Benutzer:O.tacke/2019/H5P-Saarbruecken

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H5P: (Offene) Lehr- und Lerninhalte einfach und interaktiv erstellen[Bearbeiten]

Diese Sammlung befindet sich in einem Wiki. Dinge in einen Wiki sind selten "abgeschlossen", sondern können und sollen weiter bearbeitet werden. Ihr seid herzlich dazu eingeladen!

OER (mehr als frei lizenzierte Inhalte)[Bearbeiten]

Aber wir starten doch mit Lizenzen ...[Bearbeiten]

Es gab den Wunsch, das Thema OER noch einmal aufzufrischen -- und da für viele der Urheberrechtsaspekt wichtig ist, machen wir doch zum Einstieg, genau, einen "Test" ;-)

zum Quiz springen ...

Was denn noch außer Lizenzen?[Bearbeiten]

Das "Open" in OER steht für eine ganze Menge mehr als bloß für freie Lizenzierung und Material, das man dann kostenlos benutzen kann. Ein paar Aspekte diskutieren wir gestützt durch ein paar Schaubilder.

zu den Schaubildern springen ...

Vieles steckt in den fünf R nach David Wiley. In Deutschland nutzt man auch schon mal alternativ die fünf V:

  1. "Verwahren/Vervielfältigen – das Recht, Kopien des Inhalts anzufertigen, zu besitzen und zu kontrollieren (z.B. Download, Speicherung und Vervielfältigung)
  2. Verwenden – das Recht, den Inhalt in unterschiedlichen Zusammenhängen einzusetzen (z.B. im Klassenraum, in einer Lerngruppe, auf einer Website, in einem Video)
  3. Verarbeiten – das Recht, den Inhalt zu bearbeiten, anzupassen, zu verändern oder umzugestalten (z.B. einen Inhalt in eine andere Sprache zu übersetzen)
  4. Vermischen – das Recht, einen Inhalt im Original oder in einer Bearbeitung mit anderen offenen Inhalten zu verbinden und aus ihnen etwas Neues zu schaffen (z.B. beim Einbauen von Bildern und Musik in ein Video)
  5. Verbreiten – das Recht, Kopien eines Inhalts mit Anderen zu teilen, im Original oder in eigenen Überarbeitungen (z.B. einem Freund eine Kopie zu geben oder online zu veröffentlichen)"

(Text (Übersetzung, Anpassung und vorsichtige Erweiterung) von Jöran Muuß-Merholz für www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER unter Creative Commons Attribution 4.0 license. Das Ausgangsmaterial stammt von David Wiley.)

Am Ende, so die Idee von Einigen, sollte alles gleich in Open Educational Practices münden. Zum Einstieg in der Hochschulwelt eignet sich dafür als Literatur: Mayrberger, K., & Hofhues, S. (2013). Akademische Lehre braucht mehr" Open Educational Practices" für den Umgang mit" Open Educational Resources"-ein Plädoyer. Zeitschrift für Hochschulentwicklung 8(4), 56-68.

Einige Leute machen so etwas schon ...

Kernproblem bleibt für mich: Offenheit ist eine Einstellung.

Vielleicht probieren wir hier Padlet aus: https://padlet.com/otacke/9k51e7l9xyez

Was denn auch noch?[Bearbeiten]

Gehen wir im Workshop vermutlich nicht mehr drauf ein, aber wie findet man eigentlich OER?

Allgemein

Quasi-Spezial-Repositorien

Auswahlkriterien für Werkzeuge[Bearbeiten]

Hier habe ich als Übersicht nur schnell ein Schaubild gebastelt - das muss ich noch überarbeiten.

... zum Schaulbild ...

Darauf sind drei Heuristiken bzw. Kriterienkataloge zu finden.

Und denn benutzen wir gleich ein interaktives Werkzeug namens Padlet :-)

... zum Padlet ...

STARK[Bearbeiten]

  • Souveränität: Behalte ich die Hoheit über meine Inhalte?
  • Teilen: Kann ich Inhalte einfach mit anderen teilen?
  • Anwendbarkeit: Passt das Werkzeug zu mir und meiner Lehr-Lernsituation?
  • Remix: Können andere Personen erstellte Inhalte ändern und weiter bearbeiten?
  • Kollaboration: Kann ich gemeinsam mit anderen an Inhalten arbeiten?

Dieses Reflexionsschema finde ich gut, da es Aspekte enthält, die über das Material hinausgehen. Was ist mit der Hoheit und vielleicht auch dem Datenschutz? Passt der Werkzeug überhaupt zu mir selbst und zu dem, was ich vorhabe? Wird viel zu oft unter den Tisch fallen gelassen. Und geht denn der Remix so einfach? Sehen wir bei ALMS auch was zu ...

Quelle: Nele Hirsch

ALMS[Bearbeiten]

  • Access to editing tools: Brauche ich ein bestimmtes Betriebssystem? Brauche ich eine Software, für die ich eine Lizenz kaufen muss? ...
  • Level of expertise required to revise or remix: Sind die Werkzeuge kompliziert? Brauche ich erst eine Schulung?
  • Meaningfully editable: Kann ich die Inhalte überhaupt sinnvoll ändern? Denkt mal an gescannte PDFs
  • Source-file access: Habe ich Zugriff auf das ursprüngliche Rohmaterial? Bei einer Bildcollage etwa auf die einzelnen Schnipsel? Bei Podcasts separate Tonspuren, ...

Wir sind hier etwas tiefer als bei der STARK-Reflexion. Es geht stärker um die Werkzeuge selbst, nur noch am Rande um die Personen.

Quelle: Hilton, John III, David Wiley, Jared Stein, und Aaron Johnson. 2010. «The four ‘R’s of openness and ALMS analysis: frameworks for open educational resources». Open Learning 25 (1). 37–44.

Freiheiten von Open Software[Bearbeiten]

  • Freiheit, das Programm zu jedem Zweck auszuführen
  • Freiheit, die Funktionsweise der Software zu untersuchen und anzupassen
  • Freiheit, die Software weiterzugeben
  • Freiheit, die Software zu verbessern und verbessert weiterzugeben

Und nun sind wir wirklich ganz tief drin, das sind Freiheiten, die von Richard Stallmann mal als Kriterien für Open-Source-Software postuliert wurden.

Quelle: Richard Stallmann

Werkzeuge[Bearbeiten]

Auch interaktive Inhalte brauchen oft Vorarbeit, darum findet ihr hier für ein paar Medientypen einfach ein paar (offene) Vorschläge zu Werkzeugen, die ihr ausprobieren könnt.

Text[Bearbeiten]

  • LibreOffice LibreOffice ist ein komplettes Office-Paket wie MS Word, kostet allerdings nichts, läuft auch unter MacOS und Linux, und speichert in einem offenen Format, das sogar ein ISO-Standard ist. Open-Source-Software ist es auch noch.
  • GoogleDocs Streitbar, aber dennoch superpraktisch: GoogleDocs.

Grafik[Bearbeiten]

  • GIMP GIMP wird oft als kostenloses und quelloffenes AdobePhotoshop bezeichnet. So weit würde ich zwar nicht gehen, aber das Programm bietet zahlreiche Funktionen, um Bilder/Fotos zu bearbeiten, die selbst semi-professionellen Ansprüchen genügen dürften.
  • InkScape Wer mit Vektorgrafiken zu tun hat oder zu tun haben will (lassen sich stufenlos ohne Qualitätsverluste skalieren), sollte zu InkScape greifen.
  • Blender Mit Blender lassen sich 3D-Szenerien erstellen und berechnen. Ich hätte die Software aber auch unter Video aufführen können, denn es lassen sich damit auch ganze Filme erstellen - seit einiger Zeit sogar im 360°-Format.

Ton[Bearbeiten]

  • Audacity Wer Tondateien bearbeiten möchte, ist bei Audacity richtig. Die Oberfläche wirkt optisch etwas eigenwillig, aber zahlreiche Filter und Optionen machen das Manko wieder wett.
  • Auphonic Ein erstklassiges Werkzeug, um die Qualität von Tondateien zu verbessern. Zwei Stunden pro Monat sind kostenlos.

Video[Bearbeiten]

  • OBS Mit OBS lassen sich eine Webcam und/oder die Bildschirmaufgabe aufzeichnen - natürlich inklusive Tonspuren. Damit lassen sich etwa Screencasts in verschiedenen Spielarten erstellen. Nicht umsonst greifen zahlreiche YouTuber auf OBS zurück.
  • Kdenlive Kdenlive ist eine Videoschnitt- und Effektsoftware, die es nur für Linux gibt, aber dennoch führe ich sie wegen ihrer Vielseitigkeit und gleichzeitig noch guten Bedienbarkeit auf.
  • (Microsoft Windows Live Movie Maker, iMovie) Ein Kompromiss... Wer Windows oder MacOS nutzt, kann auf beide kostenlos zugreifen und damit seine Videos bearbeiten

Interaktives[Bearbeiten]

  • ARSnova Bei ARSnova handelt es sich um ein kostenfreies Audience-Response-System, mit dem man sich Rückmeldungen auch im Hörsaal einholen kann. Um ARSnova zu nutzen, genügt ein Browser. Über die Abstimmungsfunktion hinaus bietet die Software etwa einen permanenten Rückkanal zu den Lehrenden, über den Studierende Fragen stellen können.
  • Bitpaper BitPaper ist ein digitales, kollaboratives Whiteboard inklusive Video-Option und Möglichkeit zum Teilen des Bildschirms.
  • Bitte Feedback Offenes Online-Feedback-Tool für unkomplizierte und anonyme Feedback-Übermittlung.
  • Etherpad Etherpads sind schlanke Webseiten, auf denen man synchron an Textdateien ohnr viel Schnickschnack arbeiten kann -- der Standard für kollaborative Mitschriften bei EduCamps und OERcamps
  • GeoGebra Mit GeoGebra lassen sich geometrische und algebraische Inhalte interaktiv visualisieren, so dass darauf in der Mathematik und der Physik gerne zurückgegriffen wird.
  • Kahoot Frage-Antwort-Spiele mit dem Versuch, diese auf verschiedene Art und Weise unterhaltsam zu gestalten.
  • Mailnudge Digitale Variante der Methode "Brief an mich selbst", mit der sich Lernende etwa nach einer Reflexion an Dinge erinnern lassen können.
  • Padlet Padlets sind quasi große digitale Metaplanwände, auf denen man Text und auch Grafik und andere Elemente je nach Einsatzart anpinnen, verschieben, gruppieren usw. kann.
  • Socrative Socrative ist ein Abstimmungsdienst aus den USA, der optisch viel her macht und diverse Möglichkeiten gibt, die Antworten auszuwerten. Der Dienst ist kostenlos, erfordert es aber, die Fragen aus der Hand zu geben. Sie werden wie auch die Ergebnisse der Umfragen auf Servern in den USA gelagert.
  • Tutory Arbeitsblätter auf Papier sind auch eine Form von Interaktion - und die wohl beste Art, um Arbeitsblätter zu erstellen, ist Tutory -- zumal dort auch existierendes Material weiterverwendet werden kann.
  • Twine Mit Twine lassen sich interaktive Geschichten erstellen.
  • OnlyOffice - integriert in die Lernplattform Open OLAT - Kooperatives Beareitungstool für Word, Powerpoint und Excel Dateien.

H5P[Bearbeiten]

Mehr zum Entstehungshintergrund von H5P und wie die NDLA in Norwegen Maßstäbe in Sachen OER setzt: Müller, F. J. (2019). Chancen und Herausforderungen staatlich finanzierter, frei verfügbarer Bildungsmaterialien (OER) am Beispiel der Plattform ndla. no in Norwegen. Ein Weg zu mehr Inklusion?.