Benutzer:O.tacke/Der Wissenschaft auf der Spur

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Denkanstoß[Bearbeiten]

Wissenschaftliches Denken ist, banal gesagt, eine Methode zur Überprüfung von Vermutungen, Wenn ich vermute: "Im Kühlschrank könnte noch Bier sein...", und ich schaue nach, dann betreibe ich im Prinzip schon eine Vorform von Wissenschaft. In der Theologie dagegen werden Vermutungen in der Regel nicht überprüft. Wenn ich also nur behaupte: "Im Kühlschrank ist Bier", bin ich Theologe. Wenn ich nachsehe, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachsehe, nichts finde, aber trotzdem behaupte: "Es ist Bier drin!", dann bin ich Esoteriker. - Vince Ebert

Warum?[Bearbeiten]

Bücher über Wissenschaft

Ist es so einfach? Betrachte ich mich selbst kritisch, muss ich mir einige Versäumnisse vorwerfen: Zwar habe ich ein intuitives Verständnis davon, was Wissenschaft bedeutet und ausmacht, aber wirklich auseinandergesetzt damit habe ich mich nicht - und ich will ein Wissenschaftler sein?

Auf dieser Seite möchte ich mich daher der Wissenschaft auf die Spur machen und lade Reisende gerne dazu ein, auf den Zug aufzuspringen und mich ein Stück auf meiner Reise zu begleiten. Es gibt dafür viel freien Platz auf der Diskussionsseite, und vielleicht entsteht ja auch etwas Größeres daraus.

Die folgende Liste deutet den Pfad an, den ich einschlagen werde. Da ich aber gerade einmal ein bis zwei Stationen weit sehen kann (und erst einmal nur mein Bücherregal entlang), wird sich die Route sicher noch deutlich verlängern und verändern, und ich erwarte auch Umwege und Irrwege. Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt. Den letzten kann ich gar nicht absehen - falls es einen solchen überhaupt gibt. Das ganze ist also eine Art Langzeit-Ideensammlung. Zu jedem Buch werde ich dann meine Gedanken und Eindrücke niederschreiben - ich bin gespannt, wann ich zum ersten Mal frühere Aussagen revidieren werde.

Die Route[Bearbeiten]

  1. Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten von Martin Kornmeier
  2. Wege der Wissenschaft: Einführung in die Wissenschaftstheorie von Alan F. Chalmers
  3. Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen von Thomas S. Kuhn
  4. Einführung in den Konstruktivismus mit Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld, Peter M. Hejl und Paul Watzlawick
  5. Die erfundene Wirklichkeit von Paul Watzlawick
  6. Wie wirklich ist die Wirklichkeit von Paul Watzlawick
  7. Die Logik der Forschung von Karl R. Popper
  8. Alles Leben ist Problemlösen von Karl R. Popper
  9. Auf der Suche nach einer besseren Welt von Karl R. Popper
  10. Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf von Karl R. Popper
  11. Der Wert der Wissenschaft von Henri Poincaré
  12. Wissenschaft und Methode von Henri Poincaré
  13. Wissenschaft und Hypothese von Henri Poincaré
  14. Erziehung zur Mündigkeit von Theodor Adorno
  15. How we think von John Dewey

Empfehlungen[Bearbeiten]

Wer mag, kann mir hier Empfehlungen (Bücher, Podcasts, Links, Videos, usw.) mit einer kurzen Begründung hinterlassen.

  • Max Weber: Wissenschaft als Beruf, weil seine formulierten Maßstäbe über den Zusammenhang von wissenschaftlicher und politischer Arbeit bis heute wenig von ihrer Aussagekraft verloren haben und vielen Wissenschaftsdebatten im Kern zugrundeliegen.
  • Peter Sloterdijk: Scheintod im Denken - Von Philosophie und Wissenschaft als Übung, weil er sich auf amüsante - wenn auch nicht unstrittige Art und Weise - mit der beobachtenden Perspektive der Gesellschaft auf Philosophie, Wissenschaft und das Wirken der Wissenschaftler auseinandersetzt.
  • Paul Feyerabend: Wider den Methodenzwang, weil er am dafür plädiert, Strukturen in Frage zu stellen und einen nahezu anarchischen Ansatz zur Methodologie des Erkenntnisgewinns verfolgt.
  • Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache: Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv, weil es eine nicht unumstrittene Arbeit ist, in der er die Erkenntnisgewinnung sehr stark an den Erkenntnisgewinner knüpft
  • Georg Rückriem (Hrsg.): Erik Grigor'evic Judin. Systemansatz und Tätigkeitsprinzip. Methodologische Probleme der modernen Wissenschaft, weil Judin als russischer Systemtheoretiker und bester Kenner der kulturhistorischen Schule der Psychologie noch eine ganz andere Sicht auf die Dinge hat. Er hat den Begriff des "Denkraums" als Kategorie entwickelt: Die Menschen denken innerhalb einer kulturhistorisch bestimmten "Denkabstraktion". (Passt gut zu Kuhns Paradigma - hier aber nicht nur auf eine bestimmte Domäne oder gar ein bestimmtes Wissenschaftsproblem begrenzt, sondern auf die Art und Weise, wie die gesamte Welt angeschaut wird.)
  • Empfehlung, weil ...