DieDatenlaube/Notizen/GeNeMe Abstrakt

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DatenlaubeJam – Hackathon ist immer (dienstags)[Bearbeiten]

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Juliane Flade: Präsentation DatenlaubeJam – Hackathon ist immer (dienstags)
Abstrakt von Jens Bemme, Juliane Flade und Caroline Förster für GeNeMe 2022, Gemeinschaft in Neuen Medien, Jahreskonferenz. Der Tagungsband erscheint 2023: https://tu-dresden.de/codip/ergebnisse-transfer/veranstaltungen/geneme/tagungsbaende-der-geneme.

Die Datenlaube’ ist ein Citizen Science-Projekt für offene Kulturdaten. Das Projekt erschließt Transkriptionen und Illustrationen der ersten erfolgreichen deutschen Illustrierten ‘Die Gartenlaube’ mit Wikidata.

‘DatenlaubeJam’ ist das digitale wöchentliche Projektteamtreffen seit 2020. Inzwischen wurde der Termin zum Arbeitsort und Austausch insb. für Dresdner Kulturdaten – eine neue Anwender:innengemeinschaft entsteht. Bibliotheksmitarbeiter:innen, Team Datenlaube, Mitarbeiterinnen und Mitglieder des Geschichtsvereins Dresden, ein Wikisource-Administrator und andere Heimatforscher klinken sich am Dienstagmorgen ein, um eine halbe Stunde informell über offene Kulturdaten zu sprechen und Projekte zu planen. Das geht über ‘Die Gartenlaube’ hinaus und betrifft insb. Saxonica, historische Quellen über Sachsen. Teilgeber:innen sind zwischen 30 und 70 Jahre alt: datenorientierte Nerds, Wikimedians, Historikerinnen, Informatiker, Mütter und Väter, Heimatforscher:innen, sprichwörtlich mittelalte und ‘alte weiße Männer’ sowie Kulturwissenschaftler:innen – alle Citizen Scientists, also Bürger:innenwissenschaftler:innen in wechselnden Rollen mit diversen Perspektiven.

‘DatenlaubeJam’ ist eine lockere Kooperation, einerseits. Andererseits ist das Format voraussetzungsreich: erst nach zwei Jahren waren wir regelmäßig zu dritt, nun zu fünft.

Während der Pandemie wurde die Arbeit an ‘Gartenlaube’ und ‘Datenlaube’ fortgesetzt. Ausgehend vom zweiköpfigen Gründerteam entstanden ab Mai 2020 Datenexperimente für Saxonica mit Matthias Erfurth, Jens Bemme und Christian Erlinger, aus denen digitale landeskundliche Methoden entstanden: Linked Open Storytelling (#LOST) und #1lib1nearby. Geografische Nähe spielte dabei keine oder nur eine geringe Rolle.

Die Kunst besteht beim ‘DatenlaubeJam’ vermutlich in Ressourcen und Methoden, die wir nutzen: langer Atem, Regelmäßigkeit, Offenheit der Daten und Infrastruktur (Open Citizen Science), Themen und Teilnehmer:innen, ‘Low Budget’ als Vorteil, Twitter, ‘Beifang’ im Sinne begleitender und nebensächlicher Themen, Umwege und Ziele, die Zusammenarbeit trotzdem bereichern. Dass - klischeehaft formuliert - ‘alte weiße Männer’ nicht datenaffin seien, bewahrheitet sich in der Arbeit mit Wikisource und Wikidata nicht. Zudem: Kulturinstitutionen und ihre Mitglieder stecken im digitalen Umbruch als Teil der Digitalen Revolution, Geschichtsvereine genauso wie Bibliotheken, Archive und Museen. Diese Situationen erfordern Austausch. Anwender:innengemeinschaften digitaler Werkzeuge im Wikiversum können helfen Lösungen zu finden.

Werkzeuge des Wikiversums beweisen sich als grundlegend für kollaborative Projektarbeit beim ‘DatenlaubeJam’, sei es in latenten oder verbindlichen Teil- und Nebenprojekten. Ziel ist nun Erfahrungen vom ‘DatenlaubeJam’ auf andere Bildungsformate zu übertragen – langfristige regionale Kulturdaten-Hackathons, innerbetriebliche Fortbildung in Bibliotheken und für Mitglieder in Geschichtsvereinen.