Benutzer:Keller Tabea

Aus Wikiversity
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wikipedia:Babel
de Diese Person spricht Deutsch als Muttersprache.
en-3 This user is able to contribute with an advanced level of English.
es-2 Este usuario puede contribuir con un nivel intermedio de español.
fr-2 Cette personne sait contribuer avec un niveau moyen en français.

IPK im SS 14[Bearbeiten]

Name Studiengang vhb Wiki Thema Forschungsland Homepage Video abgeschlossen
Kursleiterin Eva Sondershaus, M.A. Eva Sondershaus
Annica Antoni BA, DaF/DaZ Annica Antoni
Saskia Walter BA, DaF/DaZ Saskia Walter
Oxana Schuster LA GS DaF/DaZ Oxana Schuster
Clara Leps BA, DaF/DaZ Clara Leps
Mona Wieland BA DaZ/DaF Mona Wieland
Tobias Mayer BA DaF/DaZ Tobias Mayer
Horn Patricia BA DaF/DaZ Patricia Horn
Anne-Sophie Schuster BA DaF/DaZ Anne-Sophie Schuster
Marishal Tucker LA HS DaF/DaZ Marishal Tucker
B. Kracker BA DaZ/DaF B. Kracker
Zhao Jing BA DaF/DaZ Zhao Jing
Kathrin Weigt LA GS DaF/DaZ Kathrin Weigt
Isabelle Gluchowski LA GS DaF/DaZ Isabelle Gluchowski
Elisabeth Henning LA GS, Erw., DaF/DaZ Elisabeth Henning
Nakhjavan-Hammada Narjes BA DaF/DaZ, Philosophie Narjes Hammada
Clara Plamper BA DAF/DAZ Clara Plamper
Julia Hoffmann BA DaF/DaZ Julia Hoffmann
Julia Wendling LA GS DaF/DaZ Julia Wendling
Susanne Hammer LA GS, DaF/DaZ Susanne Hammer
Eva Bayr LA GS, DaF/DaZ Eva Bayr
Magdalena Spachmann BA Iberoromanistik, DaF/DaZ Lena Spachmann
Zübeyde Özcetin BA DaF/DaZ Zübeyde Özcetin
Jan Meyer BA DaF/DaZ, Iberoromanistik Jan Meyer
Lidia Selis BA Italo-Romanistik, BA DaF/DaZ Lidia Selis
Jolanda Palanga BA Italo-Romanistik, BA DaF/DaZ Jolanda Palanga
Thore Eifler master Thore Eifler
Anthony Verardi BA Germanistik Anthony Verardi
Wei Wei BA Germanistik Wei Wei
Tabea Keller Grundschullehramt DAF /DAZ Tabea
Nadine Ellinger BA Germanistik Nadine
Kathrin Mayr Grundschullehramt DAF /DAZ Kathrin Mayr
Olena Vlasiuk BC Angelistik Olena

Einleitung[Bearbeiten]

Im Folgenden stellen wird unsere Projektarbeit im Rahmen des Aufbaumoduls “Wir und die Anderen: Identitäten und Stereotypen im Zeitalter der Globalisierung” unter der Leitung von Frau Sondershaus dar. Unsere Gruppe setzt sich aus insgesamt vier deutschen und einem amerikanischen (Austausch-)Studenten zusammen. Gemeinsam haben wir während des Semesters an der Frage gearbeitet, ob deutsche und amerikanische Studierende während eines Auslandsaufenthaltes in Zeiten der Globalisierung einen Kulturschock erleben. Der Begriff „Kulturschock“ wird dabei auf Grundlage des Werks von Calervo Oberg definiert. Darauf folgt eine kurze Definition des Begriffs “Globalisierung”, welcher für unsere Arbeit ebenfalls ausschlaggebend ist. Im Anschluss daran geben wir einen kurzen Überblick über die Herangehensweise und den Aufbau unserer Interviews. Des Weiteren werden die geführten Interviews – auf deren Grundlage unsere Projektarbeit resultiert – sowohl als Vollfassung als auch in gekürzter Form aufgeführt. Weiter erfolgt eine Zusammenfassung unserer Interviews sowie das Ergebnis der Auswertungen bzw. der festgestellten Unterschiede, basierend auf den Interviews. Abschließend gehen wir auf unsere unten aufgeführte Hypothese ein und ziehen daraus ein unser Projekt abschließendes Fazit. Alle Identitäten unserer ProbandInnen wurden bei der Darstellung der Interviews anonymisiert.

Hypothese[Bearbeiten]

Auch in Zeiten der Globalisierung erleiden deutsche und amerikanische Studierende während eines Austausches im jeweils anderen Land noch immer einen Kulturschock.

Begriffserklärungen[Bearbeiten]

Kulturschock[Bearbeiten]

Um das Bild zu sehen, bitte auf die "1" klicken. [[1]]

Der Begriff Kulturschock (culture shock) wurde 1960 von dem kanadischen Anthropologen Kalervo Oberg geprägt. Dieser geht dabei von einem längeren, zeitlich begrenzten Aufenthalt in einer fremden Kultur aus. Es handelt sich also um keine statische, unveränderbare Situation, sondern um einen Prozess. Im Laufe dieses Prozesses können sich die Identitätskonzepte, die Wirklichkeitsbilder und Wertvorstellungen stark verändern. Beim Kulturschock erlebt man eine Reihe von Empfindungen, die aufgrund auftretender Erfahrungen in der Interaktion mit der fremden Kultur einhergehen. Oberg beschreibt vier verschiedene Phasen des Kulturschocks:

1) Honeymoon- Phase,

2) Krise,

3) Erholung und

4) Anpassung.

Die erste Phase (Honeymoon- Phase) beschreibt die anfängliche Euphorie, in welcher man nur das Positive wahrnimmt, das man sich erwartet hat. Man genießt das „Neue“, den Unterschied zwischen der fremden und eigenen Kultur. Man ist fasziniert von den Beobachtungen und Entdeckungen die man erlebt und sieht alles „durch eine rosarote Brille“. Nach der anfänglichen Euphorie treten Missverständnisse auf - die zweite Phase, die Krise. Das Wohlbefinden der Person sinkt immer weiter ab, da das „Negative“ der neuen Kultur immer mehr auffällt. Durch mangelnde Kulturverständnisse und eventuell sprachliche Barrieren wird dieses Empfinden noch verstärkt. Die Person verfällt oft in das Denken „zu Hause ist das anders / besser.“ In dieser Phase erreicht der Kulturschock seinen tiefsten Punkt. Die Unterschiede der Kulturen werden übertrieben wahrgenommen und so kommt es zu einer überaus negativen Beurteilung der fremden und einer starken Aufwertung der eigenen Kultur. Nach diesem Tiefpunkt erreicht man die dritte Phase, die Erholung. Die Person versucht Verständnis für die Handlungsweisen und Differenzen der Kulturen zu bekommen und sie zu akzeptieren. Schließlich, in der vierten Phase, der Anpassung, integriert sich die Person in die fremde Kultur. Sie fühlt sich wieder wohl und beginnt fremdkulturspezifische Verhaltensmerkmale zu übernehmen.

Wie man in der Grafik sehen kann, ist es möglich, das U- Modell zu einem W- Modell zu erweitern. Hierbei kommt die Phase der Rückkehr in die eigene Kultur hinzu. Dieses Phänomen wird auch als Eigenkultur- Schock, umgekehrter Kulturschock, reverse culture shock oder re- entry schock bezeichnet. Das W- Modell besteht sozusagen aus zwei U- Modellen, die man hintereinander setzt, da die Rückreise in die Heimatkultur zu ähnlichen Problemen führen kann, wie die Hinreise in das fremde Land. Durch die Weiterentwicklung und die Veränderungen, die die Person durch die neuen Erfahrungen in der fremden Kultur gemacht hat, fühlt sich diese in ihrem alten, unveränderten Umfeld unverstanden und nicht akzeptiert. Die Person vermisst die fremde „neue“ Kultur und es braucht einige Zeit, sich wieder in die eigene Heimat einzuleben und die beiden verschiedenen Kulturen miteinander zu verbinden.

Globalisierung[Bearbeiten]

Je nachdem aus welcher Perspektive man den Begriff „Globalisierung“ betrachtet, ergeben sich unterschiedliche Definitionsversuche. Relevant für die Arbeit mit der von uns aufgestellten Hypothese erscheinen uns dabei drei wesentliche und dennoch unterschiedliche Ebenen. Diese ergeben jeweils eine eigene Begriffsdefinition von „Globalisierung“, die im Folgenden erläutert werden.

Wirtschaftliche Globalisierung

Globalisierung entsteht nicht nur durch einen längeren Aufenthalt in einem fremden Land, sondern wird auch wirksam durch weltweite Verflechtungen der Volkswirtschaften, durch neue Technologien im Kommunikations-, Informations- und Transportwesen, sowie in ökonomischen und politischen Bereichen, die weltweite Märkte für Dienstleistungen, Waren und Kapital schaffen. Dieser Prozess wirkt sich speziell auf die Kontaktintensität zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen aus. Diese Vernetzung findet nicht nur zwischen Individuen statt, sondern auch zwischen Organisationen, Unternehmen, Gesellschaften und Staaten.


Kulturelle Globalisierung

Bei der kulturellen Globalisierung geht es primär um immer häufiger auftretende wechselseitige Verflechtungen und Beeinflussungen, die aus den jeweils kulturell geprägten und damit unterschiedlichen Vorstellungen, Entwürfen und Identitäten eines Individuums oder einer Gruppe resultieren.


Globalisierung im kommunikativen Sinn

Globalisierung ist ein gegenseitiger Prozess der Interaktion, der Interpretation und der Konstruktion von Vorstellungen. Verfügen Gruppen oder Individuen, welche miteinander in Kontakt treten, nicht über dieselben Wertorientierungen, kann es zu Überraschungen und Irritationen kommen, weswegen ein Wandel beziehungsweise eine Erweiterung nötig ist.


Zudem relevant für unsere Arbeit erweist sich der Begriff der Internationalisierung, der in engem Zusammenhang mit den zuvor genannten Begriffen steht.

Bei der Internationalisierung handelt es sich dabei um einen Prozess der fortlaufenden Grenzüberschreitung und Zunahme des Kontakts zwischen Nationen und ihren Gesellschaften. Dabei kann sich Internationalisierung sowohl auf Transnationalisierung (zeitgleiche Eingebundenheit in zwei Kontexte), als auch auf Supranationalisierung (Aufstellen von Regeln, die von einer dem Nationalstaat übergeordneten Ebene kommen) beziehen. Unbewusste und bewusste Übernahme von Normen, Bedeutungen, Verhaltensweisen und Sprache führen dazu, dass sich die Kultur verändert.

Herangehensweise und Aufbau der Interviews[Bearbeiten]

Um möglichst viele verschiedene Lebensbereiche abzudecken, haben wir uns auf die folgenden fünf Themenbereiche spezialisiert: Sozialverhalten, Umweltverhalten, Essverhalten, Studienverhalten, Beziehung zu Sport.


Befragt wurden insgesamt sechs Probanden und Probandinnen, von welchen drei aus Deutschland und drei aus Amerika kommen. Diese haben für eine bestimmte Zeit im jeweils anderen Land, also im Ausland studiert. Durchgeführt wurden die Interviews persönlich, am Telefon oder per Skype. Es handelt sich hierbei zudem um ein qualitatives Leitfrageninterview mittels einem Fragebogen mit offenen Fragen und einer Likert-Skala.

Zu beachten ist, dass unsere sechs Probanden und Probandinnen keinen repräsentativen Querschnitt der Gesamtbevölkerung Amerikas bzw. Deutschlands widerspiegeln. Zudem wird in Aussagen häufig auf "die Amerikaner" bzw. "die Deutschen" verwiesen, was aber nicht heißt, dass diese Aussagen entsprechend als Stereotypisierung bzw. allgemeingültige Thesen angesehen werden können.


Fragebogen[Bearbeiten]

Sozialverhalten

Inwiefern mussten Sie Ihr Verhalten in verschiedenen Gesprächssituationen (mit Kollegen, Freunden, Vorgesetzten, Unbekannten, …), bezogen auf kulturelle Unterschiede, anpassen? Gibt es (Gesprächs-) Regeln, die Sie neu kennen gelernt haben, beziehungsweise Regeln, die für Sie im Heimatland bedeutend sind, im Ausland aber nicht gelten?

Wie hat sich das soziale Beisammensein bzw. das Freizeitverhalten mit Ihren Freunden im Ausland verändert?

Wie würden Sie Ihre Gefühle zusammenfassend in Bezug auf das Sozialverhalten im Ausland beschreiben? (How would you describe your feelings overall in terms of social conduct in a foreign country?)

positiv größtenteil positiv neutral größtenteils negativ negativ
Sozialverhalten

Umwelt(-bewusstsein)

Hat sich Ihre Einstellung zum Thema Umweltbewusstsein geändert (in Bezug auf Müll/Verpackung, Bioprodukte, Gentechnik, [öffentliche] Verkehrsmittel)? Wenn ja, erläutern Sie bitte die Unterschiede!

Wie würden Sie Ihre Gefühle zusammenfassend in Bezug auf das Umweltbewusstsein im Ausland beschreiben? (How would you describe your feelings overall in terms of social conduct in a foreign country?)

positiv größtenteil positiv neutral größtenteils negativ negativ
Umwelt (-bewusstsein)

Essverhalten

Wie hat sich Ihr Einkaufs-, Koch- und Essverhalten im fremden Land verändert/entwickelt?

Gibt es für Sie neue Regeln/Rituale beim Essverhalten (im Restaurant, zu Hause, bei Freunden,…)?

Wie würden Sie Ihre Gefühle zusammenfassend in Bezug auf das Essverhalten im Ausland beschreiben? (How would you describe your feelings overall in terms of social conduct in a foreign country?)

positiv größtenteil positiv neutral größtenteils negativ negativ
Essverhalten

Studienverhalten

Wo haben Sie in Ihrem Studium die meisten Unterschiede/Veränderungen zu Ihrem Heimatland gefunden? Relevant wäre hier: Fächerwahl, Fächerkombi, Beziehung zu Dozenten und Mitstudierenden, Organisation, Aufbau der Uni/Campus.

Wie würden Sie Ihre Gefühle zusammenfassend in Bezug auf das Studienverhalten im Ausland beschreiben? (How would you describe your feelings overall in terms of social conduct in a foreign country?)

positiv größtenteil positiv neutral größtenteils negativ negativ
Studienverhalten

Beziehung zu Sport

Wie ist Ihre Beziehung zu Sport in Ihrem Heimatland? Wie haben Sie die Beziehung zu Sport im Ausland erlebt? (Public Viewing, Tailgating, Gemeinschaftserlebnis, eigenes Sportverhalten)


Wie würden Sie Ihre Gefühle zusammenfassend in Bezug auf die Beziehung zu Sport im Ausland beschreiben? (How would you describe your feelings overall in terms of social conduct in a foreign country?)

positiv größtenteil positiv neutral größtenteils negativ negativ
Beziehung zu Sport

Interviews[Bearbeiten]

Probandin 1 (deutsch, S.)[Bearbeiten]

transkribiertes Interview[Bearbeiten]

Interviewer: Inwiefern musstest Du dein Verhalten in verschiedenen Gesprächssituationen (z.B. mit Kollegen, Freunden, Vorgesetzten, Unbekannten, …), bezogen auf kulturelle Unterschiede, anpassen? Gibt es (Gesprächs-) Regeln, die Sie neu kennen gelernt haben, beziehungsweise Regeln, die für Sie im Heimatland bedeutend sind, im Ausland aber nicht gelten? Das heißt die Anrede, Begrüßung/Verabschiedung, Abstand zum Gegenüber, Tonfall, Tonlage, Körpersprach/Mimik/Gestik…

S.: Mhm also die Leute da sind viel freundlicher. Eigentlich sagt jeder jedem hallo. Egal wo man ist, man begrüßt fast jeden. Wenn man zum Beispiel auch im Supermarkt an jemandem vor dem Regal vorbeigehen will sagt man auch immer „excuse me“...viel höflicher als in Deutschland… Auch, dass man in USA immer direkt „you“ sagt und nicht wie in Deutschland „Sie“…des ist am Anfang bisschen komisch…weil man ja auch die Professoren an der Uni mit „you“ anspricht… das lockert die Atmosphäre und alles ist gleich viel freundlicher.

Ich find auch dass die Amerikaner eher „hugger“ sind und nich „hand shaker“…aber das hängt eigentlich auch ab, woher die Leute kommen… auch welchen Dialekt die haben. Das ist wie Bayrisch und Hochdeutsch… da versteht man ja auch nicht alles, wenn man nicht direkt von da kommt.

Und wenn man in ein Kleidungsgeschäft reingeht fragen ja auch alle gleich immer „hello, how are you?“ und da fühlt man sich gleich viel willkommener und in Deutschland sind die eher unfreundlicher.

Als Fazit könnte man sagen, dass die Kommunikation in den USA leichter ist. Die Leute gehen schneller auf einen zu…


Interviewer: Hat sich Ihre Einstellung zum Thema Umweltbewusstsein geändert (in Bezug auf Müll/Verpackung, Bioprodukte, Gentechnik, [öffentliche] Verkehrsmittel)? Wenn ja, erläutern Sie bitte die Unterschiede!

S.:Generell gibt es ja in den USA keine Mülltrennung... also hab ich das da auch nicht gemacht. Die einzige Mülltrennung die ich gemacht habe war Plastik. Aber die gibt’s auch nur… weil‘s in manchen Bundesländern Pfand gibt…und Pfandflaschen wollte man glaube ich sogar einführen, aber die Plastikflaschen sind in den USA gar nicht so hochwertige wie in Deutschland. Die gehen viel schneller kaputt…

Ich wohne an der Uni auch ziemlich in der Pampa… da gibt es sehr wenige öffentliche Verkehrsmittel… also da hat fast jeder ein Auto und so ziemlich jeder fährt einzeln zur Uni. Ich hab ein Fahrrad und fahre mit dem auch zur Uni… Zu Fuß macht hier eigentlich gar keiner was…das macht hier nur die untere Schicht…weil man muss ja immer in der Hitze laufen… und das ist ja dann nicht so von Vorteil.

In Deutschland ist da schon viel mehr Umweltbewusstsein – da ist‘s schon sehr fortgeschritten. Da könnte man in USA noch viel mehr machen!

In den USA hat ja jeder seine Klimaanlage durchgehend an… und die Amerikaner lieben es ja auch riesige Trucks und uralte Autos zu fahren (die in Deutschland ja nichmal mehr durch den TÜV gehen würden), die die Umwelt auch total verschmutzen.

Generell finde ich das Umweltbewusstsein in USA eher negativ, weil wenn man finanziell nicht so gute Mittel hat, ist es schwer wo hinzukommen, weil alles noch nicht so gut vernetzt ist. Und es ist auch ein bisschen verpönt, so in etwa: „ah du fährst Bus, weil du dir kein Auto leisten kannst.“

Interviewer: Wie hat sich Ihr Einkaufs-, Koch- und Essverhalten im fremden Land verändert/entwickelt?

Gibt es für Sie neue Regeln/Rituale beim Essverhalten (im Restaurant, zu Hause, bei Freunden,…)?

S.: Ich mach sehr viel Sport und hab dadurch auch sehr wenig Zeit zu kochen. Da greif ich oft auf Tütensuppe oder die Mikrowelle. Sonst ist es auch so, dass man halt voll oft zum Essen geht. Aus Deutschland kenn ich des nicht so - vielleicht 2-mal im Monat. Hier ist des viel öfter dass man sagt, komm fahren wir schnell zu MC Donald. In Amerika mach ich schon einen normalen Wocheneinkauf… Oft ist es auch einfach schneller wenn man was holt- da gibt’s so viel Auswahl. Burger King, Taco bell, Mc Donald… das gibt’s in Deutschland ja gar nicht. Und des sind nicht viele eigenständige Restaurants (wie in Deutschland) sondern so riesige Ketten die in ganz USA verbreitet sind (z.B. so Steak Häuser: Olive Gar).

Man denkt immer, in den USA gibt es nur Fast Food... aber es gibt die die nur fast Food essen, die die versuchen gesund zu essen und ab und zu Fast Food. Oder extreme die total gesund essen. Da gibt es dann so riesen Supermärkte, da gibt’s alles frisch. Und da gibt’s dann jedes Obst immer das ganze Jahr über. Nicht z.B. wie in Deutschland die Erdbeeren nur im Sommer. Aber das ist halt auch sehr teuer…

Und zum Beispiel wenn man Laktose intolerant ist, gibt es da soo viel Verschiedenes zu essen und gute Sachen auch…aber natürlich auch die die nur fast Food essen. Hier in Deutschland ist das eher ausgeglichen und in USA entweder oder – so ein Extrem.

Insgesamt ist es schon ein bisschen teurer wie in Deutschland, vor allem Wurst, Chips, usw. Und sich vegan zu ernähren ist zurzeit auch der super Trend.

Ich würd das Essverhalten positiv bewerten, durch die große Auswahl und hin und wieder Fast Food schmeckt ja auch jedem.


Interviewer: Wo haben Sie in Ihrem Studium die meisten Unterschiede/Veränderungen zu Ihrem Heimatland gefunden? Relevant wäre hier: Fächerwahl, Fächerkombi, Beziehung zu Dozenten und Mitstudierenden, Organisation, Aufbau der Uni/Campus.

S.: Ich bin an einer kleineren Uni (Webber International School), da ähnelt alles einem Schulalltag wie in Deutschland. Da hat man auch unterm Jahr Prüfungen und nicht nur wie in Deutschland der Prüfungswall am Ende. Und es gibt halt keine Noten (1,0 / 1,3/ 2,7), sondern A, B, C, D,… Und die Kurse dauern hier immer 75minuten. Und viel passiert durch online Kurse und wenn es normale sind dann meistens mit Anwesenheitspflicht.

Bei den Professoren sagt man eigentlich immer (Dr. + Nachnamen). Die wissen alle deinen Namen, die kennen einen schon, das ist nicht so anonym.

Der Campus besteht aus den Unterrichtsräumen, Lehrerbüros und das Sportgelände und die Mensa, Bibliothek, Studentenheime sind alle direkt an der Uni und nicht irgendwo verstreut. Das ist ein riesiges Gelände. Es gibt sogar so kleine Shuttlebusse, die fahren von Fakultät zu Fakultät. Oder bieten das Leuten an die total außerhalb wohnen und sich kein Auto leisten können. Da gibt’s ja nicht wie in Deutschland MVV/AVV…und das kostet dich nichts, da kann man umsonst mit dem Studentenausweis fahren.

Und auch, dass alles so Nah aufeinander ist, und es nicht wie in Deutschland viele pendeln. In USA ist es vorgeschrieben, dass wenn man U21 ist, dass man im Studentenwohnheim wohnen MUSS. Da findet man dann total schnell Anschluss an andere Leute.

Und dadurch, dass bei mir an der Uni viele das gleiche Studieren, findet man viele Leute die die gleichen Interessen haben. Man macht viel mehr miteinander in kleinen Gruppen, die man sehr gut kennt und nicht in großen Gruppen.

Interviewer: Wie ist Ihre Beziehung zu Sport in Ihrem Heimatland? Wie haben Sie die Beziehung zu Sport im Ausland erlebt? (Public Viewing, Tailgating, Gemeinschaftserlebnis, eigenes Sportverhalten)

S.: Ich habe in Deutschland immer Fußball gespielt und bin auch total der Fußballfan. Football, Baseball und Basketball sind in den USA die beliebtesten Sportarten. Ich war einmal auf einem Footballspiel, das war cool. Und vor jedem Spiel, sogar bei einem Collegespiel wird die Nationalhymne abgespielt. Dieser Patriotismus kommt da viel mehr zur Geltung. Und von den ganz hohen Ligen (Uni Sport) kommen sogar die Spiele im Fernsehen.

Tailgating da kann man von Auto zu Auto gehen und Essen. Das ist auch ganz groß an den Unis dass man sich davor trifft und was zusammen trinkt und isst und dann zusammen zu den Spielen geht. Da sind dann alle von oben bis unten in ihren Fanklamotten eingekleidet. Da hab ich sogar schon mal an so nem Stand verkauft. Da kommt man vorher gemütlich zusammen und tauscht sich mit anderen Fans aus.

Und bei mir an der Uni ist auch sehr viel Sport, da unterstützt man die Uni-Mannschaft in allen Sportarten, wo es geht… und man schaut immer wieder irgendwo zu. Und man unterstützt die Uni Mannschaft, das ist toll. Da ist auch Frauen Fußball bekannter als Männerfußball. Es gibt sogar an der Uni Fanshops wo man alle möglichen Fanartikel kaufen kann.

gekürtztes Interview[Bearbeiten]

Sozialverhalten

  • USA: Leute sind viel freundlicher (jeder begrüßt jeden), höflicher
  • USA: you statt Sie am Anfang komisch
  • USA: Professoren – you, lockert die Atmosphäre
  • USA: eher hugger, nicht hand shaker (--> GER)
  • USA: Kommunikation leichter, Leute gehen schneller auf einen ein

Umweltbewusstsein

  • USA: Generell keine Mülltrennung.
  • USA: Wenig öffentliche Verkehrsmittel, fast jeder hat ein Auto und fährt einzeln zur Uni
  • USA: Keine gute Vernetzung --> sie hat ein Fahrrad, um in die Uni zu kommen.
  • USA: zu Fuß eher untere Schicht, Bus fahren „verpönt“
  • USA: umwelttechnisch sehr unterentwickelt; außerdem alte Autos, die die Umwelt verschmutzen

Essverhalten

  • in USA: wenig zeit zu kochen – oft Fertigessen
  • GER: geht man weniger essen – USA „eating out“, viel Auswahl zum Essen gehen
  • USA: Wocheneinkauf normal
  • in den USA gibt es entweder: Extrem Fast Food / Mittelding / Extrem Gesund-> sie ist so mittendrin
  • USA: Supermärkte mit riesigem Sortiment
  • in den USA teurer wie in D

Studienverhalten

  • in den USA eher Schulalltag ähnlich
  • USA: andere Noten, viel online Kurse, Hausaufgaben
  • USA: Professoren vertrauter als in GER –-> nicht so anonym
  • USA: Campus – liegt alles zusammen, nicht verstreut
  • USA: Shuttlebusse die von Fakultät zu Fakultät fahren (für Leute außerhalb ohne Auto)
  • USA: Studentenausweis – umsonst öffentliche Verkehrsmittel fahren
  • USA: Viele Leute mit gleichen Interessen (viele gleiche Studienfach)
  • USA: Niemand pendelt – schneller Anschluss, Freunde
  • USA: Freundesgruppen, die man gut kennt, da nicht so viele Leute an der Uni wie in D

Beziehung zu Sport

  • War einmal bei einem Footballspiel in den USA
  • USA: vor jedem Collegespiel wird Nationalhymne gesungen
  • USA: Patriotismus kommt sehr zur Geltung!
  • USA: Tailgating als super Erfahrung, mit eigenem Stand, viel Gemeinschaft
  • USA: An der Uni unterstützt jeder die Uni- Mannschaft und schaut zu toll!

Probandin 2 (deutsch, Ma.)[Bearbeiten]

transkribiertes Interview[Bearbeiten]

Interviewer:Inwiefern mussten Sie ihr Verhalten in verschiedenen Gesprächssituationen mit Kollegen bezogen auf kulturelle Unterschiede anpassen? Gibt es Gesprächsregeln, die Sie neue kennengelernt haben bzw. Regeln die für sie im Heimatland bedeutend sind, im Ausland aber nicht gelten?

Ma.: Das erste was mir aufgefallen ist dass jeder überall, egal ob du die Leute kennst oder nicht, fragt: „how are you?“. Und da musst du dann erstmal lernen, dass man immer auch „I’m fine! how are you?“ sagt. Also dass man immer gleich „I’m good“ sagt und eben nicht irgendwie irgendwas erzählt was in Deutschland teilweise so ist. Du sollst sagen wies dir geht. Du sollst nicht die ganze Weltgeschichte erzählen, aber schon halt was los is. Und das des in Amerika halt einfach n Standardsatz ist, also dann so was ganz banales was man eben auch wenn man in nen Buchladen reinkommt gefragt wird. Und was mir noch aufgefallen ist, ist dass man das ganz schnell sagen muss. Also wenn man da irgendwie ne Minute zögert und denkt, oder nur n paar Sekunden zögert und denkt, kann es sein, dass die Leute einen komisch ankucken. Und ja auch mit Politik sollte man vorsichtig sein.

Und ja, dass ähm im Restaurant einfach die Kellner so extrem freundlich sind das fällt mir auch immer auf wenn ich in Deutschland bin, dass ist hier doch n bisschen ruhiger / anders.

Interviewer: Okay! Und wie hat sich das soziale Beisammensein bzw. das Freizeitverhalten mit Ihren Freunden im Ausland verändert, wenn es sich verändert hat?

Ma.: Ich glaube man – ähm – ich glaube man hat einfach in Amerika grundsätzlich weniger Freizeit hab ich das Gefühl, also wenn ich mit ner Freundin Kaffeetrinken bin, sitzt man da auch mal zwei- drei Stunden und denkt sich nichts dabei. Und ich hab immer das Gefühl, dass das drüben sehr getimt ist, also dass man wenn man sich halt mit jemanden trifft, sagt „ja schnell eine Stunde…“ und wieder gut.

Ähm ansonsten– was ich halt auch immer wieder witzig find, weil ich liebe die Leute wenn ich ins Café gehen um ähm mich zu unterhalten und zu entspannen. Und drüben ist es eher so, dass die Leute da teilweise auch im Café arbeiten und da eigentlich fast schon ne Arbeitsatmosphäre herrscht.

Interviewer: Gut. Haben Sie vielleicht auch ein paar Unterschiede bei Anreden, Begrüßungen oder Verabschiedung bemerkt?

Ma.: Also drüben wirst halt immer gleich mit „Ma’am“ angesprochen, was ja so ne Höflichkeitsfloskel ist und ich find des auch immer sehr putzig, wenn die amerikanischen Studenten versuchen diese Floskeln ins Deutsche zu übersetzen, das haste in Deutschland einfach nicht. Du redest niemandem mit Herr oder mein Herr oder meine Frau oder meine Namen – das ist sehr antiquiert…

Interviewer: Auch unter Freunden – oder…? – also haben Sie Ihre Freunde auch anders begrüßt oder haben Sie diesbezüglich etwas bemerkt?

Ma.: Das eigentlich nicht so sehr ne! Also im Privaten Umgang würd ich sagen, wenn man die Leute erst mal gut kennt dann eigentlich nicht so nen großen Unterschied! Das mit dem Dating ist nochmal ne ganz andere Sache, aber…da steig ich auch selber noch nicht so ganz durch…

Interviewer: Prima. Hat sich Ihre Einstellung zum Thema Umweltbewusstsein - in Bezug auf Müll, Verpackung, Bioprodukte, Gentechnik, öffentliche Verkehrsmittel - geändert? Wenn ja, erläutern Sie bitte die Unterschiede.

Ma.: Hm… also Recyceln in Amerika nicht gerade. Und ich bin nicht besonders glücklich damit. Aber ich hab festgestellt, dass wir das in Deutschland mehr wertschätzen. Dass das einfach normal ist, dass man Müll trennt, dass man das Pfandprinzip hat und ich glaube in den USA würde man das auch gern mehr machen. Aber das ist da deutlich mehr Aufwand… sich da zu informieren und zu kucken – ähm- und des einfach nicht so selbstverständlich ist, dass man Müll trennt.

Auch, dass jeder ein Auto in USA hat. also ich hab hier in D ein Auto, ich hab aber in Amerika kein Auto und das ist aber für mich auch kein Thema. Also ich bin dann eigentlich erstaunt, dass ich eher öffentliche Verkehrsmittel so richtig schätze.

Interviewer: Fanden Sie es schwieriger, sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurechtzufinden?

Ma.: Ja, also ich mein man muss aufpassen wohin man fährt, man kann auch mal an der komplett falschen Ecke rauskommen. Ähm - schon eher am Anfang n bisschen abgeschreckt, dass die öffentlichen Verkehrsmittel doch nicht so gepflegt sind, weil wenige Leute in USA die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Oder dass Busse auch mal wirklich extrem zu spät kommen oder mal komplett ausfallen oder einfach auch ausfallen weil die Busfahrer streiken, weil sie halt wirklich nichts verdienen. Also daran muss man sich erstmal gewöhnen, weil hier die Öffentlichen ja doch relativ zuverlässig sind. Außer wenn man mit der Bahn fährt.

Interviewer: Ja, okay. Jetzt zum Thema Essverhalten: Wie hat sich Ihr Einkaufs-, Koch- und Essverhalten im fremden Land verändert oder entwickelt?

Ma.: Hmm… Ich würd sagen, dass ich hab vorher schon sehr auf gesunde Ernährung geachtet habe! Ich glaub das hab ich beibehalten. Nur das Kaffeetrinken hat sich glaub ich verdoppelt. Und drüben was auch vorher schon ziemlich stark war, aber ähm man ist immer so n bisschen in Amerika in Versuchung dann doch diesen „eating-out“ also weil halt alle immer fast ins Restaurants gehen zum Essen dem dann nachzugeben. Hier in Deutschland geht man halt maximal einmal im Monat Essen oder so oder gut Kaffee trinken ist wieder was anderes – aber, dass man immer so dieses „ja okay, ich hol mir schnell irgendwo was, damit ich schnell wieder weiter komm.“ Dass man da eben schon in Versuchung ist, sich da auch anzupassen und da nicht mehr selber so viel zu kochen.

Interviewer: Noch etwas dazu: Ich weiß, dass Sie Vegetarierin sind – haben Sie damit Schwierigkeiten in Amerika gehabt?

Ma.: Das ist fast eher umgekehrt – ich fand‘s fast leichter weil eigentlich in Amerika da auch dieser Vegane Trend ist, der hier auch einschlägt. Also wenn man in gutbürgerlichen deutschen oder bayerischen Restaurants was Vegetarisches bestellt, dann endet man normalerweise immer bei so Kässpätzle – das war‘s dann. Und in Amerika einfach dadurch, dass du so viele verschieden Arten von Küchen hast - sei‘s jetzt Thailändisch oder Chinesisch - und das ist alles viel weiter verbreitet da hast du eigentlich ein deutlich größeres vegetarisches Angebot, als in Deutschland teilweise.

Interviewer: Okay! Und gab es für Sie neue Regeln, Rituale oder ähnliches beim Essverhalten, z.B. im Restaurant, zu Hause oder bei Freunden?

Ma.: Die Serviette auf dem Schoß, weil die Serviette benutzt man in Deutschland eigentlich eher um sein Besteck drauf zu legen oder um sich den Mund abzutupfen. Und in Amerika kommt sie auf den Schoß.

Interviewer: Haben Sie Unterschiede bemerkt, z.B. wenn man fertig mit seinem ersten Teller ist, und noch Nachschlag möchte?

Ma.: Ja ähm die Portionen in Amerika sind so groß, dass ich bis dahin also da noch nicht das Problem hatte. Auch in Deutschland da reichen die Portionen eigentlich immer! Ich glaub in Amerika fragen die Kellner eher nochmal nach, wenn der Teller leer ist, ob‘s auch wirklich reicht und passt und in Deutschland ist’s eher so „hey wir möchten zahlen“…

Interviewer: Interessant. Also wo haben Sie in Ihrem Studium die meisten Unterschiede oder Veränderungen zu Ihrem Heimatland gefunden? Zum Beispiel in der Fächerwahl, der Fächerkombination oder der Beziehung zu Dozenten / innen.

Ma.: Also ich glaub man kann sagen, dass das Studium auch wenn es in Deutschland mittlerweile auch Bachelor und Master gibt, schon immer noch grundsätzlich sehr anders aufgebaut ist. Also ihr macht da den Bachelor und dann überlegt ihr euch noch, ob ihr vielleicht noch den Master macht oder nicht. Und in Deutschland glaub ich ist der Bachelor immer noch nicht so angesehen und er dauert ja eigentlich auch nur drei Jahre und nicht vier. Ähm Ich glaub in Deutschland ist es auch immer noch so, dass man auch mehr Kurse macht und die kürzer sind. In Amerika kommt es darauf an, was du für Seminar machst und „general requirement“ hast du halt in Deutschland nicht. Du suchst dir gleich dein Haupt- und Nebenfach aus und äh ihr macht da ja erstmal so ein Jahr wirklich die Grundvoraussetzung die eigentlich bei uns in der Oberstufe am Gymnasium oder in der Berufsschule dann schon quasi werden in mehreren Jahren.

Aber generell find ich, dass sich die Studenten in Amerika glaub ich deutlich mehr mit ihrer Uni identifizieren als die Deutschen.

Interviewer: Okay. Und wie war das mit den Dozenten / innen?

Ma.: Ähm also ich kann jetzt halt nur vergleichen mein deutsches Bachelor Studium mit meinem amerikanischen Masterstudium. Also man hat halt doch einen persönlicheren Bezug als Masterstudent in Amerika als man bzw. in Deutschland im Bachelorstudium hatte. Also es ist schon auch –je nachdem – aber es ist eigentlich einfach auch von der Faculty es sind deutlich weniger „Grad Students“ als in Bachelorstudenten oder Masterstudenten da. Und in Bezug zu den Dozenten ist es glaub ich schon ein Stück enger als in Deutschland.

Interviewer:Das letzte Thema: Wie ist Ihre Beziehung zu Sport in Ihrem Heimatland, also in Deutschland?

Ma.: Ich bin nicht so sportlich. Also ich denk halt so n bisschen Fußball ist schon wichtig. Und ich werd mir jetzt dann auch die WM-Spiele anschauen. Auch wenn ich wieder in Amerika bin. Aber ansonsten, Uni Sport oder so in Deutschland ist eher Freizeitvergnügen. In Amerika bist du dann normalerweise auch Fan von diesem Team an der Uni. - Baseball oder Football….

Interviewer: Haben Sie jemals mitgespeilt, z.B. in den USA?

Ma.: Nein!

Interviewer:Okay. Wie haben Sie die Beziehung zu Sport im Ausland erlebt?

Ma.: Ich habe bisher noch kein Footballspiel gesehen, muss ich zugeben. Ich hab einige Baseballspiele gesehen und man sieht mehr, zum Beispiel diesen Fanshop („Pitt Panther Shop“). Sowas gibt es hier in Deutschland halt nicht. Und des war schon faszinierend erstmal zu sehen, okay da kleiden sich Leute wirklich komplett von oben bis unten mit Fanartikel ein. An der Uni speziell - also hier hast du‘s halt mit diesen Fußballshops – Bayern und so aber ähm das fand ich schon faszinierend und dass man halt auch sieht, dass das wirklich ne Industrie ist und dass da auch voll viel Geld dahinter steckt mit diesem Collegesport. Das ist fast auf Profiebene.

'Interviewer:Okay. Dann Vielen Dank fürs Mitmachen!

gekürztes Interview[Bearbeiten]

Sozialverhalten

  • USA: Begrüßung oberflächlich („how are you“ als Begrüßungsfloskel); wird von jedem Beteiligten einer Kommunikationssituation erwartet.
  • GER: Es besteht meist wirkliches Interesse am Gemütszustand des Gegenübers.
  • USA: Im Gespräch sollte man vorerst vorsichtig mit politischen Themen sein.
  • USA: Kellner im Restaurant sind extrem freundlich.
  • GER: Verhalten der Kellner im Restaurant ist eher zurückhaltend.
  • USA: Weniger Freizeit und Zeit für Freunde - alles sehr getimt.
  • USA: Café zeigt Merkmale einer Arbeitsatmosphäre.
  • GER: Während der gemeinsamen Zeit mit Freunden hat das Entspannen und Unterhalten Priorität.
  • USA: Unterschiedliche Anreden (Ma’am - meine Dame klingt im Deutschen „putzig“).
  • Kein Unterschied bei Begrüßung von Freunden in GER / USA

Umweltbewusstsein

  • USA: Kein Recyceln (-->unglücklich damit); schätzt es in GER wert.
  • USA: Mülltrennen ist keine Selbstverständlichkeit wie in GER.
  • USA: Öffentliche Verkehrsmittel sind unsauber/ungepflegt/spät --> schätzt dies in GER mehr wert.
  • USA: Abgeschreckt durch Unsauberkeit, Unübersichtlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • USA: Busse sind zu spät oder fallen häufig sogar aus
  • GER: Relativ hohe Zuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel.

Essverhalten

  • USA: Gesunde Ernährung wurde im Ausland beibehalten.
  • USA: Der Kaffeekonsum hat sich verdoppelt.
  • USA: häufiges „eating-out“ (Versuchung sich anzupassen!) -->das „Selber-Kochen“ ist weniger geworden.
  • USA: Vegetarier zu sein ist leichter - durch den ansteigenden veganen Trend in den USA gibt es sehr viel Auswahl für Vegetarier/Veganer (verschiedene Arten von Küchen und Lebensmitteln, usw.).
  • GER: Angebot eher gering dagegen.
  • USA: die Serviette wird während des Essens auf den Schoß gelegt.
  • GER: Serviette bleibt weitestgehend „unbenutzt“ oder liegt nur für das Besteck am Tisch.
  • USA: Portionen sind gut ausreichend und groß.
  • GER: Essensportionen sind „auch ok“.
  • USA: Die Atmosphäre bleibt nach dem Essen entspannter (große Freundlichkeit der Kellner).
  • GER: Nach dem Essen wird direkt gezahlt und anschließend gegangen.

Studienverhalten

  • USA: Aufbau des Studiums grundsätzlich anders.
  • GER: Der Master ist eher „notwendig“ und ‚nur‘ der Bachelor ist nicht so angesehen.
  • USA: Bachelor reicht für die Berufswelt vollkommen aus.
  • GER: mehr und kürzere Kurse.
  • USA: „general requirement“ - 1Jahr, um ausgebildet zu werden (Grundvoraussetzung).
  • USA: Studenten identifizieren sich mehr mit ihrer Uni.
  • USA: Starker persönlicher Bezug zu den Dozenten.
  • USA: Mehr Bachelor- und Masterstudenten als PHD (Dr.).

Beziehung zu Sport

  • Probandin ist persönlich nicht sonderlich sportlich bzw. sportinteressiert und somit auch in den USA kein Teammitglied.
  • kann ihren Sport in USA aber verfolgen (bsp. WM).
  • GER: Sport wird eher als ein Freizeitvergnügen gesehen.
  • USA: Man gerät meist unausweichlich in eine ‚Fanrolle‘ irgendeiner Sportart/eines Teams (Studenten meist automatisch vom Uni Team).
  • USA: Riesige Fanshops (wird als „faszinierend“ empfunden).
  • USA: Der Collegesport befindet sich fast auf einer Profiebene.

Probandin 3 (deutsch, A.)[Bearbeiten]

transkribiertes Interview[Bearbeiten]

Interviewer:Inwiefern mussten Sie Ihr Verhalten in verschiedenen Gesprächssituationen (z.B. mit Kollegen, Freunden, Vorgesetzten, Unbekannten, …), bezogen auf kulturelle Unterschiede, anpassen? Gibt es (Gesprächs-) Regeln, die Sie neu kennen gelernt haben, beziehungsweise Regeln, die für Sie im Heimatland bedeutend sind, im Ausland aber nicht gelten? Das heißt die Anrede, Begrüßung/Verabschiedung, Abstand zum Gegenüber, Tonfall, Tonlage, Körpersprach/Mimik/Gestik…

A.:„An der Uni selbst konnte ich relativ offen über alles reden aber erst nachdem ich die Leute kennengelernt hatte. Bevor ich sie kennengelernt habe, war ich sehr vorsichtig bzgl. Politik, Gesundheitssystem, Waffen. Vor allem mit den Familien von meinen Mitbewohnern war es manchmal schwierig. Sie haben ganz oft politische Meinung geäußert, mit denen ich nicht einverstanden war. Da hab ich meine Klappe gehalten, denn sonst hätte es nur eine riesige Diskussion gegeben. Man geht viel lockerer miteinander um. Auch bei Respektpersonen ist es weniger formal. Professoren sind zugänglicher und gewillter ein Gespräch mit den Studenten zu führen. Gesprächsregeln laufen ungefähr so wie bei uns ab. Mir ist aufgefallen, dass auch wenn sich Amerikaner nicht kennen, reden sie sich teilweise mit Kosenamen an „sweetie“. Das war wirklich sehr komisch. Der Abstand zwischen fremden Personen (wenn sie sich unterhalten) ist ein bisschen kleiner als in Deutschland. Manchmal war es unangenehm, wenn jemand zu nah gekommen ist im Gespräch. Häufig werden auch die Türen länger aufgehalten. Also wenn man weiß, dass noch jemand durchgehen möchte, wartet man halt. In den USA sagt man auch öfter danke und bitte und man entschuldigt sich mehr. Ich habe meine Freunde öfter und länger gesehen, dadurch dass alle auf dem Campus leben und ich meine Freunde in den Wohnheimen hatte. Wir haben zusammen Hausaufgaben gemacht und Spiele gespielt. Man hat auch am Abend mal 4-5 Stunden zusammen verbracht. Und ich habe mit zwei Freundinnen im Zimmer geschlafen. Beim Sport hatten wir jeden Tag Training und in Deutschland spielt man nur ein zwei mal die Woche. In Cafes setzen war eher weniger, außer man zählt das Unicafe. Der Ort war so klein, deswegen war da nicht viel mit Cafes. Deswegen war ich auch nur zwei mal im Kino. Die Uni hat Freitag und Samstag Abend immer etwas organisiert, wie zum Beispiel Kino.“


Interviewer: Hat sich Ihre Einstellung zum Thema Umweltbewusstsein geändert (in Bezug auf Müll/Verpackung, Bioprodukte, Gentechnik, [öffentliche] Verkehrsmittel)? Wenn ja, erläutern Sie bitte die Unterschiede!

A.: „Meine Einstellung hat sich eigentlich nicht geändert. Dadurch dass ich gesehen habe, wie schlecht die Infrastruktur in den USA ist, wertschätze ich hier alles mehr. Sie machen in den USA auch gar keine Mülltrennung, was ich schrecklich fand und hier machen sie es, da bin ganz froh. Bzgl. Gentechnik ... mit dem Freihandelsabkommen, bin ich nicht sehr glücklich. Gentechnik interessiert die USA eigentlich gar nicht richtig. Im Unterricht haben wir mal drüber gesprochen, aber es wurde nicht richtig reflektiert, was eigentlich passiert.“


Interviewer: Wie hat sich Ihr Einkaufs-, Koch- und Essverhalten im fremden Land verändert/entwickelt? Gibt es für Sie neue Regeln/Rituale beim Essverhalten (im Restaurant, zu Hause, bei Freunden,…)?

A.: „Ich habe gar nicht mehr selber eingekauft und gekocht, dadurch dass wir in der Mensa Frühstück Mittag- und Abendessen hatten. Die ersten zwei Monate waren eine krasse Umstellung. Das Essen ist viel fetter, viel weniger Gemüse und Obst und viel weniger Fleisch. Es gab eine Salatbar, die hat mich gerettet. Da gab es aufgeschnittenes Gemüse, mit dem ich mir Salat gemacht hab. Wir haben am Anfang vom Jahr für unseren Raum und unser Essen gezahlt. Und das war dann auf einer Karte drauf. Ich hatte pro Woche 19 Mahlzeiten und konnte dann mit der Karte pro Mahlzeit bezahlen. Ich konnte dann zum Mittagessen Müsli, Spaghetti, Salat und Fisch essen. Ich habe versucht mich mit dem was es gab gesund zu essen. Ich habe weniger gegessen aus der Angst heraus „in den USA wird man dick“. Ich habe viel bewusster gegessen. Andere Austauschschüler haben das auch gemacht. Bei uns wartet man ja bis alle am Tisch essen, man sagt „guten Appetit“ und fängt an. Das gab es in den USA nicht. Wenn man rülpst in Deutschland wird man komisch angeschaut aber in den USA ist das gängig. Manchmal kam das sogar auch von den Eltern, die fanden das ganz okay.“


Interviewer: Wo haben Sie in Ihrem Studium die meisten Unterschiede/Veränderungen zu Ihrem Heimatland gefunden? Relevant wäre hier: Fächerwahl, Fächerkombi, Beziehung zu Dozenten und Mitstudierenden, Organisation, Aufbau der Uni/Campus.

A.: „Also bei den Dozenten: viel offener, viel näher an den Studierenden dran. Viel offener bei Problemen zu helfen und dem Studenten das Thema zu erklären wenn er es nicht verstanden hat. Es sind kleinere Klassen/Seminare. Höchstens 30 Personen in einem Seminar. Da hat der Professor viel mehr Zeit für den einzelnen. Man konnte alle Fächer wählen, so lang sie in den Stundenplan gepasst haben. Die Studenten müssen schauen, dass sie unbedingt die Sachen wählen, die sie für den Bachelor brauchen, aber dann können sie frei dazu wählen was sie wollen. Sie durften nur eine Punktzahl von 18 nicht überschreiten. Ich hatte meistens 3 Punkte pro Seminar. Insgesamt hatte ich dann 5 Seminare pro Semester. Campusuni, d.h. Essen, wohnen, schlafen, lernen war alles sehr nah beieinander. Überall sehr kurze Wege. Ein großer Platz und alle Gebäude sind drumherum. Das Studium war einfacher weil es praxisbezogener war und bei uns ist es sehr komplex und sehr anspruchsvoll, da es weniger Stoff war in den USA. Mir hat das Studium dort auch richtig Spaß gemacht, weil man auch Erfolge gesehen hat. Hier würde uns ein bisschen mehr Praxis auch nicht schaden.“


Interviewer: Wie ist Ihre Beziehung zu Sport in Ihrem Heimatland? Wie haben Sie die Beziehung zu Sport im Ausland erlebt? (Public Viewing, Tailgating, Gemeinschaftserlebnis, eigenes Sportverhalten)

A.: „In Deutschland sucht man sich seine Sportmannschaft aus. In den USA unterstützt man einfach die Universität. Also wenn die Volleyballer spielen, dann geht man hin und unterstützt sie und dadurch die Uni. Ich war beim Football, Baseball, Basketball, Volleyball, Tennis. Wir waren bei fast allen Spielen. Vor dem Footballspielen gab es auch Tailgaiting im kleinen Stil. T-Shirts werden auch ausgegeben, um das Team zu unterstützen. Das hat die Leute auch motiviert. In Deutschland war Sport für mich immer meine eigene Freizeit. Sport war für mich immer Entspannung. In Deutschland hab ich für den Sport alles selber organisieren müssen und in den USA ist der Bezug zu Sport sehr viel mehr wettkampforientiert und diesen Freizeitsport gibt’s dort nicht. Und in den USA bist du entweder beim Unisport, 6 mal die Woche Sport oder du machst gar keinen Sport aber ein Zwischending gibt nicht. Also einfach Sport für mich machen ist dort schwieriger. Den Superbowl haben wir zusammen im Gemeinschaftsraum im Wohnheim angeschaut. Das Spiel war echt extrem langweilig, die Werbung war klasse. Football war das einzige was sonst noch im Fernsehen geschaut wurde. Also große Staatsschulen hat man dann geschaut. Division 1. In den USA war der Sport für mich schon sehr wichtig. In Deutschland ist der Sport wichtig für mich, steht aber nicht im Mittelpunkt. Da plane ich nicht jeden Tag den Sport ein.“

gekürztes Interview[Bearbeiten]

Sozialverhalten

  • USA: als sie Personen näher kennengelernt hatte, hat sie offen geredet, davor nicht
  • USA: lockerer Umgang miteinander, Türen „länger“ aufhalten, mehr „danke, bitte, entschuldigung“
  • USA: Professoren sind zugänglicher und wollen helfen
  • USA: Kosenamen wie „sweetie“
  • USA: Abstand zwischen Personen kleiner
  • USA: Freunde öfter und länger gesehen
  • USA: Viele Aktivitäten über Wohnheim, da kleiner Ort ohne Studentenleben

Umweltbewusstsein

  • USA: Generell keine Mülltrennung
  • USA: Keine öffentlichen Verkehrsmittel → Wertschätzung in Deutschland steigt
  • USA: Kein Interesse an Gentechnik wahrgenommen

Essverhalten

  • USA: nicht selbst gekocht, eingekauft, da Mensa für 3 Mahlzeiten am Tag
  • USA: bewusster und weniger gegessen, aus Angst dick zu werden
  • USA/GER: Tischregeln sehr verschieden (rülpsen, gemeinsamer Beginn)

Studienverhalten

  • USA: Dozenten sind ofener, viel näher an Studierenden dran, motiviert bei Unverständnis zu helfen
  • USA: 11-30 Teilnehmer pro Kurs
  • USA: Freie Fächerwahl
  • USA: Campus – liegt alles zusammen: essen, schlafen, lernen
  • USA: Schneller Anschluss, Freunde durch Wohnheim
  • USA: Studium in USA leichter da: 1 Dozent auf 30 Studenten, praxisbezogener, nicht so komplex
  • GER: Studium schwerer, theorielastiger

Beziehung zu Sport

  • USA: War oft bei Football, Volleyball, Basketball, Tennis, Baseball
  • USA: Patriotismus durch T-Shirts, ...
  • USA: Tailgating in kleinem Stil
  • USA: Gemeinschaftsereignis: Unisport, man unterstützt eigene Uni
  • GER: Entspannung, Freizeit 1-2 mal die Woche
  • USA: Unisport, kein Freizeitsport
  • USA: Public Viewing nur bei Superbowl und große Collegespiele (Division 1)


Probandin 4 (amerikanisch, E.)[Bearbeiten]

transkribiertes Interview[Bearbeiten]

Interviewer: So, to what extent did you have to change your behavior in varying conversational situations—with colleagues, friends, supervisors, stranges, etc.—based on cultural differences? Are there new conversation rules that you learned, or rather, rules that mean something in your homeland but don’t apply abroad?

E.: Um, well in regards to colleagues, I would say I’ve definitely had to change my behavior with speech because you wanna’ sound more professional of course, especially at Hello Bistro with my boss, I’m not going to talk about things that I would talk about with my friends, I want to sound a little more important to him. But culturally, I’d say that in Germany you have to stick to what the cultural norms are. So in America, when I’m hanging out with my friends I’m really loud, I just act like how I am normally. But in Germany, you have to see how they act, and how sometimes they’re more reserved; not all the time, but I had to tone it back just a little so that I’m not standing out too much.

Interviewer: Anything with greetings, or maybe when you’re leaving and you want to say bye?

E.: Oh, yeah, well when I was in Germany, I had a lot of friends from Italy, and they would go straight to kissing you on the cheek and so on as soon as I saw them, even though that was the first time we met. But I would never do that in America. In Germany when I said bye, well, usually in America I would just say “see ya,’” but I don’t know, in Germany I think it’s pretty much the same, like “see you later.” But greetings, I usually always shake hands in Germany, but in America I kind of just say “hey.” I’m a little courtlier in Germany.

Interviewer: So you would say that there’s more body contact in Germany; less distance when you say hi?

E.: Uh, yeah, but I also think… See, in America people hug a lot too. I don’t know about distance, I would say Americans might be closer, but because I was trying to portray myself as well-spoken and polite, I would shake their hands. But I don’t know.

Interviewer: Okay, what about things like body language, gestures?

E.: In regards to greeting or just talking?

Interviewer: Just talking in general.

E.: Well, I think that’s a little different to answer, because if I’m talking to Germans in German, I’ll use a lot more hand gestures to try and get what I’m saying across, but in America I really don’t need to because I’m speaking English and people know what I’m saying. So that’s kind of a difficult question, because I think it’s more personal for me just to use huge gestures.

Interviewer: Question two then, how did social gatherings change in respect to behavior during free time with your friends? Specifically during your stay abroad.

E.: When I was in Augsburg, anytime I was with people, and usually it wasn’t just Germans but people from all over the place, I was a little bit more reserved and I wouldn’t drink as much unless I really knew the people because sometimes have this view that Americans are really crazy and drink so much, so I didn’t want them to think that, so I would kind of play it down a lot. Playing games, I wasn’t as… Just in general, I wasn’t as loud. But then, when you kind of break down those barriers and start being friends, and I’m like “all right, here I am!” you know, I am super loud. But in America, I don’t tone anything down, I’m how I am.

Interviewer: How would you describe your feelings overall in terms of social conduct in a foreign country on a scale of 1-5, 5 being positive?

E.: Yeah, I would say 4.

Interviewer: Okay, environmental awareness. Did your attitude towards Environmental Awareness change (in relation to trash/packaging, organic products, GMOs, [public] transit)? If yes, please describe the differences!

E.: Yes; when I was in Germany, I separated my trash and I do a little bit here in America, but not to the extent that I did in Germany because they have four trash bags. So I was definitely more aware, because the Hausmeister called me out on it the first week and said “I see you’re not separating your trash, can you separate it?” and I was like “AHHHH okay!” Yeah, so I started doing that; it didn’t really stick with me here in America, but I became more aware of it. In regards to organic products, no, I was pretty much already aware of that in America. It wasn’t extremely affordable in either country to buy organic. In regards to public transportation, not much more aware, but I became more used to it, because I had to use public transportation a lot more because I wasn’t relying on friends to drive me places, I had to use the bus, the tram, the train, so I knew how the system worked a little bit more. And I knew that it could be reliable, because we live in Pittsburgh and we know that it’s not, but in Germany it pretty much is.

Interviewer: So same scale, overall feelings in terms of environmental awareness?

E.: I’m going to give it a 4 again.

Interviewer:Okay, relationship to food. How did your shopping, cooking, and eating behaviors change or develop abroad?

gekürztes Interview[Bearbeiten]

Sozialverhalten:

  • GER: Sprechverhalten geändert, man wollte professioneller klingen
  • z.B. mit dem Chef: man spricht nicht über Dinge, über die man mit Freunden reden würde
  • GER: man muss sich sehr an Normen anpassen
  • USA: man konnte sein, wie man wirklich ist (z.B. laut sein, wenn man mit Freunden etwas macht); in GER musste man sich eher zurückhalten
  • GER: Freunde aus Italien wollten einen gleich auf die Wange küssen; in den USA macht man das niemals
  • GER: etwas vornehmer (Händeschütteln)
  • USA: viel Umarmen
  • GER: sie hat mehr gestikuliert (um zu verdeutlichen, was sie will)
  • GER: sie war etwas zurückhaltend, bis sie die Menschen besser kannte, wollte nicht negativ auffallen; aber dann war sie ganz sie selbst

Umweltverhalten:

  • GER: Müll getrennt (weil Hausmeister sie ermahnt hat),
  • in den USA zwar auch ein bisschen, aber nicht so viel
  • GER: hat öfter öffentliche Verkehrsmittel benutzt

Essverhalten:

  • GER: keine Plastiktüten verwendet
  • GER: nicht viel gekauft, da man alles nach Hause tragen musste (mach sie jetzt in den USA auch)
  • GER: viel außerhalb gegessen, da sie Neues ausprobieren wollte, aber auch viel gekocht, um Geld zu sparen
  • GER: ist “kreativer” geworden, da sie nicht viele Geräte hatte
  • USA: hat noch nie viel Fast Food gegessen, in GER hat sich nichts geändert
  • GER: geändert: Pizza mit Messer und Gabel essen (höflicher)

Studienverhalten:

  • GER: negativ: in einem Kurs haben Studenten geredet und der Prof hat sie nicht ermahnt --> nicht viel Respekt vor dem Prof
  • USA: viel mehr Nähe zu den Profs
  • USA: z.B: Fakultätsberaterin in Facebook geaddet, anrufen - eher Freunde als “übergeordnete Profs”
  • GER: Profs sind keine Freunde - mehr Abstand
  • sie zieht das System in USA vor, da es nicht so kompliziert ist
  • GER: ist herumgerannt und hat z.B. Räume gesucht
  • GER: stukturierter, komplizierter
  • GER: Vorlesungen: komplett “lehrergestuert”, selber Notizen machen
  • USA: besser- viel kritisches Nachdenken, miteinander reden, mehr Hausaufgaben
  • GER: man hat in kürzerer Zeit den Master; in den USA kann man mit Bachelor aber viel machen - eher skeptisch
  • GER: anstrengend - 90 Minuten zuzuhören, ohne selbst etwas zu tun

Beziehung zu Sport:

  • USA: nimmt Tanzen sehr ernst, aber schaut sich keine Spiele an daheim (Fußball,…)
  • GER: ist schnell großer Fan geworden, da man “mitgerissen” wurde - Public Viewing mit Freunden
  • GER: die Kultur ist so spannend, da muss man Sport einfach lieben
  • USA: man bleibt eher drinnen und spielt Videospiele
  • GER: man wird oft gefragt, ob man draußen Volleyball spielen will,…
  • Deutsche sind aktiver


Proband 5 (amerikanisch, D.)[Bearbeiten]

transkribiertes Interview[Bearbeiten]

Interviewer: Okay, so, question one: to what extent did you have to change your behavior in varying conversational situations—with colleagues, friends, supervisors, strangers, etc.—based on cultural differences? Are there new (conversation) rules that you learned, or rather, rules that mean something in your homeland, but don’t apply abroad?

D.: Pfft, I don’t know if I actually changed anything, pretty much just talked normally.

Interviewer: So like, with greetings, or saying goodbye to someone? Maybe distance whenever you’re talking to people?

D.: I mean, when I first met them I kinda’ kept a space between us; you know, in English, we don’t have the formal, like “Sie” or “du,” so you’d use the formal one until you got to know them better and they told you to use the “du” form. Other than that, I’m pretty sure I just kept it casual.

Interviewer: Anything with body language maybe? Gestures?

D.: I mean, I didn’t go around flipping everyone off [Stinkefinger zeigen], going, “hey, how are you?”

Interviewer: All right, number two: how did social gatherings change, in respect to behavior during free time with friends?

D.: Um, free time, social gatherings… We drank a lot more beer. Um, we introduced drinking games and stuff like that. Uh, we did a lot of barbecuing, something I’m not used to doing in the US. I mean usually, one of my friends, we meet up, we go to a movie or play board games, but we don’t usually go to a park and sit down and play volleyball or soccer and actually barbecue stuff.

Interviewer: Would you say you talked to your friends in Germany differently compared to the way you talked to your friends in the US maybe?

D.: No, I don’t think so. I mean, if anything I toned it down, because the friends I have in the US I’ve known my entire life, so there’s that comfort level. So I probably toned it down a bit, kept it casual.

Interviewer: How would you describe your feelings overall in terms of social conduct in a foreign country?

D.: Mmm, feelings overall, pretty positive. Let’s say 4.

Interviewer: Okay, moving on, environmental awareness: did your attitude towards Environmental Awareness change (in relation to trash/packaging, organic products, GMOs, [public] transit)? If yes, please describe the differences!

D.: In Germany, the separate everything. I attempted to do it once and it was just so much work going on, like, “is this Bio-Müll, is this not; what color do I put this in?” so that was really different. I kinda’ just gave up on it, put it all in one bag, and threw it all away like that in the end.

Interviewer: What about public transit?

D.: It was largely cleaner than I’ve seen in the Pittsburgh area. The buses are clean in Pittsburgh, but the ones in Germany were immaculate when I rode on them, so they’re definitely cleaner. And I think most of them run on green, solar energy and stuff like that; we don’t do that, so…

Interviewer: Would you say that more people ride the bus in Germany?

D.: I don’t know if more people ride the bus, I know a lot of people ride BIKES more, though. Trams, like street trams, they rode those more, but we don’t have those in the US, so…

Interviewer: Okay, how would you describe your feelings overall in terms of environmental awareness in a foreign country?

D.: I was really positive about that, I’d probably give it a 5. I mean, even though I didn’t follow it, it was a good idea.

Interviewer: Okay, moving on, this one’s about relationship to food and eating, so: how did your shopping, cooking, and eating behaviors change/develop abroad?

D.: Shopping really didn’t change that much, I pretty much just bought the same things I bought in the States: the fresh vegetables, the pastas, the breads and all that stuff. Probably leaned more towards the fresher-type bread, because it’s baked daily there. Cooking was pretty much the same, um, eating behaviors… I looked at menus, I tried things and said “I have no idea what this means, so I’ll try it and see if I like it.” So there’s that.

Interviewer: Would you say you went grocery shopping more or less often than you do in the US?

D.: Oh I did it more often, I bought on like a weekly basis. In the US I would say I bought monthly. Yeah, Marktkauf was what, 20 minutes away by foot?

Interviewer: Mmk, did you learn any new rules or rituals when it comes to behavior while eating (in a restaurant, at home, with friends, etc.)?

D.: Actually, yeah, in one of my classes, the teacher taught us—well, he said that in Germany, they don’t really care if elbows are on the table or your hands are visible, because they don’t like it when they’re under the table, because they feel uncomfortable because they don’t know what you’re doing with your hands, so I took that one to heart and remember. But other than that, I mean, the drinking beer and “prost”-ing and all that, that was new.

Interviewer: Okay, 1-5 in relationship to food?

D.: Put me down for a four; it was a foreign language, even though I’m pretty comfortable with it, so even when you bought the food stuff, especially when it tells you how to cook and gives you the directions in German, that’s a whole new adventure.

Interviewer: Did you ever wind up buying anything and expecting something else, then feeling dissatisfied with what you got?

D.: No, nothing like that, I knew all that stuff. It was just when I was learning how to, like, “cook in butter for five minutes, then stir it,” like, those vocabulary words eluded me. I remember a friend telling me about when she was over in Germany the year before I went, she said she would bake muffins and stuff like that in the oven in the Mittelbau, which was largely surprising to the Germans, like, “you made this? You didn’t buy this? Who does that?”

Interviewer: Cool. This next one’s fun, course of study: where did you find the most differences/changes from your homeland during your course of study? Relevant here: choosing subjects, combining them, relationship to professors and other students, organization, setting of the University/Campus, etc.

D.: Choosing the subjects was pretty cut-and-dry from the get-go, talking with our departmental advisor. You know, “you need this, take this,” and so on. Relationship to professors, I felt like with at least one of my professor’s I could approach him, talk and hold a conversation, kind of? The other one, she was ice cold. I didn’t even want to email her. She never emailed back, every time we asked her she said “oh I never got your email.” We always had to talk to a secretary instead, never got to talk to her one-on-one, it was always through her secretary, and basing that on my relationship to professors at Pitt, I mean, I knew them on a first-name basis. I emailed them and they always got back to me right away. So I think there’s a more formal structure with the German ones than in America. That formal structure might dissolve with time, but it definitely was there.

Interviewer: And that distance definitely made it more difficult?

D.: Yeah, it was just like, “well, I have this question—what do you mean, she’s on vacation and the secretary’s only there until 16:00?! What do you mean we have to hand this in but the secretary’s not there?” Other students, they were very welcoming to us, I mean, they talked to us—I mean they didn’t talk to us straight up, but if we had questions, they’d answer us and they were very polite. What else…

Interviewer: Organization?

D.: Oh my God, I’ve never seen anything so organized, all the papers and all the hoops you had to jump through… Not even with the university, but with the city. And all the “if you’re staying an extra day, well you have to go here re-apply, and pay 10 Euros, and then you can leave the country”—very organized.

Interviewer: Would you say it was more of a positive or a negative that it was so regimented?

D.: On organization, I would say neutral. I wouldn’t say largely negative, more neutral, because it was a hassle, especially if you aren’t used to that.

Interviewer: Okay. So overall, in terms of course of study and anything related to the University?

D.: Probably a 4, largely positive.

Interviewer: Despite the mountain of paperwork?

D.: Yeah, once you got through the paperwork it was relatively positive.

Interviewer: Cool, last topic. What’s your relationship to sports in your homeland? Not just watching, but also playing?

D.: I mean, play sports all the time; I don’t play like football, basketball, baseball that often, but I do like volleyball and soccer.

Interviewer: Do you watch or follow anything?

D.: American football, and I’m following Germany in the World Cup and I follow Germany in the European League. Public Viewings were pretty much something I’d never heard of until I went to Germany. Tailgating obviously I’m very familiar with especially at college football games, but I don’t actually go to professional games for football.

Interviewer: And how did you experience the relationship to sport abroad? Public Viewing, Tailgating, what about your own personal sport activity abroad?

D.: Oh yeah, we played volleyball and we kicked a soccer ball around a couple times. We would play against House A at my dormitory.

Interviewer: So overall feelings?

D.: I’d give sport a 5, it was fine.

Interviewer: Anything else you want to say?

D.: Actually, yeah: it wasn’t that much of a culture shock going to Germany, I feel like Pitt prepared us for that, but it was such an easy culture to conform to that I actually had a lot of homesickness when I came back from Germany. The first couple months, back in the US, I missed Germany, I missed the way things were done in Germany, so I think I had more of a culture shock coming back to the US.

Interviewer: Right, re-entry shock.

D.: Right, I felt like, well, “what do you mean I can’t take this beer out in the street?”

Interviewer: Haha, well, I guess that about wraps it up!

gekürztes Interview[Bearbeiten]

Sozialverhalten:

  • GER: es hat sich nicht viel verändert
  • GER: beim ersten Treffen etwas Abstand gelassen (im Englischen kein formales “Sie” - man benutzt im Deutschen “Sie”, bis man das “du” angeboten bekommt)
  • GER: viel mehr Bier getrunken (+ Trinkspiele)
  • GER: viel BBQ (nicht gewohnt --> in den USA: Treffen mit Freunden im Kino oder Brettspiele --> in GER: in den Park setzen, Volleyball/Fußball spielen, BBQ)
  • GER: etwas formaler mit Freunden umgegangen, als in USA, da man sie nicht so gut kennt

Umweltbewusstsein

  • GER: ALLES wird getrennt; hat es einmal versucht und es dann aufgegeben (sehr ungewohnt)
  • GER: öfffentliche Verkehrsmittel sehr sauber!
  • GER: viele Fahrradfahrer
  • GER: sehr positiv, auch wenn er sich nicht daran gehalten hat, es war eine gute Idee

Essverhalten

  • GER: so ziemlich die selben Sachen gekauft, wie in den USA
  • GER: eher frisches Brot gekauft (weil es täglich gebacken wurde)
  • GER: kochen hat sich nicht verändert
  • GER: hat Sachen im Restaurant einfach probiert, die er nicht kannte
  • GER: viel öfter einkaufen gegangen (wöchentlich, in den USA monatlich)
  • GER: Lehrer erzählte: in GER fühlt man sich unwohl, wenn die Hände unter dem Tisch sind, da man nicht weiß, was man mit den Händen macht
  • GER: neu --> Biertrinken, zuprosten
  • GER: auf dem Essen steht, wie man es zubereiten kann (positiv)

Studienverhalten

  • GER: konnte sich nur einem Prof “annähern”
  • GER: die andere war “eiskalt” und war nie erreichbar
  • USA: viel engeres Verhältnis (+ sofort Antwort auf E-Mail)
  • GER: formaler --> war schwieriger
  • GER: Studenten waren sehr nett und haben geholfen
  • GER: sehr organisiert! Nicht nur die Uni, sondern die ganze Stadt
  • GER: sehr aufwändig, wenn man es nicht so gewohnt war

Beziehung zu Sport

  • GER: macht die ganze Zeit Sport (Volleyball, Fußball)
  • USA: zuschauen- American football
  • GER: WM und EM
  • public viewing davor noch nie gehört
  • tailgating kennt er von College Fußsballspielen, aber er geht nicht zu professionellen Spielen zum Zuschauen
  • GER: viel Volleyball und Fußball gespielt

Proband 6 (amerikanisch, Mi.)[Bearbeiten]

transkribiertes Interview[Bearbeiten]

Interviewer: SO. Question 1: To what extent did you have to change your behavior in varying conversational situations (with colleagues, friends, supervisors, strangers, etc.) based on cultural differences?

Mi.: Not really at all, though I had to get used to the cheek kiss thing as a greeting.

Interviewer: Haha, okay. So were there new (conversational) rules that you learned, or rather, rules that mean something in your homeland, but don’t apply abroad? More stuff LIKE the cheek kiss, maybe?

Mi.: Hmmm... not really. I think Western Europe is pretty similar to the US in that sense.

Interviewer: Mmk. Moving on: how did social gatherings change, in respect to behavior during free time with friends?

Mi.: Well, Europeans go out so much later. We made plans to go out with friends one night and they said they would text us when and where they wanted to meet. We didn't hear from them until 11 (23.00) and didn't actually meet up until about midnight.

Interviewer: Right, right, I remember you telling me that. Mmk, so on the following scale, how would you describe your overall feelings in terms of social conduct abroad? 1) Positive 2) Largely positive 3) Neutral 4) Largely negative 5) Negative

Mi.: Neutral; it was kinda’ awkward to be social abroad just due to different languages, backgrounds of people... where they came from... but I'm just a shy person so it's normally like that for me anyway.

Interviewer: Mmk. All right, next topic is Environmental Awareness: did your attitude towards Environmental Awareness change (in relation to trash/packaging, organic products, GMOs, [public] transit)? If yes, please describe the differences!

Mi.: Yes. Pfand is awesome. I guess I was always aware of this stuff, I just liked that Europe was more environmentally friendly than the USA.

Interviewer: A'ight, cool. So how would you describe your overall feelings in terms of environmental awareness, using the same 1-5 scale as above?

Mi.: 2. Although Europe doesn't have very much of a natural environment left... so that's a bit unfortunate. I have beer bottles lying all over my apartment because I just don’t want to throw them out... Like they are glass bottles... I wanna’ take them back to the store or put them next to a trash can for the homeless... but I can't do that... this town doesn't have recycling.

Interviewer: Hm, would you say that the US has more of a natural environment to offer than Germany?

Mi.: Yes, I would say the US has more natural environment... from what I've seen. From where I live I can drive 20 minutes in any direction and be in the middle of the wilderness, maybe even 10 minutes.

Interviewer: All right, cool. Moving on again: relationship to eating/cooking/shopping/etc. How did your shopping, cooking, and eating behaviors change/develop abroad?

Mi.: Well I had to learn not to need things on Sundays. Haha [a German friend of mine’s parents] were telling us about their trip to the US... They took very few Fotos back in the day but one picture they did get was shopping on Sunday... As far as eating, eating behavior is much stricter it seemed. More rules at the table. And serving sizes are bigger.

Interviewer: With your host family only, or also with your friends?

Mi.: Host family. Also, anyone who says serving sizes are smaller in Europe has never been to Germany.

Interviewer: Hahaha, well then! Going back to the strictness I guess, did you learn any new rules or rituals when it came to behavior while eating (restaurant, home, friends, etc.)? Like how so was it stricter?

Mi.: Well, my host family had a regular fork, a noodle fork, and a dessert fork. Along with regular spoon and dessert spoon. Also they didn't like how loudly I ate. Also they were quite racist... said they didn't like hosting Asians because of their eating habits.

Interviewer: Ha, I wonder if I should redact that from the interview or not... ANYWAY! As usual, scale of 1-5, how would you describe your feelings overall in terms of social conduct in a foreign country?

Mi.: Neutral (3)

Interviewer: Cool. Next: Course of Study. Where did you find the most differences/changes from your homeland during your course of study? Relevant here: choosing subjects, combining them, relationship to professors and other students, organization, setting of the University/Campus, etc.

Mi.: Well I couldn't afford more than a simple Sprachschule; we essentially just sat around and spoke German, so I can't really compare to how I study in the US, because I didn't attend a university in Germany.

Interviewer: Hm, okay. Well, what CAN you say about the Sprachschule? Maybe something about the relationship to your teachers/other students?

Mi.: Relationship to teachers was very close... we talked about personal things with them... Really open.

Interviewer: You say Sie or Du usually?

Mi.: Du. I was just gonna’ add that; wir haben uns gedutzt.

Interviewer: That's always so interesting to me, haha.

Mi.: Although the last two weeks there we switched instructors and sie hat uns gesiezt. Die Studenten haben immer noch geduzt. In fact, we had one student who was very used to siezen his instructors and both instructors were very uncomfortable about that and called him out on it multiple times.

Interviewer: Wow. All right. So, 1-5 in terms of course of study?

Mi.: 1 (Positive)

Interviewer: Okay, last topic. Relationship to sports. What’s your relationship to sports like in your homeland? And how did you experience this relationship to sport abroad? (Public Viewing, Tailgating, collective experience, personal sport activity)

Mi.: I despise sports in the US, but Public Viewing was awesome, außer der Zerstörung auf den Straßen nachdem DE verliert hat. But other than Public Viewing in Berlin, I didn't really care.

Interviewer: All right, and 1-5? Positive-negative?

Mi.: I’m gonna’ say neutral, because I don't pay attention to sport no matter where I am.

Interviewer: Good by me. All right, as far as I'm concerned, that's all my questions! Any last comments or things you wanna' touch on?

Mi.: Ähmm. Ich möchte einen Döner. That is all.

Interviewer: Typisch!

gekürtztes Interview[Bearbeiten]

Sozialverhalten:

  • GER: musste sich an das “Begrüßungsküsschen” gewöhnen
  • Westeuropa scheint ähnliche Regeln zu haben, wie USA
  • Europäer gehen später aus (ca. Mitternacht)
  • GER: wurde etwas “ausgegrenzt” wegen der Sprache, Herkunft,…aber er ist allgemein schüchtern, deswegen ist das relativ normal

Umweltbewusstsein:

  • GER: findet Pfand toll, hat auch darauf geachtet
  • fand es allgemein gut, dass Europa so umweltfreundlich ist
  • USA: hat jetzt viele leere Flaschen in den USA und weiss nicht, was er damit machen soll, weil es kein Recyceln in seiner Stadt gibt
  • in Europa gibt es weniger Land, das von Menschen total unangetast ist
  • obwohl Europa im Großen und Ganzen umweltfreundlicher als die USA ist,haben sie weniger Land, das nicht als Park oder (Tier)Garten usw. gebraucht wurde
  • USA: Yellowstone National Park in den USA

Essverhalten:

  • GER: er musste sich daran gewöhnen, dass man sonntags nicht einkaufen kann
  • GER: Essverhalten ist strenger, es gibt mehr Regeln am Tisch
  • GER: Portionen sind größer
  • GER: Regeln: Gastfamilie hatte spezielle Gabeln und Löffel (z.B.:normale/Nudel/Dessertgabel,…); mochten nicht, dass er so laut gegessen hat; waren ziemlich rassistisch: wollten keine asiatischen Gaststudenten aufgrund der Essgewohnheit

Studienverhalten:

  • GER: konnte sich nur eine Sprachschule leisten
  • kann nicht wirklich vergleichen, da er keine Uni in GER besucht hat
  • GER: Sprachschule: sehr offen, nahes Verhältnis zum Lehrer, hat über persönliche Dinge gesprochen
  • GER: haben sich geduzt (aber: 2 Wochen Lehrerwechsel: Lehrer hat sie gesiezt,Studenten haben neuen Lehrer aber geduzt)

Beziehung zu Sport:

  • hasst Sport in USA
  • GER: aber Public Viewing war super

Fazit: Stellungnahme zur Hypothese[Bearbeiten]

Zusammenfassende Tabelle der Ergebnisse[Bearbeiten]

Sozialverhalten Umweltbewusstsein Essverhalten Studienverhalten Beziehung zu Sport
dt. Probandin (1) größtenteils positiv größtenteils negativ neutral größtenteils positiv größtenteils positiv
dt. Probandin (2) positiv größtenteils negativ positiv positiv positiv
dt. Probandin (3) positiv größtenteils negativ neutral positiv positiv
amerikan. Probandin (4) größtenteils positiv größtenteils positiv positiv neutral positiv
amerikan. Proband (5) größtenteils positiv postitiv größtenteils positiv größtenteils positiv positiv
amerikan. Proband (6) neutral größtenteils positiv neutral positiv neutral

Auswertung unserer Interviews[Bearbeiten]

Sozialverhalten[Bearbeiten]

Unsere Probanden wurden in den Interviews zuerst bezüglich des Sozialverhaltens im Ausland befragt. Schon hier lässt sich feststellen, dass die Interviewten einige Unterschiede im Umgang mit anderen Personen im Ausland und im Heimatland erfahren haben.

Man kann bereits bei der Begrüßung feststellen, dass diese in Amerika offener und freundlicher wahrgenommen wird. Die deutschen Probanden bezeichneten Amerikaner oft als „hugger“, da eine Umarmung bei der Begrüßung üblich ist. Generell wurde die an alle adressierte Begrüßungsfloskel „how are you“ als oberflächlich und unbedeutend empfunden. In diesem Zusammenhang nannten einige amerikanische Probanden den Begriff „handshaker“, da beobachtet wurde, dass die Deutschen statt der in Amerika üblichen Umarmung eher auf das vornehme Händeschütteln zurückgreifen. Zudem kommt, dass die Probanden das Gefühl äußerten, dass die Deutschen eher ehrliches Interesse am Gemütszustand des anderen zeigten und sich dementsprechend auch nur mit wenigen wichtigen Personen auf konkrete (dann aber auch ernst gemeinte) Gesprächssituationen einließen. Im Zusammenhang hierzu wurde von den amerikanischen Probanden mehr Distanz in Deutschland zwischen Kommunikationspartnern wahrgenommen. Diese deutsche Distanz wird durch das Siezen unterstrichen, wohingegen eine lockere Atmosphäre durch das „you“ in den USA geschaffen wird. In Deutschland muss nach Aussagen der Probanden erst das „du“ angeboten werden, um ein lockeres Gesprächsklima zu schaffen.

Alle Probanden berichteten von Unsicherheit und Zurückhaltung, schwierige Themen zu Beginn ihres Auslandsaufenthalts anzusprechen. Erst nach einiger Zeit trauten sie sich, Themen wie Politik oder Religion anzusprechen und mit ihrem Gegenüber zu diskutierten. Aktivitäten außerhalb des Hauses sind nach Aussagen der amerikanischen Probanden eher in Deutschland üblich. Man trifft sich dort oft zum Grillen oder zu sportlichen Aktivitäten im Grünen, wohingegen die Amerikaner bevorzugen, sich im häuslichen Anwesen zu beschäftigen und zu treffen.

Des Weiteren wurde von deutschen Probanden festgestellt, dass die Amerikaner weniger Zeit für Freunde investieren und der Alltag sehr „getimt“ abläuft. In Deutschland dagegen ist es wichtig, sich Zeit für seine Freunde zu nehmen. Dieses Beisammensein mit Freunden ist offensichtlich sehr wichtig und wird in Deutschland weit mehr geschätzt und auch ausgelebt, als in den USA. Dabei war es aber auffällig, dass eine deutsche Probandin das Gefühl hatte, ihre Freunde in Amerika öfter und länger gesehen zu haben, was mit der Aussage einer anderen deutschen Probandin explizit in Konflikt steht.

Rückschließend und bezogen auf die unten aufgeführte zusammenfassende Auswertung mittels der Likert Skala lässt sich feststellen, dass keiner der von uns befragten Probanden einschneidende, negative Erfahrungen im Ausland bezogen auf die soziale Kommunikation gemacht hat. Zwar wurden einige Unterschiede festgestellt, jedoch waren diese nicht so schwerwiegend, dass die Probanden diese als störend oder einschränkend während einer sozialen Kommunikationssituation wahrgenommen hätten. Vielmehr konnten sich unsere Probanden, nach deren Aussagen, im jeweiligen Ausland mit den dortigen sozialen Gepflogenheiten gut arrangieren und somit den Alltag dort gut bestreiten. Sowohl die deutschen als auch die amerikanischen Probanden haben im Nachhinein das Sozialverhalten im jeweiligen Ausland zusammenfassend als (größtenteils) positiv wahrgenommen und keine Nachteile durch die bestehenden Unterschiede empfunden.

Sozialverhalten
dt. Probandin (1) größtenteils positiv
dt. Probandin (2) positiv
dt. Probandin (3) positiv
amerikan. Probandin (4) größtenteils positiv
amerikan. Proband (5) größtenteils positiv
amerikan. Proband (6) neutral

Umweltbewusstsein[Bearbeiten]

Alle Befragten empfanden, dass Mülltrennung in den USA nicht als selbstverständlich gesehen wird. Im Gegensatz dazu, fühlten sich die amerikanischen Studenten zum Teil verpflichtet, den Müll in Deutschland zu trennen. Für einen Probanden war es eine so große Umstellung Altglas, Papier, Biomüll und Restmüll zu sortieren, dass er nicht bereit war, diese Umgewöhnung fortzusetzen. Der amerikanische Student M. war jedoch so begeistert von dem Pfandsystem, dass er auch nach seinem Auslandsaufenthalt weiter Pfandflaschen sammelte, diese aber in seiner Heimatstadt nicht recyceln konnte. Die deutschen Befragten waren bestürzt darüber, dass es kein Recycelsystem in den USA gab und wünschten sich einen Fortschritt im Umweltbewusstsein.

Die amerikanischen Studenten begannen die deutschen, öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen und freuten sich über deren Sauberkeit, die sie in amerikanischen Bussen vermissten. Diejenigen, die sich keine Busfahrkarte leisten konnten, gingen zu Fuß. Die deutsche Befragte S. empfand das amerikanische Verkehrssystem als Zumutung, da ärmere Menschen sich kein Auto leisten können und auf Busse angewiesen sind, diese aber zum Teil sehr unzuverlässig fahren und man mit großen Verspätungen und Ausfällen rechnen muss. Sie behielt ihre Angewohnheit, mit dem Fahrrad zur Uni zu fahren, auch während ihres Auslandsaufenthaltes bei. In den USA fehlten den deutschen Probanden die Busse, Trambahnen und U-/S-Bahnen und das Fahrrad als Transportmittel. Durch das Fehlen dieses Verkehrsnetzes, lernten die Teilnehmer die öffentlichen Verkehrsmittel in ihrem Heimatland mehr zu schätzen. Allgemein gibt es eine schlechte Infrastruktur in den USA, weswegen jeder Student mit dem Auto oder zu Fuß zur Uni gelangt. Meistens sind diese Autos sehr alt und besonders umweltbelastend. Im Gegenzug dazu, fielen den amerikanischen Befragten die vielen Fahrräder in Deutschland auf.

Der amerikanische Student M. war begeistert von dem Umweltbewusstsein in Europa, ihm fehlte jedoch die unberührte Natur, die es großflächig in den USA gibt. Er sagte, es gäbe kaum (National-)parks oder Tiergarten, was auch an der Größe der Länder liegt.

Allgemein ist zusammenzufassen, dass alle amerikanischen Studenten von dem in Deutschland vorherrschenden Umweltbewusstsein begeistert waren und dabei das Fehlen dieses Bewusstseins im eigenen Land kritisch zu hinterfragen begannen. Auch die deutschen Probanden haben die Missstände in Sachen Umwelt in Amerika angesprochen und im Zuge dessen das deutsche Umwelt- und Recycle System mehr wertzuschätzen gelernt. Im Zusammenhang mit der Infrastruktur ist auffällig, dass sich die Meinungen der Studenten größtenteils überschneiden und auch hier das deutsche System allgemein besser abschnitt als das amerikanische. Grundsätzlich lassen sich in dieser Kategorie vergleichsweise viele und auch gravierende Unterschiede feststellen, welcher in gewisser Weise das Denken und Handeln unserer Probanden beeinflusste und teilweise auch veränderte.

Umweltbewusstsein
dt. Probandin (1) größtenteils negativ
dt. Probandin (2) größtenteils negativ
dt. Probandin (3) größtenteils negativ
amerikan. Probandin (4) größtenteils positiv
amerikan. Proband (5) postitiv
amerikan. Proband (6) größtenteils positiv

Essverhalten[Bearbeiten]

Des Weiteren wurden die Probanden zum Thema Essverhalten in den Vereinigten Staaten und Deutschland befragt.

Fast alle der deutschen und amerikanischen Probanden berichteten davon, in den USA häufiger auswärts gegessen zu haben und dadurch weniger selbst gekocht zu haben. Es gab zudem oft „Fast Food“-Gerichte und Tiefkühlkost. Die genannten Gründe hierfür liegen einerseits daran, dass es schlichtweg einfach und bequemer ist, aber auch daran, dass es in Amerika ein breites Spektrum an verschiedenen Restaurants gibt, wodurch man sehr viel Auswahl hat und viele Arten von Küchen und Gerichten probieren kann. Eine Probandin sticht heraus, welche erzählt, sie habe mehr gekocht, um Geld zu sparen. Andere hingegen haben ihr Kochverhalten nicht verändert, wie beispielsweise Proband D.

Bei dem Einkaufsverhalten in Deutschland und in den Vereinigten Staaten zeigt sich, dass alle Probanden die Lebensmittel in Supermärkten in Deutschland generell billiger fanden, jedoch in den USA ein größeres Sortiment vorfanden. Ein amerikanischer Proband kaufte in Deutschland dieselben Produkte wie in den USA und änderte seine Essgewohnheiten kaum. In Deutschland kaufte er zusätzlich frisch gebackenes Brot und trank regelmäßig Bier. Ebenso ging er wöchentlich einkaufen, statt monatlich. Zudem wurde erwähnt, dass es durch die große Auswahl an Restaurantketten in den USA leichter ist, sich als Vegetarier zu ernähren. Außerdem berichteten zwei deutsche Probandinnen, dass sie sich in den Vereinigten Staaten bewusster ernährten und die gesunde Ernährung beibehielten, aus Angst, Gewicht zuzunehmen.

Als letztes wurde das Verhalten am Tisch erwähnt, welches differenziert wahrgenommen wurde. Eine Probandin war schockiert über die Tischmanieren in den USA, während eine andere Probandin die entspannte und gemütliche Atmosphäre nach dem Essen genoss.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die deutschen Probandinnen das Essverhalten als überwiegend neutral bewertet haben und die amerikanischen Probanden und Probandinnen es als weitgehend positiv empfanden. Im Ganzen gesehen gab es keine negative Bewertung.

Essverhalten
dt. Probandin (1) neutral
dt. Probandin (2) positiv
dt. Probandin (3) neutral
amerikan. Probandin (4) positiv
amerikan. Proband (5) größtenteils positiv
amerikan. Proband (6) neutral

Studienverhalten[Bearbeiten]

Auffälligkeiten bei der Kategorie Studienverhalten waren, dass alle Probanden die Beziehung zu den Dozenten in Amerika als persönlicher und freundschaftlicher wahrgenommen haben. Diese Wahrnehmung wird durch Aussagen der amerikanischen Studenten verstärkt, die das Gegenüber deutscher Dozenten als wesentlich distanzierter beschreiben. Auch der amerikanische Studienaufbau unterscheidet sich von dem deutschen System. Im Allgemeinen sind die Kurse in Amerika kleiner, wodurch ein praxisnäheres Arbeiten möglich ist. Dies ist in Deutschland durch eine große Anzahl an Studenten pro Vorlesung häufig nicht durchführbar. Eine amerikanische Studentin bemängelte zudem, dass sie durch die 90 minütigen Vorlesungen, in denen man nur zuhören und mitschreiben kann, ziemlich überfordert war, da sie es gewohnt war auch selbst zu arbeiten. Allgemein sagen zwei amerikanische Probanden, dass das deutsche Universitätssystem sehr strukturiert und organisiert ist, was aber für ausländische Gaststudenten sehr aufwendig und kompliziert zu verstehen ist, da sie dieses System nicht gewohnt sind. Auch der Aufbau des Campus in Amerika wurde von den deutschen Studenten als besser empfunden, da er zu einem besseren Gemeinschaftsgefühl beiträgt. Sie wohnen in den uninahen Wohnheimen und kommen dadurch schneller in Kontakt. Auch dadurch, dass viele gleiche Fächer und somit gleiche Interessen haben, können sich die Studenten viel darüber austauschen, was als sehr positiv empfunden wird. Eine amerikanische Probandin zeigte Skepsis gegenüber dem deutschen Bachelor- / Mastersystem, da der Bachelor in Amerika ausreichend ist für einen Beruf, wohingegen in Deutschland meistens der Master oder Doktor gebraucht wird, um angesehen zu sein und einen guten Job zu bekommen. Als sehr positiv wurde sowohl von einer amerikanischen als auch von einer deutschen Probandin gewertet, dass es in Amerika im Laufe des Semesters viele Hausaufgaben und Leistungskontrollen gibt, wohingegen in Deutschland meist erst gegen Ende des Semesters z.B. eine Klausur geschrieben wird und der Stoff dadurch ziemlich geballt wird. Zusammenfassend zu diesem Bereich ist zu sagen, dass die Befragten überwiegend positive Rückmeldungen äußerten. Außerdem wurde das Studienverhalten der Amerikaner insgesamt besser bewertet, was z.B. durch das engere Verhältnis von Dozent zu Student, durch kleinere Kurse mit praxisnahem Arbeiten und durch ein besseres Gemeinschaftsgefühl auf dem Campus begründet wurde.

Studienverhalten
dt. Probandin (1) größtenteils positiv
dt. Probandin (2) positiv
dt. Probandin (3) positiv
amerikan. Probandin (4) neutral
amerikan. Proband (5) größtenteils positiv
amerikan. Proband (6) positiv

Beziehung zu Sport[Bearbeiten]

Das Wahrnehmen von sportlichen Aktivitäten und die Teilnahme an Sportveranstaltungen hängen jeweils vom Interesse des einzelnen Probanden ab. Zwei von den amerikanischen Probanden berichteten, dass die amerikanische Universität normalerweise durch Sport bzw. die positive oder negative Reputation ihrer Mannschaften repräsentiert wird. Eine deutsche Probandin erzählte von riesigen „Fanshops“, in denen teure Trikots und andere Fanbekleidung verkauft werden. Sie nahm die Fanshops als faszinierend wahr und meinte, dass es in Deutschland keine gäbe.

Ein Basketball-, Baseball- oder Footballspiel wird in den USA als ein gemeinschaftliches Ereignis erlebt. Viele Studenten kommen begeistert zu den Spielen, um die Unimannschaft zu unterstützen. Im Alltagsleben wird Sport in den USA hauptsächlich als Uni- oder Profisport betrieben. Deshalb wird Sport in den USA weniger als Freizeitbeschäftigung gesehen, so wie es in Deutschland meist der Fall ist. Dort wird er auch als Entspannung und Abwechslung vom Büroalltag wahrgenommen.

In Deutschland wird ca. ein bis zwei Mal in der Woche Sport gemacht, im Gegensatz dazu betreibt man in den Vereinigten Staaten meist täglich Sport, wenn man in einer Universitäts- oder Profimannschaft ist. Ansonsten gibt es keine Vereine oder Gruppierungen, die in ihrer Freizeit außerhalb der Universität Sport machen. Dies führt dazu, dass von unseren Probanden die Deutschen als aktiver bezeichnet werden, weil sie häufiger Sport in der Freizeit machen, anstatt ihn ausschließlich im Fernsehen zu verfolgen.

Für die amerikanischen Probanden war das Public Viewing eine neue Erfahrung, die sie alle als sehr gesellig empfanden, obwohl sie zum Teil nicht sportbegeistert waren. Sie trafen sich gerne mit Freunden, um zum Beispiel WM- oder EM-Spiele anzuschauen. Eine Probandin war davon so begeistert, dass sie bald zum großen Fußballfan wurde. Auf der anderen Seite berichtete eine deutsche Probandin, dass sie den Superbowl in den USA gesehen hat, welchen sie aber als „extrem langweilig“ empfand. Auch die großen Collegespiele in American Football an öffentlichen Plätzen haben sie nicht begeistert. Auch wenn eine deutsche Probandin die typischen Sportveranstaltungen in Amerika langweilig fand, besteht unter unseren deutschen Probanden die allgemeine Meinung, dass das „tailgating“ ein positives und geselliges Erlebnis war.

Natürlich hat die grundsätzliche persönliche Einstellung jedes einzelnen Probanden in dieser Kategorie großen Einfluss auf das Ergebnis. Je nachdem, wie sportbegeistert unsere Probanden waren, wurden die Unterschiede mehr oder weniger intensiv bzw. positiv oder negativ wahrgenommen. Allgemein haben die sechs Probanden aber berichtet, dass sie ihre Beziehung zu Sport während des Austausches als „positiv“ erlebt haben und auch nicht verändern mussten. Bestehende und wahrgenommene Unterschiede führten dabei aber auch nicht zu einem Identitätsverlust der Probanden, da keiner von ihnen ‚ihre Sportart‘ aufgeben musste.


Beziehung zu Sport
dt. Probandin (1) größtenteils positiv
dt. Probandin (2) positiv
dt. Probandin (3) positiv
amerikan. Probandin (4) positiv
amerikan. Proband (5) positiv
amerikan. Proband (6) neutral

Bezug zur Hypothese[Bearbeiten]

Die Probanden haben uns lediglich einen Eindruck geschildert, wie sie konkrete Situationen im Ausland wahrgenommen haben. Man kann aus diesen Eindrücken jedoch kein Fazit über den gesamten Aufenthalt ziehen, da sie nicht von einem Prozess der Veränderung, bezogen auf Einstellungen und Verhaltensweisen, berichtet haben. Dadurch kann man nicht pauschal von einem Kulturschock sprechen, da dieser einen langwierigen Prozess verdeutlicht, in dessen Verlauf sich Sichtweisen und Verhaltensweisen verändern.

Eine Vermutung von uns ist, dass die Probanden versuchen, die Situationen zu verschönern, indem sie hauptsächlich von positiven Erlebnissen und Gefühlen berichten und dabei negative Erfahrungen uns gegenüber nicht erwähnen, also vernachlässigen und möglicherweise auch verdrängen. Eine mögliche Erklärung wäre die Tatsache, dass eine in der Gesellschaft bestehende implizite Erwartung besteht, dass ein Auslandsjahr immer erfolgreich und positiv verlaufen müsse. Dadurch könnten die Einstellungen der Probanden, im Hinblick auf das Auslandsjahr, beeinflusst worden sein.

Eine andere mögliche Erklärung wäre, dass die persönliche Beziehung zwischen Befragtem und Interviewer das Ergebnis der Befragung in eine bestimmte Richtung gelenkt haben könnte: Entweder möchte sich der Proband profilieren oder fühlt sich durch seine Beziehung zum Interviewer hinsichtlich seiner Äußerungen eingeschränkt und spricht dabei nicht so offen, wie er es mit einer anderen Person tun würde. Möglicherweise könnte sich - aufgrund der Globalisierung und des damit verbundenen ausgeprägten Wissens über die fremde Kultur - die Überraschung bei unseren Befragten über kulturspezifische Verhaltensweisen, Traditionen, Einstellungen, etc. in Grenzen halten. Durch diese „Vorahnung“ könnten unsere Probanden die veränderte Situation und Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert wurden, überwiegend positiv empfunden und größtenteils gut bewältigt haben. Interessant und eventuell wirkungsvoller wäre es gewesen, Probanden aus einem Land zu befragen, über dessen Kultur, in der deutschen Gesellschaft, ein nicht so ausgeprägtes Wissen vorhanden ist. Dadurch wären eventuell größere Unterschiede festzustellen gewesen, welche auch mehr negative Erfahrungen mit sich gebracht hätten.

Wie oben bereits erwähnt, hätten wir für das Verifizieren bzw. das Falsifizieren unserer Hypothese, einen Prozess beobachten müssen. Dafür hätten wir zum Beispiel eine Längsschnittstudie anlegen müssen, in der ein Verlauf der Veränderungen, die während eines Auslandsjahres auftreten, dargestellt wird. Mit den daraus resultierenden Ergebnissen hätte man möglicherweise von einem /keinem Kulturschock sprechen können.

Quellenangabe[Bearbeiten]

Kulturschock

Globalisierung