Kolloquium Biologie

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Willkommen im Kolloquium „Biologie“!

Dies ist der Platz für Fragen und Diskussionen rund um das Themengebiet „Biologie“.

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Muscheln[Bearbeiten]

Hallo! Ich habe gestern eine (wahrscheinlich) Flussperlmuschel in einem Teich entdeckt. Normalerweise atmen sie ja mit Kiemen, aber sie überleben ja auch lange (sicher 30 Minuten) wenn sie an der Luft sind - wie geht das? Die Muschel werd ich wieder in den Teich zurückbringen, derzeit ist sie in einem Becherglas mit Sand, Erde und Algenwasser. Zep 13:20, 7. Jun. 2007 (CEST)

Wie empfindlich sind Muscheln auf UV-Strahlung? Kannn sie normales indirektes Tageslicht schädigen? Das innere meiner Muschel ist nämlich ganz weiß (kommt freiwillig heraus). Der Mund der Muschel kommt mir jetzt aber schon etwas dünkler vor (vielleicht anhaftende Erde). Zep 15:10, 7. Jun. 2007 (CEST)

Hallo Zep,
deine Frage ist zwar schon etwas länger hier, aber ich möchte sie trotzdem gerne beantworten.
Untersuchungen des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven haben gezeigt, dass antarktische Muscheln
der Art Yoldia eightsi sehr gestresst auf eine Erhöhung der Wassertemperatur um nur wenige Grad°
reagieren. Muscheln aus der Nord- und Ostsee, etwa die Muschel Mya arenaria lebt im natürlichen
Habitat bei Temperaturen zwischen 2 Grad im Winter und 10 Grad im Sommer, kann aber auch 18 Grad
vertragen.
Muschelinnenseiten bestehen zu einem großen Teil aus kalkhaltigen Substanzen - diese führen zu der :weißlichen Färbung. --Bodhi-Baum 12:12, 1. Mai 2008 (CEST)

Haben Eineiige Zwillinge die gleichen Fingerabdrücke?[Bearbeiten]

In unserem Biologieunterricht tauchte kürzlich diese Frage auf, wer weiß Rat? --Jordan

Sie haben unterschiedliche Fingerabdrücke - sie haben vielleicht das gleiche grobe Aussehen, aber es ist zu erkennen, dass sie verschieden sind. Zep 00:07, 11. Okt. 2006 (CEST)
Danke für die Auskunft, werde mich mal auf die Suche nach konkreten Beispielen begeben! --Jordan
Eineiige Zwillinge haben trotz identischen Erbguts unteschiedliche Fingerabdrücke, da diese durch äußere Einflüsse während der Embryonalentwicklung beeinflußt werden. Eine gute Seite, die dies näher erläutert ist hier zu finden: Spektrum direkt --GrummelMC 13:16, 11. Nov. 2006 (CET)

Frage: Gen und Allel[Bearbeiten]

Hallo,

momentan beschäftige ich mit Genetik und bin da auf eine recht grundlegende Frage gestoßen, die mir unerwartete Schwierigkeiten bereitet (wahrscheinlich liegts an meiner Dummheit). Ich wäre sehr froh, wenn ihr mir helfen könntet.

Und zwar geht es um die genauen Definitionen von "Gen" und "Allel". Ein Allel ist die genaue Nukleotidsequenz innerhalb eines bestimmten Abschnitts der DNA; es enthält also die Information, die nötig ist, um ein Protein herzustellen. Was aber ist ein Gen genau? Beschreibt dieser Begriff die räumliche Ausdehnung des Allels auf der DNA? Bestimmt es das allgemeine Merkmal, das durch das Allel dann konkretisiert wird? (M. a. W. ein Gen legt allgemein bspw. die Beschaffenheit der Erbsen-Oberfläche fest, das Allel legt dagegen konkret fest, dass die Erbsen-Oberfläche meinetwegen glatt ist...?) Auf Wikipedia wird "Gen" als ein "Abschnitt auf der DNA" definiert - dies würde die "räumliche" Lesart stützen... aber ist diese Lesart richtig?MarquardtM 22:47, 14. Okt. 2006 (CEST)


Hallo,
Deine Frage ist so allgemein etwas schwierig zu beantworten. Vielleicht erstmal zum Begriff "Allel". Prinzipiell spricht man bei Allelen von den möglichen Zustandsformen eines Gens. Also vereinfacht gesagt: codiert das Gen für das die Augenfarbe bestimmende Pigment, so bestimmt das Allel welches Pigment, und damit welche Augenfarbe entsteht (braun, grün usw.) Allerdings gilt, wie man heute weiß, diese geradelinige Schlussfolgerung ein Gen - ein Protein - ein Merkmal in den meisten Fällen nicht, da die meisten Merkmale durch das Zusammenspiel verschiedener Gene entstehen. Prinzipiell wird ein Gen inzwischen als ein DNA-Abschnitt definiert der eine rRNA, eine tRNA oder über eine mRNA ein Protein codiert. Auf Deine Definition bezogen wären also Allele die verschiedenen möglichen Nukleotidsequenzen eines Gens. --GrummelMC 13:05, 11. Nov. 2006 (CET)


Eine Kleine Ergänzung hätte ich diesbezüglich noch: Als Gen wird nicht nur der codierende Bereich (Open reading frame, ORF) bezeichnet, sondern alle regulierenden Elemente (z.B. Promotor) und die Terminationssequenz inklusive. Souly 20:32, 2. Nov. 2007 (CET)

OpenAccess[Bearbeiten]

Dank Histo bin ich folgenden Link aufmerksam geworden: |Petition for guaranteed public access to publicly-funded research results Bitte schaut es Euch an und macht mit. Die Aktion wird u.a. vom DFG gesponsert. --GrummelMC 21:15, 18. Jan. 2007 (CET)

Kalium-Kanäle[Bearbeiten]

ich habe da eine Frage, was die so genannten Kir-Kanäle angeht, wie sie auch beim Aktionspotential erwähnt werden: Ist es tatsächlich so, dass sie, wie es geschildert wird generell bei 20 mv über dem Ruhemembranpotential schließen? Denn der Artikel hat ja ganz klar als Thema, wie generell ein Aktionspotential aussieht. Ist es aber nicht so, dass die Kir-Kanäle vor allem im Herzmuskel und Skelettmuskel vorkommen, wo auch ein Ruhemembranpotential von etwa -85 bis -90 mV herrscht? Denn nur in diesen Bereichen des Ruhemembranpotentials machen Kir-Kanäle sinn, denn so weit ich weiss ist ihre Leitfähigkeit beim Kaliumgleichgewichtspotential (~ -96 mV) gleich null und eben davon ausgehend bei etwa -70 mV (entspricht also ungefähr den 20 mV von oben) schließen sie durch Spermin oder Mg2+-Block und nicht generell bei 20mV über dem Ruhemembranpotential. Das heisst doch bei einem Ruhemembranpotential von -70mV, wie es bei den meisten Nervenzellen vorkommt, wären diese Kanäle doch bereits geschloßen, d.h. geblockt. So kann keine K+ - Leitfähigkeit mehr gewährleistet werden, die überhaupt erst zum RP führt und kleinere Depolarisationen kompensiert. Ist das richtig so? Kommen also Kir-Kanäle überhaupt an Nervenzellen vor und wie ist das mit den zentralen Neuronen gemeint (haben die dann ein RP sehr nahe dem Kaliumgleichgewichtspotential)?(http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Aktionspotential)

Ist dann diese Darstellung richtig? (http://en.wikipedia.org/wiki/Inward-rectifier_potassium_channel)

mfg

cleboe

Wie wäre es mit Botanik ?[Bearbeiten]

Hallo,ich würde gerne einen Bereich für Botanik gründen und weiß nicht genau,wo ich den hinstecken soll. Kann mir da jemand helfen ? Soll ich den im Fachbereich Biologie einordnen ? Cebe 14:48, 2. Jun. 2007 (CEST)

Hallo Cebe! Freut mich sehr, dass Du Dich beteiligen möchtest am Fachbereich Biologie. Ich werde Dir gerne dabei helfen. Ja - Botanik gehört ganz klar in den Fachbereich Biologie. Habe schon mal das Grundgerüst erstellt. Fühl Dich frei, die Seite nach Deinen Vorstellungen weiter zu entwickeln. --GrummelMC 22:45, 4. Jun. 2007 (CEST)
Gibt's denn schon was? Also irgendwelche Seiten zum Thema? Würde mich auch interessieren. - Richardofoakshire 17:34, 29. Mär. 2011 (CEST)

Frage zum HI- Virus[Bearbeiten]

Stimmt es, dass das HI- Virus an der Luft zerstört wird? Wenn es so ist, welches Element verursacht dies und welche Zellen oder stoffe im Blut werden auch verletzt oder zerstört?

--JMaibaum 11:38, 31. Jul. 2007 (CEST)

Toxine[Bearbeiten]

Hallo,

ich hab da mal eine Fragen, Wir haben uns mit Infektionskrankheiten und Immunsystem beschäftigt, Nach der Infektion vermehren sich die Erreger(in diesem Fall Bakterien)und bilden Toxine,dann tritt die Immunabwehr ein und der Körper entwickelt Antikörper.So weit,so gut. Meine Fragen hierzu :

  • Der Körper entwickelt Antikörper,damit er die Erreger unschädlich machen kann,klar, aber was geschiet mit den Toxinen ? Werden die von der Leber oder den Nieren abgebaut ?

Noch was : Was macht denn jetzt genau krank,der Erreger oder das Toxin ? Cebe

Zum Thema pathogene Wirkung schau mal hier: Wikipedia Krankheitserreger --GrummelMC 23:33, 27. Jan. 2008 (CET)
Danke ! Mach ich ! Cebe 08:43, 4. Feb. 2008 (CET)

Hallo, brauche Hilfe[Bearbeiten]

Ich bin einem Biokurs einer Realschule, Klasse 10 (Nichts Uni), und eine Freundin aus einem Kunstkurs bat um Rat. Sie hat in einen Biotest über die Genetik eine sechs, es war das Thema Genetik. Ich kontrollierte den Test. Sie hatte nur drei von 30 Punkten und stellte fest, das gar nicht so viel falsch war (Zusatzinfo: Ich hatte nie das Thema Genetik, interessiere mich aber dafür). Ich errechnete die Noten-Punkte-Verteilung. Nach meiner Rechnung hätte sie mindestens 15 weitere Punkte verdient. Ich möchte ihr helfen, kann aber nicht mit meinen Schulwissen angeben, erstrecht nicht vor einem Lehrer den ich nie hatte.

Gibt es hier Professoren die mir Helfen können? Ich werde mich dafür anmelden und eine Abschrift des Testes einfügen. Bitte helft bald!

Danke (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.62.135.67 (DiskussionBeiträge) 14:21, 10. Jan. 2008)

Für schneller Hilfe empfiehlt sich das Portal:Biologie in der Wikipedia.
Übrigens versteht sich die Wikiversity nicht als Schiedsstelle. --Exxu 17:40, 10. Jan. 2008 (CET)
Hallo, mit der Thematik kenne ich mich auch nicht aus. Aber evtl. hilft Folgendes: hat diese Freundin schon die Ergebnisse mit den Klassenkameraden durchgesprochen ? ob sie extrem abweichende Ergebnisse haben ? Wie sah es denn bei den anderen aus mit den erzielten Punkten im Test ? Ich gehe mal davon aus, dass der entsprechende "Benoter" noch nicht um Meinung gebeten wurde, wieso es "nur" (30-27) Punkte gab ? Bzgl. der Abschrift - evtl. musst du da zuerst noch Erlaubnis einholen. ----Erkan Yilmaz (Wikiversity:Chat, wiki blog) 18:21, 10. Jan. 2008 (CET)

Die Freundin habe ich natürlich um Erlaunbins gefragt, ihren Test habe ich 1:1 abgeschrieben mit der entsprechenden Korrektur des Lehrers und der Punkteeinteilung. Sie hat als eine der einzigen eine schlechte Note und der Rest ist deshalb natürlich besser. Sie hat bereits Klassenkameraden gefragt und ist zu dem Ergebnis gekommen, das diese besser sind. Ich kann es mir nicht vorstellen das sie wirklich so schlecht ist. Der Lehrer hat hier Blödsinn gemacht, den ich fand nur 3 Fehler im ganzen Test, damit hätte sie eine 2 verdient, bitte sagt schnell bescheid, den es gibt nächsten Freitag Zeugnisse und möchte ihr noch helfen. Danke (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.63.137.25 (DiskussionBeiträge) 14:51, 11. Jan. 2008)

Das ist mal ein außergewöhnlicher Hilferuf ... Ich bin in der G9 und wir kriegen erst das Genetik,ich weiß aber nicht wie schnell...(evtl zu spät)
Da ist ein ganz schöner Sprung zwischen 6 und 2 ...,da muss der Lehrer aber ganz schön was übersehen haben (warum?). Sie hat nur ein paar Fehler...(alles ausgefüllt,denke ich)...
Noch was : Ich weiß nicht (vielleicht das,was Erkan meint) ob man einfach so einen Test,sammt Lösungen ins Internet stellen darf,könnt Probleme geben ...
Du meinst doch nicht etwa den 18. !? Wir fangen nämlich allerfrühestens am 21. mit der Genetik an ... Cebe
Ja ich meine den 18. Januar 2008 und sie hat alles ausgefüllt, die Erlaubniss hab ich von ihr, reicht das? (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.62.144.70 (DiskussionBeiträge) 17:09, 14. Jan. 2008)
Ich denke,du brauchst eine Genehmigung des Lehrers oder dem jenigen,der den Test erstellt hat (evtl.Schulleitung,Kultusministerium)Cebe 18:48, 15. Jan. 2008 (CET)
Das Veröffentlichen bringt wahrscheinlich dir/ihr Probleme. Du willst doch auf die Meinung eines Experten Verweissen können. Damit der aber antworten kann braucht er die Fragen. Wenn du aber die Fragen öffentlich einstellst, kann die Lehrerin sagen, sie habe das nicht erlaubt, sie müsse es also nicht beachten und kann dir sogar mit Konsequenzen drohen.
Eine Genehmigung wirst du sicher nicht bekommen, wenn der Fall auch nur ähnlich wie von dir beschrieben ist.
Gibt es keinen anderen Lehrer an dieser Schule der sich das Neutral ansehen kann? Ansonsten such hier oder Wikipedia einen Experten der dir helfen will und sende im das ganze per EMail zu.
Auch das ist auch nicht ganz Unbedenklich, aber zumindest nicht ganz so öffentlich.
-- MichaelFrey 19:58, 15. Jan. 2008 (CET)
Weitere Lehrer gibt es, aber momentan Krank und auf Klassenfahrt, und ich habe leider nicht die Option E-Malis zu versenden, dann gebe ich auf. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.62.139.247 (DiskussionBeiträge) 12:37, 16. Jan. 2008)

Cytologie/Mikrobiologie[Bearbeiten]

Hi! Wie wär's mit einem Fachbereich für Cytologie und Mikrobiologie? Da wir da gerade in Bio einiges dazu gelernt haben, könnte ich da was machen, wenn Interesse besteht (und mir jemand dabei hilft xD )

LG --Hennyboy 18:26, 16. Jan. 2008 (CET)

Ich kann Dir gerne dabei helfen. Bin nur momentan sehr knapp an Zeit. Würd vorschlagen dass in zwei getrennte Bereiche Mikrobiologie und Zellbiologie anzugehen. --GrummelMC 23:24, 27. Jan. 2008 (CET)
Ich biete mich auch an zu helfen ! Cebe 08:47, 4. Feb. 2008 (CET)

Zusammenfassung zur der Diplomarbeit „Sukzession von Niederwäldern in der Region Trier“[Bearbeiten]

Niederwälder stellen durch zum Teil jahrhundertelange menschliche Nutzung geprägte Ökosysteme dar. Da die Nutzung dieser Wälder mittlerweile häufig ganz eingestellt wurde und die anderen Niederwaldbestände nur noch mit zum Teil sehr langen Umtriebszeiten genutzt werden, kann man in diesen Wäldern unterschiedliche Sukzessionsstadien vorfinden.


Im Rahmen dieser Arbeit wurden in der Region Trier 54 Niederwaldflächen untersucht. Mit Hilfe der pflanzensoziologischen Aufnahmearbeit konnten folgende Waldgesellschaften unterschieden werden: - Betulo-Quercetum typicum - Betulo-Quercetum milietosum - Stellario-Carpinetum Als eine wichtige Größe wurde in den Wäldern der Brusthöhendurchmesser der Bäume in den Schichten B1 und B2 gemessen, um eine Aussage über die Wuchsleistung der Bäume am jeweiligen Standort machen zu können. Das Alter der Bestände, was hierbei gleichzusetzen ist mit dem Datum der letzten niederwaldartigen Nutzung, wurde mittels Bohrkernanalyse bestimmt.

Mit Hilfe einer Korrelationsanalyse werden in der Arbeit die Beziehungen zwischen den Standortparametern und dem Bestand aufgezeigt. Hierbei ergibt sich die Inklination als ein wichtiger Einflussfaktor für viele Bestandesgrößen. Die Anzahl der offensichtlich schon abgestorbenen, aber noch immer aufrecht stehenden Bäume scheint auch ein geeignetes Maß zur Kennzeichnung der Pflanzengesellschaften zu sein. Im Anschluss an diesen ersten Analyseteil werden anhand der aus der Korrelationsanalyse als signifikant ermittelten Parameter Modelle entwickelt, um Größen, wie das Bestandesholzvolumen und den jährlichen Holzzuwachs zu beschreiben.

Mit Hilfe der Daten aus sogenannten Einzelbaumuntersuchungen kann gezeigt werden, daß ein jüngerer Baum der Gattung Fagus sylvatica im Gegensatz zu einem Exemplar von Betula pendula sich im Niederwald auch in ungünstiger Lichtstellung etablieren kann.

Als Ergebnis kann festgehalten werden, daß sich die ehemaligen Eichenniederwälder im Zuge der Sukzession wohl zu hochwaldartigen Beständen entwickeln werden. Dadurch würde aber die Vielfalt des Waldes, die durch die niederwaldartige Nutzung entstehen konnte, weitgehend verloren gehen. Aus diesem Grunde wird die Forderung von MANZ (MANZ, E. 1993, 315), die Niederwälder zumindest in Teilbereichen weiterhin in der bisherigen Art zu nutzen, unterstützt.

Ich freue mich über Diskussionsbeiträge zu diesem Thema. Sart5101 09:49, 10. Apr. 2008 (CEST)

Das klingt nach einem sehr interessanten Thema. Zunächst ein paar Fragen. Sind die Wälder seit der Aufgabe der Niederwaldnutzung völlig ungenutzt, und wie alt sind sie? Außerdem würde mich die Artenzusammensetzung der Gesellschaften interessieren. Vielleicht hast du ja bei der Bohrkernanalyse das Alter von Bäumen verschiedener Arten erfasst, und kannst Aussagen machen, welche Arten sich wann angesiedelt haben und welche während der Niederwaldnutzung schon da waren? Wahrscheinlich war das eine der Fragen deiner Arbeit, sonst würde die Sukkzession nicht im Titel auftauchen. Ich würde ja, aufgrund der Stockausschlag-Fähigkeit, auf Hainbuche (neben der von dir genannten Eiche) in der Nutzungsphase tippen.
Weitere Frage: ließ sich noch feststellen, von welchen Spezies die abgestorbenen Bäume waren? Wäre interessant, ob sie noch aus der Niederwalsphase stammen (damals ntl. noch lebend)), oder ob es sich z.B. um Reste einer zurückliegenden Sukkzessionsphase handelt (Birke?).
Zu Fagus sylvatica und Betula pendula: Diese Ergebnisse wären vorhersagbar gewesen, da die Buche als langsam wachsende Klimaxart (K-Stratege) unserer meisten Wälder als Jungbaum Schatten gut verträgt, die Birke als schnellwüchsige Pionierart (r-Stratege) dagegen nicht. In einem Niederwald in Nutzung sähe das jedoch anders aus, da die Buche das "Auf-den-Stock-Setzen" (meines Wissens) nicht verträgt.
Der Forderung nach einer weiteren Nutzung als Niederwald pflichte ich auf jeden Fall bei, da es sich bei Niederwäldern um ein im Verschwinden begriffenes Landschaftselement handelt, welches von Jahrhunderte alten Bewirtschaftungsmethoden zeugt. Wie viele durch extensive Bewirtschaftung geprägte Lebensräume weisen auch sie ein heute durch Intensivbewirtschaftung und Flächenstilllegungen gefährdetes Arteninventar auf. Je nach Umfang der Flächen wäre es vielleicht auch möglich, Teile der Wälder der freien Sukkzession ohne Nutzung zu überlassen, um hier naturnahe oder gar natürliche Wälder entstehen zu lassen. Hier sollten jedoch auch Aspekte der Vernetzung der entstehenden Nieder- oder "Ur"wälder mit bestehenden Flächen einer solchen Prägung mit einbezogen werden. -- Turnvater Jahn 15:40, 20. Mai 2008 (CEST)
P.S.: du hast doch sicher gute Artenkenntnisse. Dann mach doch hier mit: Projekt:Atlas der Blütenpflanzen und nimm einfach mal Zettel und Stift mit zum Sonntagsspaziergang.



Hallo Turnvater Jahn, vielen Dank für die Fragen zu meiner Diplomarbeit. Wegen Computerproblemen komme ich erst jetzt zum (kurzen) Antworten:

Die Nutzung der meisten von mir untersuchten (54) Wälder ist größtenteils eingestellt worden; genauere Angaben kann ich nicht machen; es fanden sich aber keine Spuren von momentaner Nutzung oder von kurz zurückliegendem Einschlag. Die meisten der (54) untersuchten Wälder waren zwischen 40 und 60 Jahren alt. Die Altersspanne reicht von 13 bis 76 Jahren. Da die untersuchten Wälder meistens Quercus-Niederwälder waren, bestand B1 zu 80 - 100 % aus Eichenbäumen; nur 1 Wald hatte als Hauptbaumart Cerasus avium; aber auch hier war Quercus mit 40 % am Bestand beteiligt. An einem Standort war Cerasus gleich alt wie Quercus, an einem anderen hatte Carpinus das gleiche Alter wir Quercus. Betula pendula konnte sich - als Lichtholzart - nur in den lichten Stadien nach der Niederwaldnutzung oder in sehr großen Bestandeslücken entwickeln und war somit stets jünger. An vielen Standorten konnte die (spätere) Einwanderung von Fagus sylvatica beobachtet werden. Waren die Samenbäume für Fagus in der Nähe, konnte die Buche als Jungwuchs zum Teil in erheblicher Menge gefunden werden. Gleichzeitig war das Fehlen von Eichenverjüngung auffallend, so dass mit einem längerfristigem Wechsel der Hauptbaumart zu rechnen ist. Ich untersuchte ja hauptsächlich Eichenniederwälder; in einigen Beständen war aber auch Carpinus in B1 vertreten, an einem Standort mit gleichen Alter, sonst jünger.

Die Spezies der abgestorbenen Bäume konnte ich nicht mehr bestimmen, da die Untersuchungen vor allem im Winterhalbjahr stattfanden. Es lässt sich nur sagen, dass die Bestände des Stellario-Carpinetums, also eines reicheren Bestandes, nur wenig Totholz hatten, während die vor allem auf armen Standorten ausgebildete Gesellschaft des Betulo Quercetum typicum einen hohen Totholzanteil hatte. Auffallend war auch, dass in den älteren Beständen weniger Totholz anzutreffen war als in jüngeren, was wohl darauf hindeutet, dass es sich bei dem Totholz um abgestorbenen Jungwuchs handelte.

Auch wenn nach weitverbreiteter Meinung die Buche keine Stockausschläge bildet, so fand ich doch an einem (armem) Standort Fagus in B2 mit 2 Stockausschlägen und an einigen Standorten in der Strauchschicht mit mehreren Ausschlägen. --Sart5101 11:05, 6. Jul. 2008 (CEST)

gemeinsame Methoden Sammlung[Bearbeiten]

ich tobe mich im Institut für Biochemie aus. Dort hab ich auch ne menge Methoden schon gepostet. Wie wäre es mit einer gemeinsamen Biologischen Methoden Sammlung? Zudem wäre es super, mehr Kurse anbieten zu können. Ich versuche gerade mein Biochemisches Praktikum in die Wikiversity einzubinden. AberAnfängerkursen wären auch super. Oder zu einzelnen Themen, DNA, Protein, Strucktur, Zellzyklus, etc. Ruhig auch auf Uni-Niveau. Mit den entsprechenden angaben aus welchen Papern man das her hat, dann sollte das gehn oder? --Gismo78 13:53, 5. Aug. 2008 (CEST)

Gute Idee. Würde hier gern in Sachen ökologische (Freiland-) Methoden etwas beitragen. -- Turnvater Jahn 13:35 6.08.2008
dann trag das doch auf dieser Seite Methoden als ökologische Methoden ein. Du muss das dann halt noch in die Navigation eintragen. Je mehr Methoden desto besser. So können auch andere Fachrichtungen einen Nutzen daraus ziehen. Es sind auch alle WikiSpecies2.png Genetiker herzlichst eingeladen ihre Methoden hier einzustellen!
Respekt! Sehr gut was Du da aufgezogen hast. ICh denke das ist eine gute Idee, die Methoden an zentraler stelle zu sammeln und so eine Übersicht zu geben. Mir gefälllt es auch sehr gut, dass Du auch Pufferrezepte geschrieben hast. Die würde ich bei der Übersicht mit aufnehmen. Würde vorschlagen, dass einfach über die Kategorien" zu erledigen. Das wäre dann ja eine Übersichtsseite. Was meint Ihr? --GrummelMC 16:23, 8. Aug. 2008 (CEST)


terrestrisches Ökosystem[Bearbeiten]

Für eine Facharbeit möchte ich gerne ein Biotop näher bestimmen. Für Gewässerökologie gibt es ja nun z.B. das Saprobiensystem, oder auch standart chemische Indikatoren. Gibt es etwas, was dem für landsysteme entspricht und möglichst simpel und mit wenig technischen methoden nachzuforschen ist?

vielen Dank schonmal

johanna--91.63.41.47 20:51, 16. Sep. 2008 (CEST)

Hallo Johanna,
bitte versuch es bei der w:Wikipedia:Auskunft oder schreibt die Benutzer GrummelMC bzw. Turnvater direkt auf ihren Diskussionsseiten an. Wir haben im Bereich Biologie leider noch nicht viele Mitstreiter, die dir antworten könnten.
Vielen Dank für dein Verständnis!
Viele Grüße --Michael Reschke 21:08, 16. Sep. 2008 (CEST)
Hi Johanna,
kannst du vielleicht etwas näher erläutern, was dir da vorschwebt?
Der Saprobienindex ist ja lediglich ein Index für die Saprobie, also die "Verunreinigung" von Gewässern mit organischen Stoffen (als Nahrungsgrundlage für heterotrophe Organismen und damit Sauerstoffzehrer). Er stellt somit nur eine von vielen Möglichkeiten dar, ein Gewässerökosystem zu charakterisieren. Für Systeme an Land wäre vielleicht eine Bestimmung von Biomasseproduktion und Nährstoffverfügbarkeit am ehesten vergleichbar mit Saprobie und Eutrophie. Ist aber einerseits aufwendig und benötigt ein Labor, andererseits nicht unbedingt aussagekräftig.
Zur Charakterisierung eines Biotops (oder wohl eher zum Vergleich mehrerer) bietet sich ntl. in erster Line die Bestandsstruktur. Hoch- / Niederwald, Grünland, Hochstaudenflur, Ruderalflur, ...
Weiter geht die pflanzensoziologische Vegetationsaufnahme nach Braun-Blanquet. Hier werden alle anwesenden Arten mit Abundanz bzw. Dominanz (Skala z.B. hier) erfasst, was ntl. entsprechende Artenkenntnisse voraussetzt. Diese Aufnahme erlaubt u.a. die Bestimmung von Zweigerwerten nach Ellenberg, wodurch die abiotischen Umweltfaktoren Licht, Feuchte, Stickstoffverfügbarkeit, ... verschiedener Flächen verglichen werden können (Stichwort Transekt). Ferner können u.a. die Lebens- bzw. Überdauerungsformen zur Analyse herangezogen werden.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Bestimmung von Pflanzengesellschaften, beispielsweise nach Schubert (Bestimmungsbuch der Pflanzengesellschaften Deutschlands, Bestimmungsbuch der Pflanzengesellschaften Mittel- und Norddeutschlands). Da Pflanzengesellschaften eine mehr oder weniger enge Standortamplitude aufweisen, sind auch hier Schlüsse auf die Umweltbedingungen möglich.
Mit der Untersuchung ganzer Ökosysteme, also wesentlich größerer Einheiten als des Biotops oder des Bestandes, beschäftigt sich die Ökosystemforschung. Hier stehen vor Allem Stoffflüsse im Vordergrund. Allerdings sind hier im Rahmen einer Examensarbeit sicher nur Teilaspekte in Betracht zu ziehen.
Falls du also etwas genauer darauf eingehen kannst, was du zu ergründen gedenkst, auf welche Umwelteiflüsse du die Flächen analysieren willst, um was für Lebensraumtypen es sich handelt, ..., werde ich gern versuchen, dir weiter zu helfen.
Grüße, Turnvater Jahn 01:43 23.09.2008

Internationale BiologieOlympiade[Bearbeiten]

Hallo

Ich wollte mal fragen, ob man vielleicht gemeinsam eine Musterlösung der IBO (2. Runde) erstellen könnte ? Man bekommt da nämlich keine Lösungen zugesandt und ich hab die auch sonst nirgendswo gefunden, wüsste aber gerne, was richtig wäre. Ich hab jetzt das zweite Mal mitgemacht und mir das Aufgabenblatt nach Abgabeschluss kopiert, finde aber auf die meisten Fragen keine Antworten. Könnte man da vielleicht irgendetwas machen ?

LG --Schwarze Fee 01:15, 31. Dez. 2008 (CET)

Hallo, hätte mal ne Frage an alle die schon mal Bio Colloquium gemacht haben: Weiß jemand von euch was für Fragen zum Schwerpunkt: "Grundlegende Stoffwechselvorgänge in Zellen" drankommen können (is halt so mit Photosynthese und Dissimilation). Vielleicht hat ja einer von euch au schon des Thema gehabt, wär schön wenn mir jemand einen Hinweis geben könnt! P.S.:mache Abi in Bayern

Entstehung vom Waldlichtungen[Bearbeiten]

Hallo,

ich hab mir neulich im Wlad die Frage gestellt, wie eigentlich eine Lichtung im Wald entsteht. Selbst Wikipedia hat darauf keine Antwort. Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber die Lichtung gehört ja zum Ökosystem Wald. Vielleicht wissen ja die Botaniker und Biologen warum auf Waldlichtungen keine Bäume wachsen. Meine Überlegungen wären geographische Ursachen z.B. nährstoffarme Böden. Laut Wikipedia soll es ja garkeine natürlichen Wiesenflächen geben. Und mir ist auch aufgefallen ist, dass viele Flächen gemäht werden, sogar in Naturschutzgebieten. Warum macht man das und heißt das, dass generell alle Waldlichtungen garnicht natürlich sind ? Warum sind dann viele Raubvögel zum Beispiel auf Wiesenflächen angewiesen, obwohl es sie nur durch den Menschen gibt ? Cebe

mein Tipp: ein paar alte Bäume sterben ab, neue Sprösslinge bekommen nicht genug Licht um zu gedeihen.-> es bildet sich eine lichtung

Alwin Berger Archiv sucht Unterstützung[Bearbeiten]

Sehr geehrte Damen u. Herren im vergangenen Jahr haben wir am Geburtsort des Botanikers Alwin Berger ein Archiv gegründet, in dem wir die Publikationen Bergers sammeln wollen. Ziel ist die Publikationen in Schriftform u.Digitalform im Archiv zu speichern. Da wir bislang nur einen Teil in Digitalform haben, sind wir auf Suche nach weiteren bereits digitalisierten Publikationen oder Anbietern, die uns bei der Arbeit des Digitalisierens unterstützen könnten.Gibt es eine digitale Form von C.Bonstedt:Pareys Blumengärtnerei Band 1 u. Band 2 ? Ein Großteil der Publikationen Bergers befindet sich in den Monatsschriften für Kakteenkunde. Bislandg besitzt die DKG (Deutsche Kakteengesellschaft) selbst keine digitale Form dieser Hefte. Vielleicht kann uns jemand weiterhelfen? Alwin Berger Archiv- Möschlitz Lutz Schmalfuß

Insulinsynthese[Bearbeiten]

Hallo, ich habe ein Problem mit meinem Referat über Insulinsynthese. In meinem Buch ist zwar ein Schema dargestellt, aber kein Text, der die genauen Vorgänge erklärt und darüber hinaus Hintergrundwissen bereitstellt... Eine der Fragestellungen dazu ist zum Beispiel: "Bei der Übertragung der cDNA auf den Vektor wurde das Proinsulin-Gen in das ß-Galaktosidase-Gen des Plasmids integriert. Um die Proinsulinsynthese zu starten, setzt man der Nährlösung Lactose zu. Erläutere den Zusammenhang". Jetzt meine Frage: Kann mir jemand einen guten Link dazu zeigen, der Licht in mein Dunkel bringt? Danke schonmal,Grüße, Mille 10:52, 12. Mär. 2011 (CET)


Die Integration in das Galactosidase Gen ist ein Selektionsmarker darauf, ob die Zelle das Plasmid mit Gen aufgenommen hat. Siehe: blau weiß screening Lactose (normalerweise IPTG) wird zugesetzt um die chromosomale T7 Polymerase, die zur Transkription des Gens auf dem Plasmid gebraucht wird, zu bilden. (gibt den Promotor frei) siehe: lac operon, T7 Lysogen (http://www.csun.edu/~hcbio027/biotechnology/lec4a/petsys.html)

Was haltet ihr von der folgenden Definition des Begriffs "Leben"?[Bearbeiten]

Definition des Begriffes "Leben": "Basis jeglichen Lebens ist das Prinzip der Liebe. Leben ist da, wo dieses Prinzip herrscht (Symbiose)." (D1)

Mit den Worten der Biologie: Basis und Kennzeichen jeglichen Lebens ist die Symbiose. Dies ist eine Partnerschaft, bei der jeder Partner aktiv zum Vorteil des anderen Partners tätig ist.
Kurz und prägnant: "Was liebt, das lebt." [1]


Nach dieser Definition gibt es, abhängig vom Grad der Symbiosen, verschiedene Stufen des Lebens: Einzeller, Höhere Organismen, aber auch den Bienenstaat als Lebensform und sogar die Kultur als Lebensform.


Die Entstehung des Lebens aus chemischen Substanzen beruht nach Manfred Eigen auf Hyperzyklen. Nach dieser Definition könnte man sie als Symbiosen ansehen, da die Hyperzyklen sich gegenseitig stabilisieren.


Quelle:

  1. Klaus Fröhlich: Anregungen, Seite 4 ; Raleigh 2007, ISBN 978-1-4717-0137-5

Siehe auch Wikipedia Bio, Wikipedia Phil


Was haltet ihr von dieser Definition?

Gruß --Wikiwau (Diskussion) 20:09, 20. Nov. 2012 (CET)



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