social Shopping/Shopping Blogs[Bearbeiten]

Viele Menschen neigen dazu Sachen zu kaufen, die von ihren engen Bekannten, wie Familie und Freunde ihnen empfohlen sind. Darum haben heutzutagen immer mehr Onlineshops eigenen Benutzer-Communitys. Die Benutzer können ihre eigene Profilseite erstellen und ihre Einkäufe mit Freunden teilen, bsp. Asos –onlineshop, das größte UK-Onlineshop. Asos hat eine eigen Blogseite, in der regelmäßig Einträgen zum Thema Fashion gepostet werden. Was gut an diesem Blog ist, dass die Einträgen sich zwischen den Ländern unterscheiden.

Marketing Blog[Bearbeiten]

Die Fähigkeit in kurzer Zeit zu erreichen wurde von der Marketingbranche erkannt und sie nutzen die Web 2.0 Anwendungen für das Werben von Produkten. Ein Beispiel ist eMarketer (Inc.; 2008). Da die Blog eher auf eine persönliche Art geschrieben wird, eignen diese nicht für Werbungen. Doch die in der Top 100 Bloggern werden von den Marketingfirmen einstellen, da diese tendenziell ein höheres Bildungsniveau aufweisen, höheres Einkommen haben. Wie funktioniert so einen Blog: Werbenetzwerk für von Bloggern aufbauen und mehrere Bloggern Zugriff gewähren. Die Firmen bringen die Bloggern dazu, Werbeanzeigen auf ihren Blogs zustimmen und soweit ein Blog-Leser auf die Werbung anklickt, bekommt Blogger Provision. Ein Beispiel dafür ist CrispAds.com.

Chancen in der Zukunft[Bearbeiten]

Blogs sind inzwischen über 20 Jahre alt, wobei der genaue Umriss des Begriffs von Anfang an schwierig war und bis heute noch einem Wandel unterliegt. So ist aus vielem, was einst als persönliches Internettagebuch gestartet ist mittlerweile ein ausgewachsenes Onlinemagazin geworden. Etwas das Blogs jedoch auszeichnete, war die Vernetzung untereinander. Blogs sind mit Schuld oder Ursprung des Web 2.0, das eine höhere Interaktivität mit sich bringt. Doch die Standardblogsoftware und das Setup der meisten einzelnen Blogs ist dabei gleich geblieben: Eine Homepage auf der ein oder mehere Autoren schreiben und linken. Getrennt von anderen. Ist es doch einerseits etwas sehr schönes eine eigene Anlaufstelle im Netz zu haben über die man die Hoheit besitzt, ist genau dies aber auch der Grund, warum Blogs immer wieder, vor allem hierzulande, gegen eine Mauer laufen, wenn es darum geht ein größeres Publikum zu erreichen. Ja, die Vernetzung untereinander ist über die Jahre sogar zurückgegangen. Der Hinweis auf andere Webpräsenzen hat sich auf andere Netzwerke wie MySpace, Facebook & Co. verlagert. Das heißt Weblogs als Technologie haben verpasst mit dem Schritt zu halten, was sie einst begründete: Die vernetzte, Interaktivität des Social Webs. Die Blogosphäre bleibt ein loser Haufen, der es vereinzelt schafft, neue Leser zu erreichen. Ein Blick in die ARD-ZDF-Onlinestudie zeigt, dass Blogs seit 2007 bei einer regelmäßigen Nutzung von um die 2% liegen bzw. stagnieren. Zwar ist das durch die Zunahme der Onlinenutzer insgesamt eine Steigerung zu sehen, aber mit dem Aufstreben verschiedener sozialen Netzwerke erschwert es der Blogosphäre präsent zu sein.

Quellen[Bearbeiten]

  • Online: : digitalnpq.org, Zugriff vom 27.05.2013
  • Die Studierenden des Moduls Informatik und Gesellschaft (2012): Soziale Netzwerke-Chancen und Risiken, S. 1-340
  • Bartel (2008): Blogs für alle –Das Weblog-Kompendium, S 1-200
  • Laudon, Schoder (2010): Wirtschaftsinformatik, S 424-437
  • BPB (2010): Arabischer Frühling. Online: bpb.de, Zugriff vom 27.05.2013

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Blogin Duden.de, abgerufen am 12.Juni 2013
  2. Was ist ein Blog, Definition, Elemente, Merkmalein Onlinelupe.de, abgerufen am 12.Juni 2013
  3. Usenetin Wikipedia.org, abgerufen am 12.Juni 2013
  4. Was ist das Usenetin Usenet-Guide.de, abgerufen am 12.Juni 2013
  5. Mailboxin Wikipedia.org, abgerufen am 12.Juni 2013
  6. Mailinglistein Wikipedia.org, abgerufen am 12.Juni 2013
  7. Blogin Wikipedia.org, abgerufen am 12.Juni 2013
  8. Hohn und Spott für Peers Slogan in Bild.de, abgerufen am 9. Juni 2013
  9. Bundestag: Jeder zehnte Abgeordnete nutzt Twitter in derwesten.de, abgerufen am 9. Juni 2013
  10. 86 Prozent der Bundestagsabgeordneten nutzen Social-Mediain polisphere.eu, abgerufen am 9. Juni 2013
  11. Die Rolle der neuen Medien im Arabischen Frühling in bpb.de, abgerufen am 9. Juni 2013
  12. Selbstverbrennung in Tunesien: Was vor Mohammeds Martyrium geschah in spiegel.de, abgerufen am 9. Juni 2013
  13. 13,0 13,1 Arabischer Frühling Tunesienin bpb.de, abgerufen am 9. Juni 2013
  14. 14,0 14,1 Arabischer Frühling Ägypten in bpb.de, abgerufen am 9. Juni 2013
  15. Chinas Jasmin-Revolution: Peking fürchtet den Revolutionsfunkenin spiegel.de, abgerufen am 9. Juni 2013
  16. Angst vor kritischen Berichten: Chinas Polizei nimmt deutsche Reporter festin spiegel.de, abgerufen am 9. Juni 2013
  17. LinkedIn Site Inaccessible in China After `Jasmine' Pro-Democracy Posting in bloomberg.com, abgerufen am 9. Juni 2013