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Fünfter Kreisteilungsring/Primzahlen/Zerlegungsverhalten/Beispiel

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Es sei  R=[X]/(X4+X3+X2+X+1)=[x]  der fünfte Kreisteilungsring. Wir beschreiben exemplarisch das Verhalten von Primzahlen in diesem Zahlbereich. Es sei zuerst  p=5.  Hier ist über /(5)

(X1)(X4+X3+X2+X+1)=X51=(X1)5

und somit  X4+X3+X2+X+1=(X1)4.  Es gibt also nur ein Primideal oberhalb von (5) und dessen Restklassenkörper ist /(5), der Trägheitsgrad ist also 1 und der Verzweigungsindex ist 4.

Das Zerlegungsverhalten der anderen Primzahlen  p5  versuchen wir mit Hilfe eines Zwischenringes zu verstehen. Sei

v=xx2x3+x4.

Eine direkte Rechnung (siehe Beispiel) zeigt  v2=5,  d.h. es liegt ein Zwischenring

[5][1+52]=[x3+x2]=S[x]

vor, wobei der Ganzheitsring zu 5 mit Fakt bestimmt wurde.

Für

p=1,4mod5

ist 5 ein Quadrat modulo p. Über diesen Primzahlen liegen in S zwei Primideale, beide mit dem Restekörper /(p) und dem Trägheitsgrad 1. Über diesen Primzahlen zerfällt das fünfte Kreisteilungspolynom in zwei Faktoren vom Grad 2. Ob es weiter in Linearfaktoren zerfällt, hängt von p ab.

Bei  p=11  sind 1,3,4,5,9 fünfte Einheitswurzeln in /(11) und das Kreisteilungspolynom hat die Zerlegung

X4+X3+X2+X+1=(X3)(X+2)(X4)(X5).

Über (11) liegen also vier Primideale, jeweils mit dem Trägheitsgrad 1. Ein entsprechendes Verhalten gilt für alle Primzahlen p mit  p=1mod5  nach Fakt.

Bei  p=4mod5  gibt es nur die 1 als fünfte Einheitswurzel und es gilt

X4+X3+X2+X+1=(X2+5+12X+1)(X2512X+1),

wobei für 5 eine Quadratwurzel von 5 aus /(p) einzusetzen ist. Bei  p=19  ist beispielsweise  92=5  und daher ist

X4+X3+X2+X+1=(X2+5X+1)(X2+15X+1).

Bei  p=2,3mod5  (aber p2) ist 5 kein Quadrat in /(p) und somit ist

S/pS𝔽p2.

Nach Fakt liegen über diesen Primidealen im Kreisteilungskörper jeweils nur ein Primideal mit dem Restekörper 𝔽p4.